KRS künftig Partner der Goethe-Universität

Vorbereitung für das Studium: Kooperationsvereinbarung unterzeichnet 

Hanau, 23.07.2017

Bei einem großen Angebot von den unterschiedlichsten Studiengängen ist für die künftigen Abiturienten eine zielgerichtete Vorbereitung schon während der Schulzeit von großem Vorteil. Dabei besuchen Kurse und Klassen regelmäßig die Universität und bereits Studierende können im Umkehrverfahren Praxiserfahrungen in der Schule sammeln. Zu einer sich für Schule und Universität lohnenden Zusammenarbeit haben sich nun die Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) und die Goethe-Universität Frankfurt entschlossen. Beide Seiten unterzeichneten jetzt in Frankfurt im festlichen Rahmen eine neue Schulpartnerschaft.

„Wir sind froh und stolz, als KRS Partner der Goethe-Universität zu sein“, bekannte KRS-Schulleiter Jürgen Scheuermann und betonte, dass beide Seiten von dem Abkommen profitieren, böten sich hier auch der Universität neue Chancen und Möglichkeiten. Ziel sei es, so Scheuermann weiter, die Zusammenarbeit zwischen der KRS und der Universität weiter auszubauen und zu vertiefen – ein Anliegen, das auch der Vizepräsidentin der Goethe-Universität, Professorin Dr. Tanja Brühl, als Schirmherrin des Projektes sehr am Herzen liegt.

Schon jetzt, so berichten beide Seiten übereinstimmend, gebe es zahlreiche Beispiele für eine fruchtbare Kooperation zwischen Schule und Uni. So haben bereits viele KRS-Schülerinnen und -Schüler Einblicke in die universitäre Forschungsarbeit gewinnen können, in dem sie an entsprechenden Projekten beispielsweise in Workshops mitgewirkt haben. Die Kooperation soll auch damit ausgeweitet werden, indem die Schule für die Studenten die Pforten für Forschungsprojekte öffnet. Wichtig sei zudem, dass die Studenten mit den Schülern direkt in Kontakt kommen um bei diesen das Interesse für ein Studium zu wecken.

Zentrales Anliegen ist auch für Susanne Mombers, der Studienberaterin der Goethe-Universität, den Übergang vom Gymnasium an die Universität für junge Schulabgänger zu erleichtern und somit eine individuell passende Studienfachwahl zu ermöglichen. „Profitieren werden unsere Schülerinnen und Schüler in jedem Falle, können sie sich hier in räumlicher Nähe praxisnahe Informationen für das Studium direkt aus erster Hand besorgen und gewinnen zudem einen ersten Einblick in das Studium“, sieht Jürgen Scheuermann einen großen Vorteil aus der Kooperation mit der Goethe-Universität für „seine“ Rehbeiner.

Einen Kooperationsvertrag zwischen der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) und der Goethe-Universität unterzeichnen nun die Vizepräsidentin Prof. Dr. Tanja Brühl (links) und KRS-Direktor Jürgen Scheuermann. Mit von der Partie bei dem kleinen Festakt waren der stellvertretende KRS-Schulleiter Robert Schnabel (rechts), der KRS-Studienleiter Rainer Gimplinger (hinten Mitte) und die KRS-Pädagogen Benedikt Kessler (hinten links) sowie Martin Dallmann. Foto: Privat 

          
 


Spendenrekord bei „Dein Tag für Afrika“: Über 9000 Euro erarbeitet

Hanau, 13.06.17

Jetzt fand der bundesweite Aktionstag der Kampagne „Dein Tag für Afrika“ statt, so auch an der Karl-Rehbein-Schule. Bereits zum 15. Mal rief der Verein Aktion Tagwerk Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme auf. Die Idee: Die Kids aller Jahrgangsstufen und Schulformen tauschen für einen Tag die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz ein oder veranstalten kreative Klassenaktionen. Mit abwechslungsreichen Ideen und zahlreichen Aktionen waren auch die Rehbein-Schüler in den unterschiedlichsten Firmen und Institutionen unterwegs, um diese Aktion zu unterstützen. Am Ende konnte die KRS die stolze Summe von rund 9400,00 Euro übergeben.
Seit 2003 ist es Aktion Tagwerk gelungen bundesweit rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler für diese Idee zu gewinnen. Den verdienten Lohn spenden die Teilnehmenden an Bildungsprojekte des Aktion Tagwerk-Projektpartners Human Help Network für Kinder und Jugendliche in Burundi, Ruanda, Südafrika und Uganda sowie für junge Geflüchtete hier in Deutschland. Auch ein Ausbildungsprojekt vom Aktion Tagwerk-Projektpartner Brot für die Welt in Ghana wir mit dem Erlös des Aktionstages 2017 unterstützt.
25 Prozent der Spenden gehen an die Partnerschule der KRS in Togo: An der E.P.P. Tokoin-Hunkpati in der togoischen Hauptstadt Lomé erhalten die rund 260 Schülerinnen und Schüler der Grund- und Hauptschule mithilfe der KRS-Spenden die Gelegenheit, das Stoffe-Färben mit der Batik-Technik zu erlernen und die selbst kreierten T-Shirts auf dem Markt zu verkaufen.

Die Aktionen der KRS-Schüler waren vielfältig und kreativ zugleich: Wenn es um Bildung von Gleichaltrigen in Afrika geht steht Philipp Schmidt, Klasse 7m gerne früh auf: Er arbeitete ab 2 Uhr morgens  in der Großmarkhalle in Frankfurt und spendete sein Gehalt für die Aktion Tagwerk. Das Engagement der Schüler war in diesem Jahr hervorragend. An ihrem Studientag (07.06) strömten die Schüler zu Firmen, Restaurants, Kindergärten und Nachbarn um für Kinder beispielsweise in Ruanda eine Krankenversicherung oder eine Berufsausbildung zu erarbeiten. Leonard Galle, 5f, arbeitete sogar zwei Tage: Einen Tag bei der Hanauer Sparkasse und danach sogar einen weiteren Tag in der Nachbarschaft und trug so 105 Euro zusammen. Lena Ivanda aus der 5c wurde kreativ und bastelte Papierschmetterlinge für die sie  100 Euro einnahm. Die Klassen 5i, 6i und 8k veranstalteten Kuchenverkäufe und Flohmärkte und konnten gemeinsam über 1000 Euro einnehmen. Brunnen bohren, Kühe melken, Marmelade kochen im Hotel, Brillen reinigen, und Gartenarbeit waren einige der Tätigkeiten.
Ein Dank an geht an die Firmen, die den Schülern gleichzeitig viel beigebracht haben. So durfte  Philipp Grünke bei FFH eine Sportreportage erstellen und Marvin Müller Medientechnik bei Frings Building installieren. Ikea beschäftigte wieder 8 Schüler der 9g und 10l und spendete für deren Arbeit in Küche und Smaland 432 Euro.
Das Organisationsteam, bestehend aus Anne Borchers, Tamara Kbebane, Jorima Despot und Sonja Göhler, lobte das Engagement der Schülerinnen und Schüler bei einer großen Ehrung im Schlossgartensaal der KRS.

 

 

Diese Schüler waren besonders engagiert:

Philipp, 7m, ab 2 Uhr morgends!!!! Kleinmarkthalle
Marvin Müller, 9 Stunden, Frings Building, Installation Medientechnik, 60 Euro
Lena Ivanda, 5c, Papierschmetterlinge basteln und verkaufen, 100 Euro 
Malte Marohn, 9, 5 Stunden, Baustellenbesuche, Fotodokumentation, 50 Euro
Michelle Nawrocki , Selina Marino, Jannik Wilz, Danny Vu, Luca Hebel, Fredericke Koths ,
Johanna Stingl (alle 10l) Sophie Keil , Jasmin Lebert, Nele Kreis (9G) Ikea,8 Stunden, je 50 Euro

Justin Burkert, R plus H Bau GmbH, Hilfsarbeiten, 8,5 Stunden, 20 Euro
Kim Pfeiffer, 8 Stunden, Papierkreis, Regale einräumen, 50 Euro
Mattis Seelmann, Maximilian Schweitzer,5 b 7 Stunden Kinderbetreuung 186 Euro!
Philipp Grünke, FFH, Sportreportage, 4 Stunden, 100 Euro
Chiara Echtl und Julia Kempf,  Hotel Radisson Blue, 280 Euro
Moritz Haack, 7h, Pflanzenhof Zeiger, Grabpflege, 8 Stunden 60 Euro
Alicia Moser, 8i, 8 Stunden Radkappen-Großhandel, Rechnungen sortieren, verpacken, 25 Euro
Thommy Nguyen, 8h, 7 Stunden, Etikettieren und Verpacken von Wurst
Fiona Bolik, 8i, 9 Stunden, Optimum, Brillen putzen 80 Euro
Lennart Harmsen, 5e, Grabpflege, 6 Stunden
Sarah Hain, 7k, 6 Stunden Stallarbeit, 30 Euro
Jan Albiez und Justus Leininger, 5i,5 Stunden, Hessische Sportstätten, Bau eines Holztores, 40 Euro
Paul Kapp,9a, Anstrich der Gartenhütte, 30 Euro
Janine Voit 7m , Sparkasse Hanau, Bürotätigkeiten, 50 Euro
Anina Höper, 7k, 5 Stunden Büroarbeit,
Ronja Schimpfermann,7k European Data Warehouse, Bürotätigkeit, 40 Euro
Joachim Knieps, 7k, 6 Stunden Gartenarbeit, 30 Euro
Tim Kirschner, 7k, 4 Stunden Gartenarbeit, 20 Euro
Jonas Wetzstein , 7k, Inkasso Goldbach GmbH,  Telefoninkasso, 5 Stunden, 50 Euro
Gurleen Bains,7k, Pizzeria da Silvio, Lieferservice, Anrufe entgegennehmen, 3 Stunden, 36 Euro
Marie Richtsmeier, 7k, Betreuung von Grundschulkindern, 6 Stunden
Sebastian Achenbach, Zahnmodelle sortieren, 4Stunden, 40 Euro
Florian Hohenberger, Werner Weide GmbH, Verarbeitung von Kunststoffen, 4 Stunden, 50 Euro
Louis Tippmann, 8l, Haustechnik AWO Sozialzentrum, 4 Stunden, 20 Euro
Jörn de Vries- Hippen, 7g, Fruchtzubereitung Heininger, Stand bestücken, Verkauf, 6 Stunden 60 Euro
Aurona Krasiqi und Lena Janka 5f, IT Service Janka, Scannen von Dokumenten, 4 Stunden, 30 Euro
Colin Jacobs, selbstgemachte Cookies verkauft, 25, 40 Euro
Lea-Marie Bär, 6b, Acxion Deutschland,  Erfassung von Retouren, 5 Stunden, 50 Euro
Benjamin Kuttig, 7h, Restaurant Zafferano, Küchenarbeiten, 4 Stunden, 35 Euro
Rayyan Bernhardt,7h,  Photovoltaik Bernhardt, sortieren, 4 Stunden, 20 Euro
Mouna Rami,  7h, Bäckerei Kolb,  Produktion und Verkauf, 4 Stunden, 20 Euro
Jona Safahani, 7h, Arbeiten Blumenladen Müller, 5 Stunden, 50 Euro
Fiona Windolph, 7h, Bäckerei, 4 Stunden, 25 Euro
Moritz Weinzierl, 7h, SRS Gmbh, Bürotätigkeiten, 5 Stunden
Lorena Albert, Alina Aganovic, 7h, Klara, Kaffespezilaitäten, 6 Stunden, 120 Euro
Luca Müller, Restaurant Garten Eden, Theke, 5 Stunden, 40 Euro
Ha Mi-Nguyen, 7m, Tomi Nails, Sekretärin, 6 Stunden, 50 Euro
Juri Neumann, 7m, Gärtnerei Reith, 5 Stunden, 40 Euro
Liv Schröder, 7m, Gärtnerei Löwer, 6 Stunden, 60 Euro
Nele Hubl, 5e, Allianz Agentur, Bürotätigkeiten, 3 Stunden, 50 Euro
Nico Schmidt, 5d, Hochstädter Blickpunkt,  Brillen gereinigt, 3, 5 Stunden, 20 Euro
Megan Hardt, Charlotte Müller 5d, Hof Buchwald, Unkraut jäten, Tiere füttern , 5 Stunden, 43,50
Tomas-Stefan Bresser, KFZ-Werkstatt Weisenstein, 6 Stunden,
Annika Eschmann, 7l, Betreuung von Grundschulkindern, 6 Stunden, 75 Euro
Karla Baumgärtel, Salon Dunkel, wischen und fegen, 6 Stunden, 50 Euro
Tim Schmidt,  Auto gereinigt ect, 5 Stunden, 20 Euro
Amelie Prystanowski, Greta Wolf, Marlon Semder, Luka Vuko, Kuchenverkauf, 167, 90 Euro
Max Männchen, Rechtsanwalt Ludwig Wollweber Bartsch, Administrative Tätigkeiten, 50 Euro
Elena Christe, Burgapotheke Steinheim, Aushilfe,  4 Stunden, 40 Euro
Malte Oberbeck, 5e, Stallarbeit, 5 Stunden, 70 Euro
Leon Wisseler, 6b, Gartenpflege, 3 Stunden, 25 Euro
Charlotte Müller, 5d,  Hof Buchwald, Unkraut jäten, 63, 50 Euro
Vincent Mehlhorn, 7a, 5,5 Stunden
Marlene Krieg, 6g, Gartenarbeit, 4 Stunden,

Und viele, viele mehr!

 

Mit einer Vielzahl an kreativen Aktionen haben nun die Schülerinnen und Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau bei der Aktion „Dein Tag für Afrika“ weit über 9000,00 Euro erarbeitet. Schulleiter Jürgen Scheuermann (Mitte) ist sehr stolz auf seine Schüler, die damit wieder eine hohe soziale Kompetenz an den Tag gelegt haben.

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„Eine Brücke für den Frieden“


China-Woche mit Empfang der chinesischen Delegation aus Taizhou eröffnet


Hanau, 26.04.17

„Die Zeiten sich aktuell alles andere als einfach. Auf der Welt drohen an vielen Orten ernsthafte Konflikte“, gibt sich Jürgen Scheuermann bei seiner Begrüßungsrede während des Empfangs der chinesischen Delegation aus Hanaus Partnerstadt Taizhou besorgt. „Umso mehr ist die freundschaftliche Beziehung zwischen Hanau und Taizhou von großer Bedeutung und somit auch eine Brücke für den Frieden zwischen den Völkern“ betont der 1.Vorsitzende des Vereins „Freundschaft mit Taizhou/China“ unter großem Beifall der anwesenden Gäste aus China und Hanau im Schlossgartensaal der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS). Anlass des hohen Besuchs aus China ist die Eröffnung der „China-Woche“ in Hanau, die mit einer Ausstellung chinesischer Kunst in der Sparkasse Hanau ab Donnerstag, 27. April (19 Uhr) und dem Auftritt eines großen chinesischen Künstlers am Samstag, 29. April, im Congress Park Hanau vor geladenen Gästen ihre Höhepunkte haben wird.

Der chinesische Generalkonsul Wang schlägt bei seinen Grußworten in die gleiche Kerbe und betont den besonderen Wert, den die vor fünf Jahren offiziell beschlossene Städtepartnerschaft zwischen der Millionenmetropole Taizhou und Hanau habe. Das äußere sich nicht nur im regen und freundschaftsfördernden Schüleraustausch zwischen der High School von Sanmen und der KRS, sondern mittlerweile auch in wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Städten. Wang lobt hier insbesondere das Engagement des Vereins „Freundschaft mit Taizhou/China“, der sich in besonderem Maße um die Vertiefung der Freundschaft zwischen China und Deutschland verdient gemacht habe.

Hanaus Bürgermeister Axel Weiss-Thiel, der in Vertretung für den verhinderten OB Claus Kaminsky die Grußworte der Stadt Hanau überbrachte, gab sich von der Notwendigkeit des Schüleraustausches zwischen Hanau und Sanmen überzeugt, sei dies ein wichtiger Baustein im kulturellen Austausch der jungen Menschen untereinander. „Und da steht die KRS an erster Stelle“, so Weiss-Thiel. Der Bürgermeister als auch der Generalkonsul sind sich einig, dass die Städtepartnerschaft zwischen Hanau und Taizhou in mehrfacher Hinsicht auf einem guten Fundament gebaut worden sei und eine große Perspektive besitze.

Eine ganz andere, städtebauliche Perspektive zeigte Scheuermann persönlich dann den chinesischen Gästen in einer Stadtführung auf, die natürlich das Denkmal der Brüder Grimm oder Schloss Philippsruhe nicht auslassen durfte. Zuvor konnten sich die chinesischen Gäste einen ersten Eindruck von ihrer Gaststadt mit der Vorführung zweier Image-Filmen der Stadt Hanau und der KRS holen. Schwungvoll untermalt wurde die Begrüßungszeremonie von der KRS-Big-Band unter der Leitung von Stefan Glück.      

Großer Bahnhof im Schlossgartensaal der KRS für die chinesische Delegation unter Führung des chinesischen Generalkonsuls Wang: Der Verein „Freundschaft mit Taizhou/China“ unter Vorsitz von Jürgen Scheuermann begrüßte die Gäste aus der chinesischen Millionenmetropole und gab damit zugleich den Startschuss für die „China-Woche“ in Hanau.

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China zu Gast in Hanau


Verein „Freundschaft mit Taizhou/China“ lädt zur China-Woche – Ausstellung in der Sparkasse


Hanau, 18.04.17

Das Jahr 2010 war der Beginn einer wunderbaren, offiziell beschlossenen Freundschaft: Jürgen Scheuermann unterzeichnete in seiner damaligen Funktion als Hanaus Stadtverordnetenvorsteher einen „letter of intent“ für eine Partnerschaft mit der chinesischen Millionenmetropole Taizhou, die aus einer im Jahr 2008 begonnenen Schulpartnerschaft zwischen der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) und der High School von Sanmen - eine benachbarte Untermetropole von Taizhou -, erwachsen ist. Kurz darauf gründete sich der Verein „Freundschaft mit Taizhou“, dessen Vorsitzender seit Anbeginn Jürgen Scheuermann ist. Im Jahr 2012 wurde dann durch Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Partnerschaftsurkunde zwischen Taizhou und Hanau im Schloss Philippsruhe unterzeichnet.

Seitdem entwickelte sich ein fruchtbarer kultureller als auch wirtschaftlicher Austausch zwischen der Stadt an Main und Kinzig und der chinesischen Wirtschaftsmetropole. Die freundschaftlichen Banden zeichnen sich beispielsweise durch einen intensiv gepflegten Schüleraustausch zwischen der High School Sanmen und der KRS aus, Hanauer Wirtschaftdelegationen waren auf der „German week“ in Taizhou vertreten. Nun wird es – sozusagen im Gegenzug - in Hanau eine „chinesische Woche“ geben, die vom Verein „Freundschaft mit Taizhou“ federführend gestaltet und begleitet wird.

Begrüßt werden die chinesischen Gäste unter Anführung des chinesischen Generalkonsuls Wang am Dienstag, 25. April um 9 Uhr, im Schlossgartensaal der KRS von Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Im Anschluss daran wird Jürgen Scheuermann der chinesischen Delegation seine Stadt zeigen. Höhepunkt der China-Woche aber wird die Ausstellung „Smaragdene Gebirge“ in der Sparkasse Hanau und im Rathaus-Foyer sein. Von Donnerstag, 27. April bis Freitag, 5. Mai, sind dort rund 50 Gemälde von sieben chinesischen Künstlern zu sehen, die auch höchstpersönlich vor Ort sein werden. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 27. April, um 19 Uhr durch den Leiter der Abteilung „Bildung und Kultur“, Weimin Zhao, und dem Sparkassen-Vorstand Dr. Ingo Wiedermeier. Bis hin zur surrealen Landschaftsmalerei reicht das Sujet in den gezeigten Gemälden.

Bevor die chinesische Delegation dann wieder den Heimflug antritt, wird im Congress Park Hanau vor geladenen Gästen der chinesische Künstler Kün Jiang zusammen mit Musikern und Künstlern der KRS auf der Bühne zu bewundern sein.



Sind nicht zum ersten Mal zu Gast in Hanau: Die Künstler aus der chinesischen Produktion „Silk Road“. Diese farbenfrohe Show war im Februar 2016 auf der Bühne des CPH zu sehen. Der damalige chinesische Generalkonsul Liang Jianquan (Mitte) und der Vorsitzende des Vereins „Freundschaft mit Taizhou“, Jürgen Scheuermann, begrüßten die Gäste im CPH.
 

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Begeistert vom Spirit und Angebot

Landtagsabgeordneter Christoph Degen macht sich Bild von der Karl-Rehbein-Schule

Hanau, 21.03.17

Gut vor einem Jahr brachte das Land Hessen die Initiative „inklusive Schulbündnisse“ auf den Weg. Mit der Maßnahme soll die sonderpädagogische Förderung für Schüler mit Behinderungen stärker an allgemeinen Schulen wohnortnah ausgebaut werden. . Deshalb sollen nach Vorstellungen der hessischen Landesregierung im Rahmen der „inklusiven Schulbündnisse“ die verfügbaren sonderpädagogischen Lehrerstellen vor Ort flexibler und entsprechend dem Elternwunsch auf die inklusive Beschulung an allgemeinen Schulen auf der einen Seite und den Förderschulen auf der anderen Seite verteilt werden. Von diesem Modell nicht ausgenommen sind auch die hessischen Gymnasien, wie etwa die Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS). Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion und Landtagsabgeordnete für den Main-Kinzig-Kreis, Christoph Degen, stattete der KRS nunmehr einen Informationsbesuch ab, um sich ein Bild vor Ort von der Umsetzung der Inklusion an Hessens größtem Gymnasium im Besonderen, aber auch ganz allgemein vom Zustand und schulischen Angebot der KRS zu machen.

„Mit den nun erfolgten baulichen Maßnahmen an der KRS, die auch den Einbau einer Aufzuganlage beinhaltet, wurde die KRS nun auch nach außen barrierefrei eingerichtet“, erläutert KRS-Direktor Jürgen Scheuermann seinem Gast aus Wiesbaden die Vorzüge der Komplett-Renovierung der KRS. An Gymnasien selbst sind Inklusions-Angebote noch sehr rar gesät. Die KRS hat derzeit einen Schüler, der in einer Klasse mit einer pädagogischen Begleitperson beschult wird. „Eine flächendeckende Inklusion  ist noch schwer umsetzbar, die vor Ort auch auf das Schulleben herunter gebrochen werden können“, waren sich Degen und Scheuermann einig. Die derzeitigen erfreulichen Erfahrungen seien mitunter auf die Offenheit der Lehrkräfte zurückzuführen sich auf die neue Herausforderung einzulassen, da inklusive Grundkompetenzen bisher in der hessischen Lehrerausbildung noch keine Selbstverständlichkeit sind.

Aber nicht nur das Thema Inklusion stand auf der Tagesordnung des Besuchs. Degen informierte sich während eines Rundgangs auch über das schulische Angebot der KRS, das von den Schwerpunkten Musik und Sport über zahlreiche internationale Partnerschaften bis hin zur sprachlichen und naturwissenschaftlichen Förderung reicht. So konnte Degen einige Schulklassen besuchen und sich ein unverfälschtes Bild über den Unterricht an der KRS machen. Hinzu konnte der Landtagsabgeordnete auch die bisherig fertiggestellten Umbaumaßnahmen begutachten. „Was ich hier sehe, ist gelungen. Die Hand-in-Hand-Arbeit zwischen der Stadt Hanau als Schulträger und dem KRS-Schulleitungsteam hat gute Früchte getragen“, stellte Degen zufrieden fest. Insbesondere auch die Ausstattung der Schule in neuester IT-Technik mit speziellen Computerräumen und den hochmodernen Whiteboards in allen Klassen hinterließen bei dem Bildungspolitiker tiefen Eindruck.

