Als Fremde gekommen, als Freunde gegangen

Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau auf Austauschbesuch in Dartford – Großes Konzert in der Mick-Jagger-Hall

17.11.17

Seit beinahe 30 Jahren pflegt die Karl-Rehbein-Schule Hanau einen Schüleraustausch mit der Dartford-Grammar-School (DGS) in Dartford bei London. Dieses Städtchen im Nordwesten der Grafschaft Kent gelegen ist bekanntermaßen eine von Hanaus Partnerstädten. Der letzte Besuch der KRS-Schüler in Dartford fand 2015 statt.  Jetzt  machten sich rund 80 KRS-Musiker in Begleitung der KRS-Musiklehrer auf die große Reise über den Ärmelkanal, um zum Abschluss des viertägigen Austausches zusammen mit DGS-Schülern ein großes Konzert in der ehrwürdigen Mick-Jagger-Hall zu geben.

Schon der Empfang in Dartford gestaltete sich sehr freundlich, warteten bereits Vertreter der Schulleitung und die Gastfamilien ungeduldig auf die Hanauer Musikerschar. Es stellte sich rasch heraus, dass die englischen Gastgeber im Vorfeld ganze Arbeit geleistet hatten und mit einer rundum perfekten Organisation für einen angenehmen Aufenthalt der deutschen Gäste sorgen konnten. Die KRS-Schüler waren einzeln oder in Zweier-Gruppen in Gastfamilien untergebracht, die stellenweise auch im rund 30 Kilometer entfernten London zu Hause sind. Es gab für die Hanauer Schüler die Gelegenheit, Land, Leute und Gebräuche hautnah in den englischen Familien kennen zu lernen – für viele KRS-Schüler ein nachhaltiges Erlebnis. Viele Gastfamilien hatten für ihre Gäste ein kleines Programm für den Spätnachmittag und Abend zusammengestellt, konnte man sich so bei einer Vielzahl von entspannenden Aktivitäten besser kennenlernen. Am Ende waren die Hanauer Schüler auch voll des Lobes über ihre Gastgeber, wurden sie bestens verpflegt und fühlten sie sich insgesamt sehr willkommen.

Das Profil der KRS ähnelt dem der DGS. Auch hier werden unter anderem Musik und Sport sehr gefördert. Viele der gastgebenden Schüler spielen somit ebenfalls ein Instrument. Das wiederum ist ein gutes Fundament für eine längerfristige Verbindung beider Schulen. Die gut ausstaffierte DGS – kann man hier unter anderem das internationale Abitur ablegen - wurde erst kürzlich von der renommierten Zeitung „Sunday Times“ für das Jahr 2017 zur besten Schule Englands gekürt. Hinzu kommt, dass die DGS einen berühmten „Sponsor“ aufweisen kann: Mick Jagger, der Frontmann der „Rolling Stones“. Er war einst Schüler der DGS. Der Legende nach wurden die „Rolling Stones“ auf dem Bahnhof von Dartford gegründet, verabredeten sich dort Mick Jagger und Keith Richards – der damals ebenfalls in Dartford wohnte – während des Wartens auf einen Zug zum gemeinschaftlichen Abrocken.  

Waren die Rehbeiner in den jeweiligen Gastfamilien integriert, so waren sie während der Schulzeit auf sich gestellt. Das wurde rege dazu genutzt, dem nahe gelegenen London einen Besuch abzustatten. In der Kürze der Zeit konnten natürlich nicht alle Attraktionen, die London so aufzubieten hat, in Augenschein genommen werden. Dennoch stand eine Visite in der „Royal Academy of Music“ auf dem Programm. Hier waren einst Sir Elton John, der Dirigent Sir Simon Rattle oder Annie Lennox von den „Eurythmics“ Schüler. Neben einer kleinen Instrumentenausstellung konnte man sich hier über die Geschichte der ehrwürdigen Musik-Akademie informieren. Daneben wurde dann per pedes die Innenstadt von London erkundet, ein Rundgang beginnend vom Riesenrad „London eye“ über die St. Pauls Kathedrale bis hin zum zurzeit leider eingerüsteten Big Ben. Besonders angetan waren die Hanauer vom New Tate Modern Museum, bot sich hier die Möglichkeit, zahlreiche spannende Aktivitäten auszuprobieren.

Der Tag vor der Heimreise nach Hanau war dem gemeinsamen Musizieren gewidmet. Unter der Anleitung der KRS-Pädagogen probten Schüler der DGS und der KRS zusammen, um dann am Abend in der der Schule angeschlossenen Mick-Jagger-Hall ein großes Abschieds-Konzert zu geben. Und hier zeigte sich eindrucksvoll, wie Musik ohne große Worte Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander verbinden kann: Die KRS-Big-Band (Stefan Glück), das KRS-Blasorchester (Jens Weismantel), der KRS-Chor (Frank Hagelstange) und das KRS-Symphonieorchester (Petra Weiß) boten den Dartforder Schülern ein Füllhorn an Möglichkeiten, sich einzubringen, was auch sehr rege genutzt wurde. Die KRS hatte mit Werken von Purcell, Williams, Elton John, Jenkins und anderen Komponisten ein nahezu „britisches“ Programm auf die Beine gestellt, das im vollen Saal in brillanter und beherzter Weise dargeboten wurde. Die englischen und deutschen jungen Musiker spielten wie aus einem Guss, das Publikums war am Ende sehr über das gebotene Niveau positiv überrascht. Höhepunkt des Konzertes bildete das Schlussstück „Don’t let the sun go down on me“ von Elton John. Hier standen nahezu 120 junge Musiker aus England und Deutschland vereint auf der Bühne und belebten eindrucksvoll - dem Brexit zum Trotz - den europäischen Gedanken der Gemeinschaft neu.

Als es dann hieß Abschied zu nehmen, flossen bei allen Beteiligten hier und da doch ein paar Tränen. Dem freundlichen Empfang zu Beginn folgte ein umso herzlicherer Abschied. So kann das Resümee der KRS-Reise nach Dartford auch lauten: Als Fremde gekommen, als Freunde gegangen. Die Dartford Grammar School hat jedenfalls angekündigt, im Jahr 2019 nach Hanau kommen zu wollen, um hier  das 30-jährige Austausch-Jubiläum gebührend zu feiern. Welcome.

Bitte recht freundlich unter dem „London Eye“, einem der neuen Wahrzeichen von London: Die Musikerschar der Karl-Rehbein-Schule Hanau erkundete die Innenstadt der britischen Hauptstadt zu Fuß.

Ein Besuch aufgeteilt in Gruppen der ehrwürdigen „Royal Academy of Music“ gehörte natürlich zum Pflichtprogramm der Hanauer Schüler.

Am Ende des Abschieds-Konzerts während des Schüleraustausches in Dartford musizierten deutsche und englische Schüler in der Mick-Jagger-Hall der Dartford Grammar School gemeinsam Elton Johns Hit „Don’t let the sun go down on me“ – ein großartiges Erlebnis für die jungen Musiker.
 

Weitere Eindrücke:

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Emotionsstark auf den Punkt gebracht

Theatergruppe aus Jaroslawl begeistert Schüler der Karl-Rehbein-Schule

Unlängst feiert der Hanauer Verein „Freundschaft mit Jaroslawl“ sein 25-jähriges Jubiläum. Der Verein pflegt eine enge Freundschaft zwischen Hanau und dessen Partnerstadt Jaroslawl in Russland. In diesem Rahmen wurde nunmehr ein Theaterstück an der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) aufgeführt. Eine aus neun russischen Studenten zusammengesetzte Theatergruppe, die wieder einmal für die Theatertage in Hanau extra aus Jaroslawl angereist war, zeigte in einer Vorabpremiere an der KRS ihr beeindruckendes Stück „Anziehung“. Im Publikum saßen Vertreter der KRS, des Partnerschaftsvereins Hanau-Jaroslawl sowie etwa 60 Schülerinnen und Schüler des Fachs „Darstellendes-Spiel“. Nach den Begrüßungsworten durch Schulleiter Jürgen Scheuermann zog die Gruppe alle Besucher schnell in ihren Bann.

Das Stück thematisiert „Anziehung“ in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen, meist aber in dem diese in verschiedenen Situationen zwischen Mann und Frau dargestellt wird. Da die Episoden als Pantomime vorgetragen wurde, waren somit keine russischen Sprachkenntnisse gefragt. Insgesamt erlebte das Publikum eine von ästhetischen und ausdrucksstarken Bewegungen der Schauspieler geprägte Vorstellung - emotionsstark und auf den Punkt gebracht. Mit voller Konzentration und auch absoluter Körperbeherrschung zogen die Studenten die Schülerinnen und Schüler in ihren Bann. Die Spannung blieb durch kontrollierte Mimik, Gestik, gut durchdachte Proxemik und ansprechende Kostüme bis zum Schluss aufrechterhalten.
Nach der Aufführung stellten sich die russischen Studenten mithilfe eines Dolmetschers den Fragen des Publikums. Nach anfänglicher Zurückhaltung war das Eis schnell gebrochen und die Schüler stellten viele Fragen, etwa über die Berufswahl, den Alltag in Russland, oder die worin die Unterschiede zum deutschen Schulalltag zu finden sind. Interesse war auf beiden Seiten zu spüren, denn auch die russischen Studenten stellten Fragen. So war nicht nur die Vorstellung sondern auch die Begegnung ein voller Erfolg.
Aber auch zum Werk gab es viele Fragen. Besonders die Anfangsszene „Die Entstehung der Erde“ wurde heftig diskutiert. Unter der Entstehung der Erde stellten sie sich nämlich etwas anderes als eine Bauchtänzerin vor, die voller Begeisterung an einem seidenen Faden mit einer männlichen und einer weiblichen Holzpuppe die Fortpflanzung zwischen den Geschlechtern darstellt, was man durchaus auch als provokant empfinden konnte. Die deutschen Schüler wurden dann aufgeklärt, dass die Vorstellung von einer Frau als Mutter der Erde im östlichen Glauben weit verbreitet sei. Daran konnte beobachtet werden, wie interessant und inspirierend der Austausch zwischen den verschiedenen Kulturen sein kann.
 

Verständlich und anziehend zugleich über Sprachgrenzen hinweg: Ohne ein Wort, nur mit Mimik, Tanz und körperlichem Ausdruck bringen die jungen russischen Schauspieler aus Hanaus Partnerstadt Jaroslawl an der Karl-Rehbein-Schule das Thema „Anziehung“ auf die Bühne.

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„Schul-Partnerschaft der Karl-Rehbein-Schule mit Sanmen ist ein Vorbild“


Der chinesische Generalkonsul Wang Shunqing sparte nicht mit lobenden Worten für die Karl-Rehbein-Schule Hanau: Das Hanauer Gymnasium sei eine der ersten deutschen Schulen gewesen, die vor rund zehn Jahren gezielt eine Schul-Partnerschaft mit China gesucht hätten und diese schließlich auch mit der High School von Sanmen in der Provinz von Taizhou gefunden haben. Seitdem pflege die KRS mit Sanmen einen regen Schüleraustausch, der „als zugleich Garant und Vorbild für den kulturellen Austausch zwischen jungen Deutschen und Chinesen steht. Das ist ein Musterbeispiel gelungener Kooperation“, lobt Wang anlässlich eines großen Empfangs deutscher Lokalpolitiker und Wirtschaftsvertreter im Frankfurter Generalkonsulat der Volksrepublik China das Engagement der KRS (Bild). Das wiederum sei ein großer Baustein für die Völkerverständigung, wie sie gerade in Zeiten wie diesen sehr zu begrüßen sei, so Wang weiter. Daraus erwachsen ist kurze Zeit später der Hanauer Verein „Freundschaft mit Taizhou“ unter dem Vorsitz von KRS-Direktor Jürgen Scheuermann (Bild, Mitte). Der Verein hat nicht nur den Ausbau von interkulturellen Beziehungen als Ziel, war jüngst eine Gemäldeausstellung chinesischer Maler in Hanau zu bewundern. Er setzt sich auch für die Vertiefung und den Ausbau von wirtschaftlichen Beziehungen Hanauer Firmen mit Unternehmen der Millionen-Metropole Taizhou ein.

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Rehbein-Schüler zeigen Chinesen exotisches Hanau


Gleich in der ersten Schulwoche besuchten 16 Schülerinnen und Schüler aus Sanmen in China ihre deutsche Partnerschule Karl-Rehbein-Schule. Sie nahmen am Alltag ihrer deutschen Freunde teil, bekamen aber auch so einiges zusätzliche Programm geboten. Das reichte vom Deutsch-Crashkurs über Kunstprojekte, Physikexperimente und Sportunterricht bis zum gemeinsamen Waffelbacken.
Für viele der chinesischen Schüler war der deutsche Alltag genauso exotisch wie umgekehrt der asiatische für Deutsche. Ein knuspriges Brötchen zu essen war etwas, was sie erst lernen mussten wie auch das Anschnallen im Auto. Chinesische Jugendliche haben so gut wie keine Freizeit. Sie müssen sich so sehr auf die Schule konzentrieren, dass Hobbies, Musik, Sport und soziales Engagement keinen Platz mehr haben. Umso beeindruckter waren die chinesischen Gäste und auch die mitgereisten Lehrer, dass es in Deutschland durchaus möglich ist, gute schulische Leistungen zu erbringen und gleichzeitig vielseitige Interessen zu haben. Bei der Einschulungsfeier der Karl-Rehbein-Schule erlebten die Chinesen Schulorchester und Chor in Aktion, und die deutschen Schüler nahmen ihre chinesischen Partner auch mit zum Sporttraining.
Eine gemeinsame Tanzstunde in der Tanzschule Berne wurde für die chinesischen Gäste  zur großen Herausforderung. Während die Tanzschritte dank toller Anleitung super klappten, konnten insbesondere die Jungen nur mit viel Zureden dazu ermutigt werden mit einem  Mädchen zu tanzen. Aber auch das wurde gemeistert und machte gerade durch das Miteinander von Deutschen und Chinesen viel Spaß.
Ausflüge nach Frankfurt und zur Ronneburg wurden noch getoppt durch eine Führung durch das Wilhelmsbader Karussell. Herr Niemeyer erklärte, wie einzigartig dieses älteste feststehende Karussell der Welt ist und mit welchem Aufwand es renoviert wurde. Die chinesischen Besucher zeigten sich sehr beeindruckt und machten noch mehr Fotos als ohnehin während ihrer Reise.
Die chinesischen Schüler nahmen aus dem „exotischen“ Deutschland viele spannende Eindrücke mit und auch die Karl-Rehbein-Schüler fanden es interessant ihre eigene Umgebung mit anderen Augen zu erleben.


 

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„Menschen, die mit dem Herzen sprechen“

Delegation der Karl-Rehbein-Schule besucht Partnerschule in Yavne – Große Gastfreundschaft genossen

Hanau, 29.06.17

Beeindruckende Landschaften, geschichtsträchtige Orte, herzliche Kontakte: Eine Delegation aus Schülern und Lehrkräften der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) unter Leitung von KRS-Direktor Jürgen Scheuermann ist nunmehr mit zahlreichen unvergesslichen Erlebnissen im Reisegepäck von einem neuntägigen Besuch in Israel nach Hanau zurückgekehrt. Seit 2016 unterhält die KRS eine Partnerschaft mit der „Ginsburg Haoren High-School“ in Yavne. Die KRS-Schüler und ihre begleitenden Lehrer besuchten in einem strammen Besichtigungs-Programm zahlreiche historische Stätten und Orte in Israel und konnten so zusammen mit den israelischen Freunden Land und Leute kennenlernen und sich einen bleibenden Eindruck von der großen Gastfreundschaft der Israelis machen.

Natürlich zählte Jerusalem mit seiner vielfältigen, tausendjährigen Geschichte zu den Hauptzielen der KRS-Gruppe, darunter etwa der Ölberg, die Klagemauer, die berühmte „Via Dolerosa“ im christlichen Viertel und die Gedenkstätte von Yad Vashem. Dort befindet sich ein Gedenkstein an die ehemalige KRS-Lehrerin Elisabeth Schmitz, die sich einst im Dritten Reich öffentlich gegen die Nazis gestellt hatte. Für die Hanauer Schüler war dies mit einer der bewegenden Momente der Reise. „Es war den Schülern ein Bedürfnis, diese Gedenkstätte des Holocaust zu besuchen“, beschreibt Scheuermann das „Treffen“ mit der mutigen Hanauerin.

Daneben gab es aber auch eine Begegnung mit und rund 90 Nationen und dem Orient, die sich im Basar von Jerusalem versammelt haben: Unzählige kleine Geschäftchen und Stände bieten Waren aus aller Herren Länder dar. „Alleine der intensive, betörende Duft der unterschiedlichsten Gewürze, der den Basar durchzieht, ist ein Erlebnis“, schwärmt Karin Groschwitz, die die Federführung der Israel-Reise innehatte. „Das Angebot an Süßigkeiten ist hier kaum zu übertreffen – wie im Paradies“, so Groschwitz mit einem Lächeln. Auch erlernten die deutschen Schüler hier die hohe Kunst des Verhandelns – eine völlig neue Erfahrung für die Rehbeiner.

Weitere historische Stationen, die den Reiseweg der Hanauer säumten, waren die Hafenstadt Haifa mit ihren hängenden Gärten von Bahei, die ehemalige jüdische Festung von Massada am Toten Meer, dem tiefsten Punkt der Erde. Selbstredend wurde dort auch ein Bad genommen mit dem für die Schüler unglaublichen Erlebnis ohne Schwimmbewegungen auf der Wasseroberfläche treiben zu können. Ein Ritt auf einem „Wüstenschiff“ rundete das Ausflugsprogramm ab.

„Im Vordergrund aber stand und steht der persönliche Austausch mit den israelischen Schülern und deren Familien“, erläutert Groschwitz weiter. „Die große Herzlichkeit der Gastgeber, die sich schon bei der Ankunft am Flughafen offenbart, ist schon bewundernswert“, bemerkt Scheuermann bewundernd. „In Israel trifft man auf Menschen, die mit dem Herzen sprechen. Von der ersten Minute an offenbart sich eine tiefe Verbundenheit und Innigkeit, als ob man sich schon über Jahrzehnte kennen würde“, beschreibt Groschwitz die Offenheit der jungen Israelis. So waren die Gäste aus Hanau in den jeweiligen Gastfamilien voll integriert, was sich auch in zahlreichen gemeinschaftlich durchgeführten Freizeitaktivitäten und Feierlichkeiten äußert.

„Man begreift die Situation vor Ort mit Herz und Sinnen. Das reale Bild vor Ort und das Bild, das von Israel in unseren Medien gezeichnet wird, stimmt nicht überein. Die Israelis sind offen und säkular ausgerichtet. Unsere Schüler haben ganz normale Jugendliche kennengelernt, die wie wir auch ihre Träume und Ziele haben“, beschreibt Groschwitz ihre Reiseeindrücke. So freut sich die KRS-Schulgemeinde schon jetzt, die israelischen Schüler der Ginsburg Haoren High-School“ aus Yavne in Hanau zu begrüßen.
 


Ein geschichtsträchtiger Ort: Der Blick von der Festung Massada, ein großes Symbol für den israelischen Staat, erlaubt Aussichten bis zum Toten Meer (Hintergrund) und auf der anderen Seite bis hinüber nach Jordanien. Für die Schüler der Karl-Rehbein-Schule ein unvergesslicher Moment.    
 


Anstehen für die Rehbeiner an der Gedenkstätte von Yad Vashem. Hier findet sich auch ein Gedenkstein für Elisabeth Schmitz, die an der KRS als Lehrerin wirkte und sich damals mutig gegen die Nazis stellte.

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„Sinfonie der Zukunft“ beeindruckt russische Gastgeber

Karl-Rehbein-Schule: Petra Weiß leitet in Jaroslawl internationales Jugendorchester


Hanau, 13.06.17

Seit 1992 besteht zwischen Hanau und der russischen Stadt Jaroslawl eine enge, freundschaftliche Beziehung, die in Hanau insbesondere durch den Partnerschaftsverein „Freundschaft mit Jaroslawl“ gepflegt wird. Motor dieser Beziehung war der unlängst verstorbene erste Vorsitzende Klaus Remer. Er holte auch die Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) mit ihrem großen musikalischen Angebot ins Partnerschafts-Boot. Seitdem findet zwischen der KRS und der Sobinov-Kunst- und Musikschule ein reger Schüleraustausch statt, der auch von KRS-Direktor Jürgen Scheuermann sehr unterstützt wird, können hier die beteiligten KRS-Schüler wertvolle Erfahrungen vor allem auf kultureller Ebene sammeln. Für die KRS ist der Austausch mit Jaroslawl ein großer Mosaikstein neben anderen vielen internationalen Partnerschaften. „In einer Welt, in der zunehmend nationalistische Macht-Bestrebungen Oberhand gewinnen, sind derartige Austauschprojekte unter Jugendlichen von großer Bedeutung“, ist sich Scheuermann sicher.
Aus der Partnerschaft erwachsen ist unter anderem das Projekt „Orchester der Freundschaft - Sinfonie der Zukunft“, das für Petra Weiß, Oberstudienrätin an der KRS, auch schon längst zur Herzenssache geworden ist. Die Leiterin des erfolgreichen KRS-Symphonieorchesters ist mittlerweile weit über die Grenzen von Hanaus russischer Partnerstadt Jaroslawl hinaus berühmt für ihr dirigentisches Charisma und ihre Begeisterungsfähigkeit.
Nach nur fünf Tagen intensiver Orchesterarbeit präsentierte Petra Weiß mit fast 80 jungen Musikern im Alter zwischen sieben und 20 Jahren  in der Philharmonie von Jaroslawl im Rahmen der Festwoche „Deutsche Tage in Jaroslawl“ am 16. Mai ein großes symphonisches Konzert, welches das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinriss. Mit im Gepäck hatte die Dirigentin eine Gruppe ihrer besten Orchestermitglieder aus Hanau, die teilweise schon jahrelange musikalische Freundschaften mit russischen Jugendlichen pflegen.             
Die Leiterin der geschichtsträchtigen Jaroslawler Sobinov-Musikschule, Swetlana Dilmuchametova, hatte im Vorfeld des Workshops instrumental besonders begabte Kinder aus vielen Städten Russlands für die so genannte „Orchestrie“ ausgesucht, die mit großer Vorfreude und sehr gut vorbereitet für die Proben mit „ihrer Dirigentin“ Petra Weiß angereist waren. Prominente Konzertbesucher wie der Vertreter der deutschen Botschaft in Moskau, Robert Rohde, sowie der Bürgermeister und die Leiterin des Jaroslawler Kulturmagistrates zeigten sich außerordentlich beeindruckt und hoch erfreut über die wachsenden musikalischen Beziehungen zu Deutschland  und die überdurchschnittlich hohen künstlerischen Ergebnisse. Ein Konzert-Besuch der Gruppe im Rostover Ketin-Gymnasium, einer Schule mit erweitertem Deutsch-Unterricht, rundete diese für alle Teilnehmer unvergessliche Russlandreise ab.                                                                                                                                                                            
Die nächsten Orchesterprojekte stehen bereits: Im April 2018 wird Petra Weiß zum zehnjährigen Jubiläum der bestehenden Musikfreundschaft Hanau-Jaroslawl Orchesterkinder aus mehreren internationalen Partnerstädten zu einem weiteren „Spiel ohne Grenzen“ einladen, und 2019 wird in Jaroslawl erneut ein großes „Orchestrie-Fest“ unter der Leitung von Petra Weiß gefeiert werden.