Positiv bewertete Degen auch die lichtdurchflutete und freundlich gestaltete neue Cafeteria der KRS, deren Wasserbrunnen hohen Anklang bei den Schülern erfährt. Ebenfalls eine Freude fürs Auge die KRS-Mensa, die neben ihres umfangreichen Speisenangebotes durch die Rund-um-Verglasung mit Blick in den Schlossgarten auch ein Ort der kurzzeitigen Entspannung ist. Insgesamt zeigt sich der Sozialdemokrat von dem freundlichen, schülerzugewandten Ambiente der Schule mitsamt ihres umfangreichen Unterrichts- und Freizeitangebotes sehr begeistert.  Degen: „Der besondere Spirit der KRS, der überall zu spüren ist, steckt an.“

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Wenn der Kreislauf versagt…

… ist kompetente Hilfe gefragt: Rehbein-Schüler lernen Reanimationsmaßnahmen

Hanau, 27.09.2016

Mit Übungsdummys konnten die KRS-Schüler nun erste Hilfsmaßnahmen zur Reanimation eines bewusstlosen Menschen erlernen.  Foto: Privat

"Es passiert plötzlich, es passiert überall und kann jeden treffen – der Kreislaufstillstand!“ Die internationale Woche der Wiederbelebung dient seit Jahren dazu, der Allgemeinheit die Notwendigkeit sowie die Durchführung der Reanimation näher zu bringen. In diesem Jahr hat sich auch der Schulsanitätsdienst (SSD) der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) an dieser Aktion mit einem eigenen Projekt beteiligt. Jetzt haben die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes, mit freundlicher Unterstützung vom Deutschen Roten Kreuz, der gesamten Jahrgangsstufe 7 der KRS in zwei Stationen und mehreren Durchgängen beigebracht, wie man in einer solchen Situation reagiert.
 
Dabei wurde den Schülerinnen und Schülern vermittelt, in welchen Zuständen sich jemand befinden kann, der regungslos am Boden liegt, denn nicht jeder muss reanimiert werden. Zunächst einmal wurde erarbeitet, dass die Grundvoraussetzung für das Vorgehen immer eine ordentliche Ansprache sowie eine genaue Kontrolle der lebenswichtigen Funktionen ist. Ob der Betroffene atmet ist für das Handeln besonders wichtig. Atmet er, muss er in die stabile Seitenlage gelegt werden, damit die Atmung erhalten bleibt. Atmet er hingegen nicht mehr, kommt die Herzdruckmassage ins Spiel. In jedem Fall braucht man in einer solchen Situation Hilfe, die man  mittels Notruf auch schnell erhalten kann. Alle drei Bereiche wurden nach einer kurzen theoretischen Einführung vor allem praktisch behandelt und von jedem Schüler trainiert.

Resümierend lässt sich sagen, dass das Projekt ein voller Erfolg war, denn rund 220 Schülerinnen und Schüler sind nach der erfolgreichen Übung nun in der Lage dazu angemessen auf einen Kreislaufstillstand zu reagieren. Besonderer Dank für die Durchführung des Projektes gilt den engagierten Schülerinnen und Schülern des Schulsanitätsdienstes und dem Verein der Freunde der KRS, der für dieses Projekt zehn Übungsdummys angeschafft hatte. Aber auch dem Deutschen Roten Kreuz Hanau, der freiwilligen Feuerwehr Froschhausen sowie der Johanniter-Unfall-Hilfe Rodgau, die ihre Reanimationspuppen zur Verfügung gestellt und bei der Durchführung unterstützt haben, sei ein herzlicher Dank ausgesprochen. Zuletzt gilt unser Dank Frau Dr. Zimny für die Initiative und tatkräftige Unterstützung.

 


Schüler zeigen Initiative: Mülltrennung an der KRS

20.000 Plastiktüten für die Müllentsorgung an unserem Gymnasium? Keine Abfalltrennung in den Klassensälen? Diesen Tatsachen sagen 45 Schülerinnen und Schüler der E-Phase den Kampf an und überlegen sich, wie sie die gesamte Schulgemeinschaft für ihr Vorhaben gewinnen können.
Der Ausgangspunkt: Die Initiative „Klimakunst“ des Bundesumweltministeriums fördert inhaltlich und finanziell Projekte an Schulen, die etwas für den Klimaschutz tun. Der Antrag von Frau Biehler wurde angenommen und die SchülerInnen aus Kunst und Darstellendem Spiel (Nabroth) beginnen zu überlegen: Wo können wir direkt vor Ort – an unsere Schule – etwas für den Klimaschutz tun?
Weiterentwickelt aus dem Stück „Wandelklima“ mit Theaterkünstler Dominik Werner, der als Gast in den Unterricht kam, entstehen anfänglich verschiedene Living Sculptures – Standbilder, für die die Jugendlichen selbst posierten. Mit ironischen Slogans wie „Life in plastic, it´s fantastic“ geben sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Denkanstöße. Doch Nachdenken allein reicht nicht.
Konkrete Handlungsaufforderungen und -angebote müssen her, und die Jugendlichen gehen mit kreativer Ideenfindung an die Aufgabe. Der Hausmeister wird interviewt, der Müll aus verschiedenen Eimern per Hand sortiert und neben Verwertungskriterien auch nach künstlerischen Prinzipien geordnet. Anschließend wurden die Informationen zur Müllbeseitigung in der Schule ausgewertet. Parallel wurden Werbefilme gedreht, es wurde ein Plastikkleid genäht, Plakate entworfen und Postkarten gedruckt. 
Die Klassenräume werden zum Ort des Geschehens: Wo bislang nur ein Mülleimer stand, sollen bald drei stehen und gilt fortan das Motto: „Entsorge richtig, das ist wichtig!“ Ein Vorschlag einer Arbeitsgruppe: Mit einem an den Eimern angebrachten Wurfspiel soll das richtige Sortieren dann auch Spaß machen. Für die noch nicht Überzeugten entwickeln Filmteams unterschiedliche Werbeclips für Mülltrennung, von denen einer sogar auf dem Festival „Umweltpolitik 3.0“ des Bundesumweltministeriums im September 2016 gezeigt wurde.
Der Anfang ist gemacht: Klimaschutz und Mülltrennung sind nun ein Thema am Karl-Rehbein-Gymnasium, und die Jugendlichen machen weiter...

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Cambridge-Zertifikate für 13 Schülerinnen und Schüler

Zum ersten Mal gab es an unserer Schule Cambridge Diplome. 13 Schülerinnen und Schülern der Klassen 9  wurde ihr Cambridge-Zertifikat von Herrn Scheuermann überreicht und ihnen zur besonderen Leistung gratuliert. Sie sind die erste Gruppe, die an unserer Schule das First Cambridge Exam abgelegt hat.
Zwei Jahre bereiteten sie sich im Rahmen des Wahlunterrichts mit den beiden Lehrerinnen Frau Despot und Frau Meijlink auf die Prüfung vor. Am 10. und 11. Juni war es dann soweit. Die offiziellen Prüfer von Cambridge kamen an unsere Schule und führten die Prüfungen durch. Zunächst mussten die Schülerinnen und Schüler in einer mündlichen Prüfung beweisen, dass sie flüssig miteinander kommunizieren und gemeinsam in Diskussionen Entscheidungen treffen können. Am Samstag folgte dann die schriftliche Prüfung. Den ganzen Vormittag verbrachten die Schülerinnen und Schüler damit, ihre Kenntnisse in Schreiben, Lesen und Hören der englischen Sprache unter Beweis zu stellen.
Die erfreulichen Ergebnisse wurden dann erst in den Ferien bekannt gegeben: Alle 13 haben die Prüfung bestanden. Zehn erreichten das B2 Niveau und erhielten das FCE Diplom, drei weitere ein B1 Diplom. Damit ist eine tolle Vorlage geliefert für die weiteren Cambridge Prüfungen, die ab jetzt jedes Jahr folgen werden.


 

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Ein Ort des Grauens

KRS-E-Phasen besichtigen Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald

Hanau, 12. Juli 2016

Die heutige Gedenkstätte Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager Deutschlands. Das KZ wurde 1937 in unmittelbarer Nähe der Stadt Weimar erbaut, bis zum Kriegsende 1945 wurden 56.000 Menschen dort ermordet oder verstarben durch Krankheiten. In den Jahren 1945-1950 diente die Einrichtung, nun das Speziallager Nr.2, der sowjetischen Geheimpolizei, die wiederum für 7.100 Tode verantwortlich war .
Nach der Auflösung des Speziallagers errichtete man das Mahnmal, welches 1958 fertiggestellt wurde. Die „Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald“ ist die größte deutsche KZ-Gedenkstätte. Durch informative Ausstellungen werden dem Besucher die grausamen Geschehnisse näher geschildert. Der Ausflug ist eine Erweiterung zum Geschichtsunterricht, die mit den zuständigen Geschichtslehrern besucht wurde.
Die Klassen Eg und Ei versammelten sich am CPH wo die drei Stunden lange Fahrt zu der Gedenkstätte Buchenwald begann. Dort angekommen, begannen die begleitenden Lehrer Herr Hische und Herr Pätzold uns eine Führung zu geben. Diese fing an dem Torgebäude an, wo die Stimmung noch relativ locker war, doch nach der Besichtigung der Räume in den Seitengebäuden, wo Häftlinge von SS-Aufsehern gefoltert wurden, fingen wir an uns zu verkrampfen. Hinter dem Tor erwartete uns eine große Fläche auf der vor langer Zeit Gebäude gestanden haben. Vom weiten sahen wir aber schon das Krematorium, in dem zahlreiche Leichen vernichtet wurden.
An dem Ort zu sein, wo sich diese Untaten abgespielt haben, verbreitete eine andere Stimmung als im Geschichtsunterricht. Uns allen wurde wahrscheinlich zum ersten Mal richtig bewusst, wie vielen Menschen Unrecht getan wurde. Durch Bilder von Häftlingen unter denen ihre Namen standen, Briefe und Gemälden von den Insassen wurden wir gezwungen vereinzelte Häftlinge als Individuen betrachten, die vor ihrer Inhaftierung ein ganz normales Leben geführt haben. Wir bekamen noch eineinhalb Stunden Zeit um eigenständig das Gelände zu erkunden.
Danach haben wir uns wieder am Bus getroffen um das Mahnmal zu besichtigen, welches sich am Südhang des Ettersberges erstreckt. Wir bekamen noch ca. eine Stunde in Weimar um uns Verpflegung für die Rückfahrt zu besorgen und um die historische Innenstadt zu erkunden. Darauf begann wieder die drei Stunden lange Fahrt, diesmal jedoch nachhause.
Durch diesen Ausflug wurde uns der Geschichtsstoff näher gebracht, was unser Verständnis für frühere Ereignisse verbesserte. Es war ein beeindruckendes Erlebnis und es ist nur zu empfehlen, dass jeder einmal ein ehemaliges KZ besucht, um die Geschehnisse, die in der deutschen Geschichte passiert sind nachzuvollziehen.
Yasmin Safak, Eg

 


Geliebte Feinde – 1000 Jahre Deutsche und Franzosen

Zum französischen Nationalfeiertag zeigt Stefan Brauburger, Dokumentarfilmer, Buchautor, Historiker und Leiter der ZDF-Redaktion „Zeitgeschichte“, seinen Film „Geliebte Feinde“ über ein Jahrtausend deutsch-französischer Beziehungen. Im Anschluss hält er einen Vortrag über seine Arbeit und diskutiert mit uns.


14. Juli 2016, Mensa der KRS, 19.00 Uhr, Vin d‘honneur


Mit dieser Veranstaltung wollen wir einen Kontrapunkt gegen den anti-europäischen Zeitgeist setzen und die deutsch-französische Freundschaft als Herz des europäischen Friedensprojekts herausstellen.
Die gesamte Schulgemeinde ist herzlich eingeladen.
 

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Sparkasse Hanau informiert KRS-Schüler über Gefahren beim Online-Banking


Was bedeutet eigentlich Phishing und wie kann man sich davor schützen? Wie nutzen Betrüger Trojaner, um Zugriff auf sensible Daten zu bekommen? Und welche Möglichkeiten bieten Banken, um private Bankgeschäfte trotz all dieser Gefahren möglichst sicher zu erledigen? Antworten auf diese und weitere Fragen erhielten 40 Schülerinnen und Schüler unserer Oberstufe am 4. Juli im Lesecafé des Kulturforums Hanau in Begleitung ihres Englisch- und Politiklehrers, Herrn Kessler. Franco Giacomini, Experte für Electronic Banking der Sparkasse Hanau, legte in der dialogisch ausgerichteten Veranstaltung einen besonderen Schwerpunkt auf die verschiedenen TAN-Verfahren, die von einigen Schülerinnen und Schülern schon jetzt, von den meisten zukünftigen Abiturientinnen und Abiturienten  aber wohl spätestens mit dem Übergang in Ausbildung und Studium genutzt werden dürften. Die Lernenden, die besonderes Interesse an versicherungsrechtlichen und strafrechtlichen, sowie ermittlungsspezifischen Fragestellungen zeigten (Wer ersetzt verloren gegangenes Geld? Wie lassen sich Täter ermitteln?) werden ihre gewonnenen Erkenntnisse daher sicher schon bald gewinnbringend einsetzen können.

 


Erdbeeren für einen guten Zweck geerntet

„Dein Tag für Afrika“: Rehbein-Schüler erarbeiten über 6700 Euro

Hanau, 30.06.2016


Großes Engagement gezeigt: Viele Schülerinnen und Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau haben in der Aktion „Dein Tag für Afrika“ eine stolze Summe von über 6500 Euro erarbeitet. Foto: Pick
 

Manche haben bis zu zehn Stunden richtige „geackert“, sich eingebracht und auch beispiellos engagiert. Auf dem Programm standen etwa Mitarbeit in einer Gärtnerei, Raumpflege, Akten sortieren in einer Anwaltskanzlei, Renovierungsarbeiten, Auto waschen, Babysitting, Erdbeeren ernten oder Möbel auspacken – der Phantasie waren da keine Grenzen gesetzt. Mit vielfältigen Aufgaben betraut arbeiteten viele Schüler sehr zur Freude ihrer „Chefs“ in Betrieben, Haushalten und Kanzleien und packten einen Tag lang mit an. Am Ende steht eine wirklich stolze Summe, die die Schülerinnen und Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) bei der Aktion Tagwerk „Dein Tag für Afrika“ erarbeitet haben: 6700 Euro wurden gesammelt.


So waren die betreuenden KRS-Lehrkräfte Anna Borchers. Tamara Kpebane und Sonja Göhler auch ob dieser grandiosen Leistung voll des Lobes bei der großen Preisverleihung in der KRS-Mensa. „Ihr dürft richtig stolz auf das Ergebnis sein“, so Sonja Göhler zu der versammelten Schülerschar. KRS-Direktor Jürgen Scheuermann erinnerte daran, dass die KRS auch „Soziales Engagement“ auf ihren Fahnen stehen habe „und diese soziale Verantwortung habt ihr mit eurem ‚Tag für Afrika‘ eindeutig unter Beweis gestellt. In der Summe über 6700 Euro erarbeitet und gespendet zu haben kann sich mehr als sehen lassen“, so Scheuermann. Das Geld wird so zum großen Teil der Aktion Tagwerk übergeben, ein weiterer Teil geht der KRS-Partnerschule in Togo zu.


Mit diesem Geld kann man in Afrika Saatgut kaufen, weiter Schulmaterial, Krankenversicherungen oder ganze Ausbildungen, erläutern die begleitenden KRS-Pädagoginnen die Verwendung des Geldes. Und so konnten zahlreiche Schüler und Klassen besonders geehrt werden, hatten beispielsweise Schüler der E- und Q-Phase über 450 Euro erarbeitet. Tommy Nguyen trug sich ebenfalls in die Liste ein, hatte er alleine 100 Euro erarbeitet. Beispielsweise Marie Sandvoß und Giulia Jurasek aus der Klasse 7k hatten mit zwei Tage Gartenarbeit 200 Euro verdient. Die Klassen 7k und Ef hatten alleine 500 Euro eingenommen. Die Klassen 5c, 5i, 7a und 8g über 300 Euro. „Wir wollen trotz dieser außergewöhnlichen Beispiele alle beteiligten KRS-Schüler für ihren Einsatz loben, denn in der Summe wird diese Hilfe in Afrika viel bewirken und dazu beitragen, die Lebensverhältnisse dort insbesondere für die Kinder ein klein wenig zu verbessern“, so Sonja Göhler abschließend, die dann auch die Preisverleihung vornahm.       
 
 


Die Lust am Lesen wecken

„Buchdurstaktion“ in der Elisabeth-Schmitz-Bibliothek der KRS gestartet

Hanau, 30.06.2016

Kinder und Jugendliche für ein gutes Buch zu begeistern, wird in einer digitalisierten Welt zunehmend schwieriger. Das Handy mit all seinen Möglichkeiten nimmt einen immer breiteren Raum ein im Freizeitverhalten der Kids ein. Das kann so weit reichen, dass Kinder stellenweise nicht mehr in der Lage sind, eine kleine Textpassage aus einem Buch fehlerfrei vorzutragen. Die nun ins Leben gerufene „Buchdurstaktion“ will insbesondere die Lust am Lesen wieder wecken und damit indirekt dazu beitragen, das Text- und Leseverständnis der Kinder und Jugendlichen zu fördern. So fand nun in der Schulbibliothek der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS), auch Elisabeth-Schmitz-Bibliothek genannt, die Auftaktveranstaltung mit prominenter Besetzung statt.

Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck, Mitarbeiterinnen der Kinder- und Jugendbuchabteilung der Stadtbibliothek Hanau, der Schulbibliothek der Otto-Hahn-Schule und  Hr. Dobler von der KRS-Bibliothek haben nun acht mutige KRS-Schüler begrüßt, die ihre Lieblingsbücher vorgestellt haben. Bis zum Mittwoch, 31. August, haben die KRS-Schüler nun Zeit, sich an dieser Aktion zu beteiligen. So einfach geht’s: Man leiht sich innerhalb dieses Zeitraum mindestens drei Bücher aus und bewertet diese anschließend auf einer Bewertungskarte. Wer seine Karte ausgefüllt abgibt, nimmt anschließend an einer Verlosung teil. Die Gewinner toller Preise werden dann bei einer Party in der Stadtbibliothek am Freitag, 9. September, prämiert. Wer will, kann ich die Teilnahme an dieser Aktion auch im kommenden Halbjahreszeugnis vermerken lassen. Der letzte Abgabetermin der Bewertungskarten ist Freitag, 2. September.
 
 


45 Jahre Media AG

Hanau, 16.06.16

Anlässlich ihres 45-jährigen Jubiläums lädt die Media AG zu einem Kino-Abend mit Vorstellung der Arbeiten der AG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Fleißig bei 29 Grad

Hanau, 07.06.16

9 Schüler haben heute bei der Aktion Tagwerk 8 Stunden bei Ikea gearbeitet und dabei 450 Euro Spenden für Bildungsprojekte in Afrika erhalten. Sie konnten dabei in verschiedene Berufsfelder hereinsschnuppern und lernen, wie Ikea hinter den Kulissen funktioniert.
Wir sind sehr gespannt, was ihr gearbeitet habt! Ihr könnt eure Bilder gerne an s.goehler@email.de senden.
Am Donnerstag, den 09.06 wird in jeder Klasse das Geld und die Arbeitsvereinbarungen eingesammelt und ins Sekretariat gebracht. Am  Donnerstag, den 16.06 in der 2. Pause werden die engagiertesten Schüler und Klassen in der Mensa geehrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  


Rehbeiner stellen die meisten Läuferinnen und Läufer bei den Stadtmeisterschaften im 1000-Meterlauf

Zu den Stadtmeisterschaften im 1000-Meterlauf entsandten 22 Schulen 2350 Läuferinnen und Läufer, um in 32 Wertungsklassen ihre Stadtmeister zu ermitteln. Die Karl-Rehbein-Schule entsandte mit 458 Schülerinnen und Schülern das größte Teilnehmerfeld und hatte zudem auch den ein oder anderen herausragenden Erfolg zu verzeichnen. So schaffte Sasha Müller die 1000 Meter in einer Zeit von 2:48,7 Minuten und markierte damit die Bestmarke. Herzlichen Glückwunsch für diese tolle Leistung.


Dein Tag für Kinder in Afrika und Togo


KRS Schüler engagieren sich für gleichaltrige Schüler in Afrika und an ihrer Partnerschule in Lomé, Togo

Hanau, 19.05.2016

Infos aus erster Hand für die KRS-Schüler van Dana Schembs und Selin Altuntas von Aktion Tagwerk. Foto: Pick

Nach der sehr erfolgreichen Teilnahme an der Aktion „Dein Tag für Afrika“ (www.aktion-tagwerk.de) im vergangenen Jahr wollen die KRSler auch in diesem Jahr, genauer gesagt am 07.06.16 - eigentlich ein freier Studientag wegen des mündlichen Abiturs - wieder so richtig „ranklotzen“ und damit Bildungsprojekte in Ruanda, Uganda, Ghana, Burundi und Südafrika finanzieren. Ein Teil des durch Hilfsdienste im Familien- und Freundeskreis erwirtschaftete Geld soll aber auch an die eigene Partnerschule in Togo gehen. Die islamische „Daroul-Hadis“ (Grund- und weiterführende Schule) in der Hauptstadt Lomé hat 286 Schüler und wird seit diesem Jahr von Frau Ninkpi Bonfoh als Schulleiterin geführt. Frau Bonfoh ist der KRS seit fast 10 Jahren durch die Schulpartnerschaft mit der „Tokoin-Hunkpati“-Grundschule ebenfalls in Lomé, Togo bekannt. Da Frau Bonfoh aus dem staatlichen Schuldienst altersbedingt ausgeschieden ist, soll die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit nun mit der privaten „Daroul-Hadis“ weitergeführt werden. Die engagierte Togoerin hat in der Vergangenheit stets ein gutes Händchen bei der Auswahl von Bildungsprojekten gezeigt, diese mit viele Engagement durchgeführt und sich durch Zuverlässigkeit sowie Vertrauenswürdigkeit ausgezeichnet. Nicht zuletzt hat sie während ihres Besuches in Hanau anlässlich der 175-Jahr-Feier die Herzen der Hanauer Schüler und Lehrer durch ihr Temperament und ihre Offenheit im Sturm erobert. Auch an ihrer neuen Schule hat Frau Bonfoh hehre Ziele: So möchte sie sich vor allem für die Schulbildung von muslimischen Mädchen und jungen Frauen einsetzen („Mon objectif , pourquoi l'école islamique, ces familles ne sont pas considérées dans un milieu à cause de leur négligence dans la scolarité de leurs enfants et surtout les jeunes filles sont sacrifiées. C est pourquoi pour apporter un plus , je mis la main à la pâte pour être utile à ce monde“, so Bonfoh in ihrem letzten Schreiben). Und dabei wollen die KRSler sie gerne durch ihren Einsatz und ihr Engagement bei der Aktion „Dein Tag für Afrika“ unterstützen, denn 25% des an diesem Tag erwirtschafteten Geldes werden dorthin fließen.
Bevor die Rehbeiner dann aber am 07. Juni in die Hände spucken, werden sie selbstverständlich erst einmal richtig eingestimmt: Im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 19.05.16 berichten in der Mensa 2 FSJler von ihrer Teilnahme an Projekten in Ruanda.  Und auch die Afrika-AG der KRS wird in der Schlossplatzschule traditionelle Essgewohnheiten, Gerichte und Spiele aus Togo präsentieren.

Mitmachen bei der Aktion „Dein Tag für Afrika“ können übrigens alle KRSler: Informationen dazu www.aktion-tagwerk.de oder über Frau Göhler oder Frau Kpebane. Spenden sind auch herzlich willkommen!


 

 

 

 

 

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„Dein Tag für Afrika“ Soziales Engagement der KRS-Schüler


im letzten Jahr haben unsere Schülerinnen und Schüler über 7.342,07 Euro für Bildungsprojekte für Kinder in Afrika erarbeitet. Besonders unsere Partnerschule in Togo hat sich ganz herzlich für die tolle Unterstützung bedankt!
Auch in diesem Jahr bitten wir alle Schüler sich einen Tag für gleichaltrige in Afrika einzusetzen.
Aktion Tagwerk e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der die bundesweite Kampagne „Dein Tag für Afrika“ für Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Schulformen organisiert und 2014 mit dem Bambi ausgezeichnet wurde.
„Dein Tag für Afrika“ ist eine bundesweite Kampagne für Schülerinnen und Schüler. Organisiert und veranstaltet wird die Kampagne seit 2003 vom Verein Aktion Tagwerk. Die Idee von "Dein Tag für Afrika" ist ganz einfach: Schülerinnen und Schüler gehen an einem Tag im Schuljahr, anstatt zur Schule, arbeiten und spenden ihren Lohn für Bildungsprojekte in fünf afrikanischen Ländern. Somit setzen sich die Kinder und Jugendlichen in Deutschland für Gleichaltrige in Afrika ein. Unterstützt werden mit dem Erlös der Kampagne  Bildungsprojekte des Tagwerk-Projektpartners Human Help Network sowie Brot für die Welt in Burundi, Ruanda, Südafrika, Uganda und der Elfenbeinküste sowie erstmals Flüchtlinge in Deutschland.
Jeweils 25% Prozent der Spenden werden wieder an Kinderfamilien in Ruanda und an unsere Partnerschule nach Togo gehen.