Großer Empfang für die jungen Musiker der Karl-Rehbein-Schule Hanau im russischen Jaroslawl, die unter der Leitung von Petra Weiß an dem Orchester-Projekt „Sinfonie der Zukunft“ teilgenommen haben.
 

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"Viel gesehen, viel erlebt ... würde ich gerne noch mal machen!"

Hanau, 06.06.17

Die Aufregung der 42 Rehbeiner und Rehbeinerinnen steigerte sich mit jedem Kilometer, mit dem sich der Bus Francheville, der französischen Partnerstadt von Hanau-Steinheim, näherte und deutlich spürbar wurde auch die Lautstärke im Bus, als dieser nach 10 Stunden Fahrt auf den Parkplatz der Partnerschule Christiane Bernardin einbog. Ungeduldig wurden die deutschen Partner hier schon von den französischen Gastfamilien erwartet.

Es war der Gegenbesuch der deutschen Schüler und Schülerinnen nach dem Besuch der 13-15 jährigen Franzosen in Hanau an der KRS im März. Für manche Schüler war es der erste Besuch in Frankreich überhaupt. In den nächsten 8 Tagen tauchten die Deutschen in die französische Kultur und Sprache unseres Nachbarlandes ein, wurden konfrontiert mit ihren Stärken und Schwächen und zeigten vor allem große Bereitschaft, das Neue kennen lernen zu wollen.

Das Programm war vor allem von der Deutschlehrerin des Collège, Madame de la Chapelle, hervorragend ausgetüftelt und organisiert, so dass den Schülern viel Abwechslung geboten wurde: Ausflüge in die Altstadt Lyons und zum Park de la Tête d'Or, Besichtigungen, wie die des Musée des Miniatures und des Planetariums, eine Rallye durch das ehemalige Seidenweber Arbeiterviertel La Croix Rousse sowie eine Bootsfahrt auf der Saône. Strahlende Gesichter sah man beim gemeinsamen Eisessen in der Altstadt, im Vieux Lyon. Aber auch in den Unterricht der französischen Schule haben die Schüler hineinschnuppern können. Sie haben strengere Lehrer und einen strenger reglementierten Unterricht kennen gelernt und wissen damit das deutsche Schulsystem wieder neu zu schätzen.

In den Gastfamilien wurde viel Neues geboten. Dazu gab es Gelegenheiten vor allem am Wochenende und beim Abendessen, bei dem auch Spezialitäten der lyoner Küche geboten wurde. Auch sprachlich machten die Schüler kleine und große Fortschritte und werden jetzt mit vielen Erinnerungen in die letzten Wochen des Schuljahres bestreiten. Aber auch nach Frankreich und Lyon möchte ein Großteil der Gruppe zurückkehren - und das hören die drei begleitenden Französischlehrer Frau Mitze, Frau Müller-Mickler und Herr Dobler gerne!
                                        À la prochaine!
 

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Mittendrin im Reich der Mitte

Hanau, 18.04.17

Während ihrer zweiwöchigen Chinareise konnten 18 Schülerinnen und Schüler der Karl-Rehbein-Schule eintauchen ins Leben ihrer chinesischen Austauschpartner und erfahren, wie ganz anders und doch auch wieder ähnlich Teenager im Reich der Mitte leben.

Zum neunten Mal besuchte eine Schülergruppe der Karl-Rehbein Schule, diesmal begleitet von den Lehrern Christiane Meijlink und Herbert Bahr, die Partnerschule in Sanmen, das zur Hanauer Partnerstadt Taizhou  südlich von Shanghai gehört.

Dort nahmen die deutschen Schüler am Unterricht der 3000 Schüler zählenden Highschool teil, wo jeweils 50 Schüler pro Klasse von 7 bis 17 Uhr unterrichtet werden. Die chinesischen Schüler verbringen darüber hinaus viel Zeit mit Hausaufgaben, was bei den deutschen Schülern so viel Mitgefühl auslöste, dass sie ihnen teilweise bei  den Englischaufgaben halfen. Die chinesischen Schüler sind einem hohen Druck ausgesetzt, die Zulassung zu einer guten Universität zu erreichen. In ihrer knappen Freizeit nutzen sie intensiv ihr Smartphone um mit anderen zu kommunizieren und zu spielen, worin sie sich wenig von ihren deutschen Partnern unterscheiden.

Während die chinesischen Schüler arbeiten mussten, wurde den deutschen Gästen ein abwechslungsreiches Programm angeboten. Sie lernten ein Lied auf der chinesischen Zither Guzheng zu spielen, erprobten sich beim Kungfu und besichtigten ein altes Dorf. Beim Besuch eines Sicherheitstrainingscenters für Kinder in Taizhou wurden sie zu Ratgebern des zuständigen Polizeichefs, der sie intensiv befragte, um von dem für seine Sicherheit bekannten Deutschland zu lernen. So gab es von chinesischer Seite einiges Erstaunen, weil wir auf die Gefahr des Wassers reagieren, indem wir den Kindern Schwimmen beibringen, während den chinesischen Kindern vermittelt wird, sich möglichst vom Wasser fernzuhalten.

Eine besonders schöne Begegnung gab es an einer Grundschule in einem Teeanbaugebiet außerhalb Sanmens, wo kleine chinesische Mädchen  ihre Gäste an die Hand nahmen und ihnen zeigten, wie man Tee pflückt.  Die deutschen Schüler freuten sich, dass man sich auch ohne gemeinsame Sprache sehr gut verständigen konnte. Anschließend wurden sie angeleitet, in einer Teezeremonie den gerade gepflückten grünen Tee stilvoll zuzubereiten und zu trinken.

Mona fasste ihre Erlebnisse so zusammen: „Ich fand den Austausch einfach schön, weil es eine andere Seite, als die eines normalen Touristen in China gezeigt hat. Man konnte bei richtigen Einheimischen wohnen, am Alltag hautnah teilnehmen und viele Sachen so erleben, wie man sie nie erleben wird, sollte man irgendwann auf Reisen wieder hier vorbei kommen.“  Und Felix hat besonders die Offenheit der Chinesen beeindruckt. „Ich konnte mit meinem Austauschpartner und vielen anderen auch über tiefer gehende Angelegenheiten reden. Das war trotz sprachlicher Schwierigkeiten sehr gut möglich. Dadurch habe ich einen sehr guten Einblick in das Leben der Chinesen bekommen, was mir besonders wichtig war.“

An eine ereignisreiche Woche in den chinesischen Familien in Sanmen  schloss sich dann noch eine Rundreise zu den touristischen Highlights in Hangzhou, Shanghai, Suzhou  und Peking an. Durch ihre vorherigen Erfahrungen konnten die Rehbeinschüler aber auch hier vieles intensiver wahrnehmen. So fiel Benedikt auf, welch „starken Kontrast es zwischen Vergangenheit und Moderne gibt“ und Sarah zeigte sich beeindruckt, dass „ es sowohl unberührte Dörfer gab als auch Städte, die so modern sind, dass man nur noch an den chinesischen Schriftzeichen auf den Gebäuden erkennen kann, dass  man in China ist.“ Und allen Schülern ging es so wie Julia, die es „mega witzig fand, dass wir für die meisten Chinesen mehr Attraktion waren“ als die besichtigten Sehenswürdigkeiten.

In Peking bekamen die Schüler auch noch Gelegenheit zu sehen, wie ältere Leute ihre Zeit verbringen. Das Rentenalter in China liegt für Frauen bei 50 und für Männer bei 55 und so bilden die Parks beliebte Treffpunkte, wo die Rentner sich zum Tanzen, zum Musizieren, zum Kartenspielen oder auch zum Sport treffen. Auch hier kam es schnell zum vergnügten Miteinander, wo Alt und Jung, Chinesen und Deutsche zusammen Jingle Bells sangen und sich Bälle zu kickten.

Am Ende ihrer Chinareise fasste Leon es für alle zusammen: „Ich finde, China war eine neue und spannende Erfahrung“ die für immer in Erinnerung bleiben wird und Helena ergänzte noch, wie toll es war, viele neue nette Leute kennenzulernen.


 


Minigolf und Tanz als spannende Erfahrung

Chinesische Gast-Schüler erleben Schuljahresende an der Karl-Rehbein-Schule

Hanau, 24. Juli 2016

Auf eine Runde Minigolf ging es in den Wilhelmsbader Kurpark – für die chinesischen Austauschschüler eine ungewohnte Aktion. Foto:Privat

Ein ganz anderes Schuljahresende erlebten nun 17 Schülerinnen und Schüler aus Sanmen in China beim Besuch ihrer Austauschpartner an der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS). Während sie in Sanmen bis zum letzten Schultag Abschlussprüfungen gehabt hatten, die alleine über den Erfolg des Schuljahres entschieden, waren die Chinesen nun erstaunt darüber, dass die deutschen Schüler ihre gesamten Leistungen des Schuljahres einbringen konnten und die Tage nach den Zeugniskonferenzen Gelegenheit zu einem entspannten gemeinschaftlichen Lernen boten.

So nahmen die chinesischen Schüler am Klassenausflug ihrer Partner teil, der einige in den „Escape Room“ führte, wo man gemeinsam knifflige Aufgaben lösen musste, um sich zu „befreien“. Die chinesischen Schüler lernten unterstützt von ihren deutschen Partnern in einem Deutsch-Crashkurs für sie wichtige Sätze wie „Ich mag Banane“. Die weiteren gemeinsamen Aktivitäten der deutschen und chinesischen Jugendlichen reichten vom „CakePop-Backen“ über Sport bis zum kreativen und künstlerischen Umgang mit Märchen.

Ein bisschen neidisch stellten die chinesischen Schüler fest, dass den deutschen Schülern neben der Schule auch noch Zeit für Freizeitaktivitäten bleibt. Deshalb war für sie eine Tanzstunde bei der Tanzschule Berné eine sehr ungewohnte und spannende Erfahrung, ebenso wie erste Versuche mit dem Minigolfschläger.  Die deutschen Schüler verstanden sich so gut mit ihren chinesischen Partnern, dass sie sich auch nach dem gemeinsamen Programm noch zu weiteren Aktivitäten am Abend trafen.

Nach dem offiziellen Ferienbeginn machten Deutsche und Chinesen noch einen Ausflug nach Frankfurt, wo nach dem gemeinschaftlichen Bummeln  noch eifrig Souvenirs eingekauft wurden. Eine fröhliche, erlebnisreiche Woche endete mit einer Pizzaparty, bevor die Chinesen aufbrachen, um vor ihrer Heimreise eine Woche später noch Holland, Belgien, Frankreich und die Schweiz zu bereisen.
  


Mauern wurden eingerissen

KRS empfängt Austauschschüler aus Israel – Von Elisabeth Schmitz beeindruckt

Hanau, 20. Juli 2016

Empfang in der KRS: Jürgen Scheuermann begrüßte zusammen mit KRS-Schülern die Gästeschar aus Israel, die im Rahmen eines Schüleraustausches in Hanau weilten. Foto: Pick 

Gab es schon im Mai diesen Jahres einen sehr herzlichen Empfang für die Hanauer Schülerdelegation in der Ginsburg Haoren High-School in Yavne, der neuen Partnerschule der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS), so konnten sich jetzt die Hanauer Schüler für die dort überbordende israelische Gastfreundschaft revanchieren. So ließ es sich KRS-Schulleiter Jürgen Scheuermann nicht nehmen, um mit einer Abordnung von KRS-Schülern die israelischen Gäste mit Blumen und Girlanden bei ihrer Ankunft am Frankfurter Flughafen zu begrüßen. Für mehrere Tage weilten nun erstmalig rund 20 Schüler aus Israel in der Grimm-Stadt Hanau und statteten der KRS damit den lange ersehnten Gegenbesuch ab.

Der Austausch, der von der Ethik-Fachschaft der KRS mit angestoßen wurde, soll vor allem die Mauern in den Köpfen der Jugendlichen niederreißen, erläutert die KRS-Ethik-Pädagogin Karin Groschwitz eines der Ziele des Schüleraustausches. „Vieles, was in unseren Medien über Israel und dessen Bürgern berichtet wird, stimmt so nicht. Durch den Austausch werden auf beiden Seiten Vorurteile abgebaut. So können sich die deutschen Schüler beispielsweise ein Bild von der ungeheuren tiefen Lebensfreude, die die Israelis  besitzen, machen“, berichtet Groschwitz begeistert weiter.

Gemeinschaftliche Aktivitäten wie Rudern auf dem Main, Besuch eines Klettergartens, Teilnahme am KRS-Unterricht, Ausflüge nach Köln und Würzburg und eine exklusive Stadtführung durch Hanau mit Jürgen Scheuermann als Stadtführer sorgten dafür, dass viele neue Freundschaften zwischen Israelis und Deutschen entstanden. Ein Besuch des Hanauer Rathauses samt Balkonbegehung und natürlich des Brüder-Grimm-Denkmals gehörte zum Pflichtprogramm. Am Abend indessen wurden in den Gastfamilien und auch außerhalb untereinander in der Gruppe kräftig gefeiert. Gefeiert werden konnte auch am großen KRS-Sommerkonzert, wurden die Zuhörer aus Yavne auf israelisch sehr emotional mit „Hine ma tov“ vom KRS-Chor begrüßt und am Ende des Konzerts mit „Don’t let the sun go down on me“, eigens den Gästen gewidmet, verabschiedet. „Das empfand die israelische Delegation schon als sehr große Ehre“, berichtet Groschwitz.   

Es war aber auch Platz für sehr ernste Themen, etwa die Auseinandersetzung mit der historisch bedingten Problematik zwischen den beiden Ländern. So zeigten sich die israelischen Jugendlichen sehr überrascht darüber, wie offen man in Deutschland mit dem Holocaust umgeht. Vielen Stätten der jüdischen Vergangenheit wurde ein Besuch abgestattet. Dort, wo einstmals Synagogen standen, befinden sich heute meist Mahntafeln, die auf die grausame Judenvernichtung im Dritten Reich hinweisen. Auch die Elisabeth-Schmitz-Bibliothek der KRS hinterließ einen großen Eindruck, steht die ehemalige KRS-Pädagogin auf der Liste der „Gerechten unter den Völkern“ von Yad Vashem in Israel. Auch besuchten die KRS-Schüler zusammen mit ihren Freunden aus Israel Rabbiner Mendel Gurewitz, der in Offenbach lebt und arbeitet. „Ihr müsst eure Kultur offen leben und auch anderen erklären. Bewahrt eure kulturelle Identität. Damit könnt ihr viele Mauern abbauen“, gibt der Rabbiner den jungen Israelis als Rat mit auf dem Weg. Er weiß wovon er spricht, war er schon oftmals rassistischen Angriffen ausgesetzt gewesen.

Am Ende wurden wieder zahlreiche Abschiedstränen auf beiden Seiten vergossen. Die Trauer aber wird nicht von langer Dauer sein, wird im Mai 2017 wieder eine KRS-Delegation nach Yavne aufbrechen ganz nach dem Motto: „Hine ma tov u’ma-nayim
Shevet ach-im gam ya-chad“, was so viel heißt wie „Schön ist's wenn Schwestern und Brüder friedlich beisammen wohnen, in Gemeinschaft finden wir Gottes Frieden“.  Dem ist in der heutigen Welt wohl nichts weiter hinzuzufügen.

 


Getragen von großen Sympathien

KRS schließt neue Schulpartnerschaft mit Ginsburg Haoren High-School in Israel

Hanau, 25.05.2016

Mitreißend: Ganz gleich, wo die Rehbein-Schüler auch auftauchten – überall schlug ihnen eine große Welle der Sympathie und der Gastfreundschaft entgegen. Hier nehmen sie als Ehrengäste an den Feierlichkeiten zum israelischen Memorial Day in der neuen Partnerschule Ginsburg Haoren High-School teil.
    

Mit vielfältigen und zum Teil auch sehr emotionalen Eindrücken ist nun eine Delegation der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) nach einer neuntägigen Reise durch Israel wieder nach Hanau zurückgekehrt. „Es ist einfach unbeschreiblich, mit welcher herzlichen Gastfreundschaft wir in Israel begrüßt und aufgenommen wurden“, berichtet KRS-Direktor Jürgen Scheuermann mit leuchtenden Augen. Ziel der Reise war es, mit der Ginsburg Haoren High-School in Yavne, südlich von Tel Aviv gelegen, eine neue Schulpartnerschaft aufzubauen und unter Dach und Fach zu bringen.

Zusammen mit KRS-Schulleiter Scheuermann in Begleitung von den KRS-Geschichtslehrern Karin Groschwitz und Boris Hogenmüller konnten 19 KRS-Oberstufenschüler das Land im Nahen Osten näher kennen und auch lieben lernen. Schon die Begrüßung kurz nach der Landung in Israel fiel für eine Neubegegnung mehr als freundschaftlich aus: Die Gäste aus Hanau wurden allesamt so in Empfang genommen, als kenne man sich schon ewig. Allerdings hatten sich die Schüler bereits im Vorfeld via Internet ausgetauscht und somit schon die Saat zu einer ungezwungenen Begegnung gelegt. „Am Abend sind die Schüler samt ihrer Gastfamilien zur Party an den Strand“, berichtet Karin Groschwitz.

Der Aufenthalt in Israel war für die KRS-Delegation aber insgesamt eine sehr intensive Begegnung mit Land und Leuten. Zahlreiche historische Stationen säumten den Reiseweg der Hanauer: Nazareth, die Geburtsstadt Jesu, die Hafenstadt Haifa mit ihren hängenden Gärten von Bahei, die Wasserfälle König Davids, Jerusalem mit seinem Ölberg und die ehemalige jüdische Festung von Massada gehörten genauso zum umfangreichen Reiseprogramm wie die Tempelanlagen des Herodes oder das Baden am tiefsten Punkt der Erde, dem Toten Meer.

Daneben standen aber immer die Begegnungen und der Austausch mit den israelischen Gastschülern und der israelischen Bevölkerung im Mittelpunkt. So speiste man mit einer drusischen Familie zu Mittag, wurde spontan von fremden Menschen zu Grillabenden eingeladen – überall, so berichtet Scheuermann, war die deutsche Schülerdelegation willkommener Gast. Dies verwundert umso mehr, wenn man sich die Geschichte Israels und des jüdischen Volkes vor Augen führt. Das jedenfalls konnten die Hanauer hautnah in der Gedenkstätte von Yad Vashem erleben, statteten die Rehbeiner dem Gedenkstein der aufrechten und mutigen KRS-Lehrerin Elisabeth Schmitz, die sich einst im Dritten Reich öffentlich gegen die Nazis gestellt hatte, einen Besuch ab – mit einer der bewegenden Momente der Reise. „Es war den Schülern ein Bedürfnis, diese Gedenkstätte des Holocaust zu besuchen“, erläutert Scheuermann immer noch ergriffen von diesem Erlebnis. „Die Rehbein-Schüler zeigten sich danach tief betroffen konnten sie hier auch erleben, welch ein -----Unrecht einst vom deutschen Volke ausging“, so Scheuermann.

Ein weiterer Höhepunkt des Israel-Besuchs war die Teilnahme der KRS-Schüler an den Feierlichkeiten zum Memorial-Day, der nahtlos in den „Unabhängigkeitstag“ übergeht. Hier gedenken die Israelis zunächst ihren gefallenen Soldaten und den Opfern des Terrorismus. Die Hanauer Schüler wurden von den 1200 Schülern der Partnerschule Ginsburg-Haoren-High-School in diese bewegende Zeremonie als Ehrengäste eingebunden. „Ganz gleich, wo wir auch waren: Wir wurden überall sofort mit eingebunden und waren mittendrin im Geschehen – so, als gehörten wir einfach dazu“, so Groschwitz.

Direkt im Anschluss an den Memorial Day wird der Gründung Israels durch Ben Gurion 1948 gedacht. „Beeindruckt hat uns dabei die tiefe Demut, die die Israelis ihrer mühsam erreichten Freiheit gegenüber empfinden. Was für uns eine Selbstverständlichkeit ist, dafür haben die Israelis mit großen Opfern kämpfen müssen. Und dennoch – auch wenn der Holocaust in Israel an vielen Plätzen präsent ist, - blicken die Israelis immer positiv nach vorne. Das ist bewundernswert“, bemerken Dr. Hogenmüller, Groschwitz,  Scheuermann und alle Schüler einhellig.

„Wir sind uns sicher, dass hier eine innige Freundschaft binnen kurzer Zeit entstanden ist, die einen weiteren großen Meilenstein in dem international ausgerichteten Schulpartnerschafts-Programm der KRS darstellt“, freut sich Scheuermann über den sehr positiven Ausgang der Israel-Reise. Denn nunmehr pflegt die KRS Partnerschaften mit Francheville /Lyon in Frankreich, Vincenza in Italien, Barcelona in Spanien, Dartford in Großbritannien, Jaroslawl in Russland, Sanmen in China und nun auch neu mit Israel. Vom 3. bis 12. Juli erwartet die KRS nun den Gegenbesuch der israelischen Schüler. „Wir hoffen, dass wir einen kleinen Teil von der überwältigenden Gastfreundschaft, die uns in Israel zu Teil wurde, zurückgeben können“, so Scheuermann.

Bewegend: Die Reisegruppe der Karl-Rehbein-Schule stattet der „stillen Heldin“ aus Hanau, der ehemaligen KRS-Lehrerin Elisabeth Schmitz, in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem einen Besuch ab.
       
 


Vielfältige Eindrücke mitgenommen

Spanische Austauschschüler aus Barcelona zu Gast an der Karl-Rehbein-Schule

Hanau, 17.05.2016

Internationale Begegnungen und auch Partnerschaften werden an der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) ganz groß geschrieben. „Für uns ist der Austausch mit anderen Kulturen wie etwa China, Russland – oder jetzt auch Israel – sehr wichtig, können unsere Schüler hier neue Lebenserfahrungen sammeln, was ihnen letztendlich bei der Bewertung der allgemeinen Welt-Lage ungemein von Nutzen ist“, setzt KRS-Direktor Jürgen Scheuermann einen Eckpfeiler für die vielfältigen Schulpatenschaften, die die KRS unterhält, auf. So misst man an der KRS auch dem ständigen Schüleraustausch mit dem Instituto Isabel de Aragó im spanischen Barcelona großen Wert bei.

Nun waren Gäste aus Barcelona zum Gegenbesuch nach Hanau gekommen, um sich bei Stadtführungen, in der KRS und kleineren Ausflügen ein Bild über Hanau und die näherer Umgebung zu machen. So standen ein Besuch des Historischen Museums und des Palmengartens in Frankfurt auf dem Programm für die jungen Gäste aus Spanien. Aber auch den Brüder Grimme wurde eine Visite abgestattet mit einem Ausflug nach Steinau  und Gelnhausen. Natürlich durfte auch das berühmte Hanauer Goldschmiedehaus und die frisch herausgeputzte Hanauer Innenstadt nicht fehlen, offenbarte sich hier KRS-Direktor Jürgen Scheuermann als der geborene Stadtführer. Mit dem Rad ging es dann am Main entlang in Richtung Seligenstadt, wo neben Basilika und Klostergarten auch ein leckeres Eis wartete.

Die vielfältigen Eindrücke, die die Gäste aus der spanischen Metropole in Hanau gewinnen konnten, ließen sich während zwei freier Tage, die man zusammen mit den Gastfamilien verbringen konnte, vertiefen. Dazu zählte freilich auch die Musik, konnten die Schüler aus Barcelona ein hinreißendes KRS-Frühlingskonzert erleben. Auch der Sport kam nicht zu kurz, probierten sich die spanischen Schüler beim Rudern auf dem Main aus. Die Zeit verging für die Gäste aus Spanien wie im Flug – und so trat man dann doch schweren Herzens ob der neuen in Hanau und der KRS geschlossenen Freundschaften wieder den Heimflug nach Barcelona an.    

 


 

Sechzehn Karl-Rehbein-Schüler erkunden das „Reich der Mitte“


Nach 15 Tagen ist eine strahlende Schülergruppe von insgesamt sechzehn  Schülerinnen und Schüler der Karl-Rehbein-Schule mit vielen wunderschönen Erlebnissen und intensiven Erfahrungen von ihrem Kulturaustausch in China zurückgekehrt.
Den ersten Teil ihrer Reise, die in der zweiten Osterferienwoche begann, verbrachten die Schülerinnen und Schüler an ihrer Partnerschule in Sanmen. Durch die seit Jahren bestehende Partnerschaft mit der dortigen High School konnten die Schülerinnen und Schüler eine Woche lang einen Einblick in den chinesischen Schulalltag gewinnen, der manches Staunen bei den Hanauer Schülern hervorrief, da ihre chinesischen Austauschpartner sechs Tage in der Woche in Klassen von 50 Schülern von morgens um sieben bis abends um neun lernen, essen und Hausaufgaben machen.
Für viele der chinesischen Schülerinnen und Schüler dort war der Besuch aus Hanau der erste Kontakt mit Europäern, weshalb die deutschen Schüler die ganzen zwei Wochen lang überall begehrte Fotomotive waren.
Auch kulinarisch machten die Schülerinnen und Schülern nicht nur in ihren Gastfamilien, in denen sie in der ersten Woche lebten und von denen sie sich die ganze Zeit äußerst herzlich aufgenommen fühlten, Erfahrungen mit vielfältigen unbekannten Köstlichkeiten aller Art, sondern konnten auch bei der chinesisch-deutschen Zubereitung von „Dumplings“ selbst aktiv werden.
Darüber hinaus erkundeten die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Ausflügen, die sie unter anderem auch in einen chinesischen Freizeitpark führten, das Umland von Sanmen und versuchten sich in eigens organisierten Kursen in der Aussprache einzelner chinesischer Phrasen, in der Kunst der Kalligraphie und erprobten chinesische Musik sowie die chinesische Nationalsportart Badminton.
Wie intensiv der gemeinsame Spaß am Kennenlernen der Kultur des anderen in der ersten Woche sowohl für die chinesischen als auch deutschen Schüler gewesen war, zeigte sich an dem tränenreichen Abschied zwischen den neu entstandenen Freundschaften, die jedoch trotz der Zeitspanne und Distanz mithilfe der neuen Medien fortbestehen bleiben werden.
Abgerundet wurde der Besuch der Hanauer Schülerinnen und Schüler mit einer einwöchigen Rundreise zu den zahlreichen kulturellen Zentren der Vergangenheit und Gegenwart Chinas. Der Westlake in Hangzhou, die Skyline von Shanghai, die wunderschönen Gärten und Kanäle in Suzhou, der Sommerpalast und schließlich die große Mauer bildete für alle Schülerinnen und Schüler den Höhepunkt der Rundreise, die ihnen zusammen mit der Zeit in Sanmen noch lange mit einem wehmütigen Gesichtsausdruck in Erinnerung bleiben wird.

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Die Spannung wächst...

...anlässlich der aktuellen Austauschprogramme. So sind gerade die Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschule aus Barcelona an der KRS zu Gast, die wir recht herzlich willkommen heißen. Wir wünschen uns, dass wir aus den vielen Begegnungen, dem Austausch von Gedanken und den gemeinsamen Unternehmungen weitere positive Entwicklungen des gesellschaftlichen Miteinanders anstoßen und diese selbst erfahren können.
Einige Schülerinnen und Schüler blicken derweil voller Vorfreude auf den Austausch mit unserer neuen Partnerschule in Israel. Kommende Woche machen Sie sich mit den betreuenden Lehrkräften und der Schulleitung auf den Weg, auch hier Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln. Wir sind gespannt, was sie uns nach ihrem 8-tägigem Aufenthalt zu berichten wissen...
 

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Ein nicht alltägliches Geburtstagsgeschenk

KRS-Schülerin Svenja Heinrichs erhält spontanen Besuch aus Dartford

Hanau, 23.02.2016

Ein strahlendes Geburtstagskind: Svenja Heinrichs freute sich riesig über den für sie unerwarteten „Überraschungsgast“ aus der Partnerschule der KRS, Dominic Carver aus der „Dartford Grammar School“. KRS-Direktor überreichte dem englischen Austauschschüler einen Druck mit der Ansicht Hanaus aus dem Jahre 1648. Foto: Pick 

Es gibt unzweifelhaft eine Reihe von Dingen, mit denen man Menschen anlässlich ihres Wiegenfestes eine Freude bereiten kann. Eine ganz große Freude mit einem wahrlich nicht alltäglichen Geburtstagsgeschenk bekam nun Svenja Heinrichs, Schülerin der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) bereitet. Am Vorabend des Geburtstages schellte es unerwartet an der Haustüre des Geburtstagskindes. Vor der Türe stand mit einer Pizza, einem Eis und einem sehr breiten Grinsen „bewaffnet“ Dominic Carver aus dem englischen Dartford.

Dieses anmutige Städtchen im Nordwesten der Grafschaft Kent gelegen ist bekanntermaßen eine von Hanaus Partnerstädten. Und wie es sich für eine gut geführte Partnerschaft gehört, pflegen die „Dartford Grammar School“ und die KRS schon seit Jahren einen regen Schüleraustausch. Die Freundschaft zwischen Svenja Heinrichs und Dominic Carver ist aus dem letztjährigen Schüleraustausch entstanden. Seitdem schreiben sich die beiden Schüler gelegentlich Briefe, hauptsächlich aber „skypen“ sie miteinander.

So keimte bei Dominic die Idee auf, seine Schulfreunden Svenja an ihrem Geburtstag höchstpersönlich per „handshake“ zu beglückwünschen. Um 19 Uhr am Abend landete er direkt aus London kommend in Frankfurt, besorgte eilends die Lieblingsspeise von Svenja und fuhr von dort aus direkt zu Svenja nach Hause – nicht ohne sie zuvor mit dem typisch skurrilen englischen Humor hinters Licht geführt zu haben: Zehn Minuten vor seiner Ankunft ließ er noch durchblicken, dass die Skype-Verbindung so schlecht sei, er probiere es deshalb später noch einmal sie zu erreichen.

KRS-Direktor Jürgen Scheuermann ließ es sich nicht nehmen, das Geburtstagskind samt Austausch-Schüler Dominic in seinem Büro zu empfangen, sieht er in dem englischen Spontanbesuch „gelebte Schulpartnerschaft über das normale Maß hinaus“. „Das ist einmal mehr Beweis für eine gute, freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden Schulen“, so Scheuermann, der zudem beste Grüße zur „Darford Grammar School“ schickte.

So stand am gleichen Tag noch ein gemeinsamer Besuch der beiden Austauschschüler eines Mozart-Konzertes in Frankfurt auf dem Programm, bevor Dominic Carver am darauffolgenden Tag wieder nach London zurückflog. Natürlich waren Svenjas Eltern vorher schon eingeweiht – aber ihren Geburtstag wird die Schülerin, die die neunte Jahrgangsstufe besucht, so schnell nicht vergessen. Man bekommt ja schließlich auch nicht jeden Tag überraschenden Besuch aus dem fernen Britannien….. (jp)

     


„Wertvolle Investition in die Zukunft“

Austausch mit China: Chinesischer Generalkonsul lobt Engagement der Karl-Rehbein-Schule

Hanau, 21.01.2016

„Müssen verstärkt gemeinsame Wege gehen, um den globalen Herausforderungen besser begegnen zu können“: KRS-Direktor Jürgen Scheuermann und der Generalkonsul der Volksrepublik China, Liang Jianquan, sind sich einig, dass dies nur über einen verstärkten Jugendaustausch zu bewerkstelligen ist.         Foto: Pick

„Sehr beeindruckend“: Mit diesen zwei Worten beschreibt Liang Jianquan, seines Zeichens Generalkonsul der Volksrepublik China, das Engagement der Karl-Rehbein Schule Hanau (KRS) in Sachen „internationale Beziehungen“. „Wir als Generalkonsulat können von Ihnen lernen, sie sind uns weit voraus“, so Liang Jianquan zu seinem Gastgeber, dem KRS-Direktor Jürgen Scheuermann, der den Generalkonsul nun als offiziellen Gast anlässlich der Eröffnung zum Jahr des Jugendaustausches in der KRS begrüßen konnte. Denn die KRS pflegt seit 2008 einen intensiven Austausch und Freundschaft mit der Highschool von Sanmen. Dass an diesem Tag noch ganz „nebenbei“ eine phantastische Aufführung „The Silk Road“ durch chinesische Künstler im Congress Park Hanau sozusagen als „Preview“ geboten wurde, setzte dem Besuch des Generalkonsuls in der KRS die Krone auf.

So sei die KRS eben nicht nur eine Schule etwa mit Schwerpunkt Musik oder einem ausgeprägten Sportprofil. Auch die Pflege internationaler Beziehungen etwa mit Israel, Russland oder europäischen Städten stehe ganz oben auf der Prioritätenliste der KRS. „Seit 2010 gibt es eine Partnerschaft zwischen der chinesischen Millionenmetropole Taizhou und Hanau“, betont Scheuermann, der diese Städtepartnerschaft initiiert hat. Scheuermann, zugleich auch 1. Vorsitzender des „Freundschaftsvereins mit Taizhou“, erläutert weiter, dass etwa 30 KRS-Schüler jährlich die Partnerschule in Sanmen besuchen. Für die Chinesen, so der Generalkonsul, habe Hanau den Ruf der Märchenstadt, sind hier ja die Brüder Grimm geboren. „Und diese Märchen kennt man in China“, so Jianquan.

Man sei weit über das Generalkonsulat, das seinen Sitz in Frankfurt hat, hinaus dankbar, dass sich die KRS sehr um den kulturellen Austausch beider Völker bemühe. „Das ruft unseren großen Respekt hervor. Wir sind froh über ihre unermüdlichen Bemühungen um die Freundschaft zwischen Deutschland und China. Wir rücken immer mehr zusammen, diese Beziehung soll daher positiv weiter entwickelt werden“, hofft Jianquan. Der Austausch von Jugendlichen, der im Übrigen von der Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem letzten Besuch in Peking insbesondere für 2016 beschlossen wurde, sei hierbei ein wichtiger Baustein, sind sich beide Gesprächspartner einig. Die gegenseitigen Besuche seien eine gute Investition in die Zukunft, die zudem der Völkerverständigung und dem Frieden auf der Welt diene. „Durch zunehmenden Terror und auch der Flüchtlingsproblematiken auf der Welt müssen beide Länder künftig verstärkt Hand in Hand arbeiten, um diese große Herausforderung zu bewältigen“, sind sich Scheuermann und Jianquan einig.

Scheuermann sieht in dem Besuch des chinesischen Generalkonsuls und der sich an das offizielle Treffen in der KRS anschließende Aufführung im CPH eine große Ehre für die KRS. „Wir freuen uns heute Gastgeber sein zu dürfen, damit wir ein kleines Stück der Gastfreundschaft zurückgeben können, die wir stets in China erfahren dürfen“, so der KRS-Direktor, bevor man sich dann gemeinsam auf eine imaginäre Reise auf der Seidenstraße anlässlich des chinesischen „Jahres des Affen“ ins CPH begibt.  

 
 


Rehbeiner begehen das chinesische Neujahrsfest

Über unseren Schüleraustausch mit Sanmen / China und unsere Beziehungen zum chinesischen Generalkonsulat haben wir seit geraumer Zeit Kontakte zum chinesischen Kulturkreis. Am zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende, liegt das chinesische Neujahrsfest, das in China einen hohen Stellenwert hat, mehrere Feiertage am Stück umfasst und in der (Groß-) Familie begangen wird, auch im Gedenken an die Ahnen. 2016 beginnt das Jahr des Feuer-Affen   猴  (丙申 bǐngshēn 33). Zum Jahreswechsel  wird dabei u.a. das „Jahresmonster“ (年獸 / 年兽, Niánshòu) mit Löwen- und Drachentänzen vertrieben.

Da 2016  als Jahr des deutsch-chinesischen Schüleraustausches begangen wird, läutet das chinesische  Generalkonsulat  Frankfurt das chinesische Neujahr in Kooperation mit unserer Karl-Rehbein-Schule in einer Großveranstaltung am Dienstag, 19.01.2016, ab 10.00 h im CPH Hanau ein. In dieser wird u.a. der mythologische Hintergrund erhellt, und es kommen etliche Choreographien des Löwen- und Drachentanzes zur Aufführung. Der Saal wird mit den mittlerweile auch in Europa bekannten roten Laternen als Symbol für Glück geschmückt sein. Wir freuen uns, mit den Jahrgängen 9, Q1 und Q3 dieses Fest miterleben zu dürfen.


 

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„WOLGA, MEINE WIEGE“

KONZERTREISE DER SUPERLATIVE IN UNSERE RUSSISCHE PARTNERSTADT JAROSLAWL

 


Schon bald nach dem Orchesterworkshop und dem feierlichen Abschlusskonzert „Musik ohne Grenzen“ am  8. Mai in der Marienkirche mit ca. 70 Jugendlichen aus 5 Ländern stand es fest:  In Jaroslawl sollte es eine ähnliche Veranstaltung geben.
Ich empfand die Einladung zum internationalen Kulturfestival „Wolga, meine Wiege“ von 1. bis 5.12. 2015 als eine außerordentlich große Ehre und freute mich sehr darauf,  wieder ein Orchesterprojekt und große Konzerte in der „Stadt am goldenen Ring“ zu leiten.
Mit einer Gruppe „handverlesener“ Instrumentalisten aus dem KRS-Symphonieorchester, meinem Mann, meinem Musikkollegen Jens Weismantel und einer kleinen Delegation aus unserem  Hanauer Verein „Freundschaft mit Jaroslawl“ traten wir am 30. November die große Reise an.  Es war meine dritte Russlandreise: Ich wusste, was uns erwartete und konnte – auch dank der hilfreichen Unterstützung meiner treuen Begleiterin Natalie Rudi – aufgeregte Schüler und ängstliche Eltern schon im Vorfeld voll und ganz beruhigen.
Den erhofften Schnee hatten wir leider nur kurz, doch jede Menge wunderbarer Erlebnisse, mit denen uns Swetlana Dilmuchametova und ihr Team von der Sobinov-Schule die Phasen zwischen den anstrengenden Proben kurzweilig verschönerten:  Der ehrenvolle Empfang im Rathaus, die Stadtrundfahrten, die kulturellen Ausflüge und Besichtigungen, das tolle Hotel und die sehr gute Verpflegung , alles begeisterte uns.
Im Projekt-Orchester, das seit unserer letzten Orchesterreise 2013 den verheißungsvollen Namen „Symphonie der Zukunft“ trägt, musizierten meine 10 Instrumentalisten zusammen mit 9 Franzosen und ca. 40 jungen Russen, die zum Teil von ganz, ganz weit angereist waren. Die Proben verliefen, vor allem angesichts meines gestenreichen deutsch-englischen Kauderwelschs , vermischt mit ein paar französischen und russischen Brocken, höchst amüsant, aber sehr effektiv.
In der bis auf den letzten Platz ausverkauften städtischen Philharmonie erlebten wir am 4. Dezember ein wunderbares Konzert; die nicht enden wollenden  Lobeshymnen und  Komplimente berührten und freuten mich zutiefst. Unser Konzertprogramm war begeistert aufgenommen worden, ebenso wie mein Kollege Jens, der natürlich auch einmal die Posaune mit dem Dirigierstab tauschte . Die schon traditionelle  Zugabe „Thank you for the music“ rief lang andauernde standing ovations hervor.
Am Tag vor unserer Abreise war ich mit „meinem“ Orchester auch bei der großen Abschlussveranstaltung des Festivals in der neuen Millenniumshalle (ca. 2000 Sitzplätze!) mit Werken von Khatschaturjan und Tschaikowsky dabei: Unsere Gruppe bildete für mich das überzeugendste Symbol internationaler Jugendbegegnung und Völkerverständigung während der Woche des Festivals.                                                                                                                                                                                     Wie schon 2010 und 2013 gab es eine Menge Geschenke und viele, viele Tränen beim Abschied von den jungen Franzosen und Russen, mit denen wir uns, auch in der Zukunft,  in Freundschaft verbunden fühlen.
Am Tag unseres Abflugs aus Moskau genossen die Schüler abschließend einen vorweihnachtlichen Spaziergang über den Roten Platz und die Besichtigung des berühmten Bolschoi-Theaters .
Für mich und hoffentlich auch für meine Musiker gehören die beiden internationalen Orchesterprojekte zweifellos zu einem der Höhepunkte unseres wundervollen und unvergesslichen Jubiläumsjahres 2015 an der Karl-Rehbein-Schule!


Petra Weiß

 

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„Schöne Helena“ als Höhepunkt

Vom subtropischen Sanmen ins subtropische Hanau: Chinesische Gäste an der KRS

Hanau, 28.07.2015

Chinesische und deutsche Backkunst trifft unmittelbar aufeinander: Gemeinschaftlich wird der Rührlöffel geschwungen, um Muffins deutsch-chinesischer Art zu kreieren. Auch ein Besuch in der "Hexenküche" der Ronneburg steht auf dem Programm. Fotos: Privat

Da waren die 16 chinesische Schüler mit ihren beiden Lehrern mehr als zehntausend Kilometer zu ihrer Hanauer Partnerschule, der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS), gereist - und ihre erste Beobachtung war, dass es in Hanau genauso heiß war wie in ihrem heimischen subtropischen Sanmen – nur ohne allgegenwärtige Klimaanlagen. Zum heißen Wetter kam dann noch ein warmes und herzliches Willkommen von ihren deutschen Partnern, die gespannt ihre chinesischen Gäste erwartet hatten. Über eine Woche dauerte dann der Besuch der Schüler der chinesischen Sanmen High School in Hanau. Auch Oberbürgermeister Kaminsky ließ es sich nicht nehmen, die chinesische Gruppe wie VIPs im Rathaus zu begrüßen.

Während der gemeinsamen Woche in Hanau gab es reichlich Gelegenheit, einander kennenzulernen, vieles gemeinschaftlich zu erleben und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von China und Deutschland zu entdecken. Zusätzlich zum offiziellen Programm, das vom Muffinbacken übers Minigolfspielen bis zu Ausflügen nach Frankfurt und zur Ronneburg reichte, ließen sich die deutschen Schüler noch viel einfallen und zeigten ihren chinesischen Freunden die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten, die sie haben vom Basketball bis Tretbootfahren.

Im Zentrum stand trotz Sommerhitze und Feriennähe das Leben an der Schule. Die Chinesen bekamen von deutschen Schülern einen Crashkurs in Deutsch, erstellten gemeinsame Kunstprojekte und erlebten den für sie ungewöhnlich kommunikativen und schülerzentrierten Unterricht an der KRS. Höhepunkt war ein gemeinsamer Besuch der „Schönen Helena“, die trotz Sprachbarriere faszinierte und begeisterte - „sind das wirklich alles Schüler und keine Profis?“, wurde da von chinesischer Seite nachgefragt. Nach einem sehr gemütlichen gemeinsamen Abschlussabend im Schlosspark reisten die chinesischen Schüler anschließend noch weiter durch Europa, um vier Länder in vier Tagen zu erleben.

 


Neue Freundschaften geschlossen

Austausch mit Dartford: KRS-Schüler genießen englische Gastfreundschaft und englische Kultur

Hanau, 21. Juli 2015

Eine Riesenrad-Fahrt ist lustig: Die Rehbeiner genißen das Entschweben in luftige Höhen im London Eye.

Auch in diesem Schuljahr hatte eine kleine Gruppe von Schülern aus der 8. Klasse wieder die Möglichkeit am Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in England teilzunehmen. Mit ihren begleitenden Lehrkräften Herrn Schumacher und Frau Schneider flogen die Rehbeiner jetzt nach London und lebten in Gastfamilien in Dartford und Umgebung, sodass sie ganz in die englische Kultur eintauchen und am Alltagsleben teilnehmen konnten. Dabei verbrachten sie zwei Tage mit ihren Gastschülern in der Schule. „Das war sehr interessant, weil man mal eine andere Art von Schule kennengelernt hat“ (Lasse). Doch dort konnten sie nicht nur am Unterricht teilnehmen und so andere Fächer wie Food Technology oder Japanisch und Chinesisch kennen lernen, sondern auch neue Kontakte knüpfen. „Die Klassenkameraden meines Austauschschülers waren alle sehr aufgeschlossen und nett. Mit den meisten habe ich mich sehr gut verstanden“ (Felix). Vor und nach der Schule wurde häufig noch gemeinsam Fußball gespielt und hier und da sogar ein wenig Deutsch gesprochen und den Engländern neue Wörter wie „Primaballerina“ beigebracht.
 
Insgesamt standen sonst während des Austauschs drei Gruppentagesausflüge auf dem Programm. „Der beste Tag war der, an dem wir die Bootstour über die Themse gemacht haben und anschließend auf dem London Eye waren“ (Lilith). Bei strahlendem Sonnenschein konnten von der Themse aus viele bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Tower Bridge, den Tower of London, the Shard, das Globe Theatre, das London Eye und die Houses of Parliament mit dem Elisabethtower und der berühmten Glocke Big Ben bestaunt werden. Bei der anschließenden Fahrt mit dem London Eye genoss die Gruppe eine ganz neue Perspektive auf die Stadt mit einem grandiosen Ausblick. „Wir haben viel gesehen und hatten viel Spaß“ (Lilli).