Der KRS-Aktionstag  wird am 7.06.2016 stattfinden, wenn unsere Schüler der 5.-Klasse bis Q2 wegen des mündlichen Abiturs einen Studientag haben.
Mitmachen können Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 13. Klasse jeglicher Schulformen. Neu ist, dass auch Kinder unter 13 Jahren in Betrieben arbeiten dürfen, da ein einmaliger Arbeitstag nicht vom Jugendarbeitsschutzgesetz verboten ist. Jüngere verrichten häufig zuhause oder bei Freunden Hilfsdienste oder Gartenarbeiten, oder veranstalten zusammen mit ihrer Klasse einen Flohmarkt. Ältere Schüler suchen sich für diesen Tag häufig einen Job in einem Unternehmen und sammeln so wertvolle Arbeitserfahrung durch dieses "Schnupperpraktikum". Wichtig ist, dass das Jugendarbeitsschutzgesetz immer eingehalten wird.

Die Informationsmaterialien erhalten die Schüler der Klasse 5 und 6 im Religions- bzw. Ethikunterricht. Die Klassen 7 bis  Q2 werden im PoWi-Unterricht informiert.
Vom 13-22. April 2016 wird in der Mensa eine Ausstellung zum Thema „Dein Tag für Afrika“ zu sehen sein.
Schauen Sie sich das Projekt doch einmal online an. http://www.aktion-tagwerk.de/index.php?id=11
Hier ist der Link zum Video:
 https://www.aktion-tagwerk.de/presse/videos/

Sonja Göhler und Anna Borchers

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Workshop Chinesisch

Nach 10 Minuten Unterricht schon die ersten chinesischen Sätze sprechen zu können, diese tolle Erfahrung machten die Teilnehmer des Workshops Chinesisch. Das Konfuziusinstitut Frankfurt bot einen Schnupperkurs für diese doch als sehr schwierig empfundene Sprache an, wobei die engagierten Lehrerinnen Frau Jiang und Frau Su es innerhalb kürzester Zeit schafften, deutlich zu machen, dass es doch ganz einfach ist. So gut wie keine Grammatik  - aber dafür galt es vier Töne zu beachten. Im lebhaften Austausch flogen die ersten Sätze hin und her, die Zahlen waren ebenfalls schnell gelernt. Anschließend wurde das Erlernte spielerisch erprobt.
In der zweiten Hälfte des Vormittags beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der chinesischen Kultur. Hier folgte der Praxistest in Form einer Staffel im Stäbchenessen mit einer abschließenden Belohnung für alle in Form von roten Neujahrsklebetattoos.
Der gelungene Workshop war der Abschluss der Aktivitäten zum chinesischen Neujahr, die vom chinesischen Generalkonsulat und der Karl-Rehbein-Schule initiiert worden waren, und gleichzeitig das Jubiläumsjahr der Schule abrundeten.


 

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Kunst-Leistungskurs malt mit Flüchtlingskindern

Hanau, 25.02.2016

Vielleicht mal wieder etwas „Farbe“ in den sonst tristen Alltag bringen: Die Leistungskurs-Schüler im Fach Kunst der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) packten kurzerhand Papier, Farbe und Pinsel ein und machten sich zusammen mit ihrer Kunstpädagogin Christine Biehler in die „Sport Housing Area“ auf, um dort gemeinsam mit Flüchtlingskindern den Malpinsel zu schwingen. Mit großem Eifer wurden da die unterschiedlichsten Motive aufs Malpapier gebracht. Christine Biehler hatte zur Anregung der Phantasie der jungen Künstler sogar extra einige Utensilien auf einem Tischchen aufgebaut. „Das ist erst mal ein Projekt mit Pilotcharakter. Wenn Interesse besteht, so ist die Malaktion auch öfter, wenngleich aus zeitlichen Gründen der KRS-Schüler unregelmäßig durchführbar“, so Biehler. Auch die KRS-Kunstschüler haben sichtlichen Spaß an der Aktion, können sie insbesondere den Kindern einige Maltechniken vermitteln. Dennoch – wer sich so manches der Bilder betrachtet, der kann nur erahnen, was die Flüchtlingskinder in ihrer Heimat erlebt haben. Waffen und auch Panzer sind oftmals Motive, die von traumatischen Erlebnissen erzählen. Umso mehr ist die KRS-Malaktion zu begrüßen, können die Kinder zusammen mit den KRS-Schülern ein paar unbeschwerte Malstunden erleben und zudem auch noch ein bisschen Deutsch lernen. jp/Foto: Pick

 


 

„Man will dazugehören“

„Deutsche Herzstiftung“ informiert KRS-Schüler über die Gefahren des Rauchens

Hanau, 17.02.2016

Im Auftrag der „Deutschen Herzstiftung“ sensibilisieren Hanauer Ärzte, hier die Heilpraktikerin Jule Thomas, die KRS-Schüler über die Gefahren, die vom Rauchen ausgehen können. Foto: Pick   

Die  „Deutsche Herzstiftung“ ist derzeit wieder an den Schulen unterwegs, um die Schüler mit dem speziellen Aufklärungs-Programm „Rauchzeichen“ über die Gefahr für die Gesundheit, die das Rauchen verursachen kann, zu informieren. Gemeinschaftlich mit der Hilfe von örtlich ansässigen Ärzten oder anderen ausgebildeten Medizinkräften informiert die „Deutsche Herzstiftung“ auch insbesondere Schüler der siebten Klassen der Karl-Rehbein-Schule Hanau über die Risiken und Gefahren, die vom „blauen Dunst“ ausgehen können.

Dabei ist man wahrlich nicht zimperlich: Die Heilpraktikerin Jule Thomas zeigt den interessierten Siebtklässlern in drastischen Bildern die möglichen Folgen regelmäßigen Rauchens in Form von schwarzen Lungen, unnatürlich erweiterten Herzen oder Folgen von verstopften Arterien. Die drastischen Bilder, die in den KRS-Klassen gezeigt werden, verfehlen ihre Wirkung bei den jungen Menschen nicht. Hauptanliegen ist den Verantwortlichen, dass die Anti-Rauch-Kampagne der „Deutschen Herzstiftung“ stets einen präventiven Charakter hat. „Wir möchten die jungen Menschen zum Thema Rauchen sensibilisieren. Sie sollen sich kritisch mit den Folgen, die der Tabakkonsum hervorrufen kann, auseinandersetzen“, erläutert Jule Thomas von der Herzstiftung das Konzept von „Rauchzeichen“. Untersuchungen belegten, dass sich die Jugendlichen in Deutschland mit Eintritt in die Klasse sieben extrem für das Rauchen zu interessieren beginnen. „Dabei ist oftmals der Gruppenzwang entscheidend. Man will ja schließlich dazugehören, wenn andere die Zigaretten auspacken“, erklärt Thomas. Nebenbei ein teures Vergnügen.

Mit Schaubildern, was Nikotin aber auch andere Suchtmittel wie Alkohol mit dem menschlichen Körper anrichten, gelingt es Jule Thomas und auch anderen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die Schülern sehr anschaulich für die Sucht- und Gesundheitsgefahren, die der Drogenkonsum mitbringt, zu sensibilisieren. Aber auch direkte Fragen an die Schüler, die zum Nachdenken anregen, sorgen hier für „Aufklärung“. So können Sucht und Abhängigkeit auch der Vorhof zum Konsum wesentlich stärkerer und schädlicherer Drogen sein, warnen die Referenten der „Herzstiftung“ die KRS-Schüler. Insgesamt zeigen die Schüler auch durch ihre interessierten Fragen, dass die ausgesandten „Rauchzeichen“ durchaus wahrgenommen werden – und das ohne den berühmten erhobenen „Zeigefinger“.  Das kommt am Ende an bei den KRS-Kids.

 


  

Spielsachen und „Vitaminspritze“

KRS-Schüler überreichen 500-Euro-Spende an Spielkreis für Flüchtlinge

Hanau, 21.01.2016

Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Nicole Sonntag haben Karl-Rehbein-Schüler Spielsachen und eine Geldspende an den Spielkreis der Flüchtlingsbetreuung in der „Sportsfield Housing-Area“ an die Sozialarbeiterin vor Ort, Lucia Bleibel, übergeben.    Foto: Pick

Bepackt mit Spielsachen hat sich jetzt die Klasse 7l der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Nicole Sonntag per Bus in die „Sportsfield Housing Area“ aufgemacht, um dem dort nun eingerichteten Spielkreis für Flüchtlingskinder mit einer Spende in einer Gesamthöhe von 500 Euro zu unterstützen. Dabei übergaben die KRS-Schüler der Sozialarbeiterin vor Ort, Lucia Bleibel neben besagten Spielsachen auch eine Barspende in Höhe von 200 Euro. Die Spenden wurden per Kuchen-Pausenverkauf durch die Klasse rekrutiert. „Davon werden wir Obst kaufen, sind solche Dinge im Budget für die ehrenamtliche Kinderbetreuung hier nicht vorgesehen“, freut sich Bleibel über die willkommene Gabe.

Rund 38 Ehrenamtliche engagieren sich in dem nun frisch eigerichteten Spielkreis für Flüchtlings-Kinder, erläutert Andrea Pillmann, Leiterin der Stabsstelle Prävention der Stadt Hanau. Können die kleinen Kinder hier zusammen in Betreuung spielen, so lernen sie auch beispielsweise den Umgang mit Farbstiften und ganz nebenbei auch deutsch, wie Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel zu berichten weiß. Insgesamt, so der Stadtrat, leben zurzeit 430 Flüchtlinge - davon sind die Hälfte Kinder und Jugendliche - in den festen Unterkünften, während rund 1000 Flüchtlinge im der Erstaufnahmestation untergebracht sind.

Neugierig werden die nun neu hergerichteten Räume von den KRS-Schülern inspiziert. Wie viel Platz die Kinder eigentlich zum Spielen hätten, will der KRS-Schüler Jona Röll wissen. Denn für die mitgebrachten Spielsachen, darunter sogar eine Eisenbahn aus Holz, braucht es schon Platz. Auch Kinder-Bücher haben die Schüler im Gepäck. „Die Idee, für den Flüchtlings-Spielkreis zu sammeln, hatten die Schüler der Klasse 7 l von alleine – eine tolle Sache“, bewertet Klassenlehrerin Nicole Sonntag die Initiative ihrer „Schützlinge“ sehr positiv. Auch KRS-Direktor Jürgen Scheuermann sieht in dem Engagement seiner Schüler – beteiligen sich auch die KRS-Oberstufenschüler am sprachlichen Unterricht für die Flüchtlinge – eine „hohe soziale Kompetenz“. Auch Axel Weiss-Thiel ist ob dieser KRS-Spendenaktion des Lobes voll: „Vorbildlich!“, bringt er es auf den Punkt.


 


„Ein einzigartiges Projekt“

Karl-Rehbein-Schüler sammeln Spielzeug für neuen Kindergarten in Hanau-Wolfgang

Hanau, 29.12.2015

Kurz vor Weihnachten war es soweit: Die Schüler der AG „Asylcourage – Deutsch- und Kulturunterricht für Flüchtlinge aus Hanau-Wolfgang“ bepackten ganze sechs Fahrzeuge mit pädagogischen Spielsachen für die Ausstattung des neu zu gründenden Kindergartens in Hanau-Wolfgang. Zwei Wochen zuvor hatten die „Rehbeiner“ ihre Mitschüler, deren Eltern und ihre Lehrer aufgerufen, sie bei der Sammelaktion zu unterstützen. Die Resonanz, so berichtet AG-Leiterin Karin Groschwitz, sei „riesig“ gewesen. Auch die KRS-Oberstufenschüler, die gerade dabei sind ihr Abitur vorzubereiten, freuten sich über die bis unter die Decke mit Spielsachen gefüllten Autos.

In Wolfgang angekommen, wurden die Spenden von Lucia Bleibel, der mit der KRS zusammenarbeitenden Sozialarbeiterin vor Ort, in Empfang genommen und dann in den Kindergarten geschafft. Darunter viele schwere Kisten mit Lese-, Geschichten- und Ausmalbüchern, Bastel- und Malsachen, Musik-CDs und Abspielgeräte und vieles mehr. Auch musikalisch hatten die Schüler der KRS einige Stücke vorbereitet, um alle in eine vorweihnachtliche Stimmung zu bringen. Gemeinsam genossen Kinder, Eltern und Schüler diesen feierlichen Moment. „Das Kindergarten-Projekt der KRS-Schüler ist etwas ganz besonderes und in seiner Art bundesweit wohl auch einzigartig“, lobt Bleibel den großen Einsatz der KRS-Schüler.  

KRS-Schulleiter Jürgen Scheuermann zeigt sich ebenfalls sehr berührt von dieser Aktion und freut sich über so ein großes Engagement. Aber auch die Schüler der AG sind froh, dass sie seine Unterstützung und die der Rehbein-Eltern sicher wissen. Auch für die Zukunft ist eine enge Zusammenarbeit geplant. Neben Deutschunterricht, der schon seit einiger Zeit angeboten wird, soll das Projekt „Kindergarten“ weiter vorangetrieben werden. Viele Schüler haben sich bereit erklärt, an freien Nachmittagen die Kinder zu betreuen und zu fördern. Auch konzeptionell soll weitergearbeitet werden, um die gespendeten Dinge sinnvoll zu nutzen. „Ein entscheidender Punkt im Zusammenhang mit der AG-Arbeit ist, dass die Rehbeiner sich sozial engagieren, so Verantwortung übernehmen und Themen, die im Unterricht besprochen werden,  in der Realität umsetzen, was ja auch eines der Ziele unserer Schule ist.“ bemerken Hami Rezaie und Karin Groschwitz, die beide die AG „Asylcourage“ betreuen. Fotos: Privat

 



 

Leid der Opfer greifbar gemacht

Spannend und lehrreich: Rehbein-Schüler als aktive Demokraten in Berlin

Hanau, 15.12.2015

Auch der Reichstag war Ziel der KRS-Schüler aus der E-Phase. Dort bekamen die Rehbeiner spannende Einblicke in die Tätigkeiten von Parlamentariern. Foto: Privat

Auf Einladung des Vereins „Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold aktive Demokraten“ fuhr die Klasse Ec der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) mit ihrer Lehrerin Nicole Sonntag kürzlich nach Berlin, um gemeinsam mit einer zehnten Klasse aus Bitterfeld und Vertretern des Vereins spannende und lehrreiche Tage in der Hauptstadt zu verbringen.
Nach einer Stadtrundfahrt begann das historisch-politische Seminar in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand mit der Begrüßung durch den Bundesgeschäftsführer des Vereins, Lucas Kopehl.  Anschließend fand der Besuch der beeindruckenden Dauerausstellung „Topographie des Terrors“  über die Dokumentation des nationalsozialistischen Terrors statt. Dort erfuhren die Schüler, wie in der Zeit zwischen 1933 und 1945 die Verfolgung, Diskriminierung und Ermordung von Millionen Menschen in Europa organisiert worden war. Anhand drastischer Exponate und exemplarischer Einzelschicksale wurde das Leid der Opfer für die Schüler greifbar.
Das aktive Lernen stand in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, dem Bendlerblock, im Mittelpunkt. Anknüpfend an die Führung durch die Ausstellung erarbeiteten die Schüler in Kleingruppen Präsentationen über jugendliche Widerstandgruppen und den Widerstand des Reichsbanners.
Zudem verbrachten die Schüler einen Tag im Reichstag. Dort nahmen sie neben einer Führung durch das Gebäude an einem Workshop über politischen Extremismus in der Bundesrepublik teil. Zum Abschluss gewährte der SPD-Politiker Johannes Kahrs amüsante und nachdenkliche Einblicke in seine Tätigkeit als Abgeordneter des Bundestages.
 


 

Ein kleines Stück Lebensfreude zurückgeben

Deutsch-Unterricht für Flüchtlinge: KRS und Paul-Hindemith-Musikschule kooperieren

Hanau, 03.12.2015

Zusammen mit Schülern Deutsch lernen: Oberstufenschüler aus den Ethikkursen der Karl-Rehbein-Schule „pauken“ auf lockere Art und Weise mit in Hanau untergebrachten Flüchtlingen Wortschatz und Satzbau. KRS-Direktor Jürgen Scheuermann unterstützt die Initiative „seiner“ Schüler und Lehrkräfte.                                      Fotos: Pick

Pünktlich steht Mohammed Mittwoch für Mittwoch und Donnerstag für Donnerstag in der Mittagszeit an der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS), um zusammen mit anderen Flüchtlingen, vorwiegend aus Syrien und Afghanistan, in der KRS die deutsche Sprache zu erlernen. Mohammed ist ebenfalls Syrer, der wie viele andere seiner Landsleute auch einen weiten, beschwerlichen Weg hinter sich gebracht hat und nun glücklich ist, hier in Hanau in der ehemaligen Kaserne „Sportsfield Housing“ ein sicheres Dach über den Kopf gefunden zu haben. „Ich freue mich, dass ich hier in Hanau und der KRS so herzlich aufgenommen wurde“, zeigt sich Mohammed begeistert.

Deutschunterricht für Flüchtlinge auf unkonventionelle-lockere Art: Das war die Idee der KRS-Ethik-Lehrerin Karin Groschwitz. Zusammen mit Schülern des Oberstufen-Ethik-Kurses und mit Unterstützung des KRS-Lehrers Hami Rezaie lernen die Flüchtlinge in lockerer Atmosphäre völlig ungezwungen die sprachlichen Grundlagen, um sich hierzulande ausdrücken zu können. „Der Unterricht findet so nicht nur in der Schulbank statt, sondern auch direkt vor Ort, also beispielsweise in einem Kaffee, in einem Kaufhaus oder eben anderen Plätzen der Stadt. So lernen die Flüchtlinge zugleich ‚ihre‘ Stadt Hanau kennen und finden sich mit der Zeit auch besser zurecht in einer für sie fremden Umgegend“, beschreibt Karin Groschwitz das Projekt. „Jeder unserer Schüler hat zugleich auch eine ‚Patenschaft‘ für einen Flüchtling übernommen, sodass die Zuständigkeiten geklärt sind. So kann das Deutschlernen auch sehr den individuellen Bedürfnissen der Flüchtlinge angepasst werden“, benennt Groschwitz einen der Vorteile dieses Konzeptes. Da werden lockere Gespräche über Alltägliches geführt, etwa wie man ein Eis bestellt, ob einem das Eis schmeckt – Dinge, die helfen, die deutsche Alltagssprache schnell zu begreifen.
    
KRS-Direktor Jürgen Scheuermann begrüßt und unterstützt das KRS-Flüchtlings-Unterrichtsprojekt mit vollem Herzen. „Das ist gelebte Integration. Die KRS steht seit jeher für Weltoffenheit, was wir auch mit unseren Partnerschulen verteilt über den gesamten Globus dokumentieren. Ich finde es sehr bemerkenswert, dass meine Oberstufenschüler dieses Projekt trotz aufkommenden Abi-Stresses in ihrer knapp bemessenen Freizeit ausfüllen. Das zeugt auch von einer hohen sozialen Kompetenz der KRS-Schüler“, zeigt sich der KRS-Chef stolz über „seine“ Rehbeiner.       

Seit Jahren schon kooperieren die KRS und die Paul-Hindemith-Musikschule Hanau (PHM) auf dem Gebiet der musikalischen Bildung. Da lag es nahe, auch hier zusammen zu arbeiten: So können die Flüchtlinge nach ihrer „Deutschstunde“ in die PHM wechseln, um dort gemeinschaftlich mit der PHM-Chorleiterin Bettina Weber zu singen. Neben der puren Freude am Singen werden vor allem deutsche Lieder ausgewählt, um eben per Gesang die Aussprache der deutschen Sprache besser zu beherrschen und auch nebenbei weiter den deutschen Wortschatz zu erweitern.

„Hallo – ich heiße … “ schallt es da fröhlich durch die Aula der PHM, wo gestandene junge Männer singend auf Deutsch ihren Namen nennen. Auch die deutsche Phonetik wird in Wiederholungsschleifen besonders geübt, denn viele deutsche Wörter entpuppen sich für die arabisch sprechenden Menschen als wahre Zungenbrecher. „Auch wir wollen den Flüchtlingen zeigen, dass sie bei uns in Hanau willkommen sind. Wie könnte man das auch besser tun als mit gemeinschaftlich Musik zu machen: Musik kennt weder Grenzen noch Sprachbarrieren, Musik ist eine Universal-Sprache, die jeder sofort versteht“, so PHM-Schulleiter Jörn Pick.
Dazu bei trägt auch ein Trommelkurs mit Robert Hestermann, den die PHM für die Flüchtlinge anbietet und durchführt. „Hier geht es uns um die reine Freude am Musizieren. Und wenn man sieht, mit welch großem Spaß die jungen Männer zur Sache gehen, ihren Gefühlen auch mal mit einem Tänzchen freien Lauf lassen, dann denke ich, dass wir hier genau das Richtige getroffen haben. Wir wollen diesen Menschen ein kleines Stück Lebensfreude zurückgeben, und das scheint uns hier in einem abgerundeten Gemeinschafts-Projekt zu gelingen“, sind sich Scheuermann und Pick einig. Dass das scheinbar gelingt, davon zeugen die strahlenden Gesichter der jungen Männer, die pfeifend und singend in ihre Unterkunft nach Hanau-Wolfgang zurückradeln.

Musik kennt keine Grenzen: Eine Gruppe junger Männer aus Syrien trommelt in der PHM aus reiner Freude am Musizieren zusammen mit dem PHM-Trommel-Dozenten Robert Hestermann.    

 



 

 

Berufebörse – 100 Referenten helfen KRS-Schülern bei der Berufsorientierung


Eine Veranstaltung der Karl-Rehbein-Schule in Kooperation mit den Rotary Clubs Hanau/Maintal
Dienstag, 10.11.2015, 19.00 – 21.10 Uhr

Im Hauptgebäude und dem Schlossplatzgebäude der Karl-Rehbein-Schule


Wir als Schule verstehen es als wichtigen Bestandteil unserer Arbeit, die Schüler auf dem Weg der
Berufsorientierung zu begleiten und Hilfestellungen zur eigenen Berufsfindung zu bieten. Dazu haben wir an der Karl-Rehbein-Schule ein breitgefächertes Programm ausgearbeitet. Die Berufebörse stellt in diesem Rahmen einen zentralen Baustein dar.

Die Schüler ab Jahrgangsstufe 9 aus der Karl-Rehbein-Schule sowie interessierte Schüler der umliegenden Schulen Hanaus sollen hier die Möglichkeit haben, sich über Ausbildungswege zu informieren und Experten über ihre Erfahrungen im Berufsleben zu befragen. Die Lage am Arbeitsmarkt soll für sie transparenter werden und vor allen Dingen sollen sie auf dem Weg ihrer persönlichen Berufsfindung weiterkommen. Betriebe, Universitäten und Fachhochschulen, sowie die Bundesagentur für Arbeit sind hierbei wichtige außerschulische Partner.

Die Berufebörse wird seit einigen Jahren an der Karl-Rehbein-Schule mit Unterstützung der Rotary-Clubs Hanau und Maintal erfolgreich durchgeführt. Die Referenten stellen den Schülern ihre Institution/ ihr Unternehmen vor, berichten über ihren beruflichen Werdegang, stellen die Lage und die Zukunftsaussichten des Berufes /der Branche dar, erklären Ausbildungswege, notwendige Qualifikationen/Anforderungsprofile und Voraussetzungen für die jeweiligen Berufe. Die Schüler haben zudem die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Referenten  ins Gespräch zu kommen.

Die Liste der teilnehmenden Referenten hängt zur Einsichtnahme für alle interessierten Schüler im 1. Stock des KRS-Hauptgebäudes aus. Daraus wählen diese für sich drei Berufsfelder aus und bereiten sich auf die Veranstaltung vor, indem sie sich z.B. über Homepages vorab schon Informationen einholen. Vorbereitete Fragen sollen dabei helfen, mit den Referenten am 10.11. ins Gespräch zu kommen.

Ablauf am 10.11.2015
Ab 18.00 Uhr             Eintreffen der Referenten (Rotarier, Betriebe, Berufsgruppen, Institutionen…) und Anmeldung (Raumverteilungsplan) im Eingangsbereich des Hauptgebäudes.
19.00 Uhr                 Eröffnung der Veranstaltung, Begrüßung aller Teilnehmer (Mensa/Hauptgebäude)
19.20 bis 19.50 Uhr    Erste Beratungssequenz
20.00 bis 20.30 Uhr    Zweite Beratungssequenz
20.40 bis 21.10 Uhr    Dritte Beratungssequenz
Zum Abschluss der Veranstaltung laden wir alle Referenten und Referentinnen zu einem kleinen Umtrunk in die Mensa des Hauptgebäudes ein. 
 