Der zweite Ausflug ging in die Universitätsstadt Cambridge und war verbunden mit einer traditionellen Puntingtour über die Cam, vorbei an den berühmten und altehrwürdigen Colleges der University of Cambridge. Nicht alle erwiesen sich gleich zu Beginn der Tour als talentierte Punter, doch wo am Anfang durch mangelnde Steuererfahrung noch Entenfamilien voneinander getrennt, Puntingpoles verloren und fremde Punter gerammt wurden, glitten die Boote später gekonnt über den Fluss. „Das Punting war wirklich toll“ (Svenja), „Mir hat es extrem Spaß gemacht, vor allem als Herr Schumacher den Stab verloren hat“ (Lilith). Nach der anstrengenden sportlichen Aktivität konnten sich die Schüler bei einem Rundgang durch die Stadt erholen und in einem traditionellen britischen Sweets Shop ihre Energiereserven wieder auffüllen. Dabei gab es auch einige Mutige, die eine Packung Bertie Bott‘s every flavour beans mit solch tollen Geschmacksrichtungen wie earwax, dirt oder vomit kauften.

Der letzte Ausflug hatte noch einmal London zum Ziel. Diesmal zunächst mit einem Schwerpunkt auf naturwissenschaftlicher Bildung im Science Museum. Dort gab es Ausstellungen zur Erforschung des Weltalls, zur Wissenschaft des Fliegens, zu Informationstechnologie und vielem mehr zu entdecken. Anschließend konnten die Schüler im weltberühmten Kaufhaus Harrod’s erforschen was Luxus ist. Am berühmten Covent Garden gab es danach die Gelegenheit Souvenirs und Spezialitäten für die Familien und Freunde zu Hause einzukaufen und Artisten, Zauberern und Musikern bei ihren Shows zuzusehen.
Die Wochenenden wurden von den Gastfamilien individuell gestaltet. „Am Wochenende hatte ich mit meinem Austauschpartner freie Wahl wo wir hingehen möchten, also suchten wir uns einen Strand in der Nähe von Dartford aus. Dort badeten wir, spielten Fußball und machten als Erinnerung gemeinsame Fotos. Am Ende des Tages gingen wir noch indisch Essen“ (Felix). „Besonders Spaß gemacht hat mir der Ausflug mit meiner Gastfamilie zum Strand. Dort haben wir versucht Tennis zu spielen. […] An einem Tag haben wir eine Karaoke-Maschine aufgebaut, gemeinsam gesungen und dann einen Film geschaut, in dem eines der Lieder vorkam“ (Svenja). Andere machten eine Radtour nach Greenwich oder besuchten gemeinsam mit ihren Austauschpartnern Konzerte oder einen Jugendclub. „Wir sind vom Greenwich Park zur Cutty Sark gelaufen und von dort aus zum Markt, wo wir gegessen haben“ (Karsten).

So war es auch kein Wunder, dass die Schülerinnen und Schüler der Abreise mit einem lachenden und einem weinenden Auge begegneten und sich sogar wünschten, sie könnten noch etwas länger bleiben. „Es war einfach toll in einer englischen Familie zu sein und Englisch zu sprechen“ (Svenja), „Mit meinem Austauschpartner, seiner Familie und seinen Freunden habe ich mich sehr gut verstanden und es war eine schöne Zeit in England“ (Mathis). „Was ich auch toll finde, ist, dass ich neue Freundschaften geschlossen habe. […] Dieser Englandaustausch war die beste Entscheidung und ich hoffe nochmal so etwas zu erleben, denn ich bereue meine Entscheidung gar nicht“ (Lilly).
 


Mit großer Herzlichkeit empfangen

Karl-Rehbein-Schüler zum Kulturaustausch im Reich der aufgehenden Sonne

Hanau, 12.05.2015

Ein Aufenthalt, der von großer Gastfreundschaft geprägt war: Eine Delegation von Schülern der Karl-Rehbein-Schule besuchte jetzt die Partnerschule im chinesischen Sanmen.  Foto: Privat

„Made in China“ - während dieses Emblem eine Vielzahl unserer Produkte ziert, so ist das Wissen um das Land der Mitte weitgehend begrenzt. Um von China nicht nur aus Medien zu erfahren, sondern es wirklich zu erleben, machten sich nun 17 interessierte Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) begleitet, von ihren Lehrern Christiane Meijlink und Jochen Nimbler, auf zu einem Kulturaustausch ins Land der aufgehenden Sonne.
Durch die seit Jahren bestehende Partnerschaft der KRS mit der Sanmen High School (Taizhou) konnten die Schüler den Schulalltag chinesischer Jugendlicher hautnah miterleben. Die für europäische Schüler gewöhnungsbedürftigen Schulzeiten von 7 Uhr morgens bis 17 Uhr abends, und das sechs Tage die Woche, wurden von herzlichen Gastfamilien aufgefangen, welche unbekannte Köstlichkeiten aller Art zubereiteten. Nicht nur Liebe, sondern auch Kultur geht durch den Magen, wie die Schüler bei Familienessen aber auch dem gemeinsamen Kochen und beim Grillen im Bambuswald erfahren durften.
 
Doch damit erschöpfte sich der Einblick in die 3000jährige chinesische Kultur nicht. In Kursen und Ausflügen erkundeten die Schüler Sanmen und Umgebung, erprobten chinesische Musik, Kalligraphie und Malerei und mussten sich trotz aller Bemühungen in der chinesischen Nationalsportart Tischtennis den Austauschpartnern geschlagen geben. Doch der Spaß am gegenseitigen Kennenlernen und Lernen war ungebrochen und spiegelte sich in den lachenden Gesichtern auf tausenden Fotos und Selfies, welche die KRS-Schüler  mit ihren chinesischen Partnern oder freundlichen Fremden, welche nie zuvor mit westlichen Personen in Kontakt gekommen waren, machten.

Die Herzlichkeit und Nähe der ersten Austauschwoche zeigte sich im tränenreichen Abschied der Austauschpartner und Gasteltern, welche für viele ein Stück Familie geworden waren. Über die Möglichkeiten der neuen Medien können diese entstandenen Freundschaften glücklicherweise trotz der Zeitspanne und Distanz fortbestehen.

Um das historische Erbe, welches China maßgeblich prägte, in Ansätzen verstehen zu können, wurden in der zweiten Woche vergangene und gegenwärtige Zentren kulturellen Lebens erkundet: Shanghai, Suzhou und Peking. Der Sommerpalast, die Skyline von Shanghai, die Gartenstadt Suzhou und unzählige andere Eindrücke verblassten alle im Schatten der großen Mauer, welche zugleich den Höhepunkt und Abschluss einer eindrucksvollen Reise markierte. Voller Erinnerungen, mit vielen kleineren Souvenirs, mit unzähligen Fotos und neu gewonnenen Freunden am anderen Ende der Welt wurden die Schüler nach zwei Wochen von ihren Familien herzlich in Empfang genommen.
 
An die entstehenden Fotoalben und Ordner können die Teilnehmer erstmals eigenhändig und voller kultureller und persönlicher Eindrücke das uns wohlbekannte Emblem „MADE IN CHINA“ hängen.                                           

 


Rehbeiner in Barcelona

Hanau, 24.03.2015

"Meine spanische Familie frühstückt morgens nur Kaffee und Kekse“, „das Teewasser wird hier nicht im Wasserkocher sondern in der Mikrowelle erhitzt“  - viele neue Eindrücke haben elf Schülerinnen und Schüler der Karl Rehbein Schule während ihres Spanienaustausches mit dem Instituto Isabel de Aragó gewonnen. Vom 10.3. bis zum 18.3. hieß  es für die Spanischlerner der  8. und 9. Klassen: Auf nach Barcelona!
Dort warteten neben den herzlichen Gastfamilien auch ein buntes Programm und sonniges Wetter auf sie. Ob katalanische Traditionen, tolle Führungen durch den beeindruckenden Parque Güell oder die Sagrada Familia, Paella zubereiten oder eine Fahrradtour durch Barcelona am Strand entlang, für jeden Geschmack war etwas dabei.  Auch  der Besuch im Deutschunterricht durfte um einen authentischen Eindruck vom spanischen Schulleben zu gewinnen natürlich nicht fehlen.
Vor allem hat den Schülerinnen und Schülern aber die Freizeit in der Familie Spass gemacht, so dass mancher nach einer Woche gar nicht abreisen mochte. Jetzt freuen wir uns aber auf den Gegenbesuch unserer Spanischpartner im Mai auf den nächsten Barcelona-Austausch!
 


Amity Volunteer Reflects on Germany Adventures

Everyone learns and shares culture dif-
ferently. Some individuals prefer to ex-
plore culture through familiar and com-
fortable means, while others choose to

embark on a journey that involves com-
plete cultural immersion on all levels
and senses. “America is a melting pot of different
cultures and identities, but there are
some things that immigrants can’t bring
with them,” shares Michael Dixon, Amity Volunteer Abroad Participant.

Michael recently returned from Hanau,
Germany, the site of his Amity Volun-
teer Abroad assignment. Every day, he
passed the bombed out frame of a 1,000-
year-old church, a remnant of time left
intact from World War II. During his
time abroad, Michael was easily exposed
to a different piece of German culture on
a daily-basis. “I have met people who
spoke to me about what it was like when
the Berlin wall fell, [and] how the East-
ern Germans had never eaten bananas
before and bought bunches at a time,”
shares Michael. “There is so much his-
tory here...if I had just been travelled in
Europe these little differences would
have been only interesting peculiarities,
but because I was living and working
there, I could take in the culture around
me in a way tourists can’t.”

During his assignment, organized by
former Amity exchange teacher Sonja
Goehler, Michael served as a language
assistant at Karl Rehbein-Schule, a
secondary school located in Hanau. He
worked closely with teachers to develop
lessons that focused on English language conversation and shared insight
into American culture, history and tra-
ditions. One topic of discussion which
Michael explored was race relations in
the U.S. and Germany.

“America is a melting pot of different
cultures and identities, but there are some things that

immigrants can’t bring with them.”
“I randomly divided the class into two
teams and gave each team a jig-saw puzzle,” shares Michael. What the stu-
dents did not know was that Michael
had created an unfair advantage for one
group by altering one team’s puzzle
pieces so that they would not fit togeth-
er. He used this lesson to open discus-
sion on prejudice and inequality issues
that are still present in Germany and
the U.S. today.

As part of his experience, Michael
stayed with the Dippels, his German
host family. Michael and the Dippel
family shared their cultures through
day-to-day conversations or during fami-
ly activities. One memorable outing in-
volved apple picking in the German
countryside. “The whole time I was pick-
ing apples I got to admire the amazing
castle in the distance,” shares Michael.
“That night, we pressed the apples into
juice and made some fifteen gallons of
fresh cider. The simple family activity
was fun for me, especially because it was
unlike anything I would have done in
the States.”

Prior to participating with Amity, Mi-
chael worked as a Corps Member with
City Year, an educational nonprofit or-
ganization through which he mentored
inner-city middle school students in
Baton Rouge, LA. After seeing how
teaching influenced the personal growth
and maturity of his students, Michael
believed that cultural exchange through
education was the “best way to make
your own impact.”

Upon completion of his Amity Volunteer
assignment in December, Michael re-
turned to the United States to begin his
studies at UC Berkeley with future aspi-
rations of attending law school. Looking
back on his time abroad, he reflects, “I

think it is important for everyone, stu-
dents especially, to try and broaden
their experience. If I had not applied to
Amity Institute, I would see events only
from the American perspective. Now, I
can turn the globe and view the world
from a new angle.”

 


 

Minigolf und Maxi-Muffins

Chinesische Partnerschüler zu Besuch an der Karl-Rehbein-Schule

Hanau, 01.08.2014

Ihre allerersten Eindrücke von der Welt außerhalb Chinas bekamen 13 chinesische Schüler und zwei Lehrer in Hanau beim Besuch ihrer deutschen Austauschpartner an der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS). Herzlich aufgenommen in den Familien und in der Schule erlebten die zwölf 16-jährigen Mädchen und ein Junge staunend sehr viel Neues, das für sie ebenso exotisch war wie der chinesische Alltag für ihre deutschen Partner, den sie im April beim Besuch in Sanmen kennengelernt hatten.

Ein großes Thema war das Essen, insbesondere dass wir so viel „hartes“ Brot essen war für die Chinesen sehr gewöhnungsbedürftig. Eis und Pommes waren dagegen sehr beliebt, beim Schnitzel bestand das Problem eher darin, so ein großes Stück Fleisch in den Mund zu bekommen. Die chinesischen Gäste nahmen die ihnen ungewohnte Umgebung mit großem Interesse und großer Neugier wahr. Dass man die Straße an einem Zebrastreifen gefahrlos überqueren kann, wurde ebenso bemerkt wie die Tatsache, dass hier  so viele Menschen in „Villen“ leben, womit sie jedes Haus bezeichneten, das einen Garten hat. In der Schule gab es große Begeisterung für die für chinesische Verhältnisse kleinen Klassen, kurzen Schultage und wenigen Hausaufgaben. Auch dass bei uns anders als in China nicht fast jedes Kind eine starke Brille trägt, fiel auf. Für die deutschen Karl-Rehbein-Schüler war die Zeit mit ihren chinesischen Freunden auch ein besonderes Erlebnis, denn durch sie erhielten sie einen ganz neuen Blick auf ihre eigene Umgebung, und vorher Selbstverständliches wurde auf einmal ganz neu eingeschätzt.

Deutsche und Chinesen unternahmen viel miteinander und hatten viel Spaß bei gemeinsamen Aktivitäten. In Frankfurt bekamen sie eine Insiderführung im Commerzbanktower mit seinen großen Innengärten und dem spektakulären Blick vom Dach und sahen auch die Christopher Street Parade, einer für die Chinesen undenkbaren Demonstration für Toleranz und Offenheit. Einen Ausflug in die Vergangenheit machten sie zur Ronneburg, wo besonders der 90 Meter tiefe Brunnen beeindruckte. Ein großer Spaß war es für alle, gemeinsam Muffins zu backen, Ropeskipping auszuprobieren und in einem Kunstprojekt mit Papierfigürchen die auch in China beliebten Märchen der Brüder Grimm zu modernisieren. So wurde auf einmal Rotkäppchen von einem chinesischen Comicmonster gerettet. Nach einem bilingualen Erdkundeunterricht mit einem Quiz über Europa wurde am Nachmittag Minigolf gespielt. Beides war für die Chinesen neu, aber trotzdem hatten in manchen deutsch-chinesischen Teams die Chinesen die Nase vorn. Das von der Lehrerin Christiane Meijlink organisierte Programm endete mit einer Pizzaparty, bei der unter großem Gelächter spontan deutsche und chinesische Kreisspiele ausprobiert wurden. Nach einer ereignisreichen Woche und einem nicht leichten Abschied machten sich die chinesischen Gäste auf zu einer Turborundreise durch Europa, bevor sie nach einer weiteren Woche nach Sanmen zurückkehrten.

 


 

Gewinnbringend für beide Seiten

Karl-Rehbein-Schule Hanau schließt Partnerschaftsvertrag mit zwei französischen Schulen

Hanau, 09.07.2014

„Vivre la France!“: Eine große Anzahl von Schülern der Karl-Rehbein-Schule weilte jetzt mit ihren Lehrkräften in Francheville und Lyon, um das französische Schulleben hautnah zu erleben. Zudem unterzeichnete die KRS zwei Partnerschaftsverträge mit dem Lycée Saint-Just in Lyon und dem das Collège Christinane Bernardin in Francheville.                                                                                                                                        Foto: Privat          

Die Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) vernetzt sich europa- und weltweit immer mehr: Nun zählen neben englischen, italienischen und spanischen Schulen auch zwei französische Schulen zu Partnern der KRS. Zum einem ist dies das Lycée Saint-Just in Lyon und zum anderen das Collège Christinane Bernardin in Francheville. Die KRS unterzeichnete nun in Frankreich entsprechende Verträge, die dem gegenseitigen Verständnis und der Förderung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern und ihrer Kultur dienen.

Die Partnerschaft wird sich so in gegenseitigen Schüleraustausch-Programmen äußern. Hier sollen die Schüler interkulturelle und fremdsprachliche Kompetenzen erwerben und auch die Möglichkeit haben, sich an längeren Austauschprogrammen wie etwa dem Programm „Voltaire“ zu beteiligen. Auch die Realisierung von Betriebspraktika im Partnerland wird angestrebt.

KRS-Direktor Jürgen Scheuermann weilte nun mit einer größeren KRS-Delegation in beiden Schulen, um den Partnerschaftsvertrag jeweils vor Ort zu besiegeln. Begeistert kehrten die Besucher aus Hanau wieder zurück, war man von der französischen Gastfreundschaft sehr angetan. Besuchten zuvor Delegationen der französischen Partnerschulen die KRS, war nun die KRS selbst zu Gast in Francheville (Partnerstadt von Hanau-Steinheim) und Lyon, um dort das französische System der Ganztagsschule kennen zu lernen und vor allem dem Unterricht, natürlich in französischer Sprache gehalten, beizuwohnen.

So zeigten sich die KRS-Schüler tief beeindruckt von der Schönheit der Stadt Lyon, die mit ihrem Renaissance-Viertel seit 1998 unter dem Schutz des UNESCO-Kulturerbes steht. Die beeindruckende Architektur der Stadt mit ihren langen, die Innenhöfe verbindenden Gängen, sorgte für nachhaltigen Eindruck bei den Rehbeinern. Waren es auch die kunstvoll angelegten Parks, die Bewunderung auslösten, konnten die Schüler auch jenen Ort besuchen, an dem einst das Kino erfunden wurde, bauten die Brüder Lumière hier den ersten Cinematographen, eine Apparatur, mit der man Filme projizieren kann.

Natürlich gab es neben der Kür auch die Pflicht und so stand ein Empfang bei Bürgermeister René Lambert, der die KRS-Schar herzlich in seinem Rathaus empfing, auf dem Plan. Der Besuch der neuen Partnerschulen der KRS war ebenso fester Bestandteil des Reiseprogramms. Das Erleben eines gemeinsamen Alltags mit gleichaltrigen französischen Schülern empfanden die KRS-Schüler als sehr gewinnbringend – der Großteil der Austauschschüler würde wieder eine derartige Reise unternehmen.

   


 

In Sanmen zuhause gefühlt

Karl-Rehbein-Schüler nehmen aus China vielfältige Eindrücke mit

Hanau, 21.05.2014

Bitte recht freundlich: Vielfältige Eindrücke, dazu zählt auch das Tragen traditioneller chinesischer Kleidung, ließen den China-Besuch der KRS-Schüler zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.
 

China nicht nur als Tourist bestaunen sondern mittendrin den Alltag erleben – diese Erfahrung machten jetzt siebzehn Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS). Beim Besuch ihrer Partnerschule in Sanmen konnten die Hanauer Schüler ihre Austauschpartner in den Unterricht begleiten und miterleben, was es heißt den Schultag in Klassen von 50 Schülern von morgens um sieben bis abends um neun  zu verbringen. Den deutschen Gästen wurden aber auch eigens für sie organisierte Kurse geboten, um ganz praktisch etwas über China zu erfahren. So versuchten  sich die Rehbein-Schüler selbst in chinesischer Kalligraphie, Musik, Drachensteigen und einem der Nationalsportarten, Tischtennis.

In den Gastfamilien wurden sie besonders herzlich aufgenommen und vor allem den ganzen Tag bekocht mit einer Vielfalt von Gerichten, die noch einmal ganz anders sind als alles, was man hier vom Chinarestaurant kennt. Die chinesischen Familien ließen die Jugendlichen an ihrem Familienleben Anteil nehmen, so dass die Deutschen sich trotz der ganz anderen Lebenswelt zuhause fühlten.

Für viele der Chinesen war es der erste Kontakt mit Europäern, weshalb die deutschen Schüler überall auch begehrte Fotomotive waren und in freundliche Gespräche verwickelt wurden, oft unter Einsatz von Händen, Füßen und Übersetzungsprogrammen auf den allgegenwärtigen Smartphones.

Während der Woche in Sanmen entstanden herzliche Freundschaften und so fiel der Abschied nicht leicht. Es folgte aber noch eine weitere ereignisreiche Woche in China, während der die großen Sehenswürdigkeiten in Shanghai, Suzhou und Peking besucht wurden. Ein abschließender Höhepunkt für alle war es, am letzten Tag dann auf der großen „chinesischen Mauer“ zu stehen. Diese zweiwöchige Reise nach China wird den Schülern lange über ihre Schulzeit hinaus in Erinnerung bleiben.

Die Rehbein-Schüler statteten ihrer Partnerschule in Sanmen einen Besuch ab und lernten dort das chinesische Schulleben kennen. Fotos: KRS


 

Umjubelte „Sinfonie der Zukunft“

Rehbeiner besuchen Hanauer Partnerstadt Jaroslawl – Gemeinsames Galakonzert

Großer Empfang im Rathaus von Jaroslawl für die Musiker-Delegation aus Hanau.

Hanau, 6.2.14

Seit mittlerweile 20 Jahren existiert die Freundschaft zwischen der Stadt Hanau und der russischen Partnerstadt Jaroslawl. Ein viel versprechender Pfeiler dieser Freundschaft ist die seit 2008 bestehende freundschaftliche und künstlerische Zusammenarbeit zwischen der Hanauer Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) und der berühmten Sobinov-Musikschule aus Jaroslawl. Sie brachte mittlerweile vier internationale Begegnungen mit musikalischem Schwerpunkt hervor. Begleitet und gefördert wird diese Partnerschaft seit Beginn insbesondere vom dem Hanauer Partnerschaftsverein „Freundschaft mit Jaroslawl“ und der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch.

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass die Sobinov-Musikschule eine Delegation der KRS zur Vorbereitung und Durchführung eines überregionalen Orchester-Workshops und abschließendem Galakonzert einlud. Eine Hanauer Gruppe von 18 Personen, darunter viele Schüler aus dem Sinfonieorchester beziehungsweise dem Musik-Leistungskurs der KRS folgten dem Ruf nach Russland.

Unter dem hoffnungsvollen Titel „Sinfonie der Zukunft“ bildeten die jungen Hanauer Musiker mit aus vielen russischen Städten angereisten Schülern, die sich in einem Wettbewerb zur Teilnahme qualifiziert hatten, ein gemeinsames Orchester, abwechselnd geleitet von einem russischen Staatsdirigenten des Oblast (Landkreis) Jaroslawl und Oberstudienrätin Petra Weiß, der Leiterin des KRS-Sinfonieorchesters. In einer intensiven mehrtägigen Probenphase bereitete man sich auf den Auftritt vor. Das in der festlichen Philharmonie von Jaroslawl stattfindende Galakonzert „Sinfonie der Zukunft“ war Abschluss und Höhepunkt der Reise.
Das Zusammenspiel der deutschen und russischen musikbegeisterten Jugendlichen gelang hervorragend, was sich in dem frenetischen Jubel aller russischen Konzertbesucher zeigte: Stehende Ovationen nach dem grandiosen Finale mit dem „Abba“-Evergreen „Thank you for the music“, zahlreiche Blumensträuße und Glückwünsche waren die Reaktionen des russischen Publikums im ausverkauften Konzertsaal. Petra Weiß eroberte besonders mit den von ihr ausgewählten „Orchesterleckerbissen“ von  Wagner bis Strauß die Herzen von Jung und Alt und gewann die Sympathien aller Teilnehmer.

Flankiert wurde der einwöchige Besuch von zahlreichen gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten in Russland. So standen neben einem ehrenvollen Empfang im Rathaus von Jaroslawl und einem eigenen Konzertabend der Hanauer Musiker auch Stadt- und Museumsführungen sowie das Kennenlernen der russischen Kultur auf dem Programm. Am Tag der Heimreise fand die Gruppe sogar noch Zeit für einen kurzen Abstecher nach Moskau.

Herzlich untergebracht in russischen Gastfamilien konnten die Schüler den Alltag und das Leben in Russland unmittelbar erfahren. Der mittlerweile vierte Austausch zeigt, dass die Freundschaft zwischen der Sobinov-Schule mit ihrer Leiterin Svetlana Dilmuchametova und der KRS Zukunft hat. Diese Freundschaft soll ihre Festigung und Weiterentwicklung in einem weiteren musikalischen Besuch aus Jaroslawl zum Schuljubiläum der KRS im Jahr 2015 finden.

Bild-Mitte: Mit tosendem Applaus und Standing Ovations wird KRS-Musikpädagogin Petra Weiß zusammen mit den KRS-Musikern für eine geschlossene musikalische Konzert-Darbietung umjubelt. Fotos: Privat



 

Gelassenheit ist ein oberstes Gebot

„Freundschaftsverein Hanau –Taizhou“ lädt zu Infoabend über China ein


Hanau, 19.01.14

Was passiert, wenn in China der sprichwörtliche Sack Reis umfällt? Nichts. Wenn aber eine chinesische Bank „umfällt“, dann könne dies durchaus eine globale Wirtschaftskrise auslösen, referiert Robert Restani, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hanau. Die „Industrial and Commercial Bank of China“ zähle mit einer Bilanzsumme von 2000 Milliarden Euro mittlerweile mit zu den größten Banken der Welt, führt Restani in der Mensa der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) vor einem staunenden Publikum aus. Überhaupt China – ein Land der Superlativen und Gegensätze. Der „Freundschaftsverein Hanau – Taizhou“ hatte zu einem informativen China-Abend in die in KRS-Mensa geladen, an dem nicht nur Vereinsmitglieder zugegen waren. Auch Fachanwälte und Wirtschaftsexperten, die mit China in geschäftlichen Beziehungen stehen, gaben dem interessierten Publikum einen Einblick in die komplexe Wirtschaftswelt Chinas.  

Zuvor aber zeigte Jürgen Scheuermann, 1. Vorsitzender des Freundschaftsvereins Hanau-Taizhou, den Weg auf, der über die Schulpartnerschaft zwischen der KRS und der High-School Sanmen zur Städtepartnerschaft zwischen der Millionenmetropole am chinesischen Meer und der Stadt an Kinzig und Main führten. „Hier ist mittlerweile eine feste Freundschaft gewachsen, die sich auch über den Schüleraustausch zwischen KRS und Sanmen äußert“, so Scheuermann. Vor allem die musische Bildung und das duale Bildungssystem seien es, die die Chinesen bewunderten. „Eines Tages hatte ich einen fürchterlich schnell sprechenden Mann am Telefon, den ich zunächst überhaupt nicht verstand – es war der Direktor der Sanmen High-School, der uns eine Schulpartnerschaft anbot. Ich fragte ihn, warum er denn auf die KRS käme und bekam zur Antwort, dass ihn das sportliche und musikalische Profil unserer Schule beeindruckt habe“, erläutert Scheuermann den Anfang einer wunderbaren Partnerschaft.

Bei allen großen Wachstumsraten, die China vorzuweisen habe, wüchsen die Bäume dort auch nicht in den Himmel. Das Land habe beispielsweise mit großen Umweltproblemen zu kämpfen, Korruption und Verschwendung müssten bekämpft werden. Riesige „Geisterstädte“ werden aus dem Boden gestampft, in denen es aber keine Schulen gebe, so Scheuermann. Die Chinesen selbst, so der KRS-Direktor, sehen ihr Land vor gewaltigen Reformen, müssen auch die Probleme einer zunehmenden Alterung der Bevölkerung gelöst werden. Die Erhaltung und Festigung der politischen wie sozialen Stabilität sei daher oberste Maxime des kommunistisch geführten Landes. Eine Wachstumsrate von mindestens 6,7 Prozent sei zur Sicherung der Stabilität nötig, seien sonst große Unruhen zu befürchten.

Bis 2015 sollen in China 45 neue Flughäfen gebaut und in Betrieb genommen werden, referiert Restani. China, so der Sparkassenchef, ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Staatseigene Banken dominieren den heimischen Finanzmarkt, kontrolliert von Aufsichtsbehörden und strengen Regularien.

Von den ganz eigenen Regularien im geschäftlichen Handelsbereich berichtet Thomas Wolf, Geschäftsführer der Firma „M + R Dichtungstechnik“ aus Seligenstadt. Das Unternehmen bietet spezielle Dichtungen auch für den Bau von Hochhäusern an – für China mit seinem Bauboom ein  interessanter Geschäftspartner. Wolf spricht von einem „Start mit Irrtümern“ im Handel mit chinesischen Geschäftsleuten, denn diese sprächen weder die englische Sprache, noch seien sie an die europäische Pünktlichkeit gewohnt. „Und ohne Prospekte in chinesischer Sprache braucht man in den Messehallen Chinas erst gar nicht auftreten“, so Wolf. Gelassenheit sei zudem oberstes Gebot in dem Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern.
Die Sinologin Anja Jordan hat das „Reich der Mitte“ 1989 als Studentin bereist – abenteuerliche Reisen, tropische Temperaturen und riesige Menschenmassen hat Jordan in Erinnerung behalten.
Die Fachanwältin Bettina Bokeloh, angestellt in einer namhaften US-amerikanischen Traditionskanzlei und spezialisiert auf chinesische Aktiengesellschaften, berichtet von ihrem Austauschprogramm als Studentin, das sie ebenfalls 1989 nach China führte. Dort habe sie ehrgeizige, wissbegierige Menschen kennengelernt. Aber auch die Vielfältigkeit eines Landes, das sich nicht als „das“ China bezeichnen lässt.

Von der kulturellen, aber auch lukullischen Vielfältigkeit, dass dieses Riesenreich zu bieten hat, konnten sich die Besucher des chinesischen Infoabends in der KRS-Mensa dann selbst überzeugen, gab es im Anschluss chinesische Spezialitäten zu kosten.

Der Vorsitzende des „Freundschaftsvereins Hanau-Taizhou“, Jürgen Scheuermann, führt charmant durch den Infoabend des Vereins über China und die Beziehungen zu Hanau. Foto: Pick   
 


Auch der Eintracht Besuch abgestattet

Karl-Rehbein-Schüler empfangen Delegation aus Dartford – Fokus liegt auf Thema „Ernährung“
 

Hanau, 28.12.13

Mit einer knapp drei stündiger Verspätung kam nun der bereits lang erwartete Gegenbesuch aus Dartford in Frankfurt an. Ein Computerproblem bei der britischen Luftsicherheitsbehörde hatte für Chaos und viele Flugausfälle auf der Insel gesorgt. Die Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) hatten jedoch Glück, denn der Flug der englischen Gäste war einer der sehr wenigen, der nicht annulliert wurde.

Der Austausch zwischen Schülern aus Dartford und der KRS fand unter dem Thema „Ernährung“ statt, dementsprechend sah auch das Programm aus: Die englischen Schüler besuchten den Wochenmarkt in Hanau, wo sie ihre kommunikativen Fähigkeiten und ihren Wortschatz in Bezug auf Ernährung anwenden und erweitern konnten. In einem anschließenden Projekt wurden dann Ernährungsgewohnheiten aus den beiden Ländern miteinander verglichen und eine Ernährungspyramide aufgestellt.

Es wurde jedoch nicht nur mit dem Kopf, sondern auch handlungsorientiert mit Körper und Händen gearbeitet. So bot sich die Gelegenheit, an der Eugen-Kaiser-Schule einen Backkurs unter Anleitung eines Profis zu belegen. Im Laufe des Vormittags wurden mit frisch gemahlenem und fermentiertem Mehl Brezeln und Kokosmakronen gebacken. Dabei wurden die Brezeln von Versuch zu Versuch schöner. Abschließend konnten die gebackenen Köstlichkeiten genossen werden, wobei leider kaum eine Makrone als potenzielles Geschenk für die Eltern daheim übrig blieb. Weiterhin fand auch ein Fitnesstest und ein Fußballländerspiel in der Main-Kinzig-Halle-Turnhalle statt, welches die Engländer knapp mit 2:1 für sich entscheiden konnten. Wäre das Spiel bis ins Elfmeterschießen gegangen, hätte das Ergebnis sicherlich anders ausgesehen.

Weitere Höhepunkte waren ein Ausflug nach Frankfurt. Dort wurden das Dialogmuseum und der von Engländern allgemein geliebte Weihnachtmarkt besucht. Für Abwechslung sorgte auch das individuelle Programm, das die Gastfamilien für die Engländer auf die Beine gestellt hatten. Dieses reichte von Ausflügen zu Burgen und typisch hessischen Dörfern in der Umgebung bis zu Europe-League Besuchen von Spielen der Eintracht und Schlittenfahren in der Rhön.

Nach genau einer Woche wurden die englischen Gäste dann mit Wehmut verabschiedet. Ein großer Dank gilt den beteiligten Familien für das tolle Rahmen-Programm, das den Engländern in den schulfreien Tagen geboten wurde. Die KRS-Schulgemeinde freut sich schon jetzt  auf den Austausch im nächsten Jahr.


Backe backe Kuchen:  Gemeinschaftlich buken die Schüler aus Dartford und der KRS leckere Plätzchen – die zumeist gleich an Ort und Stelle verspeist wurden.                                            Foto: Privat


 



 

Rehbeiner auf Expedition in Jaroslawl

Hanau, 14.11.13

Die musikalische Freundschaft zwischen der Hanauer Karl-Rehbein-Schule (KRS) und der Sobinov Musikschule in Jaroslawl vertieft sich von Jahr zu Jahr. Nachdem im letzten Juni eine russische Delegation Hanau und die Rhein-Main Region besuchte und gemeinsam mit den Rehbeinern im Congress Park Hanau musizierte, verschlägt es dieses Jahr wieder eine Hanauer Delegation nach Russland. 15 junge KRS-Musiker werden mit ihren Begleitpersonen unter der Leitung von Petra Weiß im November eine Woche in der russischen Partnerstadt verbringen. Hintergrund der mittlerweile vierten Begegnung, die von der Stiftung deutsch-russischer Jugendaustausch unterstützt wird, ist die Einladung der Sobinov-Musikschule, diese beim Projekt „Jaroslawler Orchester – Symphonie der Zukunft“ zu unterstützen. Höhepunkt des Besuches wird ein großes Festkonzert sein, das gemeinsam von einem russischen Staatsdirigenten und Petra Weiß geleitet werden wird.


Von den Tücken des Linksfahrens

 

KRS-Schülerdelegation stattet Partnerschaftsschule in Dartford Besuch ab

Hanau, 08.10.13

16 Schülerinnen und Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau verbrachten nun mit ihren Begleitern Julia Schneider und Ulf Schumacher eine rundum gelungene Woche in Dartford, England, und kehrten mit vielen bleibenden Eindrücken heim.

Schon der Hinflug war ein Ereignis, hatte die Gruppe doch das Glück mit dem größten Flugzeug der Welt, dem Airbus A380 fliegen zu dürfen. In Dartford angekommen, wurden wir herzlich von unseren Austauschpartnern in Empfang genommen. Das gemeinschaftliche Bowling-Spiel in gemischten Teams am Abend brach das Eis zwischen Engländern und Deutschen.

Den Schulalltag in einem komplett anderen System kennenzulernen, war für alle eine Bereicherung. Die englische Kollegin Antje Kruppa sorgte hierbei für einen reibungslosen Ablauf. Besonders die Strenge mancher Lehrer, der 'dress code' mit Krawatte und Anzug für die Jungen, und die Regeln, wo in der Schule gegessen werden darf, blieben im Gedächtnis.
Aber auch im alltäglichen Leben gab es kleine Tücken und Probleme zu meistern - so zum Beispiel der Linksverkehr. Es soll vorgekommen sein, dass der ein oder andere Schüler auf dem Fahrersitz des Autos der Gastfamilie Platz nehmen wollte.

Insgesamt haben sich die englischen Gastfamilien äußerst viel Mühe gegeben, ihre deutschen Gäste zu unterhalten. So wurden am Wochenende maßgeschneiderte London-Ausflüge, ausgedehnte Shoppingtouren (die Geschäfte öffnen in England auch am Sonntag), Pfadfinderausflüge oder Kinobesuche organisiert.

Mit den Lehrern standen Ausflüge nach London und nach Greenwich auf dem Programm. Ersterer begann mit einer Bootsfahrt auf der Themse und einem Spaziergang in Westminster. Viele Sehenswürdigkeiten konnten bewundert werden, bis es im Park zu einem Fußballspiel Deutschland gegen England und Ulf Schumacher kam. Entgegen aller Prognosen konnten die Engländer dieses mit 5:3 für sich entscheiden. Im Anschluss wurde der Wachwechsel am Buckingham Palace und Covent Garden angeschaut. Der Tagesabschluss war eine Schatzsuche im Britischen Museum. In Greenwich wanderten die Schüler dann auf den Spuren der Hauptdarsteller der Green Line Schulbücher, die dort wohnen. Viele Sehenswürdigkeiten aus den Büchern konnten live in Augenschein genommen werden, nur unterbrochen von einem Rugbyspiel im Park.

Außerdem wurde das Projekt „Healthy Food“, das im Dezember fortgeführt wird, vorbereitet. Dann findet der Gegenbesuch der Engländer statt. Darauf freut sich die KRS-Schulgemeinde.  „Wir hoffen, dass die Engländer hier eine ebenso schöne Zeit verbringen werden wie wir in Dartford!“, so der einhellige Tenor der Besuchertruppe.  


Chinesische Gastschüler verabschiedet

Hanau, 28.08.13

Für rund zwei Wochen weilten jetzt elf chinesische Schüler der Middleschool Sanmen aus Hanaus Partnerstadt Taizhou als Gast an der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS). Begleitet wurden die chinesischen Schüler von ihrem Schuldirektor Hu und zwei Lehrkräften. Der Besuch wurde ermöglicht durch das Austauschprogramm zwischen der KRS und der Middelschool Sanmen. KRS-Direktor Jürgen Scheuermann (links), der gleichzeitig auch Vorsitzender des Partnerschaftsvereines „Freundschaft mit Taizhou“ ist, verabschiedete die chinesische Delegation zusammen mit seinem Stellvertreter Robert Schnabel (rechts) und wünschte den Schülern aus China eine gute Heimreise. In Hanau stand ein umfangreiches Besuchsprogramm auf dem Plan, konnten sich die chinesischen Gäste in zahlreichen Ausflügen ein Bild von der Brüder-Grimm-Stadt und der Umgebung machen. Natürlich kamen auch die Begegnungen mit KRS-Schülern nicht zu kurz, war es für die chinesische Delegation spannend, den Schul-Unterricht an einer deutschen Schule hautnah mitzuerleben. Hanau scheint in Sanmen einen so guten Ruf zu besitzen, dass sich die Schüler aus Sanmen, die Wahl zwischen Chicago und Hanau habend, eben für die Stadt an Main und Kinzig entschieden.


Faszinierende Kultur erlebt

Schüler der KRS besuchen chinesische Partnerschule in Sanmen

Hanau, 21.06.13

Auch in diesem Jahr eröffnete der alljährliche Schüleraustausch der KRS mit der chinesischen Sanmen Middle School Schülern verschiedener Jahrgangsstufen die Möglichkeit, eine völlig andere, interessante und faszinierende Kultur zu erleben. Herrmann Lehr, Brigitte Bruckmann und Alexander Bös begleiteten die teilnehmenden Schüler.
In der ersten Woche der zweiwöchigen Reise wurde die Partnerschule in Sanmen, einer Unterstadt von Hanaus Partnerstadt Taizhou, besucht. In dieser Zeit lernte die Austauschgruppe das alltägliche Leben in China kennen. Zusammen mit ihren Austauschpartnern erkundeten die Schüler die Schule, nahmen am Unterricht teil und lernten so manches über die chinesische Geographie, Tai Chi, Ping Pong und Kalligraphie. Die Gruppe wurde sogar von der für die Schulen zuständigen Bürgermeisterin, einer Art Bildungsministerin, und dem Oberbürgermeister willkommen geheißen. Die herausragenden Höhepunkte dieser Woche waren der Besuch zweier Tempel und der Tomb Sweeping Day, ein chinesischer Feiertag, der der Ehrung der Ahnen dient und an dem die Schüler mit ihren Austauschfamilien teilhaben durften. Der Abschied am Ende dieser erlebnisreichen und auch so lehrhaften Zeit war tränenreich.
Eine kleine Rundreise schloss sich an: Schanghai, Tsingtao und Peking. Eine begeisterte Gruppe bedankte sich - wieder in Deutschland - sehr herzlich am Flughafen bei ihren Begleitern.  


Ein neues Partnerschafts-Juwel

Karl-Rehbein-Schule Hanau beschließt Kooperation mit Gymnasium aus Vicenza

Hanau, 15.06.13

„Familienfoto“ vor großartiger Kulisse: Die am Austausch mit Vicenza beteiligten KRS-Schüler, KRS-Direktor Jürgen Scheuermann und Stadtrat Federico Formisano (beide Mitte), präsentieren sich nach der Partnerschafts-Vertragsunterzeichnung im Rathaus von Vicenza.   Foto: Privat  

Beide Schulen befinden sich im Herzen der Stadt, beide Schulen pflegen die musikalische Förderung ihrer Schülerschaft, beide Schulen sind dem europäischen Gedanken eng verbunden: Die Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) und das Liceo Ginnasio Statale A. Pigafetta in Vicenza haben jetzt eine offizielle Schulpartnerschaft auf den Weg gebracht. KRS-Direktor Jürgen Scheuermann und sein italienisches Pendant, Roberto Guatieri, haben nun in einer Feierstunde die Partnerschafturkunden unterzeichnet.

Damit besitzt die KRS ein nahezu einzigartiges Partnerschaftsportfolio in der deutschen Schullandschaft. Hochkaräter wie das spanische Gymnasium Infanta Isabel d´Aragó in Barcelona, die Dartford-Grammar-School in England, die Highschool von Sanmen in China, der Austausch mit Lyon (Collège Charcot und Lycée Saint-Just) und Francheville (Collège Christiane Bernardin) Frankreich, zeugen von der regen Aktivität der KRS, nicht nur den europäischen Gedanken, sondern darüber hinaus auch noch mit den partnerschaftlichen Beziehungen nach Jaroslawl in Russland weltweite Kooperationen aktiv zu leben. „Mit dem Liceo Ginnasio Statale A. Pigafetta haben wir ein weiteres kostbares Juwel in unserer Partnerschafts-Sammlung aufnehmen können“, freut sich Scheuermann. Im Rahmen eines nun stattgefundenen Schüleraustausches zwischen KRS und Vicenza war er eigens in die oberitalienische Stadt gereist, um seine Unterschrift unter das Partnerschaftsabkommen zu setzen. Dies eröffnet den Schülern beider Gymnasien die einmalige Möglichkeit, für einen längeren Zeitraum die Partnerschule zu besuchen. In der Tat ein besonderes Ereignis, war neben dem „Consigliere“, Stadtrat Federico Formisano, sogar das italienische Regionalfernsehen bei der Unterzeichnung im Rathaus von Vicenza zugegen.

„Wir wachsen zusammen in Europa. Als weltoffene Schule ist es für die KRS selbstverständlich, gemeinsam mit unseren Schülern das Zusammenwachsen durch den Austausch auf allen Ebenen zu praktizieren und zu fördern“, betont der KRS-Chef. Die neue Partnerschaft stehe auf einem soliden Fundament, gibt es zwischen beiden Schulen schon seit einigen Jahren einen regelmäßigen Schüleraustausch. Nunmehr könne diese in sich gewachsene Partnerschaft insbesondere auch auf den musischen Bereich ausgebaut werden, etwa durch Kooperationen auf musikalischer Ebene.

Rund 20 KRS-Schüler weilten nun für eine Woche in Vicenza, um im Gegenzug zum Besuch der italienischen Schüler in Hanau nun italienische Gastfreundschaft zu genießen. Organisiert wurde der Aufenthalt in Italien von Loredana Padovani. In Begleitung der KRS-Lehrerinnen Caroline Dewit und Ines Dunemann erkundeten die Rehbeiner aus den Klassenstufen acht bis zur E-Phase die mit historischen Bauten und Schätzen reichhaltig gesegnete Stadt, so zum Beispiel die klassizistischen Palastbauten des Vicentiner Architekten Palladio. Schon Goethe war während seiner Italienreise im 18. Jahrhundert sehr angetan von der Architektur Vicencas. Der Besuch des „Teatro Olimpico“, dem ältesten Innenraum Theater Europas stand ebenso auf dem Programm wie Ausflüge nach Padua und Venedig.

Aber nicht nur „Kultur pur“ prägte den Besuch der Hanauer Schüler – auch das Kennenlernen des italienischen Familienalltags stellte eine wertvolle Erfahrung für die KRS-Eleven dar. So kam der persönliche Austausch mit italienischen Schülern nicht zu kurz, „Die gesammelten Erfahrungswerte werden die Schüler in ihrem persönlichen Werdegang mit Sicherheit beeinflussen“, ziehen die an dem Austausch beteiligte Verantwortlichen ein positives Resümee.  