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Die Hölle auf Erden durchlebt

„Die Frau vom Checkpoint Charlie“: Jutta Fleck berichtet über ihren Kampf um ihre Töchter

Hanau, 15.10.2015

Lebendiger Geschichtsunterricht in der Karl-Rehbein-Schule Hanau: Die „Frau vom Checkpoint Charlie“, Jutta Fleck (Zweite von links) berichtet den KRS-Schülern von ihrem Leben in der DDR und dem Kampf um ihre Töchter. Landtagsabgeordneter Heiko Kasseckert (links), die KRS-Geschichtslehrerin Hetzel-Kress und Schulleiter Jürgen Scheuermann freuen sich über Informationen aus erster Hand.  Foto: Pick

Bespitzelung, Unterdrückung, Repressalien: Jutta Fleck war über Jahre hinaus unvorstellbaren Qualen und Ängsten ausgesetzt - nur weil sie etwas für sich und ihre Kinder einforderte, was man als eines der Grundrechte eines Menschen ansehen muss: Freiheit. Die heute 69-jährige Jutta Fleck war ehemalige DDR-Bürgerin und ist als die „Frau vom Checkpoint Charlie“ in die Geschichtsbücher eingegangen. „Gebt mir meine Kinder wieder“: Mit einem schier unerschütterlichen Willen und Durchhaltevermögen kämpfte Fleck nach ihrer Ausreise aus der DDR am Berliner „Checkpoint Charlie“ Aug in Aug mit den DDR-Grenzsoldaten stehend um die Freilassung ihrer beiden Töchter Beate und Claudia. Dieses dramatische Einzelschicksal, das den friedlichen Widerstand gegen die DDR-Diktatur beschreibt, steht stellvertretend für viele derartiger Schicksale in der Ex-DDR. Nun war Jutta Fleck in der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) zu Gast, um vor interessierten E-Stufen-Schülern von ihrem unglaublichen Teil der jüngsten deutsch-deutschen Geschichte als Zeitzeuge zu berichten.

„Vor 25 Jahren ist etwas Großartiges passiert: Ohne einen einzigen Schuss fiel eine Mauer, die Deutschland teilte. Eine friedliche Revolution, deren Dimension ich zu diesem Zeitpunkt als 19-Jähriger nicht erkannte. Deshalb möchte ich hier und heute mit dieser Veranstaltung und auch der dazugehörigen Ausstellung ein Stück dieser Geschichte den Schülern zurückgeben“, so der Initiator der Ausstellung und der KRS-Veranstaltung, der Landtagsabgeordnete Heiko Kasseckert. Für KRS-Direktor Jürgen Scheuermann ist die Beschäftigung mit einem totalitären Unrechtsstaat wichtig, gerade weil der Fall der Mauer vor 25 Jahren den jungen Menschen heute nicht mehr präsent sei. „Freiheit ist kein natürliches Gut. Man muss sich dafür auch immer wieder einsetzen“, so der KRS-Direktor. 

Der Fall der Jutta Fleck, die damals noch Jutta Gallus hieß, war sogar dem Fernsehen ein Zweiteiler mit Veronica Ferres in der Hauptrolle wert. „Aufklärung über diese Zeit ist notwendig. Man darf nichts verschönern. Die geistige Unterdrückung und den Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie müssen Jugendliche kennenlernen“, sagt Fleck, die heute in Wiesbaden lebt und als Leiterin des Schwerpunktprojektes „Politisch-Historische Aufarbeitung der SED-Diktatur“ bei der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung ständig auf „Aufklärungstour“ quer durch die Republik reist.

Die tiefen seelischen Wunden, die Frauen-Gefängnis und die Trennung von den Töchtern hinterlassen haben, sind bis heute nicht verheilt: Den KRS-Schülern erzählt sie sehr eindringlich und auch sehr bewegt von der fortwährenden Willkür des ehemaligen SED-Staates. Mit der Schlussakte von Helsinki 1975 hatten auch Bürger der DDR das Recht auf freie Wahl ihres Wohnsitzes – soweit das Papier. Die Realität sah allerdings anders aus. Wer die DDR verlassen wollte, stellte entweder einen Ausreiseantrag mit möglichem Freikauf durch die BRD oder vertraute sich Schleusern an. Fleck wählte die letzte Möglichkeit mit Endstation Rumänien. Dort wurde sie während eines vermeintlichen Urlaubs gefasst und in die DDR überführt. Bei der Ankunft in Berlin wurde sie von ihren Töchtern getrennt und nach Psychoterror und Schikanen zu dreieinhalb Jahren Gefängnis wegen „Republik-Flucht“ verurteilt. Im Frauen-Gefängnis Burg Hoheneck durchlebte sie die entwürdigende Hölle auf Erden, 22 Monate nach Haftantritt wurde sie dann schließlich von der Bundesrepublik freigekauft – ohne ihre Töchter.     

Diese Trennung wollten weder die Töchter noch Jutta Fleck hinnehmen. Mit spektakulären Aktionen machte sie auf ihr Schicksal aufmerksam, sah sie im Westen die wesentlich besseren Chancen, um ihre Töchter erfolgreich zu kämpfen. So stand sie vier Jahre lang Tag für Tag bei Wind und Wetter im Westberliner Teil vor dem „Checkpoint Charlie“ um die Freilassung ihrer Kinder immer wieder aufs Neue einzufordern. Diese Bilder und diese Aktion gingen damals um die Welt. Fleck sprach mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Kirche wie dem damaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher oder Papst Johannes Paul. Nach vier Jahren, am 25. August 1988, war das Martyrium beendet: Die DDR ließ die beiden Töchter, die letztlich bei dem leiblichen Vater untergekommen waren, frei.

Die KRS-Schüler erleben eine mutige Frau als Zeitzeugin, die sich niemals von einer Diktatur unterdrücken lassen wollte – selbst dann nicht, als man ihr das Wertvollste, was eine Mutter haben kann, ihre Kinder, wegnahm. „Menschen, die einer Diktatur die Stirn bieten, sind Botschafter für Demokratie und Freiheit. Und die Freiheit ist das Wichtigste, was ein Mensch haben kann“, diktiert Fleck den sichtlich ergriffenen KRS-Schülern ins Heft. „Wir wissen das ja alles irgendwie aus den Geschichtsbüchern – aber das ist für uns weit weg. Es ist daher schon ein großer Unterschied, das von einem Menschen erzählt zu bekommen, der das alles selbst auch erlebt hat“, so der Tenor der Schüler. Geschichte zum Anfassen: Damit hat die „Frau vom Checkpoint Charlie“ in der KRS einen wertvollen wie lebendigen Beitrag zur politischen Bildung gegeben.

 


 

 

Eines der dunkelsten Kapitel der DDR

Zeitzeugengespräch: Jugendautorin Grit Poppe und Liedermacher Detlef Jablonski zu Gast

 

Die Jugendautorin Grit Poppe und der Liedermacher Detlef Jablonski machten in der Mensa der Karl-Rehbein-Schule Station, um als Zeitzeugen den KRS-Schülern die Gräueltaten des DDR-Regimes zu schildern. Fotos: Pick

„Weiß jemand, wer oder was die Stasi war?“ Betretenes Schweigen im Saale. Keiner der versammelten Schüler in der Mensa der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) scheint sich zu trauen, die ganzen menschenfeindlichen Gräueltaten des 1989 endgültig untergegangenen DDR-Regimes näher zu benennen. Als Fragestellering fungiert die Bürgerrechtlerin und Schriftstellerin Grit Poppe, die zusammen mit dem Liedermacher Detlef Jablonski zu einer Lesung als Zeitzeugen in die Mensa gekommen ist, um die Geschichtskurse der Jahrgangsstufen neun und E rund 25 Jahre nach dem Mauerfall über die totalitäre Staatsform der ehemaligen „Deutschen Demokratischen Republik“ zu unterrichten. Gemeinsam berichten  Poppe und Jablonski von einem Leben in der DDR, das beiden übel mitgespielt hat.

Grit Poppe wurde 1964 in Boltenhagen an der Ostsee (DDR) geboren. Das Abitur und ein Studium wurden ihr zunächst verboten, da ihr Vater Gerd Poppe (später Bundestagsabgeordneter für Bündnis 90 / Die Grünen) in der Bürgerrechtsbewegung aktiv war und die Politik der SED kritisierte. Poppe blieb jedoch hartnäckig und studierte schließlich ab 1984 am Literaturinstitut in Leipzig. Sie selbst engagierte sich ebenfalls als Bürgerrechtlerin und war von1989 bis 1992 Landesgeschäftsführerin von "Demokratie Jetzt" in Brandenburg. Vor und nach dieser Zeit schrieb sie Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Jugendromane wie etwa „Schuld“ beschäftigen sich mit der politischen Situation und den Lebensumständen Jugendlicher in der DDR.
So sind die DDR und die Erfahrungen von Jugendlichen „drüben“ jenseits der Mauer Thema des Vormittags in der KRS-Mensa. Wenn Jablonski erzählt, was ihm als Kind und Jugendlicher in der DDR wiederfahren ist, dann läuft den jungen Zuhörern in der KRS-Mensa ein kalter Schauer über den Rücken. 1955 im Frauengefängnis in Jerichow geboren, wuchs er bei Pflegeeltern – oder, wie er sagt, einer „Schlägemutter“ – auf, wurde zweimal als Jugendlicher beim Versuch einer „Republikflucht“ erwischt und zu zehn Monaten Haft verurteilt.

Im Arbeitslager „Schwarze Pumpe“ wurde Jablonski mit „Kriminellen, Kinderschändern und Wahnsinnigen“ eingesperrt – und dabei wollte er doch einfach nur zu seiner im Westen lebenden leiblichen Mutter. Das Abitur wurde ihm verweigert, er wurde zur Volksarmee zwangsrekrutiert, als sogenannter „Staatsfeind“ observiert und schikaniert. 1987 schließlich wurde sein Ausreiseantrag in die BRD genehmigt. Seitdem schlägt er sich als Liedermacher in Berlin durch.

  Was Jablonski als „einer von Tausend“ in der Realität erlebt hat, macht Poppe zum Thema ihres Jugendromans „Schuld“. Sie erzählt von der „Bonzentochter“ Jana, die sich in den republikkritischen Jungen Jakob verliebt. Der verteilt Flugblätter für Reisefreiheit, wird erwischt und landet im geschlossenen Jugendwerkhof Torgau, einer Strafanstalt, in der er mit Gewalt, Schikanen und Demütigungen gebrochen werden soll. Erst Jahre später, als Jana ihre Stasi-Akte liest, kommt heraus, wer Jakob verraten hat, wer „Schuld“ hat an dem Unrecht, das ihm widerfahren ist.

Poppe, die das Los von jugendlichen „Staatsfeinden“ in der DDR schon in ihren Jugendromanen „Weggesperrt“ und „Abgehauen“ zum Thema gemacht hatte, hat genau recherchiert und die unfassbaren Geschichten in einen spannenden Jugendroman verpackt. Wenn sie von „Zersetzungsmaßnahmen“ oder vom Vorwurf der „Beeinträchtigung staatlicher Tätigkeit“ berichtet, dann wird ein ganz dunkles Kapitel der Ex-DDR aufgeschlagen. Die jungen Zuhörer, die gemeinschaftlich mit ihren Geschichtslehrerinnen und –lehrern in die Mensa gekommen waren, können meist gar nicht glauben, dass das alles erst vor 25 Jahren mit dem Fall der Mauer und damit mit dem Zerfall der DDR ein Ende gefunden haben soll.


 


 

„Erst denken, dann klicken“

Vortrag „Kinderzimmer 2.0“ der Karl-Rehbein-Schule klärt Eltern über die Gefahren im Internet auf

Hanau, 4. Oktober 2015

Aus dem Kinderzimmer ertönen Kampfgeräusche, Gebimmel, Donner: Nicht wenige Schüler vertreiben sich oftmals den Nachmittag nach der Schule mit Spielen, die die unendlichen Weiten des Internets zu bieten haben. Dabei ist die Palette an Geschicklichkeitsspielen, strategischen Spielen und Kampfspielen, die man frei auf sein Smartphone herunterladen kann, schier unendlich. Dennoch – auch hier ist größte Vorsicht geboten, sind nicht alle diese Seiten seriös. Oftmals schleichen sich durch unsichtbare Hintertürchen Programme aufs Handy, die das Gerät und damit auch das Surfverhalten der Kinder geschickt manipulieren können. Ungebetene „Gäste“ machen sich breit – die Kinder und Jugendlichen trauen sich aber aus Angst und Scham oftmals nicht, ihre Eltern dann um Hilfe zu bitten. Und dann ist es oftmals zu spät. Schlimmer noch: Viele Eltern bekommen überhaupt nicht mit, was sich da hinter verschlossenen Kinderzimmertüren auf den Laptops und Handys ihrer Kinder abspielt.

„Jugendliche können sich heutzutage mit dem Handy und Internet nicht nur vernetzen, sondern auch stark verletzen: Wir geben unseren Kindern das Werkzeug Handy fast sorglos in die Hand. Niemand aber erklärt ihnen das Werkzeug und hinter wir wundern uns, wenn sie auf der Datenautobahn an jeder Ecke einen Unfall erleiden.“, eröffnet Oberstudienrat Helge Messner, zugleich auch Medienberater und IT-Beauftragter der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) den Vortrag „Kinderzimmer 2.0“. Aufgrund der vielschichtigen Probleme und Gefahren, die Internet und Co. für die Kids mit sich bringen, hat sich die KRS-Leitung dazu entschlossen, grundsätzlich alle Eltern der 5. Klassen am Anfang des Schuljahres verpflichtend zu einer „Internet-Aufklärungsstunde“ einzuladen. Die Sensibilisierung der Eltern über die Stolperfallen im Internet hat sich die KRS-Schulleitung ganz oben auf die Fahnen geschrieben. Fachbereichsleiterin Christiane Alsheimer freut sich daher auch sehr bei ihrer Begrüßung der Eltern über die Unterstützung von KRS-Schulleitung. 

„Endlich mal klare Worte, deutliche Positionen und vor allem kein hilfloses Achselzucken bei diesem Thema“, so der Tenor der Eltern über diesen Vortrag. Helge Messner nimmt denn auch kein Blatt vor den Mund. Pornographie, Foren über Magersüchtige und Selbstmordforen, Chatfallen und Menschen, die nicht im Chat einfach nur mit Teenager chatten wollen, sondern die durchaus kriminelle oder sexuelle Absichten haben, werden ungefiltert angesprochen und benannt. Auch Gewaltspiele sind ein Thema: Viele Schüler spielen Spiele, die für ihre Altersgruppe nicht gedacht sind. „In der siebten Klasse kennt jeder Schüler Gewaltspiele ab 18 Jahren.“

Damit nicht genug: Ein ganz große Problem – neben Mobbing - ist das sogenannte „Sexting“ geworden: Sexting unter Jugendlichen bedeutet, dass sie sich gegenseitig zum Teil freizügigste Bilder von sich selbst schicken. Jugendliche, die Sexting betreiben, sehen das oft als digitalen Liebesbeweis. Sie versenden die Fotos oder Videos an ihren Partner, übertragen ihre Intimität so auch in die digitale Welt. Sie denken, attraktiver für den eigenen Partner zu sein, wenn sie sich schön darstellen. Ein weiterer Beweggrund für Sexting sind Mutproben und Gruppenzwang.

„Heranwachsende haben Probleme damit, mit dem Medium Internet verantwortungsvoll umzugehen. Schlechte Erlebnisse werden sie nicht ihren Eltern erzählen. Schule und Eltern können bei diesem Thema nicht die Augen verschließen“, so Messner.  Viele Jugendliche wollten sich spätestens mit Beginn der Pubertät von den Eltern abgrenzen und nutzten hierzu moderne Medien. „Dem Thema Moderne Medien können die wenigsten Eltern folgen, weil sie sich nicht auskennen. Möglicherweise ist dies der letzte große Konflikt für heutige Jugendliche, um sich endlich vor den Eltern abzugrenzen.“, so der Medienpädagoge. Aber auch aufgrund ihrer Unbedarftheit sowie der jugendlichen Neugierde erlebten viele Jugendliche die negativen Seiten der neuen Medien.

Wie soll man nun aber mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Co. umgehen? „Poste nur das, was du auch im Klassenzimmer oder am Schultor aushängen würdest. Erst denken, dann klicken.“, rät Helge Messner den Eltern. Die ständige Erreichbarkeit und der hohe Aufforderungscharakter überforderten die Jugendlichen. Im Durchschnitt konsumiere ein Neunt-Klässler sechs bis 7,5 Stunden digitale Medien. Das wirke sich unmittelbar auf die Schule aus. „Ohne Regelung der Online-Zeiten sitzen unsere Kinder 50 Prozent weniger an den Hausaufgaben. Kinder und Jugendliche gelingt es so kaum, verantwortungsvoll das mediale Dauerfeuer abzustellen.“, ist sich Messner sicher. „Bildschirme dürfen nicht die Freizeit dominieren. Wir sollten demnach auch immer analoge Hobbies wie Sport oder Musik fördern“, wünscht sich Messner in seinem Vortrag, der weniger auf den belehrenden Zeigefinger als vielmehr auf  Aufklärung abzielt. 

Zum Schluss verweist der Medienpädagoge noch auf die Zusammenarbeit zwischen KRS und Eltern. „Wir haben einen Runden Tisch aus Schülern, Eltern und Lehrern installiert, an dem wir Probleme besprechen, welche die Schüler erlebt haben. Aber auch die Kommunikations-AG der Eltern ist vorbildlich. Hier wurden zum Beispiel Leitlinien über die Nutzung von Smartphone erarbeitet“, erläutert Messner abschließend. Kein Wunder, dass diese Leitlinien mitgenommen wurden wie warme Semmeln – in so manchem Elternhaus dürfte in den nächsten Tagen eine lebhafte Diskussion zu diesem Thema geführt werden.

  KRS-Fachbereichsleiterin Christiane Alsheimer und der KRS-Medienbeauftrage Helge Messner zeigten den Eltern der fünften Klasse sehr anschaulich, welchen Verlockungen und Gefahren Kinder und Jugendliche in der medial-digitalen Welt erliegen können. Foto: Privat

 


 

Neugierde auf Israel geweckt

Yad Vashem-Vertreter für internationale Beziehungen zu Gast an der KRS

Hanau, 28.07.2015

 

Besuch aus Israel an der Karl-Rehbein-Schule: Arik Rav-On (Mitte), einer der Direktoren der Gedenkstätte Yad Vashem, erläuterte Schülern die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland aus seiner Sicht. Foto: Privat 

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der deutsch-israelischen Beziehungen organisierte die Projektgruppe „Bejachad sind wir stark!“ ein Treffen mit Arik Rav-On, einem der Direktoren der Gedenkstätte Yad Vashem, in der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS).

Die Schüler der Projektgruppe hatten während der Projektwoche anlässlich des 175jährigen KRS-Jubiläums verschiedene Schwerpunkte erlebt und besprochen. Sie hatten dem jüdischen Museum Frankfurt einen Besuch abgestattet, um mehr über die jüdische Kultur und Religion zu erfahren. Sie besuchten die jüdische Gemeinde in Offenbach und trafen dort Israelis, welche in Deutschland eine Art soziales Jahr absolvierten, um mit ihnen zu essen, über die Schüler interessierende Themen zu sprechen, mit Vorurteilen aufzuräumen und Tacheles zu reden. Auch die Rabbiner der Gemeinden Hanaus und Offenbachs standen mit Rat und Tat zur Seite.

Abschließend besuchte nun also Arik Rav-On die Karl-Rehbein-Schule. Er informierte die Rehbeiner, die trotz großer Hitze zwei Stunden lang konzentriert zuhörten, über die Geschichte des Staates Israel seit seiner Gründung und die deutsch-israelischen Beziehungen, welche seit 50 Jahren bestehen und sich seitdem sehr gut entwickelten. So habe heute beispielsweise nahezu jeder israelische Haushalt ein deutsches Gerät in Betrieb. Eine Entwicklung, an die vor 60 Jahren überhaupt icht zu denken gewesen sei. Auch Arik Rav-On habe keine Jubelgesänge im Kreise seiner Familie gehört, als er sich damals entschloss, sein Studium in Köln aufzunehmen.

In diesem Zusammenhang konnten brisante Fragen geklärt werden und die Sicht Israels auf aktuelle politische Entwicklungen deutlich gemacht werden. Rav-On schilderte dazu auch persönliche Erlebnisse. „Wir sind sehr froh, dass Herr Rav-On heute bei uns ist und als Experte wichtige Fragen in diesem Zusammenhang erläutert“, äußerten sich die Schüler der Projektgruppe. „Wir hoffen auf eine auch in Zukunft weiter funktionierende Zusammenarbeit. Schließlich haben uns die Erlebnisse der Projektwoche neugierig auf Israel gemacht.“

Auch Arik Rav-On hofft, dass junge Menschen aus Deutschland wieder mehr Interesse an Israel zeigten, sich darüber informierten und sich eine Meinung bildeten. Schulleiter Jürgen Scheuermann zeigte sich zuversichtlich und freut sich auf die kommende Zusammenarbeit.


 


„Oft Gruppenzwang entscheidend“

Gesundheits-Aktion an der KRS: „Deutsche Herzstiftung“ informiert über die Gefahren des Rauchens


Hanau, 16.04.15

Im Auftrag der „Deutschen Herzstiftung“ sensibilisieren Hanauer Ärzte, hier die Internistin Dr. Petra Bärenfänger, die KRS-Schüler über die Gefahren, die vom Drogenkonsum ausgehen können. Foto: Pick

„Ich empfinde es schon als sehr bedenklich, dass für Zigaretten überhaupt noch öffentlich geworben werden darf“, gibt eine Siebtklässlerin zu bedenken, nachdem Dr. Petra Bärenfänger den jungen Schülern der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) einen Film gezeigt hat, in dem Menschen zu Wort kommen, die insbesondere durch das Rauchen hohe gesundheitliche Schäden davon getragen haben. Das reicht vom Herzinfarkt eines 20-jährigen Mannes bis zur Vollamputation beider Beine eines heute 60-Jährigen. „Raucherbein nennt man das“, erklärt Bärenfänger den sichtlich ergriffenen KRS-Schülern ganz sachlich. Die drastischen Bilder, die die in Hanau niedergelassene Internistin den Schülern zeigt, verfehlen ihre Wirkung bei den jungen Menschen demnach nicht.

Die  „Deutsche Herzstiftung“ ist derzeit wieder an den Schulen unterwegs, um die Schüler mit dem speziellen Aufklärungs-Programm „Rauchzeichen“ über die Gefahr für die Gesundheit, die das Rauchen verursachen kann, zu informieren. Gemeinschaftlich mit der Hilfe von örtlich ansässigen Ärzten wie eben Petra Bärenfänger werden Schüler der Klassen sieben der KRS sehr anschaulich und kompetent über die gesundheitlichen Risiken des Rauchens belehrt – wenngleich der erhobene Zeigefinger erfreulicherweise fehlt. Das kommt an bei den KRS-Kids.

Wichtig ist den Verantwortlichen, dass die Anti-Rauch-Kampagne der „Deutschen Herzstiftung“ stets einen präventiven Charakter hat. „Wir möchten die jungen Menschen zum Thema Rauchen sensibilisieren. Sie sollen sich kritisch mit den Folgen, die der Tabakkonsum hervorrufen kann, auseinandersetzen“, erläutert Jule Thomas von der Herzstiftung das Konzept von „Rauchzeichen“. Untersuchungen belegten, dass sich die Jugendlichen in Deutschland mit Eintritt in die Klasse sieben extrem für das Rauchen zu interessieren beginnen. „Dabei ist oftmals der Gruppenzwang entscheidend. Man will ja schließlich dazugehören, wenn andere die Zigaretten auspacken“, erklärt Thomas. Nebenbei ein teures Vergnügen. Der beinamputierte Mann im Film erklärt, dass er in  seine Rauchersucht knapp 100.000 Euro „investiert“ habe mit dem Ergebnis, dass er heute im Rollstuhl sitze.  

Mit Schaubildern, was Nikotin aber auch andere Suchtmittel wie Alkohol mit dem menschlichen Körper anrichten, gelingt es Dr. Bärenfänger den Schülern sehr anschaulich für die Sucht- und Gesundheitsgefahren, die der Drogenkonsum mitbringt, zu sensibilisieren. Aber auch direkte Fragen an die Schüler, die zum Nachdenken anregen, sorgen hier für „Aufklärung“. So können
Sucht und Abhängigkeit auch der Vorhof zum Konsum wesentlich stärkerer und schädlicherer Drogen sein, warnen die Referenten der „Herzstiftung“ die KRS-Schüler. Insgesamt zeigen die Schüler auch durch ihre interessierten Fragen, dass die ausgesandten „Rauchzeichen“ durchaus wahrgenommen werden.