Eingetaucht in das Alltagsleben

Karl-Rehbein-Schüler erleben die französische Gast-Freundschaft

Hanau, 06.06.13

Unvergessliche Tage verlebten nun 41 Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) in Frankreich. Nach einem erfolgreichen ersten Teil des Schüleraustauschs mit dem Collège Christiane Bernardine aus Francheville und dem Lycée St. Just in Lyon im März in Hanau, freuten sich die Rehbeiner, ihre Austauschpartner diesmal in Frankreich wiederzutreffen.
Alle waren sehr gespannt darauf, in das französische Alltagsleben einzutauchen und viele neue Erfahrungen sammeln zu können. So nahmen die deutschen Schüler an zwei Tagen am Unterricht in den französischen Schulen teil. Beeindruckt waren die Collégiens insbesondere von dem modernen Bau der Schule, die erst vor zwei Jahren eingeweiht wurde, und von der Tatsache, dass sich die Schüler nach dem Pausenklingeln in einer Reihe vor dem Schulgebäude aufstellen, um dort von ihrem Lehrer abgeholt zu werden.
Das Ausflugsprogramm, das von den französischen Lehrkräften gestaltet wurde, war sehr abwechslungsreich und interessant. So kamen die Schüler in den Genuss, das Hôtel de Ville, das Rathaus von Lyon, im Rahmen einer Führung vorgestellt zu bekommen und dessen prunkvollen Baustil zu bewundern.
Beeindruckt waren die Schüler von dem neuen Lyoner Stadtteil La Confluence, den sie nach einer Schifffahrt auf der Saône zu Fuß erkundeten. Der Stadtteil, der im Jahr 2030 fertiggestellt sein soll, besticht nicht nur durch seine äußerst moderne Architektur, sondern auch durch die nachhaltige Bauweise der einzelnen Häuser. Außerdem machte die Gruppe einen Abstecher nach Avignon und besichtigte dort bei bestem Wetter den Papstpalast und die beeindruckende Altstadt.

Die Austauschpartner des Lycée St. Just verbrachten einen Nachmittag im Hochseilgarten und konnten dort ihre Grenzen austesten, während die Collégiens im Marionettenmuseum „Gadagne“ an einem Workshop teilnahmen und ihre eigenen Handpuppen herstellten.
Das Wochenende und den Pfingstfeiertag verbrachten die Deutschen in ihren Gastfamilien. Hier fanden nun viele Aktivitäten und Ausflüge nach Lyon und in die nähere Umgebung statt.
Nach einer ereignisreichen und aufregenden Woche nahmen die deutschen und französischen Freunde voneinander Abschied – bis zum nächsten Austauschtreffen.  Heike Will


Schüler der Karl-Rehbein-Schule machten nun in Frankreich positive Erfahrungen mit der dortigen Gastfreundschaft und konnten zudem mit ihren Austauschpartnern zahlreiche Erfahrungen über das Nachbarland sammeln.


 

 

Schüleraustausch einmal ganz anders: Die französischen Schüler aus Lyon, hier zusammen mit den Ausbildungsverantwortlichen, wurden von KRS-Schülern während eines einwöchigen Betriebspraktikum bei Heraeus betreut. Foto: Privat

Schüleraustausch mit Praxis

KRS-Schüler absolvieren mit Austauschpartnern aus Frankreich Betriebspraktikum bei Heraeus

Hanau, 01.05.13

Normalerweise drücken die 16-jährigen Oberstufenschüler Klaus und Jonathan an der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) fleißig die Schulbank. Doch jetzt wurden die beiden Gymnasiasten für eine Woche vom Schulunterricht befreit, um mit ihren französischen Austauschpartnern aus Lyon, Nicolas und Kevin, ein Internationales Betriebspraktikum am Stammsitz der Firma Heraeus in Hanau zu absolvieren.
 
Es ist das erste Mal, dass Heraeus einer binationalen Schülergruppe der KRS die Möglichkeit eröffnet hat, während eines Schüleraustauschs nicht nur Land und Leute kennenzulernen, sondern auch in den Betriebsablauf eines Großunternehmens hinein zu schnuppern. Den beiden französischen Jungen, die seit fünf Jahren in der Schule Deutsch lernen, standen Jonathan und Klaus immer dann zur Seite, wenn es doch einmal sprachliche Probleme im Arbeitsalltag gegeben hat. „Da Klaus und ich schon im Januar für zwei Wochen bei Heraeus waren, um den ersten Teil unseres Internationalen Betriebspraktikums zu absolvieren, kannten wir uns auf dem Werksgelände und in unserer Abteilung schon recht gut aus. Jetzt kamen die sprachlichen Herausforderungen für uns hinzu, denn was heißt ‚feilen‘, ‚sägen‘ oder ‚Werkzeug‘ auf Französisch?“, so Jonathan bei der Abschlussbesprechung.
 
Während dieser Woche wurden die vier Schüler von Herrn Simon, dem Ausbilder im Metall-Bereich, und seinen Auszubildenden Erkut Candan und Salih Jazzar betreut.  Organisatorisch in die Wege geleitet wurde das Pilotprojekt von der Heraeus-Ausbildungsbeauftragten Sonya Akrouti sowie den Lehrerinnen Heike Will von der KRS und Martine Clocher vom Lycée de Saint-Just in Lyon. Kevin und Nicolas jedenfalls möchten die Erfahrung in Hanau nicht missen, denn ein praxisorientiertes Praktikum kannten die beiden Franzosen, die nach ihrem Abitur einen Ingenieursstudiengang belegen wollen, bisher so noch nicht.  


„How To Be British“: Austausch mit Dartford 2012

Hanau, 30.10.12

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Der traditionsreiche Sprachaustausch zwischen der Karl-Rehbein-Schule (KRS) und der Partnerschule in Dartford, der Dartford Grammar School, stieß auch in diesem Jahr auf großes Interesse. Die 15 Schüler der KRS waren mit ihren Begleitern Barbara Loerzer (links) und Clemens Winklmaier (rechts) mit vielen neuen Eindrücken wieder gut gelandet. „Eine Woche war viel zu kurz“, sagt Alina, die – wie die anderen auch – am liebsten noch länger bei den Gastfamilien geblieben wäre, welche auch in diesem Jahr rührend für die Gäste sorgten. Den Einblick in den englischen Schulalltag, der von der englischen Kollegin Antje Kruppa für die Gastschüler bestens organisiert worden war und das Rahmenprogramm, das in diesem Jahr unter dem Zeichen Olympia stand, wurde durch zahlreiche weitere Aktivitäten bereichert, darunter bowling, soccer und shopping. Die gemeinsamen Exkursionen gingen nach London (Sightseeing und Science Museum) sowie Greenwich (Royal Observatory und Maritime Museum). Mit langem Arm und Atem wurden sämtliche Attraktionen - ob Beefeater oder Eichhörnchen – eingefangen: Es wurde gezoomt, gesimst und geskyped was das Zeug hielt, sodass auch die Daheimgebliebenen Anteil an dem in jeder Hinsicht erfreulichen Austausch hatten. Der Gegenbesuch der Engländer wird im November stattfinden.    pm/Foto: Privat  


Urkunde aus Jaroslawl für Karl-Rehbein-Schule

Hanau, 06.09.12

 

Aus den Händen von Klaus Remer (Mitte), Vorsitzender des Vereins „Freundschaft mit Jaroslawl“, empfing die Karl-Rehbein-Schule (KRS) jetzt eine Urkunde und einen eigens für die KRS gestalteten Teller von der Sobinov-Kunstschule aus Jaroslawl. Anlass der Auszeichnung an die KRS war der Besuch von KRS-Musikern im Juni 2012 in Russland.   
Ergänzend zur Städtepartnerschaft zwischen Hanau und Jaroslawl gibt es eine freundschaftliche Beziehung zwischen der Sobinov-Kunstschule und der Musikfachschaft der KRS. Zu einer ersten Begegnung in Hanau kam es, als 2008 eine rund 25-köpfige Gesangs- und Instrumentalgruppe aus Jaroslawl, untergebracht und betreut von Schülern der KRS, Hanau besuchte und dort beeindruckende Konzerte in und um Hanau gab. Der erste Gegenbesuch fand im August 2010 statt, als anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Stadt Jaroslawl eine etwa viermal größere Musikerdelegation der KRS zum Musizieren und Kennenlernen der dortigen Kultur und Geschichte nach Russland an die Wolga reiste. Der Austausch im Juni 2012 stellte somit die dritte Begegnung einer sich immer weiter vertiefenden Freundschaft zwischen den beiden Schulen dar. Svetlana Dilmukhametova, Leiterin der Sobinov-Kunstschule, überbrachte durch Klaus Remer nun herzliche Grüße an KRS-Direktor Jürgen Scheuermann (links) und KRS-Symphonieorchester-Leiterin Petra Weiß (links oben). Auch die KRS-Musiker freuten sich über die freundschaftliche Geste aus Jaroslawl.     Foto: Pick

 


Festlicher Empfang an der KRS für Delegation aus Taizhou

Hanau, 05.09.12


 

In prominenter Besetzung wurde jetzt eine Abordnung aus Taizhou/China in der Mensa der Karl-Rehbein-Schule (KRS) empfangen. Grund des Besuches aus dem fernen China ist die offizielle Unterzeichnung des schon lange angestrebten Partnerschaftsvertrages zwischen der chinesischen Millionenmetropole Taizhou und der Stadt Hanau. Jürgen Scheuermann, KRS-Direktor und zugleich Vorsitzender des Vereins „Freundschaft mit Taizhou/China“ hieß die chinesische Delegation unter Leitung von Generalkonsul Yuan Mao Rong herzlich willkommen in Hanau und erinnerte daran, dass die sich nun anbahnende Partnerschaft ihren Ursprung in der KRS gefunden hatte. Die Stadträte Ralf-Rainer Piesold und Lutz Wilfert, weiter Hanaus ehemalige OB, Magret Härtel, und der Kulturbeauftragte derStadt Hanau, Klaus Remer, gaben sich neben Vereinsmitgliedern und KRS-Schülern die Ehre, die chinesischen Gäste gebührend zu empfangen. Auch die KRS-Big-Band unter Stefan Glück konnte die Delegation aus Taizhou mit fetzigen Rhythmen begeistern. Yuan Mao Rong als auch Jürgen Scheuermann waren sich einig, dass die Schüler die Zukunft dieser nun beschlossenen Partnerschaft gestalten werden. Von daher lud Rong die KRS-Schüler ein, China und Taizhou einen Besuch abzustatten. Abgerundet wurde der Empfang mit einem Eintrag ins Gästebuch der KRS, einer Rundführung durch die Schule und einem festlichen Mittagessen in der Mensa der KRS.                                       Foto: Pick


Volles Besichtigungsprogramm

Schüleraustausch mit Frankreich: Rehbeiner zu Gast in Lyon und Francheville

Fit für Frankreich? Das wollten 43 Schüler der 8., 9. und 10. Klassen der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) wissen und nahmen am diesjährigen Schüleraustausch mit Lyon/Francheville teil.
Mit von der Partie war auch das in diesem Jahr neu eröffnete Collège Christiane Bernardin in Francheville, der Partnerstadt von Hanau-Steinheim. Herzlich begrüßt wurden die Schüler von ihren Gastfamilien und der Schulleiterin Madame Charnay-Dufourt. Der Bürgermeister von Francheville, M. Lambert, und das Comité de Jumelage empfingen die Gruppe im Rathaus und zahlreiche Aktivitäten und Ausflüge, unter anderem ein Sportturnier, die Besichtigung des „Musée des Automates“ und der berühmten „Murs peints“, der bemalten Fassaden in Lyon sowie ein gemeinsamer Workshop rundeten das gut durchdachte Programm ab.

Nach 18 Jahren Schulpartnerschaft ist die Zusammenarbeit mit dem Collège Charcot und dem Lycée Saint-Just auf dem Hügel Fourvière in Lyon gut eingespielt. Fit für Frankreich? – Das konnten die älteren Schüler hier ausprobieren, am Oberstufenunterricht teilnehmen und Unterschiede zwischen deutschem und französischem Schulsystem feststellen. Neben Besichtigungen in Lyon, unter anderem des Auditoriums, des Musée Lumière, wo die Anfänge des Kinos liegen, führte ein Ganztagesausflug die Gruppe nach Beaune. Nach dieser Woche in französischen Familien, in Collège oder Lycée und den gemeinsamen Aktivitäten konnten die Schüler der KRS sagen: „Fit für Frankreich? –Oui!“

Nur vier Wochen mussten die Jugendlichen warten, um ihre Partner in Hanau begrüßen zu können. Die französischen Gäste erkundeten die Partnergemeinde Steinheim, das nahe gelegene Seligenstadt, besuchten die Anne-Frank Begegnungsstätte in Frankfurt. Die älteren Schüler nahmen an einer Betriebsführung der Firma Heraeus teil. Der Ganztagesausflug führte die Gruppe nach Rüdesheim und Sankt Goar an den Rhein. In einem Cajon-Workshop des Internationalen Bundes (IB) führten Schüler der Eibe-Klassen der Ludwig-Geißler-Schule die Schüler des Collège und ihre deutschen Partner in das Spielen ihrer selbst gebauten Instrumente ein. Die Jugendlichen verstanden es sehr gut, die Schüler der 8. Klassen zu motivieren und man konnte die Rhythmen weit durch den Hanauer Schlosspark hören.
Zu hoffen bleibt, dass für die Schüler nach dieser ersten Austauscherfahrung weitere Begegnungen folgen. Fit für Frankreich und fit für Deutschland – das haben die Schüler bewiesen.

Die Rehbein-Schüler besuchen während ihres Frankreich-Aufenthaltes auch das Qaurtier „La Croix Rousse“. Foto: Privat
   


Neue Kooperation mit katalanischer Schule

Schulpartnerschaft zwischen Karl-Rehbein-Schule Hanau und Infanta Isabel d´Aragó in Barcelona

Hanau, 25.04.12

Die Hanauer Karl-Rehbein-Schule (KRS) hat eine weitere, neue Partnerschule in ihren Reihen: Die Schule Infanta d’Arago in Barcelona. Mit einem offiziellen Besuch einer Abordnung aus Hanau unter der Leitung von KRS-Direktor Jürgen Scheuermann wurde die Kooperation mit der katalanischen Schule unter Dach und Fach gebracht.

Primäres Ziel der Partnerschaft ist der kulturelle Austausch unter den Schülern. Zudem soll die Gelegenheit geschaffen werden, ein Schuljahr als Gastschüler an der jeweiligen Partnerschule zu verbringen. Zudem können sich Lehrkräfte an der jeweiligen Partnerschule an der Unterrichtsplanung, - gestaltung und –durchführung beteiligen und in diese auch eingebunden werden.
Das Abkommen wurde von Jürgen Scheuerman und der Schulleiterin der Infanta Isabel d’Aragó, Victoria Badia, im Beisein von Armando Capel (Deutschlehrer in Barcelona), der KRS-Referendarin Nicole Quick,  Mar Arnal Porres (Spanischlehrerin der KRS) sowie drei katalanischen und 15 deutschen Schülern feierlich unterzeichnet. Die Hanauer Delegation überreichte Brüder-Grimm-Buch für die Schülerbibliothek in Barcelona und ein Buch über Hessens Sehenswürdigkeiten und die Geschichte des Bundeslandes. „Wir wollen damit die Neugier der Schulleiterin auf Hanau und Hessen wecken und hoffen, dass sie uns nächstes Jahr besuchen wird“, so Mar Arnal Porres.
Auch gab es für die Abordnung aus Hanau einen Empfang durch das katalanische Schulamt beim stellvertretenen Direktor Manel Busom Torres. Hauptthemen des Treffens waren der Vergleich des spanischen und deutschen Schulsystems und die Vorstellung der KRS der Zusammenarbeit mit der Schule in Barcelona. Spanische Kultur für Auge, Ohr und Gaumen kam freilich nicht zu kurz. So besuchten die KRS-Vertreter die bekanntesten Werke des Architekten Antoni Gaudí wie etwa die weltberühmte Kirche La Sagrada Familia. Spanische Spezialitäten wurden ebenfalls verköstigt. Der Gegenbesuch der Spanier findet vom 25. Mai bis 1. Juni 2012 statt.

 

Neue Schulpartnerschaft: Eine Abordnung der Karl-Rehbein-Schule unter Leitung von KRS-Direktor Jürgen Scheuermann stattete der neuen Partnerschule in Barcelona einen offiziellen Besuch ab.

KRS-Direktor Jürgen Scheuermann und die Direktorin der Schule Infanta Isabel d’Aragó, Victoria Badia, tauschen im Beisein spanischer und deutscher Vertreter beider Schulen die Kooperationsvereinbarung aus.       Fotos: Privat  
 


Lyon – drei Monate Frankreich pur !

Von September bis Dezember hatte ich an einem Austausch nach Lyon teilgenommen, um der Kultur und der französischen Sprache näher zu kommen. Unterstützt wurde der Austausch vom Deutsch-Französischen-Jugendwerk und fand im Rahmen des Programms „Brigitte Sauzay“ statt. Meine Eltern und ich waren verpflichtet, einen Franzosen über zwei bis drei Monate aufzunehmen, ihm unsere Kultur näher zu bringen und ihm möglichst viel im Ausbau seiner Deutschkenntnisse zu unterstützen. Im Gegenzug hatte ich die Möglichkeit, für eine Zeitspanne von bis zu drei Monaten nach Frankreich zu gehen. Ab September besuchte ich dort für ein Trimester, also bis Dezember, die französische Schule. Dort habe ich viele Freundschaften geschlossen und mich sehr wohl gefühlt. Da ich bei meiner Austauschschülerin in Lyon wohnte, konnte ich sehr gut Kultur und Sprache vereinen, denn Lyon als Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und interessanter Geschichte ist dafür ideal. Im Vordergrund hat der Ausbau meiner Französischkenntnisse gestanden. Doch es ist gar nicht schwer, sich in die Sprache einzugewöhnen, und so hatte ich immer weniger Probleme, mich zu verständigen. Der Austausch ist eine Erfahrung fürs Leben gewesen und hat die Möglichkeit geboten, neue Lebensformen und Verhaltensweisen kennenzulernen. So blicke ich mit Freude auf meinen Aufenthalt zurück und kann einen solchen Austausch nur empfehlen!

Anja Behrends, Ec


Großer Bahnhof für chinesische Gäste

29.11.2011

Verein „Freundschaft mit Taizhou/China“ empfängt in Rehbein-Schule Delegation aus dem Reich der Mitte

„Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern“. So lautet eine der vielen Weisheiten aus der Feder des chinesischen Philosophen Konfuzius. Mit diesen Worten begrüßte der 1. Vorsitzende des Vereins „Freundschaft mit Taizhou/China“ und zugleich Direktor der Karl-Rehbein-Schule, Jürgen Scheuermann, eine Delegation aus der Region Taizhou und Sanmen in China. Die chinesischen Gäste wurden zudem mit einer musikalischen Breitseite seitens der KRS-Big-Band unter Leitung von Stephan Glück willkommen geheißen.

Der nun jüngste Besuch von fünf Schulleitern und ihren Begleitern aus China, darunter auch der Lai Hongfei, Leiter der mit der KRS befreundeten Sanmen High School, dient nach den Ausführungen von Xu Taoning, stellvertretender Direktor des Erziehungsbüros Taizhou, der Vertiefung und weiteren Grundsteinlegung für die angestrebte Städte-Partnerschaft zwischen Taizhou und Hanau. Bildung und Ausbildung junger Menschen genieße in China einen sehr hohen Stellenwert, führt Taoning aus. Alleine in der Region der Millionenmetropolen Taizhou-Sanmen gebe es 800 Schulen, die 700 000 Schüler beherbergen. Das deutsche Schulsystem diene China als Vorbild, das eigene System zu verbessern. Insbesondere die Verzahnung von Schule und Wirtschaft werde von den Chinesen als vorbildlich angesehen. Auch lobt Taoning die moderne Ausstattung deutscher Schulen, habe beispielsweise die KRS mit ihrem neuen naturwissenschaftlichen Trakt Vorbildcharakter.

 


Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: Die chinesische Delegation wird vom Vorsitzenden des Vereins „Freundschaft mit Taizhou/China“, Jürgen Scheuermann und Stadtrat Axel Weiss-Thiel für die Stadt Hanau in der neuen Mensa der Karl-Rehbein-Schule begrüßt. Natürlich gab es für die Gäste ein Ständchen der KRS-Big-Band und den neuen KRS-Kunstkalender 2012.

Das voneinander Lernen steht auch im Vordergrund des kulturellen, sportlichen und gesellschaftlichen Austausches, führt Scheuermann aus, denn das Gute zu bewahren, sich aber gleichzeitig für Neues zu öffnen, bedeute nach oben zitiertem Konfuzius „Glück für alle“. Und so sei die angestrebte Partnerschaft zwischen Hanau und Taizhou ein Glück für alle Beteiligten, wenn man den Austausch als fruchtbare Symbiose zwischen den Kulturen begreife. Ins gleiche Horn stößt da auch Hanaus neuer Schuldezernent Axel Weiss-Thiel, habe man insbesondere auch aus Kriegszeiten und den damit verbundenen schrecklichen Geschehnissen gelernt, wie wichtig es sei, miteinander über Grenzen und Kulturen hinweg zu reden und sich auszutauschen.

Klaus Linke, leitender Schulamtsdirektor, lobt die Pionierleistung, die der Verein „Freundschaft mit Taizhou/China“ bereits geleistet habe. Der Verein wurde 2010 in Hanau gegründet mit dem Ziel, zwischen der Millionenmetropole Taizhou und Hanau eine Städte-Partnerschaft aufzubauen. Seitdem stehen Delegationen aus Hanau und Taizhou in regem Austausch. Linke sieht dem Ausbau der Partnerschaft mit Freude entgegen, da insbesondere die High School Sanmen und die KRS viel voneinander lernen könnten. Hier könnten zudem vielfältige Kooperationsmöglichkeiten für eine rege und lebendige Schulpartnerschaft erwachsen, erhofft sich Linke weiter.

Dass es beiden Seiten ernst ist um die Partnerschaft, zeigt auch der „große Bahnhof“, den der Verein, die KRS und die Stadt Hanau den Gästen aus dem Reich der Mitte bereiteten. So waren auch der ehemalige Schulamtsleiter Eberhard Luft, Hanaus Kulturbeauftragter Klaus Remer und Amtsleiter Ralf Drebes zur Begrüßung in die KRS gekommen. Als kleine Geste der Freundschaft überreichten die KRS-Musiker den chinesischen Delegationsmitgliedern neben fetzigen Klängen auch den neuen KRS-Kunstkalender.

Ziel des Besuchs in Deutschland – wird die Delegation auch weiteren Städten eine Visite abstatten – sei es, „die Freundschaft zwischen den Schulen und Taizhou und Hanau zu vertiefen mit dem Wunsch, dass dies längerfristig von Bestand sein möge“, wünscht sich Xu Taoning, dessen Worte von Melanie Kullmann souverän übersetzt wurden.

 


Messlatte hoch angelegt

12.11.2011

Konzert der Rehbeiner in Hanaus Partnerstadt Dartford auf höchstem Niveau

Kaum war der letzte Ton des berühmten Gefangenenchores aus der Oper „Nabucco“ von Guiseppe Verdi verklungen – musiziert vom großen Sinfonieorchester der Karl-Rehbein-Schule und gesungen von einem 100-köpfigen Chor aus überwiegend englischen Schülern, kaum war der langanhaltende Applaus verhallt, als John Oaks, Schulleiter der Dartford Grammar School, in seinen Dankesworten das Wort „benchmark“ verwendete: Die herausragenden Leistungen der Schülerschar aus Hanau seien die Messlatte für die beiden englischen Partnerschulen der KRS.