   


833 Dosen für die Tafel gesammelt

Hanau, 24.03.2015

Die Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) haben erneut ihre soziale Kompetenz unter Beweis gestellt: Innerhalb einer knappen Woche haben sie insgesamt 833 Konservendosen für die Hanauer Tafel gesammelt. Die Leiterin der Hanauer Tafel, Petra Weinzettel, zeigt sich auch ganz angetan von der Hilfsaktion, ist dies nun binnen kurzer Zeit bereits das zweite Mal, dass KRS-Schüler für in Not geratene Mitmenschen sammeln. Gab es zunächst einen „Nudelberg“, folgte nun ein Berg voller Konservendosen. Die „Hanauer Tafel“ gehört zur gemeinnützigen Stiftung „Lichtblick“ der evangelischen Marienkirchengemeinde Hanau. Die Hanauer Tafel holt beispielsweise auch überschüssige Lebensmittel von Märkten ab, kontrolliert diese auf die Ausgabefähigkeit und gibt sie an bedürftige Menschen ab. „Die Solidarität meiner Schüler mit den Menschen, denen es vielleicht nicht so gut geht, erfüllt mich schon ein bisschen mit Stolz“, lobt KRS-Schulleiter Jürgen Scheuermann seine Eleven. Und wer sammelt, der soll auch belohnt werden. So spendete das Kinopolis Hanau 16 Gutscheine zur Verlosung unter den Sammlern, die Priska – der Mensa-Versorger der KRS – spendete zehn Essensgutscheine. Organisator und KRS-Schulsozialarbeiter Matthias Eckhardt lobte ebenfalls die sammelwütigen Rehbein-Schüler, hatten die Helfer am Ende alle Hände voll zu tun, die Konserven in einen Transporter zu verstauen. "Da fliegt einem doch das Blech weg..."  Foto: Pick
 


 

Über 1000 Nudel-Päckchen gesammelt

Hanau, 04.12.2014

Die Freude bei den Verantwortlichen der „Hanauer Tafel“ war groß beim Anblick dieses großen „Nudelbergs“: Innerhalb einer Woche hatten die Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) sage und schreibe 1020 Päckchen Nudeln gesammelt. Die „Hanauer Tafel“ gehört zur gemeinnützigen Stiftung „Lichtblick“ der evangelischen Marienkirchengemeinde Hanau. Die Hanauer Tafel holt beispielsweise auch überschüssige Lebensmittel von Märkten ab, kontrolliert diese auf die Ausgabefähigkeit und gibt sie an bedürftige Menschen ab. „Natürlich freuen wir uns auch riesig über solche Sammelaktionen, wie sie jetzt an der KRS durchgeführt wurden, zeugt dies von einer hohen Solidarität mit Menschen, die unsere Hilfe vor Ort dringend benötigen“, so die Leiterin der Hanauer Tafel, Petra Weinzettel. „Da können wir uns bei allen Nudel-Spendern aus der KRS nur ganz herzlich bedanken.“ Unter Koordination von KRS-Mitarbeiter Matthias Eckhardt (rechts) wurden die Teigwaren zusammen mit KRS-Schulleiter Jürgen Scheuermann, Elternvertreterin Karin Heidrich (rechts), dem stellvertretenden KRS-Schulleiter Robert Schnabel (Mitte hinten) und KRS-Schülern an Petra Weinzettel übergeben.  Foto: Pick 
 


 

 

Von den dunklen Seiten des Internets

Schock-Erlebnis für Eltern: Vortrag „Kinderzimmer 2.0“ der Karl-Rehbein-Schule

Hanau, 09.10.2014

„Jugendliche können sich heutzutage mit dem Handy und Internet nicht nur vernetzen, sondern auch stark verletzen: Anders als mit Hammer, Sägen und anderen Werkzeugen geben wir unseren Kindern das Werkzeug Handy fast sorglos in die Hand. Niemand aber erklärt ihnen das Werkzeug und wir wundern uns, wenn sie auf der Datenautobahn an jeder Ecke einen Unfall erleiden.“, eröffnet Oberstudienrat Helge Messner, zugleich auch Medienberater und IT-Beauftragter der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) den Vortrag „Kinderzimmer 2.0“. Hier geht es um die Gefahren, die im World-Wide-Web auf Kinder wie Jugendliche lauern. Aufgrund der wachsenden Probleme, die Internet und Co. für die Kids mit sich bringen, hat sich die KRS-Leitung dazu entschlossen, die Eltern der 5. Klassen verpflichtend dazu einzuladen. „Wir als Lehrkräfte, die auch tagtäglich mit diesen Problemen vor Ort zu kämpfen haben, begrüßen es sehr, dass die Schulleitung dieses Thema auf der Prioritätenliste ganz oben angesiedelt hat“, bedankt sich Fachbereichsleiterin Christiane Alsheimer bei ihrer Begrüßung der Eltern für die Unterstützung von KRS-Schulleiter Jürgen Scheuermann.
 
 „Ich gebe zu, im Vorfeld stand ich sehr skeptisch einem verpflichtenden Elternabend gegenüber. Das hat sich während des Vortrags allerdings schnell verändert. Endlich mal klare Worte, deutliche Positionen und vor allem kein hilfloses Achselzucken bei diesem Thema“, meldet sich ein KRS-Vater zu Wort. Denn in dem Vortrag nimmt Helge Messner kein Blatt vor den Mund. Die Schockerlebnisse über die Vorkommnisse in den Kinderzimmern, meist von den Eltern gar nicht bemerkt, lassen nicht lange auf sich warten. Pornographie, Foren über Magersüchtige und Selbstmordforen, Chatfallen und Menschen, die nicht im Chat einfach nur mit Teenager chatten wollen, sondern die durchaus kriminelle oder sexuelle Absichten haben, werden ungefiltert angesprochen. Auch Gewaltspiele sind ein Thema: Viele Schüler spielen Spiele, die für ihre Altersgruppe nicht gedacht sind. „In der siebten Klasse kennt jeder Schüler Gewaltspiele ab 18 Jahren.“ Sichtlich geschockt sind die Eltern, als Messner Spielausschnitte präsentiert.

 „Heranwachsende haben Probleme damit, mit dem Medium Internet verantwortungsvoll umzugehen. Schlechte Erlebnisse werden sie nicht ihren Eltern erzählen. Schule und Eltern können bei diesem Thema nicht die Augen verschließen“, so Messner. Im heutigen Kinderzimmer gehörten Handy, Spiele-Konsolen und ein Computer mit Internetanschluss einfach dazu. Das Internet sei ein Alltagswerkzeug geworden. Viele Jugendliche gingen zu sorglos mit dem Thema um und hätten  Probleme damit, dass dann Bilder oder Gesagtes allen zur Verfügung gestellt werde.

Eltern sehen in der Regel Jugendliche zwei Jahre jünger an, Jugendliche sehen sich dafür zwei Jahre älter an - das ist eine Differenz von vier Jahren in der Wahrnehmung. So begünstigten natürlich einige Verhaltensweisen von Jugendlichen den Missbrauch mit dem Internet. Viele Jugendliche wollten sich von den Eltern abgrenzen und nutzten hierzu moderne Medien. „Dem Thema Moderne Medien können die wenigsten Eltern folgen, weil sie sich nicht auskennen. „Möglicherweise ist dies der letzte große Konflikt für heutige Jugendliche, um sich endlich vor den Eltern abzugrenzen.“, so der Medienpädagoge. Aber auch aufgrund ihrer Unbedarftheit sowie der jugendlichen Neugierde erlebten viele Jugendliche die negativen Seiten der neuen Medien.

Wie soll man nun aber mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Co. umgehen? „Poste nur das, was du auch im Klassenzimmer oder am Schultor aushängen würdest. Erst denken, dann klicken.“, rät Helge Messner den Eltern. Die ständige Erreichbarkeit und der hohe Aufforderungscharakter überforderten die Jugendlichen. Im Durchschnitt konsumiere ein Neunt-Klässler sechs bis 7,5 Stunden digitale Medien. Das wirke sich unmittelbar auf die Schule aus. „Ohne Regelung der Online-Zeiten sitzen unsere Kinder 50 Prozent weniger an den Hausaufgaben. Kinder und Jugendliche gelingt es so kaum, verantwortungsvoll das mediale Dauerfeuer abzustellen.“, ist sich Messner sicher. 
Das Internet werde weiter wachsen. „Wir müssen mit unseren Kindern im Gespräch bleiben, gerade um sie dort nicht allein zu lassen. Erwachsene müssen sich mit dem Medium auskennen, sonst können wir nicht beratend tätig werden. Bildschirme dürfen nicht die Freizeit dominieren. Wir sollten demnach auch immer analoge Hobbies wie Sport oder Musik fördern“, wünscht sich Messner in seinem Vortrag, der weniger auf den belehrenden Zeigefinger als vielmehr auf  Aufklärung abzielt. 

Zum Schluss verweist der Medienpädagoge noch auf die Zusammenarbeit zwischen KRS und Eltern. „Wir haben einen Runden Tisch aus Schülern, Eltern und Lehrern installiert, an dem wir Probleme besprechen, welche die Schüler erlebt haben. Aber auch die Kommunikations-AG der Eltern ist vorbildlich. Hier wurden zum Beispiel Leitlinien über die Nutzung von Smartphone erarbeitet“, erläutert Messner abschließend. Kein Wunder, dass diese Leitlinien mitgenommen wurden wie warme Semmeln – in so manchem Elternhaus dürfte in den nächsten Tagen eine lebhafte Diskussion zu diesem Thema geführt werden.


 


„Jungs spielen sich ein Leben weg“

Fachberater für Jugendmedienschutz zeigt KRS-Eltern Wege zum Schutz ihrer Kinder vor Gefahren im Internet auf

Hanau, 29.06.14

Volles Haus: Viele Eltern der Karl-Rehbein-Schule zeigen sich an der Beratung zu digitalen Medien sehr interessiert. Fotos: Pick

Realität im Kinderzimmer: Computer, Handys, Spielekonsolen und das Internet sind heute selbstverständlich. Kinderzimmer sind zunehmend digital voll ausgestattet. Die Nutzung dieser Technologien durch die „Digital Natives“ (Digitale Eingeborene) hat sich allerdings weitgehend verselbständigt. Den meisten Eltern der „Generation Kassettenrekorder“ fehlen in der oft endlosen Diskussion um den Medienkonsum wirksame Argumente und Strategien. Die Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) nimmt sich dieses immer mehr um sich greifenden Problems an und hat nun eine Elternschulung für die fünften Klassen angeboten – ein Angebot, das für einen vollen Saal im Congress Park Hanau (CPH) sorgte.

Günter Steppich, Fachberater für Jugendmedienschutz am Staatlichen Schulamt für Wiesbaden, gab den oftmals erstaunten und manchmal auch entsetzten Eltern im CPH einen ungeschminkten Einblick in die digitale Welt ihrer Kinder. Zuvor aber stimmte KRS-Direktor Jürgen Scheuermann die Eltern auf den aufrüttelnden Vortrag ein: „Wir müssen uns mit Problemen beschäftigen, die noch vor zehn Jahren undenkbar gewesen wären“, so der KRS-Chef. So dürfe man bei „Sexting“ oder „Cyber-Mobbing“ nicht wegschauen, könne dies heutzutage jeden treffen. „Wir müssen deshalb darauf vorbereitet sein, um schnell eingreifen und helfen zu können“, mahnt Scheuermann. Der KRS-Medienbeauftragte Helge Messner sieht das Ende des freiwilligen Internets gekommen: „Sie sind alle bei Facebook“ ruft der Oberstudienrat den Eltern provozierend zu. Allerdings will die KRS dem immer mehr um sich greifenden Medienmissbrauch aktiv und vor allem präventiv begegnen, in dem man Medienscouts ausbilden, einen „runden Tisch“ zum Thema Umgang mit den Medien einberufen  und im kommenden Schuljahr die AG „Digitale Helden“ initiieren will. An der KRS sollen somit Leitlinien zum Umgang mit digitalen Medien erarbeitet werden.

Zuvor wurden die Lehrkräfte der KRS von Günter Steppich in einer vierstündigen Fortbildung für  die Schattenseiten des Internets sensibilisiert. Steppich gab dann den Eltern in einer Art „Crashkurs“ erstaunliche Einblicke in das „digitale“ Leben ihrer Kinder. Mit der Einführung der „Smartphones“, so Steppich, haben Kinder ungefilterten Zugriff auf die Erwachsenenwelt. 80 Prozent der Eltern haben keine Kenntnis über das, was sich da auf den Bildschirmen abspielt, so Steppich. Doch da insbesondere das Internet neben großartigen Chancen auch erhebliche Risiken berge und gerade in der Pubertät eine deutlich erhöhte Risikobereitschaft bestehe, müssten Eltern die Mediennutzung ihrer Kinder aktiv begleiten und sich kritisch damit befassen, rät Steppich, selbst Lehrer und Vater zweier Kinder.

Frei nach Goethes Worten „Die Geister, die ich rief“ aus dessen Ballade „Der Zauberlehrling“ sind heute Gewaltdarstellungen, Pornographie, indizierte Spiele, sexuelle Übergriffe und Online-Mobbing zu regelrechten „Plagegeistern“ des Internets geworden. Gewaltspiele können das Aggressionspotenzial wesentlich erhöhen, der kostenfreie Zugriff auf Pornoseiten sorge bei Jugendlichen in der Pubertät für ein völlig falsches Bild von Sexualität und Liebe. „Man kann Kinder nicht vom Internet fernhalten, dennoch müssen wir uns mit dem Thema auseinandersetzen um auf Augenhöhe mit unseren Kindern zu bleiben – sonst haben wir verloren“, warnt Steppich davor, das Problem zu bagatellisieren oder gar auszublenden. Denn es bestünde nicht nur Gefahr für die seelische Entwicklung der Kinder sondern obendrein bewegten sich die Kids oftmals im strafrechtlichen Bereich etwa bei illegalen Downloads oder dem Recht am eigenen Bild, was gerade bei Facebook und Co. ein großes Problem darstelle. „Blödheiten können heute mit einem einzigen Klick weitergeleitet werden. Und wenn es dann mal passiert ist, finden die Kinder oftmals nicht den Mut, sich ihren Eltern zu offenbaren und um Hilfe zu bitten“, konstatiert Steppich weiter. „Die Hemmschwellen, sich den Eltern anzuvertrauen, sind gerade in der Pubertät sehr hoch. Umgekehrt fallen die Hemmschwellen, wenn es um Mobbing über das Internet geht. Kinder werden zuhause auf digitale Weise gnadenlos gemobbt“. Mobbingfälle müssten früh unterbunden werden, die Privatsphäre im Internet müsse gewahrt bleiben, fordert der Fachberater.

Der überhöhte Bildschirmkonsum könne darüber hinaus zu den „Modererkrankungen“ ADS und ADHS führen. Für diese These spreche unter anderem die stark vermehrte Verschreibung von Ritalin-Medikamenten die einhergehe mit dem zunehmenden Medienkonsum. Insbesondere die Beschäftigung mit Computerspielen könne zur Spielsucht und zu schulischen Leistungseinbrüchen führen. Besonders gefährdet seien Jungen. „Jungs spielen sich das Leben weg“, warnt Steppich. So belegten Studien, dass wenigstens Mädchen noch häufiger zu einem Buch greifen, während Jungs kaum noch lesen würden. Das wirke sich insgesamt auch auf den Ausbildungsmarkt wie Industrie und Studium aus. Steppich rät den Eltern, „analoge“ Beschäftigungen - Sport oder Musik – der Kinder zu fördern.

Insgesamt könne eine Medienkompetenz der Jugendlichen nur durch das Zusammenspiel von Schule und Eltern funktionieren. „Eine erfolgreiche und sichere Medienerziehung ist nur möglich, wenn Schule und Elternhaus zusammen arbeiten“. Die Weichen dafür sind an der KRS gestellt. Tipps, Hilfen und ein Forum rund um das Thema Medienerziehung finden Eltern auf der Homepage www.medien-sicher.de

KRS-Elternbeiratsvorsitzender Thomas Adlung (von links), der Referent Günter Steppich, KRS-Direktor Jürgen Scheuermann und KRS-Medienbeauftragter Helger Messner freuen sich über ein reges Eltern-Interesse an dem hochbrisanten Thema des „digitalen Kinderzimmers“.  
        
 


Gräueltaten sichtbar gemacht

Oberstufen-Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau eröffnen aufrüttelnde Eichmann-Ausstellung

Hanau, 05.05.14

Schüler des KRS-Geschichtsleistungskurses unter Federführung von Karin Groschwitz, Dr. Boris Hogenmüller und Markus Hische präsentieren in der Mensa der KRS die Ausstellung um den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann, der für den Tod von Millionen von Juden verantwortlich ist.   Fotos: Pick

Es war einer der Aufsehen erregendsten Gerichts-Prozesse der Nachkriegszeit: Das Verfahren gegen Adolf Eichmann, im Zweiten Weltkrieg als Obersturmbannführer der SS verantwortlich für den Tod von Millionen von Juden in Vernichtungs- und Arbeitslagern der Nazis. Obwohl Eichmanns SS-Rang als Obersturmbannführer vergleichsweise gering war, galt dies nicht für seine Befugnisse: Eichmann war der für den Transport der Juden Europas in die Vernichtungslager zuständige Beamte. Bis auf Skandinavien hatte Eichmann in allen im Machtbereich der Nationalsozialisten liegenden Staaten Europas Vertreter.

  Eichmann, der nach dem Krieg mit Hilfe des Vatikans nach Argentinien fliehen und untertauchen konnte, wurde im Mai 1960 vom israelischen Geheimdienst Mossad in einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ festgesetzt und nach Israel ausgeflogen. Im Februar 1961 erhob der israelische Generalstaatsanwalt Gideon Hausner insgesamt 15 Anklagepunkte gegen Eichmann, darunter unter anderem „Verbrechen gegen das jüdische Volk“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Am 15. Dezember 1961 endete der Prozess gegen Adolf Eichmann: der Organisator der nationalsozialistischen Judenvernichtung wurde zum Tode verurteilt.

Einen erschütternden wie aufrüttelnden Beitrag zu einem der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte liefert nun eine Ausstellung in der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS). In Kooperation mit der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vashem in Israel ist es den Geschichtslehren Karin Groschwitz, Dr. Boris Hogenmüller und Markus Hische in Zusammenarbeit mit der ehemaligen KRS-Schülerin Desiree Dietrich, die den Kontakt nach Israel herstellte, gelungen, eine eindrucksvolle Dokumentation über die Person Eichmann und dem sich anschließenden Prozess in Israel auf die Beine zu stellen.

Eröffnet und präsentiert wurde die Ausstellung nun vom Geschichtsleistungskurs Q 2 der KRS. Als besonderen Gast zur Ausstellungspräsentation konnte die KRS Hanaus Rabbiner Schimon Großberg begrüßen, dessen engsten Verwandten ebenfalls in Arbeitslagern der Nazis verbracht wurden. „Wir müssen finden, was uns verbindet“, ruft Großberg den Schülern in der Mensa zu. „Wir werden die Seelen nicht vergessen“: Zusammen mit den Schülern betet er für die sechs Millionen von den Nazis umgebrachten Juden. Großberg begrüßt die Ausstellung, stelle diese ein eindringliches „Mahnmal“ dar, Jugendliche für die Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes zu sensibilisieren. Auch KRS-Direktor Jürgen Scheuermann sieht in der Ausstellung ein Engagement von KRS-Schülern gegen das Vergessen. Gleichzeitig erinnert er an die mutige KRS-Lehrerin Elisabeth Schmitz, die sich unter großen Gefahren für jüdische Mitmenschen einsetzte und damit einen berechtigten Platz unter den „Gerechten unter den Völkern“ in Jad Vashem gefunden hat.

„Ich folgte nicht lediglich Befehlen, Hätte ich das getan, wäre ich dumm gewesen. Ich sann und dachte viel nach über die Natur der Befehle, die ich erhielt. Ich bin ein Idealist“: Selbst im Rückblick unter der Anklage stehend zeigt Eichmann bis zu seinem Tod durch den Strang keine Reue für seine fürchterlichen Taten, führen die Geschichts-Leistungskurs-Schüler aus. Die Person Eichmann sei etwa im Vergleich zu Hitler heutzutage aus dem allgemeinen Gesichtsfeld verschwunden. Insofern, so die Schüler weiter, sei die Ausstellung umso höher und auch wichtiger zu bewerten. Die Schüler beschreiben die Person Eichmann als einen Mann mit Minderwertigkeitskomplexen, der selbst gegen den Befehl Hitlers weitere Tausende von Juden in den Tod schickte. „Der Krieg ist verloren, aber ich werde meinen Krieg gewinnen“, offenbart Eichmann seine teuflische Einstellung. Selbst im Prozess noch drückt er noch sein Bedauern darüber aus, das Ziel „Endlösung“ – die Vernichtung aller Juden - verfehlt zu haben. In verschiedenen Aspekten beleuchten die KRS-Geschichtler gut aufgearbeitet weitere Stationen aus dem Leben und dem Prozess um Eichmann.

Die Ausstellung in der Mensa ist nach Anmeldung im Sekretariat der KRS zu besichtigen. Telefon: 06181 / 6183600

 


Im Einsatz für die Demokratie in Europa

Schüler des Karl-Rehbein-Gymnasium nehmen an Jugendkongress in Berlin teil

Hanau, 31.05.2014

„Europäisch, demokratisch, aktiv“: Unter diesem Motto fand nun der Bundesjugendkongress in Berlin statt. Ausgewählt durch die Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) hatten jetzt sechs Schüler der KRS auch dieses Jahr, dank der bereits lange bestehenden Kooperation mit dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold - das in der Weimarer Republik entstand, um der rechtsextremen Entwicklung entgegenzuwirken - die Chance, am Jugendkongress des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT) teilzunehmen.
 

Die Veranstaltung rund um den Verfassungstag in Deutschland bietet seit 13 Jahren jungen Menschen aus ganz Deutschland die Möglichkeit, sich über ihr ehrenamtliches Engagement sowie ihre dabei gesammelten Erfahrungen auszutauschen. Auch das vor zwei Jahren auf dem Jugendkongress gegründete Peernetzwerk „Jetzt”, auf dem sich junge, engagierte Menschen längerfristig gegenseitig unterstützen können, wurde vorgestellt.
 
Der Kongress, der hauptsächlich im Berliner Kongress Zentrum (bcc) stattgefunden hat, bot in vier Workshop-Phasen allen Teilnehmern durch ein großes Angebot an verschiedenen Workshops die Möglichkeit, sich in Themen rund um die Europäische Union, Demokratie und die ehrenamtliche Arbeit fortzubilden. Dabei reichte die Spanne von Gospel-Arbeit über Projektmanagement bis hin zu „Gewalt in der Öffentlichkeit“ und Rechtsextremismus sowie Antisemitismus im Verlauf der Zeitgeschichte. Zeitgleich gab es aber auch das Angebot an verschiedenen Außenforen zu ähnlichen Themen an diversen Orten in Berlin teilzunehmen.

Natürlich kann man einen Besuch in Berlin nicht vorbei schreiten lassen ohne die Sehenswürdigkeiten der Bundeshauptstadt gesehen zu haben, weshalb die KRS-Gruppe die freie Zeit genutzt und etwa das Brandenburger Tor besucht sowie eine Führung durch das Reichstagsgebäude und das Paul-Löbe-Haus genossen hat.

Der 23. Mai, der Tag des Deutschen Grundgesetzes, begann für die Kongressteilnehmer mit einem gemeinsamen Gottesdienst, der sich mit einer Dialogpredigt, begleitet vom Gospelchor des Jugendkongresses, mit dem Europäischen Thema befasste. Die Rehbeiner haben zudem an einem Festakt des BfDT teilgenommen, bei dem fünf Personen und Organisationen mit dem Titel „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ ausgezeichnet wurden, da sie sich in besonderer Weise für Demokratie und Toleranz in Deutschland eingesetzt haben. Unter anderen war der parlamentarische Staatssekretär Christian Lange einer der Laudatoren dieser Veranstaltung. Zum Abschluss des Kongresses fand am Abend des Verfassungstages auch eine Abschlussfeier statt, an der alle Beteiligten teilnehmen konnten.

Rehbein-Schüler leben aktiv Demokratie und Ehrenamt: Die Schüler aus Hanau nahmen am Jugendkongress des Bündnisses für Demokratie und Toleranz in Berlin teil.   Foto: Privat

 


 

 

„Jeden Tag ums Überleben gekämpft“

Gespannt lauschen die KRS-Schüler in der Mensa der KRS den bewegenden Ausführungen von Frida Raisman (rechts), die dem Ghetto von Minsk lebend entkommen konnte. Fotos: Pick

Im Zeitzeugengespräch an der Karl-Rehbein-Schule: Frida Raisman

Hanau, 31.01.14

„Ich bin zwar immer aufgeregt, vor jungen Leuten zu sprechen, freue mich aber auch, mit Ihnen über diese schreckliche Zeit reden zu können“, beginnt Frida Raisman ihren Vortrag in der voll besetzten Mensa der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS). Die heute 79-jährige Frida Raisman ist eine der ganz Wenigen, die die Hölle des Ghettos von Minsk (Weißrussland) überlebt haben und als Zeitzeugin jüngere Generationen wider das Vergessen mahnen kann.

Auf Einladung des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerkes (IBB) und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung Zukunft wurde Frida Raisman aus Anlass des Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Januar 2014 in deutsche Städte eingeladen, darunter auch nach Hanau. Die KRS engagiert sich seit Jahren mit Zeitzeugengesprächen für die Aufarbeitung der Geschichte. Ihr Namensgeber Karl Rehbein war selbst Verfolgter des NS-Regimes. Dr. Elisabeth Schmitz, ihr wurde vor kurzem posthum der Ehrentitel „Gerechte der Völker“ verliehen, unterrichtete nach dem Zweiten Weltkrieg an der Schule.

Von Frankfurt aus gingen 1941 und 1942 Deportationen von Menschen jüdischen Glaubens nach Minsk aus. Auch viele Hanauer Juden, die sich in der Anonymität der Großstadt Schutz erhofften, wurden im November 1941 als „Hamburger Juden“ (der Transport ging über Hamburg) nach Minsk verbracht. Im Juli 1941 zwang die deutsche Wehrmacht rund 60.000 jüdische Bewohner der weißrussischen Hauptstadt Minsk in ein Ghetto. Bis auf elf Personen wurden alle Deportierten im Ghetto oder im Vernichtungslager Trostenez ermordet.

Frida Raisman wird als Siebenjährige zum Leben im Ghetto gezwungen. „Ich habe sechs Pogrome überlebt. Es ist vielleicht eine Vorsehung Gottes, dass ich heute hier sprechen darf“. Und sie spricht mit fester, bestimmter Stimme über ihr persönliches, erschütterndes Schicksal, das stellvertretend für abertausende Menschen stehen kann, die von den Nazis systematisch umgebracht wurden und von denen es nur ganz Wenige geschafft haben, zu überleben. „Wir kämpften jeden Tag aufs Neue um das nackte Überleben“, berichtet Raisman, „ich hatte große Angst vor dem Tod. Bei großer Gefahr versteckte ich mich meist unter den Häusern. Dort hatten wir ‚Höhlen‘ gegraben, die die Deutschen nicht entdeckten. Von dort aus mussten wir zusehen, wie die Besatzer grundlos Menschen auf die Straße zerrten und an Ort und Stelle hinrichteten. Frauen, Männer, Ältere, Kinder – jeder konnte jederzeit Opfer der Willkür der deutschen Soldaten werden“, führt Raisman aus. Auf den Straßen sah man oft noch die Blutlachen der gerade ermordeten Menschen. „Ein deutscher Soldat schlug ein Kind mit seinem Kopf gegen eine Wand, bis es tot umfiel“, beschreibt Raisman stellvertretend die Gräueltaten im Ghetto von Minsk.
In dem einen Quadratkilometer großen, durch Stacheldraht abgegrenzten Gebiet, gab es weder Wasser noch Nahrung. Hygiene oder eine Heizung waren ebenfalls Mangelware. So auf engstem Raume zusammengepfercht sei es überhaupt ein Wunder, diesen Vorort der Hölle überlebt zu haben. Viele Ghetto-Insassen starben an Krankheiten. Ihre Leichen wurden einmal am Tag von einem „Räumungs-Bataillon“ abtransportiert.

Widerstandsgruppen wie Partisanen waren es, die Frida nach ihrer Rettung aus dem Ghetto zunächst bei sich aufnahmen, berichtet sie auf rege Nachfrage aus der Schülerschaft, wie sie es denn geschafft habe zu überleben. „Obwohl es strafbar war, Juden zu helfen, hat mich ein Bauer nach meiner Flucht gerettet. Meine Brüder waren Mitglieder der Partisanen, wo ich danach Unterschlupf fand“, so Raisman weiter. Die KRS-Schüler, sichtlich beeindruckt von dem bildhaften, ergreifenden Bericht Raismans über diese unmenschliche Grausamkeit, können nicht verstehen, warum es zu keinem Aufstand gegen die deutschen Besatzer gekommen sei. „Es gab nur eine Art Widerstand, einen Aufstand wie etwa in Warschau aber gab es nicht“, so Raisman. 

Auch nach Kriegsende sah sich Raisman einer antisemitischen Haltung in Russland ausgeliefert. Sie durfte nicht studieren, denn als Jüdin wurde ihr die Aufnahme an der Universität verweigert. Bis zum Zerfall der Sowjetunion durften die Kriegsopfer nicht über ihre Vergangenheit reden. Dennoch hat sie ihren Lebensweg gefunden – sie heiratete einen Schulkameraden und hat heute vier Enkelkinder und einen Urenkel. In den 90er Jahren gründete sie den „Verein der ehemaligen Ghetto-Häftlinge“, der naturgemäß an Mitgliedern verliere. Der Verein als auch ihr Besuch in Deutschland habe aber die Aufgabe, über diesen grausamen Abschnitt der Menschheits-Geschichte zu erzählen, damit sich derartiges nie wiederholen möge. „Wir sind dankbar, Zeugen aus dieser Zeit an unserer Schule zu hören. Das ist umso wichtiger, sind wir in einem demokratischen Rechtsstaat groß geworden. Heute gilt ,die Würde des Menschen ist unantastbar‘. Berichte wie diese helfen, dieses für uns heute selbstverständliche Gut neu schätzen zu lernen,“ verabschiedet KRS-Schulleiter Jürgen Scheuermann dankbar Frida Raisman, die sich am Ende ins „goldene Buch“ der KRS einträgt.
 
 


„Rauchzeichen“ gegen das Rauchen

Hanau, 30.01.14

 

Pechschwarze Lungenflügel, Raucherbein, Krebsgeschwüre: Mit stellenweise drastischen Bildern ist die  „Deutsche Herzstiftung“ derzeit wieder an den Schulen unterwegs, um die Schüler mit dem speziellen Aufklärungs-Programm „Rauchzeichen“ über die Gefahr für die Gesundheit, die das Rauchen verursachen kann, zu informieren. Gemeinschaftlich mit der Hilfe von örtlich ansässigen Ärzten wie etwa Dr. Jan Pollmann oder Dr. Petra Bärenfänger wurden Schüler der Klassen sieben der Hanauer Karl-Rehbein-Schule (KRS) sehr anschaulich und kompetent über die gesundheitlichen Risiken des Rauchens informiert. Wichtig ist den Verantwortlichen, dass die Anti-Rauch-Kampagne der „Deutschen Herzstiftung“ stets einen präventiven Charakter hat. „Wir möchten die jungen Menschen zum Thema Rauchen sensibilisieren. Sie sollen sich kritisch mit den Folgen, die der Tabakkonsum hervorrufen kann, auseinandersetzen“, erläutert Jule Thomas von der Herzstiftung das Konzept von „Rauchzeichen“. Untersuchungen belegten, dass sich die Jugendlichen in Deutschland mit Eintritt in die Klasse sieben extrem für das Rauchen zu interessieren beginnen. „Dabei ist oftmals der Gruppenzwang entscheidend. Man will ja schließlich dazugehören, wenn andere die Zigaretten auspacken“, erklärt Thomas. Sucht und Abhängigkeit können zudem auch der Vorhof zum weiteren Konsum wesentlich stärkerer und schädlicherer Drogen sein, warnen die Referenten der „Herzstiftung“ die KRS-Schüler. Insgesamt zeigen die Schüler auch durch ihre interessierten Fragen, dass die ausgesandten „Rauchzeichen“ durchaus wahrgenommen werden. jp/Foto: Pick 

 


„Unser Kind kam als Erwachsener zurück“

Rotarier Hanau und Hanau-Maintal stellen Austauschprogramm an der KRS vor


Hanau, 08.10.13

„Rotary International“ ist die älteste Serviceorganisation der Welt und hat sich dem Dienst an der Gemeinschaft verschrieben. Ein wichtiges Tätigkeitsfeld ist der ehrenamtliche rotarische Jugendaustausch ohne kommerzielle Interessen, der jedes Jahr weltweit rund 10 000 Jugendliche zwischen 15 und 18 in die Welt führt. Dafür muss man kein Mitglied der Rotarier sein. Die Jugenddienstbeauftragten Bernd Krempel (Rotary Hanau) und Eberhard Uhlig (Rotary Hanau-Maintal) führten jetzt durch einen Informations-Abend zum Jugendaustausch in der Mensa der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) für die Eltern der Jahrgangsstufen acht und neun.
Bernd Krempel, der allgemeine Informationen zum Austausch präsentierte, machte den Anspruch des Programms deutlich: „Es geht ums nicht um ein Jahr ‚chillen‘ im Ausland. Wir wollen aufgeschlossenen, interessierten und engagierten Jugendlichen ermöglichen, dass sie kulturelle Kenntnisse erwerben und ihr Heimatland im Gastland repräsentieren. Der Kontakt zu den Austauschfamilien und Schulen soll ein friedliches Miteinander der Nationen fördern.“
„Wir kooperieren seit Jahren mit den Rotariern bei der Berufsbörse in unserem Haus“, bemerkte Markus Hische, der Verbindungslehrer der KRS, in seiner Ansprache. „Unsere Schule ist durch zahlreiche Schulpartnerschaften und Austauschprogramme international aufgestellt. In der Kooperation mit den Rotariern sehen wir das Erreichen gemeinsamer Ziele und Werte als Möglichkeit: Wir begleiten junge Menschen, damit sie sich vielfältig entwickeln, eine selbstbewusste und stabile Persönlichkeit entfalten und sich für ihre Mitmenschen und die Gesellschaft einbringen.“
Die Anwesenden lauschten gespannt den Erfahrungsberichten der zurückgekehrten Austauschschüler, die Eberhard Uhlig vorstellte. Viele Äußerungen zeugen davon, dass die Jugendlichen selbstbewusster, gereifter und erwachsener nach ihrem Auslandsaufenthalt geworden sind. Uhlig brachte es mit den Worten einer Austauschmutter auf den Punkt: „Wir haben unser Kind für ein Jahr ins Ausland gegeben und es kam ein Erwachsener zurück.“

„Chillen ist nicht angesagt“: Die Rotarier Bernd Krempel (links) und Eberhard Uhlig (rechts) informierten zusammen mit KRS-Verbindungslehrer Markus Hische zahlreiche interessierte Eltern über das Jugendaustauschprogramm der Rotary-Clubs.     Foto: Privat

 


Info-Abend zur Suchtprävention

Hanau, 01.10.13

Jetzt fanden erneut für die Jahrgangsstufen 6 und 8 Informationsabende zum Thema Suchtprävention statt. Schwerpunkt für die Stufe 6 war Alkohol-, für die Stufe 8 Drogen- beziehungsweise Suchtprävention im Allgemeinen.Eingeladen hatte die AG Gesundheit und Prävention, damit Eltern sich mit der Problematik rechtzeitig auseinandersetzen und möglichst vorbeugend handeln können. Die Vorträge im gut besetzten Schlossgartensaal der KRS (Mensa) hielt in diesem Jahr Anette Müller-Mickler, Lehrerin und Beauftragte für Suchtprävention an der KRS. Sie arbeitet mit der Elterngruppe regelmäßig zusammen und hat mit ihnen die Idee entwickelt. Nach kurzen, aktuellen statistischen Informationen aus dem Drogen- und Suchtbericht 2013 stellte Anette Müller-Mickler die Lebenssituation der Kinder in der jeweiligen Altersstufe dar, vermittelte viel Wissenswertes über Alkohol,  über den Umgang – auch der erwachsenen „Vorbilder“ – mit Arznei- und Suchtmitteln und ging dann über zu Tipps und Anregungen für Eltern, wie sie ihr Kind vor Sucht schützen können. Abschließend stellte sie noch Literatur und Anlaufstellen bei Fragen sowie für konkrete Hilfe vor.
Eine halbe Stunde, die die Eltern-Augen und -Ohren mal wieder auf die seelischen Bedürfnisse der Kinder gelenkt hat.

 


Die Zeit, in der das Lachen erfor 

Zeitzeuge des Zweiten Weltkriegs Karl Heinz Arnold spricht vor KRS-Schülern

Hanau, 08.07.13

Wider Erwarten erlebten die Schüler kurz vor den Ferien in der vollbesetzten Mensa der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) im Zeitzeugengespräch einen sehr agilen und fröhlichen 85-Jährigen, der ohne Hemmungen über seine Vergangenheit sprach. Auf Einladung des Geschichtsleistungskurses von Lars Pätzold berichtete Konsul Karl Heinz Arnold zunächst, wie er in seiner frühen Jugend vormilitärisch ausgebildet wurde.

Sturmbootfahren auf dem Main und andere militärische Übungen begeisterten auch ihn. So erwarb er früh ein enormes Fachwissen über Waffen, was für die Schüler heute vollkommen fremd ist und von ihnen bestaunt wird. Mit dreizehn bis 14 Jahren verbrachte er die Bombenangriffe der Alliierten im häuslichen Keller und musste als Hauptgefolgschaftsführer der Hitlerjugend unmittelbar nach den Entwarnungen die Toten und Verwundeten bergen und pflegen. In dieser Zeit, so Arnold, verlor er seine Kindheit und sein Lachen. Mit 15 wurde Karl Heinz Arnold als Luftwaffenhelfer zum Krieg einberufen. Für ihn, der nur gelernt hatte, auf Kommando zu hören, war der Kriegseinsatz nicht mit den nationalsozialistischen Ideen sondern mit dem Schutz der Heimat verbunden. 

Besonders interessant fanden die Schüler das verbotene Kriegstagebuch Arnolds, in dem er seine Wünsche und Vorstellungen im Geheimen festhielt. Er wollte Offizier werden, „aber in einem Land ohne Nationalsozialismus“ – ein sehr gefährlicher Satz in der damaligen Zeit. Seine frühe Erkenntnis, dass der Krieg schon verloren sei, wagte er in seinem Tagebuch festzuhalten. Auch dies hätte die schlimmsten Konsequenzen für ihn haben können. In seiner Batterie fühlte sich Arnold zu Hause bis zu jenem Tag, an dem er von einem Kameraden, dessen Vater in einer hohen Position bei der NSDAP war, wegen des Umlaufs pornographischer Schriften verraten wurde. Sein Verständnis von Kameradschaft war ein anderes. Um seine Freunde zu schützen, nahm Arnold vor dem Divisionsgericht die Schuld auf sich, was von den Schülern mit großer Bewunderung aufgenommen wurde.  Er wurde zwar bestraft, aber konnte durch seine Tat Schlimmeres verhindern, denn in den Spinten seiner Freunde hätte man die verbotenen feindlichen Flugblätter finden können. Für die Oberstufenschüler wurde der 85-Jährige dadurch zum Held.

Bedeutend für das Zeitzeugengespräch waren auch Arnolds Kontakte zur jüdischen Bevölkerung. Arnold, der früher mit jüdischen Familien zusammengelebt und dessen Vater vor dem Krieg in einem jüdischen Unternehmen gearbeitet hatte, erinnerte sich daran, dass in seiner Familie antisemitistische Ideen Hitlers und seiner Gefolgschaft abgelehnt wurden. So versteckten sie einen jüdischen Bekannten und verhalfen ihm zur Flucht. Arnold, dem die nationalsozialistische Ideologie fremd war, spielte als Kind mit jüdischen genauso wie mit den sogenannten „arischen“ Kindern. Er konnte nicht verstehen, warum er auf einmal nicht mehr mit den jüdischen Kindern spielen durfte. Die Schüler reagierten betroffen und hörten fasziniert dem Zeitzeugen zu. Mit Hilfe authentischer Quelltexte und Fotografien konnte Konsul Arnold überzeugend präsentieren, dass er als Kind ebenfalls nur ein Opfer des nationalsozialistischen Systems war. Die Schüler verstanden, dass die Nationalsozialisten Arnold zum Kriegshelfer manipuliert hatten und dass er, im Gegenteil zu ihnen, durch den Krieg keine unbeschwerte Kindheit hatte.

BU: Beeindruckte die KRS-Schülerschaft mit seinen Erinnerungen über den Zweiten Weltkrieg: Konsul Karl Heinz Arnold spricht in der Mensa der KRS über sein Leben in der nationalsozialistischen Zeit.      Foto: Privat
 


Der „Filmriss“ kommt bei 1,5 Promille

„Tour des Lebens“-Alkoholprävention: Vortragsreihe für Schüler der Karl-Rehbein-Schule

Hanau, 02.07.13

Ob der KRS-Schüler Lukas den Stift, den Karla Knitter hochhält, mit der Rauschbrille vor Augen greifen kann?  Das Experiment klappt nicht – so aber fühlt es sich an, wenn man etwa 1,3 Promille Alkohol im Blut hat.       Foto: Pick     

Der Schwellenwert zwischen „bewusstem“ und „unbewusstem“ Rauschzustand liegt bei 0,7 Promille. Und wer mit einem absoluten Filmriss ins Krankenhaus eingeliefert wird, der kann unter Umständen gepampert aus dem Vollrausch aufwachen. Wie peinlich. Gelächter im Auditorium. Referentin Karla Knitter wählt ganz bewusst drastische Szenarien, um den Oberstufenschülern der Karl-Rehbein-Schule (KRS) die Folgen von Alkoholkonsum vor Augen zu führen.

„Umso betrunkener man ist, umso fahrlässiger werden die Reaktionen“, so Knitter. Dabei sei das Betrunkensein als solches nicht an Promille-Werten festzumachen, da jeder Körper anders gebaut sei. Wer regelmäßig Alkohol zu sich nimmt, der gewöhne seinen Körper an das Trinken, was letztendlich zum Alkoholismus führen könne. Sie sensibilisiert die Jugendlichen dafür, der „Droge „ Alkohol kritischer zu begegnen, denn ab einer gewissen Promillezahl fallen alle Hüllen. „Man erzählt wildfremden Menschen seine ganze Lebensgeschichte“, mahnt Knitter.

Mehr noch – ab 3,0 Promille drohe Organversagen, das Gehirn könne die Organe nicht mehr steuern. Diese Zustände seien sehr oft beim sogenannten „Flat-Rate-Saufen“ zu beobachten. Insbesondere Jugendliche seien hierfür sehr anfällig. Wie sich das anfühlt, mit etwa 1,3 Promille Alkohol im Blut durch seine Umwelt zu spazieren, führt Knitter den KRS-Schülern mit einer sogenannten Rauschbrille vor. Sie müssen verschiedene kleine Aufgaben bewältigen, was aber mit der Brille vor Augen nicht gelingen will. Etwa Geld aufheben – jeder greift daneben. Oder einen Stift greifen – klappt nicht.

Die Präventionskampagne „Tour des Lebens“, die bundesweit für Schüler von einem privaten Unternehmen durchgeführt wird, wird von den örtlichen Krankenkassen finanziert. In Hanau ist das die AOK. Neben einem anschaulichen Theorieabschnitt können die Schüler auch einen Alkohol-Wissenstest durchführen, um in der Praxis dann den so genannten „Tunnelblick“ mit Hilfe der Rauschbrille zu erleben.    


  

Nie die Freude am Leben verloren


Hanau, 23.01.13

Man kann nicht anders als mit lächeln, wenn Annemarie Heilmann von ihren Erlebnissen während der Nachkriegszeit erzählt. Obwohl das wirklich kein freudiges Thema ist, geht die alte Dame sehr gelassen damit um und beteuert immer wieder, was für eine wunderschöne Kindheit sie hatte. Heilmann war jetzt an der Karl-Rehbein-Schule (KRS) zu Gast, um interessierten Schülern die schwere Zeit während des Zweiten Weltkrieges die wirren Zeiten danach näher zu bringen.  

Annemarie Heilmann ist 1935 geboren, Ende des Krieges ist sie also gerade mal zehn Jahre alt, berichtet sie den Schülern. Zu diesem Zeitpunkt wohnt sie noch in dem kleinen Städtchen Haidt, auf halber Strecke zwischen Nürnberg und Prag gelegen. Die letzte Volkszählung ergab eine Zahl von circa 2000 Einwohnern. Fast jede Familie in dem Städtchen hatte ein eigenes Haus. Jeder kannte, wie das so üblich war, natürlich fast jeden. 1938 begannen dann erste jüdische Familien wegzuziehen, doch die acht jüdischen Familien, die zurückblieben, hatten während der ganzen Zeit des Naziregimes keine Probleme. Sie durften ihre Geschäfte behalten und wurden nicht deportiert. Während der „Reichskristallnacht“ brannte es aber auch in Haidt. Die kleine Annemarie Heilmann wollte mit ihrem kleinen Wassereimer mithelfen das Feuer zu löschen, was ihr aber strikt untersagt wurde.

Als 1945 dann der Zweite Weltkrieg zu Ende ging und Deutschland von den vier Siegermächten besetzt wurde, standen in Haidt zunächst die Amerikaner. Diese besetzten in Haidt das halbe Schloss und eine Villa. Radios wurden eingezogen. Trotzdem war das Verhältnis zu den Amerikanern gut. Im September 1945 zogen die Amerikaner dann ab. Kurz darauf kamen Tschechen, rund 30 bis 40 Mann in das kleine Städtchen und besetzten wahllos Häuser. Die deutschen Familien mussten sofort weichen und durften nichts aus ihren Häusern mitnehmen. Haidt wurde eine tschechische Gemeinde und auf den Straßen deutsch zu sprechen war von da an verboten.

Anfang 1946 verschwand Heilmanns Vater, die Familie wurde nicht über seinen Aufenthaltsort informiert, allein dass er lebt, wurde ihnen gesagt. Im März desselben Jahres erhielten sie und ihre Mutter einen Brief, der sie zum Gehen aufforderte. Am nächsten Tag wurden sie und ihre Mutter nach Tachau in eine leere Zigarrenfabrik gebracht. Dort war ein Lager für vertriebene Deutsche errichtet worden. Die Kinder sahen in diesen Lagern zwar nie, was geschah, aber die Schreie und Schläge konnten auch sie hören. Nach nur elf Tagen mussten sie schon wieder ins nächste Lager. In Güterwagons, 30 Mann pro Wagon, wurden sie nach Schwabach gebracht und von da aus auf einzelne Dörfer verteilt.

Heilmann kam mit ihrer Mutter dann nach Eichstädt - ein echter Segen wie sich herausstellen sollte. Die jüngste Tochter des Fürsten von Haidt hatte in Eichstädt eine Villa und lud jeden Tag zehn Menschen aus Haidt zu sich zum Essen ein. Von Eichstädt kamen sie schließlich nach Schelldorf und dort konnte Heilmann einen Uhrmacher aus Ingolstadt überreden, seine Jagdhütte im Wald an sie und ihre Mutter zu vermieten. Bis 1949 lebte sie in dieser Jagdhütte. Danach nahm sie im Laufe der Zeit verschiedene Stellen als Kindermädchen an und das immer beim Adel.

Am Ende kam sie über ihre Verwandtschaft nach Hanau und mit der Zeit fand hier die ganze Familie wieder zusammen. Trotz der Erlebnisse in ihrer Kindheit denkt Annemarie Heilmann nicht schlecht von den Tschechen. Sie wussten es ja nicht besser. Heilmann weiß heute aus den vielen Besuchen in ihrer Heimat, dass die Tschechen im Glauben gelassen wurden, dass die Deutschen erst 1938 mit Hitler ins Sudetenland gekommen seien, sie hätten sich ja also nur zurückgeholt, was ihnen gehörte. Sie ist auch überzeugt, dass viele von den Deutschen nur wegen der Arbeit und der Kleidung zur Partei gegangen seien. So sagte sie auch deutlich, dass ihre Tante Mitglied in der NSDAP war. Annemarie Heilmann ist eine beeindruckende Frau. Sie hat so viel Schlimmes erleben müssen und hat trotzdem nie die Freude am Leben verloren. Sie ist ein großes Vorbild für die jungen Menschen von heute.