Vor kurzem weilten gut 80 Rehbein-Schüler auf Konzertreise in Hanaus Partnerstadt Dartford. Unter der Leitung der Musiklehrer Petra Weiß, Stefan Glück, Frank Hagelstange und Rainer Kasan präsentierten die jungen Musiker ein gut zweistündiges Programm auf höchstem Niveau. Typisch Deutsches – wie Melodien aus der Operette „Im Weißen Rössl“ oder aus Brecht/Weills „Dreigroschenoper“ hatten sie ebenso im Gepäck wie englische Klassiker, etwa John Miles´ „Music“ oder eine Melodienfolge aus dem Musical „Mary Poppins“. Als kurz vor Schluss das Orchester mit dem „Danzon“ südamerikanisches Temperament ins verregnete Südengland gebracht hatte, war das Publikum im Mick Jagger-Center – der berühmte Rockmusiker war Schüler der Dartford Grammar Scool und hat seiner alten Schule einen Konzertsaal geschenkt –restlos begeistert.

 

Der Bürgermeister von Dartford (links) empfängt Robert Schnabel (stellver-tretender Schulleiter der KRS) und John Oaks (Schulleiter der Dartford Grammar School).

Zu Beginn des Konzertes hatte Robert Schnabel, stellvertretender Schulleiter der Karl-Rehbein-Schule, den Schulleitern der englischen Partnerschulen und dem Bürgermeister von Dartford Gastgeschenke überreicht und die langjährige Städte- und Schulpartnerschaft gerühmt. Er nutzte den Besuch auch, um intensive Gespräche mit der Schulleitung der Grammar School über die Fortführung des Sprachaustauschs und seine Intensivierung für Oberstufenschüler zu führen.

Neben dem Konzert und dem freundschaftlichen Kontakt mit den englischen Gastfamilien war auch ein umfangreiches Kulturprogramm Teil der Reise. So wurden die altenglischen Städte Canterbury und Rochester ebenso besucht wie das berühmte Greenwich. Dort luden das Marinemuseum und ein alter Markt zum Verweilen ein. Ein Abstecher zum 0. Breitengrad und zum alten Themsetunnel sorgten für Kurzweil. Natürlich sollen die musikalischen Begegnungen zwischen Hanau und Dartford fortgesetzt werden. Vielleicht kommen englische Schüler ja 2014 zum Gegenbesuch, wenn der Musikaustausch seinen 25. Geburtstag feiert.

 

Die Rehbein-Musiker vor historischer Kulisse: Die Reisegruppe aus Hanau stattete der berühmten Kathedrale von Canterbury einen Besuch ab.
 

 


Hoher Besuch aus Südafrika an unserer Schule

23.09.2011

Eine 17-köpfige Delegation aus Madikwe (Südafrika) machte sich vor kurzem an der Hanauer Karl-Rehbein-Schule (KRS) ein Bild vom deutschen dualen Schulsystem. „Erziehung – Schule – Ausbildung“ so lautete das Thema, bei dem die Schul- und Ausbildungssituation in Deutschland und Südafrika kennengelernt und miteinander verglichen wird. Die hauptsächlich aus Lehrkräften bestehende Gruppe besuchte dabei unter Führung von KRS-Direktor Jürgen Scheuermann einen Englisch-Leistungskurs und diverse andere Unterrichtsstunden an der KRS. Gerhard Lüdecke (Bildmitte) vom evangelischen Kirchenkreis Hanau-Stadt begleitete die Gruppe aus Südafrika als Gastgeber. Zur Delegation gehörten auch Dr. Benjamin Molokoe, der Delegationsleiter und Vorsitzender des Partnerschaftskomitees in Madikwe und ranghoher Mitarbeiter im Schulministerium der Nordwest-Provinz Südafrikas ist.


 


Die alten Römer konnten Gäste aus China begeistern

August 2011

Austausch: Schüler aus Sanmen besuchen Hanau und die Karl-Rehbein-Schule

Seit gut drei Jahren unterhält die Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) freundschaftliche Kontakte zur Middle School im chinesischen Sanmen. Eine Folge aus der Partnerschaft zwischen der KRS und der Middel School ist auch ein gegenseitiges Besuchsprogramm. War im Frühjahr 2011 die KRS mit einer Abordnung in Sanmen, so besuchten jetzt 16 chinesische Schüler in Begleitung von drei Lehrern die KRS und die Stadt Hanau.

Bereits zum vierten Mal konnte KRS-Direktor Jürgen Scheuermann Gäste aus dem fernen China an seiner Schule begrüßen. So ließ es sich Scheuermann auch nicht nehmen, die chinesische Delegation eigens durch die Stadt Hanau zu führen. Weiter standen Besuche im Hanauer Traditionsunternehmen Heraeus an. Ebenso konnte sich die chinesische Besucherschar ein Bild der Firma Otto Kessler in Frankfurt machen, die in Sanmen ein Werk unterhält. Neben Wirtschaft stand auch Kultur auf dem Stundenplan, so wurde der Saalburg ein Besuch abgestattet. Hier konnten die Schüler aus Sanmen hautnah römische Lebensart genießen, was in einer Anprobe römischer Kostüme gipfelte. Begleitet und betreut wurden die chinesischen Austauschschüler, die nach fast zwei Wochen Hanau auch noch Köln, Trier und Paris besuchten, unter anderem von Brigitte Bruckmann, Markus Harzer und Alexander Bös.

Für die chinesischen Gäste war es das erste Mal, dass sie überhaupt eine Auslandsreise antreten konnten. Umso mehr genoss die Delegation aus Sanmen ihren Aufenthalt in der Brüder-Grimm-Stadt, wurde sie von der Karl-Rehbein-Schule herzlich umsorgt.

Die 19 Gäste aus Sanmen fühlten sich im Kreise ihrer Gastgeber aus Hanau, der Karl-Rehbein-Schule, sichtlich wohl. fast zwei Wochen weilten die chinesischen Schüler in Begleitung ihrer Lehrer in der Brüder-Grimm-Stadt.


Auf den Spuren von Gaudí

Schülerinnen der Karl-Rehbein-Schule besuchen Barcelona – Land und Leute kennengelernt

Nach den guten Erfahrungen der letzten drei Jahre setzt die Karl-Rehbein-Schule (KRS) ihr „Abenteuer“ Spanienaustausch fort. Begleitet von den Spanisch-Lehrkräften Mar Arnal Porres und Gabriel Martínez-Maqueda haben 15 Schülerinnen der KRS die Stadt Barcelona besucht. Eine Woche lang haben sie am Leben einer spanischen Familie und an vielseitigen spielerischen und kulturellen Aktivitäten teilgehabt. Bei einer Stadtbegehung konnten die Teilnehmerinnen sich gegenseitig in vorbereiteten Beiträgen über die Sehenswürdigkeiten der Stadt informieren. Dazu gehören unter anderem die Prachtstraße Las Ramblas, der Markt La Boquería, die Colón (oder Kolumbus)-Statue mit Hafenpromenade, die Kathedrale und die Altstadt.

An einem anderen Tag haben sich die Rehbeinerinnen auf die Spuren des Architekten Antoni Gaudí begeben und dabei drei seiner zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Werke, nämlich die Casa Batllo, den Parque Güell sowie die Kirche La Sagrada Familia, kennengelernt. Dieser Sakralbau, an dem seit 1882 gebaut wird, ist innen weitgehend fertiggestellt und in seiner Schönheit und Harmonie überwältigend. Doch Barcelona ist nicht nur für seine fabelhaften Bauten bekannt, sondern bietet durch seine Lage zwischen Bergen und Meer spektakuläre Szenarien. Eine beeindruckende Sicht hat man vom Berg Tibidabo, auf dem die gleichnamige Kirche steht. Gemeinsam mit den spanischen Jugendlichen und mit hausgemachten Broten, bocadillos genannt, sind Spanier und Deutsche auf diesen Berg gestiegen um in den Genuss der erfrischenden Natur und der Aussicht zu kommen.

Den Höhepunkt der Woche stellte die Schnitzeljagd durch die Altstadt dar, bei der man in zwei Gruppen eine Reihe von Hürden zu bewältigen hatte, um ans Ziel zu gelangen. Hierbei haben die Teilnehmerinnen individuelle Fähigkeiten eingebracht um als Team zu punkten. Zum kulturellen Programm gehörte auch der gemeinsame Schulbesuch an einem Vormittag und die Besichtigungen des Picasso-Museums und des Museums der Stadt Barcelona mit den römischen Ausgrabungen. Die Teilnehmerinnen erfuhren in den Gastgeberfamilien eine optimale Aufnahme und werden noch lange mit Freude an die Zeit in Barcelona zurückdenken. Doch die KRS schaut auch nach vorne und freut sich auf den Gegenbesuch der spanischen amigos und amigas im Mai.


Rehbeiner genossen zweiten Schüleraustausch mit Italien

Vom 12. bis 19. März 2011 reisten 22 Schüler der Karl-Rehbein-Schule in Hanau aus den Klassen 8, 9 und der Einführungsphase gemeinsam mit ihren Lehrern Frau Egenolf und Herrn Mudrak nach Vicenza/Venetien. Drei Wochen zuvor hatten die italienischen Schüler im Rahmen des Schüleraustausches zwischen dem Hanauer Gymnasium und dem Liceo Pigafetta die Gebrüder-Grimm besucht.

Nach einer langen Busfahrt empfingen die italienischen Gastfamilien die Rehbeiner herzlich und sorgten am Abend für eine ausreichende Stärkung. Um Vicenza und die Region Venetien zu entdecken, hatten die italienischen Lehrer ein vielseitiges Programm für ihre Gäste zusammengestellt. Der Besuch des Liceo und die Teilnahme an unterschiedlichen Unterrichtsfächern gewährten den Hanauer Schülern einen interessanten Einblick in das italienische Schulleben. Neben dem Schulbesuch wurde es Schülern und Lehren ermöglicht, das Unternehmen Dainese aus Vicenza zu besichtigen und den Unternehmensgründer Lino Dainese persönlich kennen zu lernen. Das Unternehmen exportiert Motorradbekleidung und Schutzbekleidung für weitere Sportarten in alle Welt. Kulturelle Eindrücke bescherten den Rehbeinern in Vicenza verschiedene Villen und Palazzi, sowie das Teatro Olimpico. Viele dieser Bauwerke wurden von dem bekannten Baumeister Andrea Palladio, welcher im 16. Jahrhundert lebte, erbaut. In Padua bewunderten die deutschen Gäste die weltbekannten Fresken von Giotto und in Mantua den Palazzo Ducale. Venedig war einer der Höhepunkte des Italienaufenthaltes. Die Serenissima beeindruckte bei blauem Himmel durch die Basilika San Marco sowie durch ihre vielen quirligen Gassen, Kanäle und Brücken.

Ein besonderes Erlebnis war die 150. Jahresfeier anlässlich der Einheit Italiens am 17. März. Schon Tage zuvor hatten vielerorts wehende Italienflaggen an privaten und öffentlichen Gebäuden die Festivitäten eingeläutet. Eine besondere Rolle kam hierbei dem Liceo Pigafetta zu: Als eine von zehn ausgewählten Schulen aus ganz Italien begleitete das italienische Fernsehen die diversen Veranstaltungen u.a zu Literatur, Musik und Film, die im wunderschönen alten Teil des Schulgebäudes bis spät in den Abend stattfanden.

Der Abschied nach einem gemeinsamen Abendessen war sehr emotional und viele Schüler können sich vorstellen, bald wieder nach Italien zu reisen. Es entstanden neue Freundschaften und die Rehbeiner wurden von ihren Gastfamilien mit Geschenken und der Bitte, bald wieder nach Vicenza zu kommen, verabschiedet.


Auf den Spuren der Brüder Grimm

Zweiter Besuch italienischer Gastschüler an der Karl-Rehbein-Schule

In zwei Wochen geht der Schüleraustausch zwischen der Karl-Rehbein-Schule in Hanau und dem Liceo Ginnasio Statale „A. Pigafetta“ aus Vicenza / Venetien in die zweite Runde.

Nachdem im November 2009 erstmals 18 Rehbeiner italienischen Boden betreten haben, durften diese Schüler im Mai 2010 ihre italienischen Gastschüler in Hanau empfangen. In diesem Jahr freuen sich insgesamt 23 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8, 9 und der Einführungsphase auf ihre italienischen Austauschpartner.

Vom 19. bis 26. Februar 2011 sollen die italienischen Gäste aus Vicenza u.a. einen Einblick in das deutsche Schulsystem erhalten, bei einer Stadtrallye die Brüder- Grimm-Stadt Hanau kennenlernen und auf den Spuren Goethes und Gutenbergs in Frankfurt beziehungsweise Mainz wandeln. In ihren Gastfamilien sollen sie dann mit der deutschen Sprache – versehen mit mehr oder weniger hessischer Mundart – und der deutschen Küche (natürlich dürfen es auch einmal Spaghetti alla carbonara sein, wenn das Heimweh allzu groß wird) vertraut gemacht werden. Die Rückrunde erfolgt bereits zwei Wochen später, so dass sich die Rehbeiner bereits im März auf einen Besuch in Vicenza, Venedig und Verona freuen dürfen.


 

Rehbein-Schule pflegt Schüleraustausch-Programm mit England

Im Rahmen des Schülersprachaustausch-Programms mit England fand kürzlich unter der Leitung der Oberstudienrätin Barbara Loerzer (Karl-Rehbein-Schule) ein englischsprachiges Betriebspraktikum in Dartford statt. Carol Williams von der Dartford Grammar School For Girls (DGGS) hatte für die sechs Schülerinnen der KRS die Praktikumsplätze an drei verschiedenen Primary Schools in Dartford organisiert und auch die Gastfamilien gewonnen, bei denen die deutschen Schülerinnen als „Paying guest“ untergebracht waren, so die KRS in einer Pressemitteilung.Die Anreise erfolgte an einem Wochenende, sodass die Schülerinnen Zeit hatten, sich mit der ungewohnten Umgebung vertraut zu machen. Dazu gehörte natürlich auch ein Besuch Londons, den die Gastfamilien organisierten.

Zu Wochenbeginn ging es dann in die Primary Schools. Da die Schülerinnen bereits eine Woche an einer deutschen Grundschule hospitiert hatten, bot der nun folgende „Systemvergleich“ viele Anknüpfungspunkte, die Lernwelt der Kinder unter „englischen Vorzeichen“ zu beobachten und auch selbst tätig zu werden. Es wurde gerechnet, gelesen, geschrieben, gebastelt und getrommelt.

Die mit zahlreichen Materialien ausgestattete Lernumgebung, der umfassende Einsatz von Computern im Unterricht, die starke Binnendifferenzierung, die durch Assistenten unterstützt wird, sowie die längeren Pausen sind nur einige Merkmale, die den Schülerinnen auffielen. Zudem gab es reichlich Gelegenheit die Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit den englischen Lehrerinnen zu diskutieren. Natürlich mussten auch die vielen Fragen der Kinder beantwortet werden, die die deutschen Praktikantinnen ebenfalls herzlich aufnahmen und schließlich mit selbstgemalten Bildern beschenkten.

Das „Tandemmodell“ hatte sich bereits in den vergangenen Jahren bewährt, so die KRS. Schülerinnen, die sich für einen pädagogischen Beruf interessierten, hätten hier die Möglichkeit eine differenzierte Vorstellung über ihre beruflichen Präferenzen zu gewinnen. Darüber hinaus biete die intensive Anwendung der englischen Sprachkenntnisse eine Entscheidungshilfe zur anstehenden Wahl der Leistungskurse. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Projekt auch im nächsten Jahr eine Fortsetzung findet.

KRS-Pädagogin Barbara Koerzer mit ihren „Schützlingen“ kurz vor dem Abflug nach London. In England konnten sich die KRS-Schülerinnen ein Bild vom dortigen Schulsystem machen.


Partnerschaft mit Leben erfüllen

Hanau unterzeichnet Absichtserklärung zum Freundschaftsvertrag mit Taizhou

Partnerschaften müssen, wollen sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen und aktiv umgesetzt werden, auch mit Leben gefüllt werden. Reine Absichtserklärungen nützen da in aller Regel wenig. Schon seit geraumer Zeit nun bemüht sich Hanau intensiv um eine Städtepartnerschaft mit der chinesischen Wirtschaftsmetropole Taizhou in China. Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Scheuermann ist es hier auch seiner Funktion als Leiter des Karl-Rehbein-Gymnasium (KRS) zu verdanken, dass man sich im fernen Riesenreich China für das im Vergleich zur Millionenmetropole Taizhou relativ „kleine“ Hanau interessiert. Denn die KRS pflegt schon seit langem eine Schulpartnerschaft mit Sanmen. Diese chinesische Großstadt zählt verwaltungstechnisch zu Taizhou – und dort wurde man neugierig auf den neuen Schulpartner aus Hanau und damit verbunden, dessen Heimatstadt.

Die Sanmen-Highschool hat dieser Tage einen neuen Schulleiter bekommen. Aus diesem Grunde weilte Scheuermann im Rahmen der Feierlichkeiten zur Amtseinführung seines chinesischen Kollegen Wang Hu in Sanmen. Er nutzte die Gelegenheit aber auch, um offiziell als Stadtverordnetenvorsteher von Hanau im Auftrag des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung nach einem Beschluss im Dezember 2010 einen Freundschaftsvertrag mit „Absichtserklärung zur Anbahnung einer Städtepartnerschaft“ zwischen Taizhou und Hanau auf den Weg zu bringen. Sozusagen in offizieller Mission der Stadt Hanau unterwegs, soll die Partnerschaft zwischen beiden Städten in ihren Kooperationen auf kulturellen, sportlichen und bildungspolitischen Gebiet intensiviert werden. Auch wirtschaftliche Beziehungen sollen auf gegenseitigem Nutzen basierend vertieft werden, wünschen sich beide Stadtführungen. Der nun in Taizhou unterzeichnete Freundschaftvertrag beinhaltet daneben natürlich auch den Wunsch nach einem Ausbau von regelmäßigen Besuchen untereinander.

 

Dementsprechend herzlich sei jedes Mal aufs Neue der Empfang in Taizhou, berichtet der Stadtverordnetenvorsteher. Der Besuch einer Peking-Oper, weiter von verschiedenen Fabrikations-Standorten und Automobil-Zulieferwerken gehörte so zum offiziellen Besuchsprogramm von Scheuermann. Insbesondere aber Informationen über das gymnasiale aber auch über das duale Bildungssystem in Deutschland sozusagen aus berufener Hand werden von den Chinesen sehr geschätzt. Daneben stehe aber auch die deutsche Literatur und Musik ganz hoch im Kurs, erläutert Scheuermann nach seiner Rückkunft aus Taizhou – hier vor allem die in Hanau geborenen Märchensammler Brüder Grimm und die klassische Musik um Bach, Mozart und Beethoven.

 

Aber nicht nur der nun unterzeichnete Freundschaftvertrag soll die Beziehungen mit Taizhou festigen. In beiden Städten wurden Partnerschaftsvereine gegründet, der in Hanau unter „Freundschaft mit Taizhou/China“ formierte sich schon im Januar letzten Jahres und wird von Jens Gottwald und Jürgen Scheuermann angeführt . Wer diesem Verein beitreten will, kann nähere Informationen durch Jürgen Scheuermann, Karl-Rehbein-Schule Hanau, bekommen.

Weiter wird im Frühjahr eine Delegation mit Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft aus Taizhou in Hanau erwartet, im Herbst diesen Jahres ist ein Gegenbesuch mit OB Claus Kaminsky an der Spitze in Taizhou geplant, dort soll die Städtepartnerschaft zwischen Hanau und Taizhou offiziell besiegelt werden.

 

Auf große China-Mission: Ob beim Besuch einer Peking-Oper mit ihren Darstellern (großes Bild) oder im Rathaus von Taizhou beim Unterzeichnen des Freundschaftsvertrages vertritt StadtverordnetenvorsteherJürgen Scheuermann die Stadt Hanau würdig.

 


„Ein Geschenk, das in den Herzen bleiben wird“

September 2010

1000 Jahre Jaroslawl: Rehbein-Schüler gestalten musikalisches Programm in Hanaus Partnerstadt – Großes Lob für junge Musiker

„Unvergesslich“, „weiche, edle Töne“, „professionelle Meisterschaft“: Geht es um die Auftritte der Karl-Rehbein-Schüler (KRS) in Jaroslawl, schwelgen die russischen Gastgeber in Superlativen. „Die jungen Musikanten aus Hanau sorgten während ihres Besuches in Hanau für eine tolle Stimmung in der Stadt – ein Geschenk, das für immer in unseren Herzen bleiben wird“, schwärmt die Leiterin der Sobinow-Kunstschule in Jaroslawl, Swetlana Dilmuchametova. Rund 100 KRS-Schüler waren vor kurzem in Begleitung von KRS-Direktor Jürgen Scheuermann und einiger KRS-Musikpädagogen ins ferne Jaroslawl gereist, um dort im Rahmen der 1000-Jahrfeier der Partnerstadt Hanaus an verschiedenen Programmpunkten mitzuwirken.

Die KRS-Schüler boten dabei einen qualitativ hochwertigen Querschnitt durch das gesamte musikalische Leistungsspektrum des Hanauer Gymnasiums, angefangen von den Blockflötengruppen bis hin zum großen Symphonieorchester. „Musik vereinigt die Völker und ist eine universelle Sprache, die jeder auf der Welt versteht“, erläutert Scheuermann eines der Motive dieser Reise. Und die KRS-Eleven trugen mit ihrem stellenweise sehr anspruchsvollen wie umfangreichen Programm auch viel zur Völkerverständigung bei. Unter der Leitung von Jürgen, Petra und Sophia Weiss sowie Frank Hagelstange, Stefan Glück und Rainer Kasan spielten sich die KRS-Musiker rasch in die Herzen ihrer Gastgeber.

Insbesondere das KRS-Symphonieorchester konnte hier nachhaltigen Eindruck hinterlassen, will man nun an der Sobinow-Kunstschule ein ähnliches Projekt ins Leben rufen. „Wir hoffen, dass wir mal was zusammen spielen können“, wünschen sich die Verantwortlichen in Jaroslawl. Die KRS-Solisten Luis Pablo Hack, Daria Azov, Sylvia Hu und Larissa Nagel konnten dabei nicht nur im Orchester begeistern, sondern sorgten auch als Solisten in verschiedenen Ensembles für Begeisterung.