 


 

 

 

 

 

Teilnahme an Chemie-Olympiade

Hanau, 22.11.2012


Nach den Erfolgen bei der Internationalen Biologie-Olympiade in den vergangenen beiden Jahren zieht die Fachschaft Chemie der Karl-Rehbein-Schule (KRS) jetzt nach. Angestrebt ist eine regelmäßige Beteiligung der Leistungskurse an der Internationalen Chemie-Olympiade (IChO).  Die IChO ist ein internationaler Wettbewerb, in dem Schüler ihre Leistungen bei der Bearbeitung theoretischer und experimenteller Aufgaben aus dem Bereich der Chemie miteinander messen. Den Start für eine regelmäßige Beteiligung der KRS macht nun der Chemieleistungskurs Q3. Vor den Sommerferien bekamen die Schüler den Aufgabenstapel und dann hieß es Fachbücher wälzen und rechnen. Über das Ergebnis können die Chemie-Leistungskursler stolz sein! Sieben von 15 Chemikern gelang eine Qualifikation für die zweite Wettbewerbsrunde, darunter: Leona Bähr, Josephine Maria Eisermann, Merve Emir, Renate Karpenko, Lena Michaelis, Ngoc Anh Nguyen, Celina Schinko. Derzeit arbeiten die Gewinner der ersten Runde an der Lösung der Aufgaben zur zweiten Wettbewerbsrunde.


 


 

Stromerzeugung durch alternative Energien

Hessischer Tag der Nachhaltigkeit: KRS und ESS experimentieren gemeinsam

Hanau, 02.10.12

Bereits zum zweiten Mal fand in Hessen der Thementag unter dem Motto „Vielfältig – Nachhaltig – Hessisch: Bei uns hat Energie Zukunft“ statt.
Auch die Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) hat sich in Partnerschaft mit der Elisabeth-Schmitz-Schule Hanau (ESS) daran beteiligt. An zahlreichen Stationen konnten Schüler der ESS unter Anleitung ihrer „Kollegen“ aus der KRS überraschende Experimente zum Thema „Energie" ausführen.
Studiendirektorin Christiane Alsheimer von der KRS machte den Jugendlichen deutlich, dass Stromerzeugung auch durch alternative Energien, etwa mit Solarzellen möglich sei. Durch eigene Versuche konnten die Schüler feststellen, dass nicht nur die Stärke der Lichtquelle, sondern auch der Abstand der Lichtquelle entscheidende Faktoren sind, etwa wie hell ein Glühlämpchen leuchtet. An diesem scheinbar einfachen Beispiel konnte unter anderem gut das Verbot der weiteren Herstellung herkömmlicher Glühbirnen thematisiert werden. Auch spielerische Elemente kamen nicht zu kurz. So wurden Figuren zu symmetrischen ergänzt oder Buchstaben bezüglich ihrer Symmetrie untersucht.
Fasziniert waren die Lernenden davon, dass dank der Oberflächenspannung von Wasser das Gewicht einer Nadel von Wasser getragen werden kann. Ferner konnte experimentiert werden, was passiert, wenn ein benetzter Strohhalm in Seifenblasen gehalten wird: Er erzeugt zusätzliche Blasen.
Last, but not least erfuhren die Schüler, dass Energie auch unter „Verschluss“ entsteht: Je nach Sauerstoff und Volumen brennt nämlich eine Flamme auch, wenn man ein Glas darüber stülpt.

So verabschiedeten die „Gastgeber“, die Schüler der 8h, am Ende einer experimentierfreudigen Doppelstunde ihre Gäste aus der ESS mit ihren Lehrerinnen, Katrin Melcher und Antje Orywol in dem Bewusstsein, dass auch diese Veranstaltung in doppelter Hinsicht nachhaltig wirken wird: Zum einen haben die Jugendlichen so viel mehr über Energie gelernt, zum anderen festigte diese gemeinsame Veranstaltung das Projekt „voneinander – miteinander lernen“, das KRS und ESS bereits seit Jahren verbindet.
 


 

Schüler der KRS und der ESS experimentieren im Rahmen des Tages der Nachhaltigkeit gemeinsam. 

 


 

Mathematik-Vorlesung auf Hochschulniveau


Die Karl-Rehbein-Schule setzte jetzt einen Impuls gegen mögliche Studienabbrüche im Fach Mathematik mit einem freiwilligen Angebot.
Diplommathematiker Dr. Wolfgang Kollewe hatte für eine Vorlesung „Einführung in die Gruppentheorie“ bei allen Schülern der Jahrgangsstufen 12 und 13 geworben. Der „Haken“ daran: die Vorlesung sollte an den ersten vier Tagen in den Ferien  jeweils von 9 bis 12.30 Uhr stattfinden. Es stellten sich zehn Schüler dieser Herausforderung und das Besondere: alle hielten durch. Ein Satz folgte einem anderen, dazwischen immer wieder Beweise und Hilfssätze. Die Schüler schrieben eifrig mit und lösten auch selbständig Aufgaben in Form kurzer Beweise!
Der stellvertretende Schulleiter Robert Schnabel, seines Zeichens auch Mathematiker, und die Fachbereichsleiterin  Christiane Alsheimer überzeugten sich selbst von der Vorlesung auf Hochschulniveau.  Robert Schnabel lobte die Schüler: „Ich finde es toll, dass Sie sich an Ferientagen die Zeit und die Energie nehmen, an dieser besonderen Veranstaltung teilzunehmen!“

Auf dem Foto zu sehen: Sylvia Hu, Sarah Mohring, Michelle Schneider, Florian Maas, Felix Borchers, Elisa Buchberger, Ayman Boukraa, Kehao Yan, Oliver Machnik, Benjamin Mihailovski mit Dr. Wolfgang Kollewe (von links).
 

 


Einblicke in die Tierethik

27.06.12


In einem informativen, spannenden und gleichzeitig nachdenklich stimmenden Vortrag von Oberstaatsanwalt a.D. Jost-Dietrich Ort haben die Ethik-Grundkurse der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) von Karin Hofmann, der Biologie-Leistungskurs von Andrea Abele und die Geschichts-AG von Julia Scheuermann einen umfassenden Einblick in die Thematik der Tierethik erhalten. Aus historischem, ethischen und biologischem Blickwinkel und nicht zu vergessen der rechtlichen Seite wurde den Oberstufenschülern die aktuelle Problematik verdeutlich. Wie steht man zu Tierversuchen aus medizinischer Sicht oder in Verbindung mit Kosmetika? Welche Rechte haben Tiere im deutschen Rechtssystem? Welche Mensch-Tierbeziehungen gibt es und welche wünschen wir uns? Dabei konnte Ort mit aktuellen Beispielen, aber auch mit Berichten von seinen eigenen Erfahrungen in Tierprozessen die KRS-Schüler in seinen Bann ziehen. Dadurch kamen Experte und Schüler in einen lebhaften Austausch und Diskussion, aus denen die Schüler mit einem neuen Blick und vielen ergreifenden Bildern diesen besonderen Schultag beenden konnten. Foto: KRS


Das Sterben hautnah erlebt

Rehbein-Schüler besuchen ehemalige Schlachtfelder von Verdun

Hanau, 27.06.12

Jetzt bekamen rund 200 Oberstufenschüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau die Möglichkeit auf einer zweitägigen Reise verschiedene historische Stationen zu besichtigen. Das Programm begann mit der Fahrt nach Trier.  Hier stand eine Stadtrundfahrt und einem Spaziergang durch die Stadt auf dem Programm, bevor die Schüler das Karl-Marx-Haus besuchten, wo sie entweder eine Führung machen oder einen Film und Vortrag zum Leben und Hintergrund Karl Marx ansehen konnten. Karl Marx war, zusammen mit Friedrich Engels, einer der größten Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus.

Danach besuchten die Schüler die Völklinger Hütte, welche zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Das 1986 aufgrund schlechter Wirtschaftslage geschlossene Roheisenwerk ist heute Zentrum für Kunst und Industriekultur. Zurzeit gibt es dort eine Ausstellung zum Thema „Asterix und die Kelten“, welche die Schüler, zusätzlich zu der Führung durch die ehemalige Industrieanlage, besuchen konnten. Das Werk bot einen interessanten Einblick in die Zeit der Industrialisierung, sodass man einen guten Einblick in das Leben der Kumpels und den Vorgang der Eisengewinnung bekam.

Am Ende des Tages bezogen die Schüler dann die Europajugendherberge in Saarbrücken, wo sie die Möglichkeit hatten, das Europameisterschaftsspiel Tschechien - Portugal zu verfolgen. Am folgenden Morgen ging es weiter nach Verdun in Frankreich, einem der wichtigsten Schauplätze des 1. Weltkriegs. Auf dem zehn mal zehn Kilometer großen Gelände besuchten die Schüler das Memorial de Verdun, das Fort de Vaux bzw. das Fort Douaumont, sowie das Gebeinhaus in Douaumont. Alle drei Stationen zeigen die Überreste der Kämpfe in Verdun, bei denen 600 000 Menschen den Tod fanden.

In den beiden Forts haben die Schüler selbst einen Eindruck davon bekommen, wie der Alltag der Soldaten damals war, denn jeder französische Soldat musste mindestens einmal nach Verdun. Eindrucksvoll waren auch nicht nur die Ausstellungen mit original erhaltenen Exponaten, sondern besonders das Gebeinhaus, das an die vielen Opfer erinnert und alle auf dem Schlachtfeld gefundenen Knochen, die nicht zuzuordnen waren, beherbergt. Unter dem Gebäude fanden über 130 000 menschliche Überreste ihre letzte Ruhe. Zusätzlich dazu stehen auf dem dazugehörigen Friedhof 15 000 weiße Kreuze, wo identifizierte französische Opfer begraben wurden.
Durch die Reihen zu gehen und die Namen der Gefallenen zu lesen, machte den Schülern noch einmal das Ausmaß des Sterbens bei Verdun deutlich. Im Inneren der riesigen Gedenkhalle kann man zurzeit eine Fotoausstellung bewundern, welche ehemalige Soldaten, die mittlerweile schon sehr alt geworden sind, mit Fotos von sich aus der Kriegszeit in der Hand zeigt. Als die Schüler gegen Abend die Heimreise antraten, waren sie sehr betroffen, aber froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Nathalie Schmidt, Q2

 Die KRS-Schülergruppe zeigt sich von den ehemaligen Schlachtfeldern des 1. Weltkrieges bei Verdun beeindruckt.
 

 


Die Kunst junger Menschen

Projekt „Showroom“: Rehbein-Schüler präsentieren Schönes und Spannendes

27.05.12


Ende des letzten Jahres gründeten Schüler der Karl-Rehbein-Schule in Hanau (KRS) den „Showroom – KRS“, um ihre Kunst nicht nur auf schulinterner Ebene, sondern auch für alle Interessierten publik zu machen. Mit großer Begeisterung und großem außerschulischen Engagement widmeten sich die jungen Kreativen der Planung und Umsetzung ihrer künstlerischen Ziele und der Organisation einer ersten Ausstellung.

Den Auftakt des neuen Projekts „andersARTig“ beschreibt die erste Vernissage  des Showroom-KRS  am Freitag, 15. Juni 2012, um 19 Uhr. in der Dependance der KRS, der Schlossplatzschule im 1. Obergeschoss. Die Ausstellung verspricht Schönes und Spannendes auf hohem Niveau und soll nicht nur Eltern, sondern ein vielschichtiges und kunstinteressiertes Publikum anlocken und begeistern.

Die KRS-Schüler erhoffen sich eine große Resonanz, denn weitere Projekte sind schon in  Planung und der Showroom-KRS möchte sich als fester Bestandteil in die Kunst- und Kulturszene Hanaus integrieren und der Kunst junger Menschen dort einen festen Platz bieten. Der Berliner DJ NoEQ legt zur Vernissage im Showroom auf. Für das leibliche Wohl sorgt Juttas Partyservise (www.juttaspartyservice.de.)



 

Japan im Klassenzimmer

Besuch der Vizekonsulin Ito an der KRS

27.05.12


 

Schüler des Jahrgangs 9 der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) konnten sich jetzt über Besuch aus dem japanischen Generalkonsulat freuen. Im Rahmen des Projekts „Japan im Klassenzimmer“ präsentierte Vizekonsulin Ito den Schülern die Vielfalt Japans rund um Kultur, Landschaft und Geschichte. Speziell die Legende zur Namensgebung von Tottori (Vorgel-Fang), der Partnerstadt Hanaus, wurde mit großem Interesse aufgenommen.
Im Anschluss an den Vortrag moderierte Klaus Kasper von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Frankfurt die Fragerunde mit den Schülern. Dabei gab er sehr interessante Einblicke etwa zu typischen Fauxpas von Europäern in Japan sowie persönliche Eindrücke aus 20 Jahren Japanaufenthalt. Schülerfragen zu Ökologie und Wirtschaft beantwortete er ebenso kompetent wie jene zur Pop- und Jugendkultur. Vortrag und Fragerunde hinterließen bei den Schülern den Wunsch nach einer Japanreise.


Afrika- AG


Du möchtest gerne an einem Entwicklungsprojekt in Afrika mitarbeiten?

Du willst etwas über das politische, gesellschaftlich und/ oder kulturelle Leben in afrikanischen Ländern erfahren?

Dann komm zur Afrika-AG!

Nach der erfolgreichen Aufführung des Theater-Stückes „Fern und doch so Nah“ im November des letzten Jahres, das in Kooperation mit unserer Partnerschule in Lomé, Togo entstanden war, geht es nun mit der Afrika-Ag im zweiten Halbjahr wieder „traditionell“ weiter. Interessierte Schülerinnen und Schüler werden über das bereits seit vielen Jahren laufende Entwicklungsprojekt sowie über die Zusammenarbeit mit unserer Partnerschule „Tokoin Hunkpati“ in Lomé, Togo informiert. Dann ist aber auch gleich ihr Engagement in der Weiterführung dieses Projektes gefragt und die Planung weiterer Aktionen steht an.
Damit Afrika nicht weiter der ferne, dunkel Kontinent bleibt, soll in diesem Jahr eine Auseinandersetzung mit der Geschichte Afrikas stattfinden.
Und dann ist da noch viel Zeit für die Fragen, Ideen und Wünsche der Schülerinnen und Schüler.

Afrika-AG der Karl-Rehbein-Schule
Leitung: Fr. Kpebane

 


 

„Alkoholpräventionstag“ an der Karl-Rehbein-Schule

08.06.11

„Magen und Darm saugen sich voll wie dieser Schwamm“: Die Folgen von übermäßigen Alkoholgenuss können unabsehbar und sogar tödlich sein. Julia Determann (Bild) zeigte den Schülern des Jahrgangs Neun der Karl-Rehbein-Schule (KRS) mit mitunter drastisch gewählten Worten tiefere Einblicke in die Folgen regelmäßigen Alkoholkonsums. Im Rahmen der „Tour des Lebens“, getragen von der AOK, erläuterte die speziell für Präventionsveranstaltungen ausgebildete Determann Symptome einer Alkoholvergiftung, welche Schäden der Körper nehmen kann und welche negativen Auswirkungen Alkohol auf die Persönlichkeit und das Verhalten eines jeden Einzelnen haben kann. Dabei wurden auch manche Klischees über das so genannte „Kampftrinken“ über Bord geworfen, denn weder besonders fettreiches Essen noch besondere Atemtechniken helfen gegen hohe Promillezahlen, klärte Determann die interessierten Neuntklässler der KRS auf. Übermäßiger Alkoholkonsum kann schließlich auch zur Sucht führen, so Determann. Von daher sei Aufklärung die beste Prävention, denn Parties und Alkohol gehörten für viele junge Menschen uneingeschränkt zusammen, warnt Determann. Die Folgen seien, dass auch unabhängig vom Anlass der Alkohol in den Alltag einziehe. Das gelte es mittels der Aufklärungskampagne zu verhindern. Die Rehbein-Schüler jedenfalls zeigten sich dem Thema gegenüber sehr offen, wurden im Anschluss an den Vortrag noch rege Fragen an die Vortragende gestellt.


Kunst macht Geschichte lebendig

Jüdische Künstler im Nationalsozialismus. Propaganda contra Toleranz


Ausstellungsinitiatoren: Klassen Ec/Ed der Karl-Rehbein-Schule Hanau unter Leitung ihrer Fachlehrer Marcus Pothoff & Julia Scheuermann.

 


Der Kunstkurs der Klassen Ec/Ed der Karl-Rehbein-Schule Hanau präsentiert vom 11.05.-27.05. im Stadtladen Hanau eine Ausstellung zum Thema „Jüdische Künstler im Nationalsozialismus. Propaganda contra Toleranz.“ Diese Ausstellung ist als fächerübergreifendes Projekt zwischen Kunst (Marcus Pothoff) und Geschichte (Julia Scheuermann) entstanden und gibt einen Einblick in die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten und in die Lehren die daraus in heutiger Zeit gezogen wurden. Der Schwerpunkt dabei liegt auf der Kunst im Dritten Reich: Welche Möglichkeiten hatten jüdische Künstler? Welchen Gefahren waren sie ausgesetzt? Welchen Kunstbegriff hatte der Nationalsozialismus? Dafür präsentieren die Schüler verschiedene jüdische Künstler und deren Werke sowie die Ausstellung „Entartete
Kunst“ der Nationalsozialisten.

Der Kurs hat sich selbst in die Zeit des Dritten Reiches hineinversetzt und aus Sicht der Nationalsozialisten Propaganda-Plakate entwickelt und gleichzeitig aus heutiger Sicht Toleranz-Plakate gestaltete, die zeigen, dass man aus den Fehlern und dem Schrecken der Diktatur lernen muss. Eingebettet werden die Kunstwerke in einen historischen Abriss der Zeit zwischen 1933 und 1945. Dafür hat der Kurs Kulissen selbst gestaltet und eine Zeitleiste künstlerisch umgesetzt, die durch Installationen ergänzt werden.
 

„Heute oder gestern – was gut ist, wird bleiben. In der Kunst ist das so: was gibst du, das kriegst du. Man muss arbeiten. Keine Theorien! Der liebe Gott da oben ist der grösste ‘théoricien’, verstehen Sie? Ich lebe hier – abgeschnitten vom ganzen Meditteranée und trotzdem nicht auf dem Mond. Man muss an sein Werk glauben – das ist es. ,in ”Stuttgarter Zeitung”, 22. Oktober 1960 (Marc Chagall jüdischer Maler und Grafiker
(1887 – 1985)

 


 


 

„Aufklärung ist die beste Medizin“

17.03.11

Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, zu Gast an der Karl-Rehbein-Schule

Es ist schon ein paar Jahre her, dass Mechthild Dyckmans die Schulbank in der Karl-Rehbein-Schule gedrückt hat. Im Jahr 1969 hat die heutige Drogenbeauftrage der Bundesregierung dort ihr Abitur abgelegt. Nach einem sich anschließenden Jurastudium arbeitete Dyckmans als Richterin am Verwaltungsgerichtshof in Kassel, bevor sie als Bundestagsabgeordnete der FDP in den Bundestag einzog. Heute wohnt Dyckmans in Berlin, nur drei Minuten Fußweg entfernt von ihrer Arbeitsstelle, dem Bundesgesundheitsministerium. Seit 2009 ist sie die offizielle Drogenbeauftragte der Bundesregierung und in Deutschland in Sachen Aufklärung und Vorbeugung im Dauereinsatz.

Auf Einladung der Karl-Rehbein-Schule (KRS) und kräftiger „Schützenhilfe“ seitens des Schuldezernenten der Stadt Hanau, Ralf-Rainer Piesold, informierte Dyckmans rund 60 Schüler der Klassen En und Em (Klassen 9) über die Gefahren von Drogen einerseits als auch über Präventionsmaßnahmen andererseits. Piesold hob die immense Bedeutung von Präventionsmaßnahmen hervor, dienten sie dem Schutz vieler Jugendlicher vor gefährlichen Drogen. KRS-Gesundheitsbeauftrage Mechthild Fritsch verwies in diesem Zusammenhang auf die Schule, die als ganzheitlicher Lebensraum begriffen werden müsse. „Schule ist keine Lernfabrik“, so Fritsch. Die KRS-Suchtpräventionsbeauftragte Anette Müller-Mickler wollte aber auch die Gefahren, wie sie etwa vom Internet ausgehen können, nicht vergessen wissen. „Spielsucht oder das Verlangen, ständig online sein zu müssen, sind nicht zu unterschätzende Suchtszenarien“, mahnt Müller-Mickler die Schüler.

Wurden die substanzlosen Suchten wie etwa Computerspiele im weiteren Gesprächs-Verlauf nicht mehr berührt, so nahmen die Substanz-Suchten wie Alkohol, Tabak und Drogen breiten Raum ein bei den Nachfragen der zweifelsohne sehr interessierten und gut vorbereiteten Schüler. Immerhin, so ein Schüler, seien 2009 laut einer Statistik alleine 114 Jugendliche im Main-Kinzig-Kreis mit einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert worden, bundesweit seien es 26400 Jugendliche gewesen, die deswegen eine Krankenstation hätten aufsuchen müssen. Wie denn die Bundesregierung dieses Problem angehen wolle, will ein Schüler von Dyckmans wissen. „Aufklärung so früh wie möglich und offen über die Gesundheitsgefahren, die von Alkohol oder Tabak ausgehen, reden“, lautet die Empfehlung der Drogenbeauftragten. „Früher zu meinen Schulzeiten hat man derartige Probleme gerne totgeschwiegen – der falsche Weg“, weiß Dyckmans heute.

Eines der Hauptprobleme sei die gesetzliche Legalität von Alkohol und Tabak. „Beides ist in unserer Kultur fest verankert. Kaum eine Feier, auf der nicht Alkohol ausgeschenkt wird. Das fängt schon mit dem Sektempfang am Morgen an. Insofern sehe ich auch die Gesellschaft in der Pflicht. Deutschland hat einen jährlichen Alkohol-Pro-Kopf-Verbrauch von über zehn Litern – das ist weltweit ein Spitzenwert. Die Älteren müssen von daher Vorbild für die Jugendlichen sein“, beschreibt Dyckmans das Problem, Jugendlichen die gesundheitlichen Gefahren, die von Tabak und Alkohol ausgehen, näher zu bringen. Besonders das so genannte „Flat-Rate-Saufen“ sei immer öfter zu beobachten, obwohl Jugendliche im Gesamten gesehen weniger zum Alkohol greifen würden als früher. Einzig das extreme „Rauschtrinken“ greife verstärkt auch bei Mädchen im Alter zwischen 14 und 16 um sich, macht sich Dyckmans Sorgen. Warum man dann Alkohol wie Tabak als logische Konsequenz daraus von vorneherein nicht einfach generell verbiete, fragt eine Schülerin. „Wir können die Menschen nicht vor sich selbst schützen“, so Dyckmans, „aber wir können sie über die Gefahren aufklären. Und das müssen wir immer wieder tun. Denn vorbeugende Aufklärung ist die beste Medizin gegen spätere Gesundheitsschäden, die der Solidar-Gemeinschaft in den Krankenkassen am Ende teurer kommen werden“, ist sich Dyckmans sicher. Die Schüler hätten gerne noch weitere Fragen gestellt - ein sicheres Zeichen dafür, dass die KRS-Eleven für das Thema „Sucht“ gut sensibilisiert zu sein scheinen.

Die ehemalige KRS-Schülerin Mechthild Dyckmans (Zweite von links) erläutert den KRS-Schülern die Vorteile einer frühen Aufklärung zum Thema Sucht und Drogen. KRS-Direktor Jürgen Scheuermann (links), Schuldezernent Ralf-Rainer Piesold, Anette Müller-Mickler, Frank Hagelstange und Mechthild Fritsch (von links) lauschen den Ausführungen gespannt.



 

Fächerübergreifender Unterricht zwischen Deutsch und Geschichte
- Der Junge im gestreiften Pyjama –

14.09.2010

„Ein ungeheurer Text“ (Die Welt)

„Eine atemberaubend spannende Spurensuche“ (Focus)

„Ein Buch, das man so schnell nicht vergisst“ (Brigitte)

„’Der Junge im gestreiften Pyjama’, die Prognose sei gewagt, wird ein Klassiker werden.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

 

Im Rahmen eines fächerübergreifenden Unterrichts der Klasse 9d zwischen Deutsch (Frau Reusing) und Geschichte (Frau Scheuermann), hat die Klasse im Deutschunterricht den Roman „Der Junge im gestreiften Pyjama“ von dem irischen Schriftsteller John Boyne aus dem Jahr 2006 gelesen. „Es handelt von einem Jungen namens Bruno, dessen Vater im Zweiten Weltkrieg als Offizier der SS in einen Ort namens „Aus-Wisch“ (Auschwitz) geschickt wird. Er ist zu jung, um die Tragödie dieses Ortes zu begreifen, und freundet sich voller Unschuld mit einem jüdischen Jungen namens Schmuel an, der, wie viele andere Leute, dort „gestreifte Pyjamas“ trägt. Als sich Bruno entschließt, Schmuel auf der anderen Seite des Zauns zu besuchen, und daher selbst einen „Pyjama“ anzieht, wird er zusammen mit diesem getötet.“ Die historischen Kenntnisse zum Verständnis dieses Romans wurden im Geschichtsunterricht erarbeitet: Verfolgung der Juden (Nürnberger Gesetze, Verfolgung und Verbote zwischen 1933 und1945), „Endlösung“ der Judenfrage, Konzentrations-. Arbeits- und Vernichtungslager, NS-Ideologie u.v.m. Wichtige Kenntnisse erlangte die Klasse dabei auch während einer Geschichts-Exkursion nach Frankfurt, wo sie mit ehemaligen polnischen Zwangsarbeitern der Adlerwerke Frankfurt sprechen konnten, oder während einer ebenfalls historisch geprägten Exkursion nach München, wo sie u.a. die Gedenkstätte des KZ Dachaus besuchten. Zum Abschluss des gemeinsamen Projektes wurde der Film zum Buch angeschaut und mit den eigenen Vorstellungen und Erwartungen verglichen.

Die Schüler der Klasse 9d erhielten somit einen fiktiven, durch den Romaninhalt geprägten, Blick auf die Vergangenheit, in dem sie den Erzählungen eines kleinen Jungen folgten, der von all dem Schrecken des NS-Regimes nichts wusste und verstanden hat und somit kindlich naiv die gesamte Situation in Auschwitz als ‚Spiel’ auffasste. Diese realitätsferne Erzählung des kleinen Jungen namens Bruno, konnten sie mit ihren historischen Kenntnissen vergleichen, einzelne Aspekte fundiert widerlegen und sich selbst erklären, wie es möglich war, dass viele Menschen von den schrecklichen Ereignissen um die Konzentrationslager nichts wussten oder wissen wollten – so wie die Mutter von Bruno.

Fotos : Fiktion und Realität

Der jüdische Junge Schmuel in der gestreiften KZ-Häftlingsuniform im KZ Auschwitz Das Leben auf den zwei Seiten des Zaunes
KZ Auschwitz Kinder im KZ Auschwitz

Artikel von Julia Scheuermann


Eine Freude für den Gaumen: Schüler tafeln indisch auf

Februar 2010

Ein tolles Team in der Küche: KRS- und PJS-Schüler schwingen gemeinsam Kochlöffel

Tafeln wie ein Maharadscha: Gemeinsam mit den beteiligten „Köchen“ der Karl-Rehbein-Schule und der Pedro-Jung-Schule lassen es sich KRS-Direktor Jürgen Scheuermann, PJS-Leiter Gerd Lux, Heidi Ecker, Antje Orywol und Norbert Kaiser lassen es sich munden.

 Einmal tafeln wie ein indischer Großfürst, ein Maharadscha, das konnten jetzt jeweils sechs Schüler der Karl-Rehbein-Schule (KRS) und der Pedro-Jung-Schule (PJS). In einem gemeinsam durchgeführten Kochprojekt kreierten die jungen Hobbyköche unter der fachkundigen Anleitung der PJS-Pädagoginnen Heidi Ecker und Antje Orywol ein schmackhaftes Acht-Gänge-Menü mit indischen Gerichten. So gab es etwa neben dem typisch indischen Gurkenjoghurt auch Daal, ein Linsengericht oder Hühner-Curry zu kosten.

Die Idee zu dieser gemeinsamen Aktion, die ihren Rahmen in der Kooperation beider Schulen unter dem Namen „Voneinander Miteinander Lernen“ findet, erwuchs aus den gemeinschaftlichen Fußballturnieren, berichtet Antje Orywol. „Wenn die Jungs zusammen kicken können, dann können die Mädchen doch für die Verköstigung der Spieler sorgen“, beschreibt Orywol die anfängliche Intention, gemeinsam den Kochlöffel zu schwingen. Allerdings wollten die Jungs dem nicht außen vor stehen und so standen Mädchen wie Jungen der KRS und der PJS für zwei Tage nun zusammen am Herd. Heidi Ecker, die privat gerne der indischen Küche frönt, sorgte für die passenden Rezepte und auch Zutaten. Gesponsert wurde das Menü vom Förderverein der KRS.

Die phantasievoll zubereiteten Speisen konnten sich an einer festlich gedeckten Tafel KRS-Direktor Jürgen Scheuermann und PJS-Leiter Gerd Lux auf der Zunge zergehen lassen. Ebenfalls als Vorkoster mit von der Partie war Norbert Kaiser, der für die KRS als Verbindungslehrer die Fäden zur PJS in den Händen hält und der die Kooperation einst ins Leben gerufen hatte. „Das gemeinsame Kochen ist ein gutes Beispiel für eine fruchtbare Verbindung zwischen zwei Schulen, die von ihrer Konzeption her gesehen ja nicht unterschiedlicher sein könnten“, lobt Scheuermann das Kochprojekt. „Das ist gelebte Integration – und obendrein schmeckt’s auch noch prima“, befindet der KRS-Direktor. „Zu unseren weiteren gemeinsamen Projekten im naturwissenschaftlichen und musikalischen Bereich ist das gemeinsame Küchenerlebnis bestimmt ein zusätzlicher Baustein, beide Schulen enger zusammen wachsen zu lassen“, freut sich Gerd Lux. Denn mittlerweile ist aus einem einst zarten Kooperations-Projekt in Form eines Filmporträts ein stattliches Freundschaftsbäumchen zwischen beiden Schulen erwachsen. Das zeigt sich unter anderem auch darin, dass Schüler der PJS bei den musikalischen Großprojekten der KRS im Chor mitwirken.

Auch die Schüler beider Hanauer Schulen zeigten sich begeistert von dem gemeinschaftlichen Kocherlebnis. „Was auf dem Fußballplatz funktioniert, funktioniert auch in der Küche: Wir waren ein klasse Team“, befindet ein PJS-Schüler. Aber auch die KRS-Gymnasiasten zeigen sich ob der Gastfreundschaft an der PJS beeindruckt. So wundert es nicht, dass sich am Ende während des gemeinsamen Genießens der indischen Köstlichkeiten alle einig sind, dass das Koch-Projekt bald eine Wiederholung erfahren soll. Und um das Projekt „Voneinander Miteinander Lernen“ der KRS und der PJS weiter Leben einzuhauchen, sind Sponsoren herzlich willkommen. Bei Interesse wendet man sich an einen der beiden Schulleiter.


Fächerübergreifendes Projekt zwischen Geschichte und Kunst

16.12.09

Im letzten Schuljahr hat die jetzige Klasse 9d der Karl-Rehbein-Schule (KRS) mit ihrem Beitrag „Elisabeth Schmitz – Eine Heldin der Neuzeit?“ erfolgreich am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teilgenommen. Seitdem hat diese mutige Hanauerin die Schüler und ihre Geschichtslehrerin Julia Scheuermann in ihren Bann gezogen. Zu Beginn dieses Schuljahres wurde eine Ausstellung im Schulgebäude initiiert, welche das Leben und Wirken Elisabeth Schmitz’ sowie die Exkursionen und den Erfolg im Rahmen des Geschichtswettbewerbes präsentiert. Um die Bedeutung von Elisabeth Schmitz der Schulgemeinde in Form einer Gedenktafel bildlich vor Augen zu führen, wurde in Zusammenarbeit mit Marcus Pothoff, dem Kunstlehrer der Klasse 9d (hinten Mitte) ein fächerübergreifendes Projekt zwischen Geschichte und Kunst ins Leben gerufen. Durch die, zu den historischen Geschehnissen passend gestaltete Gedenktafel, findet sich nun ein Blickfang über dem Lehrerzimmer in der KRS. Diese Tafel soll Erinnerung und Mahnung zugleich sein: Elisabeth Schmitz sah hin und erkannte die Gefahren, die von Adolf Hitler und seinem Regime ausgingen, sie sah die Bedrohung für die Juden und versuchte gegen die Unterdrückung und Verfolgung der Juden vorzugehen. Dies sollte auch für unsere heutige Gesellschaft gelten. „Wir müssen hinschauen, wenn Menschenrechte von Mitmenschen, egal welcher Abstammung und Nationalität, verletzt werden. Unser Grundgesetz gibt uns hierzu einen klaren Auftrag durch den ersten Artikel: ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar,‘“ so Julia Scheuermann. Diese Worte und Gedanken sollen durch die Erinnerungstafel der Schulgemeinde immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden.

Klasse 9d mit der Gedenktafel

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Gelebte Demokratie brauch Engagement

6.11.09

Podiumsveranstaltung der Karl-Rehbein-Schule zu 60 Jahre Grundgesetz im CPH – Gelebte Demokratie braucht auch Engagement jedes Einzelnen

Freiheit ist kein Geschenk des Himmels. Wer in Freiheit leben will, wer ungehindert frei seine Meinung äußern und sein Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten will, der sollte auch etwas dafür tun. Veränderungen müsse man auch selbst in die Hand nehmen. So lauten einige der Kernbotschaften, die die rund 400 Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) von der schuleigenen Veranstaltung „60 Jahre Grundgesetz – ein Grund zum Feiern !?“ im Congress Park Hanau mit nach Hause nehmen konnten. „Freiheit ist wie die Luft. Man braucht sie zum Atmen und damit zum Leben“ führt Jürgen Scheuermann, Direktor der KRS, bei seiner Begrüßung sowohl der Schüler der 10. Klassen und der Oberstufe als auch der eingeladenen Gäste aus. Hanaus Ex-OB Hans Martin, der hessische Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Alfred Herold, und HA-Chefredakteur Dieter Schreier berichten den Schülern - jeder aus seinem persönlichen geschichtlichen Blickwinkel - in einer lockeren Podiums-Gesprächsrunde von ihren Erfahrungen, die sie mit 60 Jahren Grundgesetz und 60 Jahren Bundesrepublik gemacht haben.

Mit Hans Martin sitzt auch einer der ältesten Zeitzeugen auf dem Podium, hat er selbst noch die unselige Zeit des Nationalsozialismus als Jugendlicher miterlebt. Er berichtet den interessierten Schülern von dem mühseligen Kampf, das nach dem verlorenen Krieg völlig zerstörte und am Boden liegende Land wieder aufzubauen. „Ich habe 1945 als 15-Jähriger nicht daran geglaubt, dass dieses Land noch eine Zukunft haben wird. Daher ist das 1949 verabschiedete Grundgesetz für mich ein Glücksfall für unser Land und ein Grund zum Feiern. Es regelt die Meinungsfreiheit genauso wie ein Leben in Toleranz und Freiheit“, lobt Martin einer der Inhalte des Grundgesetzes.

„Ohne Heimat sein heißt leiden“: Mit diesem Satz des russischen Dichters Fjodor M. Dostojewski drückt Herold sein Schicksal aus, das ihm als Sudetendeutscher 1946 widerfahren ist. Er muss die damalige Tschechoslowakei mit der gesamten Familie verlassen und kommt mit einen der ersten Vertriebenentransporte nach sieben Tagen strapaziöser Fahrt in Eschwege an. „Wir mussten in der Tschechoslowakei eine weiße Binde am Arm tragen“, erinnert sich Herold und zieht damit eine Parallele zur allgemeinen Kennzeichnungspflicht für Juden im „Dritten Reich“. Aber rasch hat er in Hessen eine neue Heimat gefunden, so Herold, der wie alle Menschen seiner Generation maßgeblichen Anteil am Wiederaufbau Deutschlands hat. „Aus Trümmern werden Fundamente und daran hat auch das Grundgesetz maßgeblichen Anteil“ lässt Herold wissen.

HA-Chefredakteur Dieter Schreier fordert die Schüler dazu auf, das Grundgesetz aktiv zu leben, sei es im ehrenamtlichen Engagement oder sogar als Mitglied in einer Partei. Denn das Grundgesetz, so Schreier, regelt in einer Demokratie nicht nur die Rechte einer Mehrheit, sondern schützt auch die Minderheiten und sorgt dafür, dass auch diese ungehindert ihre Meinung vertreten dürfen. Möglichkeiten dafür, so Schreier, gebe es im Zeitalter von Internet genügend. Denn ein Kind des Grundgesetzes sei schließlich auch die freie Informationswahl, hebt der Medienfachmann hervor: „Sie können es sich heute aussuchen, woher Sie ihre Informationen bekommen“.

„Jeder in Deutschland kann so leben wie er möchte“, lobt Metzgermeister Richard Kober in einem kleinen eingespielten Film, den die Media AG der KRS erstellt hat, die Vorzüge des Grundgesetzes. Und überhaupt „machen die da oben so oder so was sie wollen“, beschreibt ein weiterer befragter Hanauer Bürger den nach seiner Meinung schlechten Zustand der Demokratie in diesem Lande. Daher, hakt Schreier ein, sei es eben umso wichtiger, sich für die Demokratie aktiv zu engagieren und die Zuschauerrolle zu verlassen. Daher plädiert Schreier auf Nachfrage seitens der Schülerschaft auch für die Aufnahme von Kinderrechten in das Grundgesetz, sei beispielsweise nicht nachzuvollziehen, warum Kinder vom Wahlrecht ausgenommen seien. Dass in den Medien nach Empfinden eines Schülers des Latein-Leistungskurses oftmals gegen die Politik und die Politiker geschrieben werde liege an mangelnder Zeit für die Nachbereitung und Überprüfung von Pressemitteilungen, die die Parteien in die Redaktionen senden, führt Schreier aus. Ob sich denn das Land mit dem Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan nicht doch im Krieg befinde, will ein weiterer Schüler des Politik-Leistungskurses wissen, denn schließlich feiere man doch auch über 60 Jahre Frieden. Eine schwer zu beantwortende Frage, befinden die drei Gäste auf dem Podium. Immerhin, so warnt Schreier, solle man aber nicht vergessen, dass die Taliban rund 80 Kilometer entfernt von den nächsten Atomwaffenarsenalen des pakistanischen Nachbarn agierten.

„Einigkeit, Recht und Freiheit“: Diese drei Schlagworte aus der dritten Strophe der deutschen Nationalhymne sind es denn auch, die sich die Podiumsgäste für die weitere Zukunft des Landes wünschen. „Behalten Sie die Neugierde auf das Leben und schauen Sie dabei auch über den Tellerrand Deutschlands hinaus“, empfehlen die Gäste ihren jungen Zuhörern im CPH. KRS-Studienleiterin Mechtild Maria Fritsch schließt sich diesen Worten in ihrem abschließenden Dank an die Gäste an, lobt sie zugleich auch die souveräne Moderation der Podiums-Veranstaltung durch Jacqueline Konze (Jahrgang 13) und Cornelius Hansen (Jahrgang 12). Die zuvor auch geforderte gesunde Portion Patriotismus wird mit dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne sofort in die Tat umgesetzt. Für das musikalische Fundament sorgt hier das KRS-Blasorchester unter der Leitung von Rainer Kasan. Und während noch Joseph Haydns Musik ertönt, bekommt jeder der KRS-Schüler ein Grundgesetz ausgehändigt – „das müssen Sie sich aber nicht wie einst Herr Schreier um den Hals hängen. Es reicht, wenn Sie da ab und an einen Blick hinein werfen“, schickt Mechtild Maria Fritsch die Schüler nach zwei kurzweiligen Stunden die Schüler nach Hause.


Julia Scheuermann, Mechtild Fritsch, Cornelius Hansen, Jacqueline Konze, HA-Chefredakteur Dieter Schreier, Alt-Bürgermeister Hans Martin und Alfred Herold (BdV).


Ein Grundgesetz für jeden: Zur Musik von Joseph Haydn bekommen die KRS-Schüler ein Exemplar überreicht.

 


Hans Martin, Alfred Herold und Dieter Schreier (von links) berichten von ihren Erinnerungen an 60 Jahre Grundgesetz.


Die Moderatoren Jacqueline Konze und Cornelius Hansen bei ihren Ausführungen.

 


Einigkeit, Recht und Freiheit“. Gemeinsam mit den Schülern singen die eingeladenen Gäste und Schulleiter Jürgen Scheuermann die dritte Strophe der Nationalhymne.


Spannender Vortrag: gebannt folgen die KRS-Schülern den Ausführungen der Gesprächsgäste auf dem Podium.

 

 


Zuhause bei Bulle und Bär
Rehbein-Schüler sicher auf dem Parkett: Besuch der Wertpapier-Börse

Zur Einstimmung auf das nun gestartete „Planspiel Börse“ der Sparkasse, an der die Jahrgangsstufe 9 der Karl-Rehbein-Schule (KRS) teilnimmt, hat die Klasse 9d gemeinsam mit ihrer Lehrerin Julia Scheuermann einen „Börsentag“ durchgeführt. Nach einem Vortrag eines Börsenexperten begab sich die Klasse auf Exkursion gen Frankfurt, um das quirlige Börsengeschäft einmal hautnah miterleben zu können.

Nachdem die Klasse die großen Sicherheitskontrollen beim Einlass zur Börse mit Bravour gemeistert und somit auch die Bedeutung dieses Gebäudes wahrnehmen konnte, startete der Rundgang durch das Zuhause von Bulle und Bär. Nach einem informativen Vortrag zur Geschichte und zum Handelsplatz Börse konnte man von der Besuchergalerie aus das aktuelle Börsengeschäft verfolgen.

Den Schülern wurde dabei anschaulich vor Augen geführt, wie schnell beispielsweise eine Aktie steigen oder fallen kann. So leuchten auf eingelassenen Plaketten im Boden rote oder grüne Lichter auf, je nachdem, ob eine Aktie gerade steigt oder fällt. Für die Schüler war es beeindruckend zu sehen, wie viel Glück letztlich auch dazugehört, ob man an der Börse Gewinne oder Verluste einfährt.

Die Schüler konnten ebenso die Arbeit verschiedener Fernsehteams „live“ vor Ort beobachten oder auch wie in den Nachrichten an einer aufleuchtenden Tafel den Verlauf des DAX-Kurses verfolgen. Die KRS-Schüler machten sich somit ein Bild davon, was sie in den kommenden drei Monaten auf einem fiktiven Handelsplatz erwarten wird. Denn nicht nur eine kräftige Portion Glück, sondern das tägliche Verfolgen und Bewerten des Weltgeschehens gehört ebenso zu einem erfolgreichen Handel an der Frankfurter Börse dazu.


Bürger und Schüler „wachgerüttelt“

24.09.2009

Gegen die Politikverdrossenheit: Politikprojekt ‚Bundestagswahl 2009’ an der Rehbein-Schule

Politikverdrossenheit ist derzeit wohl eines der führenden Worte, wenn es sich um Politik und im Allgemeinen und die bevorstehende Bundestagswahl im Besonderen handelt. Glaubt man den vielen Umfragen, so wissen viele Bürger nicht, wem sie ihr Ver-trauen schenken sollen. Mit ein Grund dafür kann sein, dass manche sich nicht über die einzelnen Parteien und deren Wahlprogramme informieren. Einige glauben auch, sie könnten mir ihrer Stimme am Ergebnis so oder so nichts ändern.
Nur wer wählt, kann die Zukunft Deutschlands beeinflussen und kann seine möglicherweise vorhandene Unzufriedenheit äußern. Daher sollten sich die wahlberechtigten Bürger nicht die Chance entgehen lassen, durch ihre Wahlstimme die Zukunft ihres Landes nach den eigenen Vorstellungen mitzubeeinflussen sind sich die Schüler der Klasse 9d der Karl-Rehbein-Schule (KRS) einig. In den vergangenen Wochen haben sich die Schüler im Politik- und Wirtschafts-Unterricht gemeinsam mit ihrer Lehrerin Julia Scheuermann intensiv mit den führenden Parteien beschäftigt. Die Wahlprogramme, die Spitzenkandidaten, die Grundsatzprogramme und die unterschiedlichsten Wahlwerbemittel wurden in Gruppen bearbeitet und diskutiert. Die Klasse war sich am Ende einig, dass man als Wähler Eigen-Initiative zeigen müsse, um seine politische Meinung und Vorstellung zu festigen.
Neben der intensiven Ausein-andersetzung mit den einzelnen Parteien habe die Klasse einen eigenen Wahlfragebogen ent-wickelt und in der Hanauer Innenstadt potentielle Wähler befragt. Das Ergebnis war für die Schüler eigenen Angaben zufolge erschreckend. Der Großteil der Befragten habe auch drei Wochen vor der Wahl noch nicht gewusst, wen sie wählen sollen, gaben aber zu 98 Prozent an, zur Wahl zu gehen zu wollen. Die Klasse 9d war weiter überrascht, dass viele Wähler den Kandidaten ‚ihrer’ Partei ebenso wenig benennen konnten wie die Ziele der von ihnen favorisierten Partei. Da lag die Frage, wie die Bürger nach welchen Kriterien wählen, doch nahe. Entscheiden die Wähler spontan, spielt der Spitzenkandidat eine Rolle? Lässt man sich von Bekannten oder Freunden beeinflussen? Genau diesen Aspekten wollten die Schüler entgegentreten indem sie die Bürger Hanaus auf ihre Möglichkeit zur Veränderung oder Stabilisierung der Zukunft Deutschlands aufmerksam machen wollten. Man sollte sich informieren, um am Ende gut informiert zu sein, so die Schüler. Nur wer weiß, welche Auswahlmöglichkeiten es gibt, könne die für sich richtige Entscheidung treffen.
Nicht nur in der Hanauer Innenstadt wollte die Klasse die Bürger „wachrütteln“, auch die wahlberechtigten Oberstufenschüler gehörten zur Zielgrupp der 9d. Hierzu hatten sie die führenden Parteien mit ihren Spitzenkandidaten und deren Wahlzielen auf Stellwänden im Schulgebäude präsentiert.



 

Karl-Rehbein-Schule beim Frankfurter Schulschachturnier erfolgreich

70 Mannschaften, 560 Schüler aus Schulen von Frankfurt und Umgebung, davon 2 Mann-schaften aus der KRS Hanau, spielten 1400 Partien um den Sieg. Für 16 Schüler der Karl-Rehbein-Schule, die die Hanauer Schulen in diesem Jahr bei dem Frankfurter Schulschach-turnier vertraten, war es eine Premiere. Dass die erste Mannschaft der KRS unter den 34 Mannschaften ihrer Alterklasse auch gleich einen Pokal nach Hanau holte, war ein großer Erfolg, über den sich auch Lehrer Willi Hausmann freute, der die jugendlichen Schachspieler betreut.
Fünf Partien musste jeder Spieler in der vorgegebenen Zeit spielen, dann stand es fest: Auch wenn die Hanauer nicht ganz mithalten konnten mit Mannschaften, die seit Jahren zusammen Schach spielen, errangen sie doch den dritten Platz. Das motiviert und die Freude war groß. Auch der Wunsch, beim nächsten Turnier wieder dabei zu sein, steht fest. Bis dorthin muss aber noch viel trainiert werden. Doch das gute Abschneiden steht für die Lehrer, die mit den Schülern trainieren, nicht im Vordergrund. Schach fördert die Konzentrationsfähigkeit, das logische Denken und hilft den Kindern dabei, das Lernen zu lernen. Deshalb wird Schach in der Karl-Rehbein-Schule angeboten.



 



 

Impressionen aus Russland an der Karl-Rehbein-Schule

„Ich habe mir Russland ganz anders vorgestellt“, staunte eine Schülerin beim Betrachten der Fotografien, die die russische Künstlerin Galina Gurina zum Jahreswechsel in unserer Schule ausstellte. Mit „Impressionen aus Russland“ hatte die Künstlerin aus der Hanauer Partner-stadt Jaroslawl ihre Ausstellung überschrieben. Die Bilder zeigten Landschaften und Menschen auf eine sehr schlichte jedoch eindrucksvolle Weise. Die Kunstfotografin beschrieb in einer kurzen Ansprache, wie für sie die Kamera zu einer Verlängerung des Auges werde. Für die die Ausstellung mit Interesse besuchenden Schüler war besonders bemerkenswert, dass – so erklärte die Künstlerin – unter Umständen mehr als einhundert Fotos eines Motivs geschossen werden müssten, bis eines von ihr ausgewählt würde, um in eine Ausstellung aufgenommen zu werden. Galina Gurina dankte für das Interesse, das man ihren Werken schenke und betonte, wie bedeutsam es für die Freundschaft der beiden Partnerstädte sei, einander besser kennen zu lernen; dazu solle diese Ausstellung ihren Beitrag leisten. Sie nehme ebenfalls über 400 Fotografien („Augenblicke“) aus Deutschland mit nach Hause, um den Menschen dort vom Leben hier zu berichten. Einen besonders herzlichen Dank richtete die Künstlerin schließlich an Herrn Pothof, der die Ausstellung in der Schule betreute und dem Schulleiter Herrn Scheuermann, der sich freute, die Künstlerin mit ihrer Ausstellung in der Karl-Rehbein-Schule begrüßen zu dürfen.

 


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