Insgesamt aber überzeugten die russischen Gastgeber die Vielfalt und die hohe Spielkunst aller KRS-Gruppierungen, angefangen von der Big-Band, dem Chor, dem Blasorchester, den Flötengruppen und eben dem Symphonieorchester. Ob im Dobrynin-Kulturhaus oder im „Gamma“-Kulturhaus, etwas außerhalb von Jaroslawl gelegen, ernteten die KRS-Schüler immer wieder großen Applaus. Auch anerkennende und lobende Worte zahlreicher russischer Musikprofis war sich die deutsche Delegation gewiss. „Die jungen Musiker aus Hanau brachten dem Publikum aus Jaroslawl viel Freude und Spaß. Obendrein sorgten sie dafür, dass die Welt ein Stückchen besser und freundlicher wird, indem sie uns ihre Musik geschenkt haben – hoffentlich gibt es bald ein ‚Da capo‘“, wünscht sich Dilmuchametova.


 

Freundlicher Empfang für die Hanauer Delegation in Jaroslawl: Klaus Remer (Kulturbeauftragter der Stadt hanau), Natalie Crustow, Schulleiterin der Sobinow-Musikschule, Swetlana Dilmuchametova, KRS-Schulleiter Jürgen Scheuermann und OB Claus Kaminsky. Als ein Dankeschön für die Gastfreundschaft, die den 100 KRS-Musikern entgegengebracht wurde, überreichte Scheuermann an Dilmuchametova eine Pikkoloflöte.



 

Erstmals auch ein Butterbrot geschmiert

Hanau, 30.08.10

Chinesische Delegation der Sanmen High School besucht Hanau und die Karl-Rehbein-Schule

Eine Turbo-Tour quer durch halb Europa hat die 17-köpfige Delegation der Sanmen-Schule hinter sich. In sechs Tagen haben die 14 chinesischen Schüler in Begleitung ihrer drei Lehrer Italien, Monaco, Frankreich, Österreich und Deutschland besucht. „Ganz schön anstrengend“, wie einer der schon älteren Sanmen-Schüler freimütig einräumt, aber genauso auch spannend und interessant. Seit dem vergangenen Jahr unterhält die Hanauer Karl-Rehbein-Schule eine Partnerschaft mit der Sanmen High School. Sanmen ist ein Kreis der bezirksfreien Stadt Taizhou, die ihrerseits eine Partnerschaft mit Hanau anstrebt. Aus diesem Grund heraus wurde in Hanau im Februar 2010 auch der Verein „Freundschaft mit Taizhou/China“ aus der Taufe gehoben. Von daher verwundert es nicht, dass die chinesische Delegation ihrer Partnerschule, der KRS, im Rahmen eines Schüleraustauschs einen Besuch abstattete und bei dieser Gelegenheit auch Hanau und das Umland wie etwa die Ronneburg näher erkundete.

Die Besucher aus China jedenfalls zeigten sich von Hanau und der KRS, hier begleitet von dem KRS-Pädagogen Markus Harzer und Brigitte Bruckmann, begeistert. „Uns gefällt, dass man hier, nicht wie bei uns, eine Schuluniform tragen muss“, so eine Schülerin. Auch dass der Unterricht thematisch frei sei, wird gelobt. Nahezu paradiesische Zustände herrschen, gemessen an Sanmen, hingegen an der KRS in Bezug auf die Klassenstärke. In der Unterstufe werden in der chinesischen Partnerschule etwa 60 bis 70 Schüler pro Klasse unterrichtet, an der KRS sind es maximal 30 Kinder pro Klasse. „Toll ist auch, dass die KRS bewegliche und stellenweise sogar computergesteuerte Tafeln besitzt“, zeigen sich die Sanmen-Eleven beeindruckt. Auch die elektrischen Fensterrollos hinterlassen einen großen Eindruck auf die jungen Gäste.

Tief beeindruckt zeigen sich die chinesischen Lehrer von der Tatsache, dass an der KRS sieben Sprachen erlernt werden können und dass zahlreiche AG’s den Unterrichtsspeiseplan vitaminreich anreichern. „Das deutsche Bildungssystem lässt den Schülern Freiraum, sich nach allen Seiten zu entwickeln. Das fördert die Phantasie, was unserem System abgeht. Und zugleich aber werden die Schüler durch gute Vorausplanung optimal auf Prüfungen vorbereitet. Das sind die Zutaten für den Erfolg. Nicht umsonst steht Deutschland, was die technologische und industrielle Entwicklung anbelangt, an der Weltspitze“, beschreibt Xiang Xiangyin, Vertreter der Schulleitung, seine in Deutschland gewonnenen Erkenntnisse.

Überhaupt steht Deutschland bei den chinesischen Schülern an erster Stelle. „Die deutsche Kultur, die tolle Landschaft und die sehr warmherzig-freundlichen Menschen sprechen sehr für das Land“, beschreiben einige chinesische Schüler ihre positiven Eindrücke. Insbesondere die Gastfamilien hätten sich als perfekte Gastgeber präsentiert. Dort fiel vor allem die deutsche Esskultur ins Auge. „Ich habe hier das erste Butterbrot in meinem Leben geschmiert“, so Li Xi. „Es ist auf jeden Fall einfacher, mit Messer und Gabeln zu essen, als mit Stäbchen“, räumen die chinesischen Gäste mit einem lauten Lachen ein. Dass deutsche Kinder so viel naschen würden, stößt hingegen auf Verwunderung.

Die großen Gärten mit den vielen Kinder-Spielgeräten, die oftmals zu finden seien, treffen aber auf Wohlgefallen. Nur dass die Supermärkte schon um 18 Uhr ihre Pforten schließen, stößt bei der chinesischen Delegation etwas auf Befremden, aber „die Deutschen sind sehr ordentlich und gut organisiert. Das merkt man überall. Wir Chinesen sind meist etwas spontaner, dafür aber auch etwas chaotischer“, beschreibt die Dolmetscherin Lin Dattner einen Wesensunterschied zwischen beiden Kulturen. „Die Deutschen spielen einen guten Fußball. Die deutsche Nationalmannschaft präsentiert sich dabei immer als eine Gemeinschaft und nicht als elf Einzelkämpfer – das ist es, was den deutschen Erfolg in der Welt ausmacht. Die Deutschen sind eben eine Mannschaft“, ist sich ein Sanmen-Schüler sicher. Für KRS-Direktor Jürgen Scheuermann, zugleich auch im Vorstand des Vereins „Freundschaft mit Taizhou/China“ tätig, stellt der Schüleraustausch somit einen weiteren Baustein zum Aufbau einer dauerhaften Partnerschaft zwischen Taizhou und Hanau dar. Im November erwartet Hanau eine weitere Delegation aus Taizhou, diesmal vor allem besetzt mit lokalen Politikern und Vertretern der Wirtschaft. „Dass, was man sich von den Deutschen im Ausland erzählt, stimmt nicht. Wir haben hier sehr offene und freundliche Menschen kennengelernt“, lobt der Delegationsleiter Mei Young die deutsche Gastfreundschaft – solche Komplimente hört man doch gern.


Kreatives Potenzial der KRS-Schüler gefördert

24.06.10

Der Schülersprachaustausch der Hanauer Karl-Rehbein-Schule (KRS) mit der Partnerschule in Dartford (England) stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Language exchange plus drama“. Ein Besuch der englischen Schüler der Brüder-Grimm-Märchenfestspiele bildete den Auftakt für den sich anschließenden Workshop, bei dem die Schüler unter der Anleitung des Theaterpädagogen Karl Gutzeit das reichhaltige Angebot des kreativen Theaterspielens nutzten. Über die Improvisation von Alltagsszenen zur Modifikation des Grimmschen Märchen „The Stone Soup“ zeigte sich nicht nur das kreative Potenzial der Jugendlichen, sondern auch der hohe Kommunikationswert des „acting“ beim Fremdsprachenlernen. Die Anfangsschwierigkeiten konnten durch die sprachdidaktischen Hilfestellungen der betreuenden Kollegen Talya Lessem, Soeren Wellens und Barbara Loerzer (Projektleitung/KRS) rasch überwunden werden. Bald pendelten die Schüler mal galant, mal hoplrig zwischen den beiden Sprachwelten hin- und her. Es gab viel zu lachen, insbesondere dann, wenn die englischen Gäste, die „drama“ (Theaterspielen) als Unterrichtsfach haben, ihre Vorkenntnisse auf die Bühne brachten und mit einer gehörigen Prise englischen Humor „würzten“. Auch die Gastfamilien trugen durch zahlreiche gemeinsame Unternehmungen zu diesem gelungenen Austausch bei. Die „Stone Soup“ wurde durch zwei Sportnachmittage und eine Exkursion zu den Opelwerken in Rüsselsheim „kulinarisch“ abgerundet. Der Gegenbesuch findet im September statt.


Francheville/Lyon

April 2010

Schüleraustausch in die Stadt der Seidenweber

Der Schüleraustausch mit der französischen Stadt Francheville/Lyon ging in diesem Jahr in die 16. Runde. Hierbei ist die erfolgreiche Weiterführung des Austausches besonders der Unterstützung vom M. Gervais Ange zu verdanken. Der von ihm und Frau Bauer-Nabroth ins Leben gerufene Schüleraustausch sah im letzten Jahr einer ungewissen Zukunft entgegen, denn die Nachfolge von M. Ange am Collège Charcot war nicht geklärt und somit kein direkter Ansprechpartner vorhanden. Die neuen Kolleginnen Mme Muriel Bertholet und Mme Agnes Letessier vom Collège Charcot nahmen jedoch „das Staffelholz“ auf und bildeten mit Mme Martine Clocher vom Lycée Saint Just, die daneben auch die Schüler des Collège Saint Just betreute, ein gutes Team, das für die deutschen Schüler ein interessantes Programm zusammenstellte. An dieser Stelle sei allen französischen Kollegen für ihren Einsatz und ihr Engagement gedankt.

So konnten sich die 41 deutschen Schüler der Klassen 8 bis 10 der Karl-Rehbein-Schule auf eine interessante und erfahrungsreiche Woche freuen. Nach Ankunft wurden sie von ihren Partnern und deren Familien herzlich begrüßt.

Der nette Empfang durch den Schulleiter und der Umtrunk in der Schulkantine mit „Orangina“ und „Praliné“ machten die Schüler neugierig auf das französischen Schulsystem und den Ganztagsbetrieb.

Am Feitag überraschten die Klassen der 4eme und 3eme mit einer Präsentation und einem kleinen Konzert, das sie mit ihren Lehrerinnen Mme Letessier und Mme Bertholet vorbereitet hatten. Gemeinsam präsentierten sie dem erstaunten Publikum das Chanson „Lyon prèsqu´île“ von Benjamin Biolay. Außerdem gab es ein Quiz, bei dem Unterschiede der beiden Nachbarländer erkannt werden sollten. Bilder und Plakate hierzu hingen während der Woche in den Fluren des Schulgebäudes aus.

In den folgenden Tagen wurde den Schülern neben der traditionellen Stadtführung im „Vieux Lyon“ und dem „Musee Lumière“, einem Museum, das die Anfänge des Kinos zeigt, z.B. die Besichtigung des Auditoriums, des Konzertsaals am Part Dieu ermöglicht. Hier konnte man die besondere Architektur mit einer freitragenden Decke bestaunen, ehe man sich hinter die Kulissen begab und in das Reich der Bühnentechniker, Beleuchter und Toningenieure eintauchte.

Am Dienstag brach die Gruppe bei strömendem Regen zu einer Tagesfahrt in die Haute Savoie, nach Annecy, auf. Beim Besuch eine Glockenmuseums am Lac d´Annecy konnten sich einige Schüler an das „Carillon-Spiel“ vom Glockenturm im Film „Willkommen bei den Sch´tis“ erinnern. Zum Abschluss der Führung überraschte eine Sängerin mit dem Vortrag bekannter Musicallieder. Am Nachmittag hatte sich der Himmel aufgehellt und so konnte die schöne Altstadt von Annecy viele begeistern. In die lange Tradition Lyons als Stadt der Seidenweber bekamen die Schüer durch das „Musee des Canuts“ einen Einblick; von der Gewinnung der Seide, den Arbeitsbedingungen der Seidenweberfamilien bis zur Verarbeitung zu wertvollen Stoffen und Wandbehängen.

Nach einer erfahrungsreichen Woche, in der Freundschaften geschlossen und vertieft wurden, flossen beim Abschied ein paar Tränen. Jedoch wurden auch Einladungen für weitere Besuche ausgesprochen – sicher bei besserem Wetter.


 


Auch ein Lied auf dem Marktplatz gesungen

März 2010

Italienische Austauschschüler zu Besuch an der Karl-Rehbein-Schule

Rund 20 Schüler des „Liceo A. Pigafetta“ aus Vicenza, der italienischen Partnerschule der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS), statteten vor Kurzem der Brüder-Grimm-Stadt einen Besuch ab. Zuvor waren bereits im November 2009 erstmalig 18 deutsche Schüler zu dem italienischen Gymnasium in Venetien gelegen gereist. In Hanau hieß die Big Band der KRS die italienischen Gäste mit flotten Rhythmen willkommen. Während der gemeinsamen Schultage erhielten die italienischen Gäste Einblick in das deutsche Schulsystem und nahmen engagiert am Italienischunterricht teil. Um die Stadt Hanau besser kennen zu lernen, hatten sich die deutschen Schüler eine Stadtrallye ausgedacht. Hierfür mussten beispielsweise ein italienisches Lied auf dem Hanauer Marktplatz gesungen und ein Euro verdient werden – eine leichte Übung für die Schüler aus dem Heimatland von Guiseppe Verdi und Eros Ramazotti.

Bei einer gemeinsamen Tagesfahrt nach Frankfurt mit ihrer Lehrerin Jessica Caroline Egenolf wandelten die Schüler im Goethehaus auf den Spuren des großen Italienfreundes. Bei bestem Wetter beeindruckte die Bankenstadt die italienischen Gäste, die vom Maintower aus das herrliche Panorama genießen konnten.

Auch im bayerischen Würzburg strahlte die Sonne. Die Schüler besuchten die Festung Marienberg und die barocke Residenz, bestaunten sie dort das weltberühmte Deckenfresko von Giovanni Battista Tiepolo. Bei einer historischen Stadtführung vervollständigte sich das positive Bild der Gäste von der schönen Stadt in Unterfranken. Der Grundstein für einen Italienaustausch an der KRS ist somit gelegt. „Der Austausch hat gezeigt, dass auch über den schulischen Kontext hinaus Freundschaften entstehen können“, freut sich KRS-Pädagogin Egenolf.

Gruppenbild vor einer prachtvollen Kulisse: Die Austauschschüler aus dem italienischen Vicenza zeigten sich von den Sehenswürdigkeiten Hanaus tief beeindruckt.


Eingetaucht in Grimms Märchen

Dezember 2009

Spanische Schüler besuchen Rehbein-Schule und machen Bekanntschaft mit den Märchensammlern

Zum dritten Mal konnte man im Rahmen des Schüleraustausches mit der Stadt Vitoria spanische Schüler an der Karl-Rehbein-Schule willkommen heißen. Die 29 angereisten Jugendlichen und ihre Lehrerinnen, Arantza González und Marisa Ibañez, wurden von der Schul-Bigband und von der Schulleitung empfangen und verlebten in Hanau eine Projektwoche über das Thema „Grimms Märchen und die Sinne“.

In der Woche hatte jeder Teilnehmer Zeit, um sich kreativ und spielerisch mit dem Thema auseinanderzusetzen, Hanau und Umgebung kennenzulernen, den deutschen Alltag zu erleben und zudem internationale Freundschaften zu schließen. An den geplanten Aktivitäten nahmen die spanischen Gäste begeistert teil. So galt es am ersten Tag, gemeinsam mit den deutschen Austauschpartnern, Gipsmasken mit Elementen aus Grimms Märchen herzustellen. Diese wurden in der Schulvitrine ausgestellt. Es kamen an weiteren Tagen Aktivitäten hinzu, die die Sinne der Besucher schärfen sollten. So hatten die Gäste, erneut gemeinsam mit den deutschen Partnern, die Gelegenheit im Schloss Freudenberg bei Wiesbaden unterschiedliche Phänomene mit allen Sinnen zu erleben.

Ihre Sinne benötigten die spanischen Gäste auch als es an der Eugen-Kaiser-Schule in Hanau darum ging, leckere Plätzchen, Makronen und Bretzeln herzustellen. An einem anderen Vormittag waren der Tastsinn und die Technik beim gesicherten Klettern in der Halle gefragt. Interessant war für die Gäste, dass sie Hanau und Steinau an der Straße auf den Spuren der Brüder Grimm erkunden konnten und außerdem die Weihnachtsmärkte in Hanau und Frankfurt besuchten. Der Höhepunkt der Woche kam am Ende mit der Abschlussfeier im Jugendbildungs- und Kulturzentrum im Hans-Böckler-Haus. Die Gastgeberfamilien kümmerten sich um das leibliche Wohl und die Gäste für die Unterhaltung, indem sie die eingeübten Szenen aus Märchenklassikern in geistreicher und spritziger Manier aufführten. Insgesamt schauen die Beteiligten auf eine einzigartige Erfahrung zurück und freuen sich schon auf den Gegenbesuch Ende Februar im spanischen Vitoria.

Unter der „Schirmherrschaft“ der Brüder Grimm fühlten sich die jungen Gäste aus Spanien sichtlich wohl.


Sprachgrenzen überwunden

15.09.09

Austausch: Hanauer Rehbein-Schüler besuchen Partnerschule in Vicenza

Hanau (pm). „Buon giorno, Italia!“: Anfang November machten sich 18 Schüler der Hanauer Karl-Rehbein-Schule (KRS) aus den Klassen 9 bis 12 gemeinsam mit ihren Lehrern Jessica Carolin Egenolf und Peter Dobler auf den Weg gen Italien. Für acht Tage sollten sie am ersten Sprachaustausch mit ihrer Partnerschule, dem Liceo Ginnasio Statale „A. Pigafetta“ in Vicenza, teilnehmen.

Die „Rehbeiner“ wurden von ihren Gastfamilien herzlich empfangen und erhielten während ihres Aufenthaltes interessante Einblicke in das lebendige italienische Familienleben. Beim gemeinsamen Schulbesuch wurden die deutschen Gäste in das Unterrichtsgeschehen integriert und so mit dem italienischen Schulsystem vertraut gemacht. Eine gemeinsame sportliche Begegnung mit den italienischen Partnern zeigte, dass es keiner ausgefeilten Sprachkenntnisse bedarf, um sich zu verständigen: Sport kennt keine sprachlichen Grenzen. Im Rathaus von Vicenza fand ein offizieller Empfang für die Hanauer Schüler statt. Bei einer anschließenden Stadtführung wurden den Gästen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der maßgeblich durch den Renaissancebaumeister Andrea Palladio geprägten Stadt gezeigt. Um ihren deutschen Partnern Vicenza noch näher zu bringen, hatten die italienischen Schüler eine Stadtrallye auf die Beine gestellt. Hierbei mussten die deutschen Gäste ihre Sprachkenntnisse und ihren Mut, Passanten anzusprechen, unter Beweis stellen.

Während ihres Italienaufenthaltes durften die „Rehbeiner“ zwei weitere beeindruckende Städte in der Region Venetien kennen lernen. Ein Ausflug führte die deutschen Gäste gemeinsam mit ihren italienischen Partnern in die Stadt der vielen Kanäle, Brücken und der Gondolieri, Venedig. Ein zweiter Ausflug brachte die Schüler in die Stadt, in der Julia ihren Romeo geliebt hat, nach Verona.

Der erste Sprachaustausch der KRS mit einer italienischen Schule ist somit erfolgreich gestartet. Die meisten Schüler waren nach der erlebnisreichen Fahrt trotz Schlafdefizit sicher: „Vogliamo tornare a Vicenza“, in deutsch, „Wir wollen zurück nach Vicenza“. Zunächst freuen sich die Rehbeiner aber auf den Gegen-Besuch der italienischen Gäste im April 2010 in Hanau.


 

Wenn auch die Sonne scheint, so wird es auch in Italien im November frisch: Schüler des Karl-Rehbein-Gymnasium der Klassen 9 bis 12 statteten jetzt ihrer Partnerschule in Vicenza einen einwöchigen Besuch ab.


Schüleraustausch Francheville/Lyon - Hanau 2009

27.05.2009

Die 15. Auflage des traditionellen Schüleraustauschs zwischen der KRS und dem Collège Charcot sowie dem Lycée Saint Just in Lyon ist erfolgreich zu Ende gegangen. 44 Schülerinnen und Schüler unserer Schule machten sich im März unter der Leitung von Frau Mitze, Frau Müller-Mickler und Herrn Dr. Möller auf den Weg nach Lyon; die französische Gruppe weilte vom 7.-15. Mai zum Gegenbesuch in Hanau.

So wie man bei einer Inszenierung, die jeden Abend für ein volles Haus sorgt, nur ungern und, wenn nötig, nur behutsam einige Änderungen vornimmt, so hat sich diese Austausch-begegnung scheinbar zum Selbstläufer entwickelt, an dem nichts verändert werden muss: genügend Interessenten auf beiden Seiten, Schulleitungen, die hinter dem Unterfangen stehen, engagierte Eltern und Lehrkräfte und ein zuverlässiges Busunternehmen. Und doch war in diesem wie in jedem früheren Jahr eine intensive Vorbereitung nötig, damit die Austauschpartner zusammenfanden, das Programm möglichst jedem etwas bot und ein nachhaltiges Interesse für das Nachbarland und seine Bewohner geweckt wurde.

Neben den "Klassikern" im Programm - Teilnahme am Unterricht, Wochenenden in den Gastfamilien, Stadtführung - hatten die französischen Lehrkräfte eine Fahrt zum Palais du Facteur Cheval vorbereitet. In jahrzehntelanger Alleinarbeit hat dieser Mann einen Fantasie-palast errichtet, der inzwischen hunderttausende von Besuchern in anerkennendes Staunen versetzt und sogar die französischen Surrealisten beeinflusst hat. Besonders interessant für unsere Schüler war der Besuch in einem Berufsschulzentrum, in dem es rund ums Essen ging. Ein von annähernd gleichaltrigen Schülern zubereitetes und im Restaurant serviertes 3-Gänge-Mittagessen oder die von einer Confiserie-Fachklasse fabrizierte, etwa 1,5 Meter hohe Schokoladendekoration werden den deutschen Gästen sicher in langer Erinnerung bleiben. Weitere Programmpunkte während der Woche in Lyon waren Besuche in einer Grotte im Vercors, einem Feuerwehrmuseum, dem Afrikanischen Museum und dem Rathaus von Lyon.

Genauso wie die Woche in Lyon verging auch die Zeit in Hanau wie im Flug. Das Ausflugs- und Besichtigungsprogramm umfasste hier die Landeshauptstadt Wiesbaden mit Schloss Freudenberg (einer Art sensorischem Erlebnispark) und dem Hessischen Landtag, das geschichtsträchtige Seligenstadt und Frankfurt mit einem Besuch des Filmmuseums. Ein Nachmittag war dem gemeinsamen Tun der jungen Franzosen und Deutschen gewidmet: Je nach persönlichen Vorlieben konnten sich die Teilnehmer in unterschiedliche Workshops einwählen und dann Kuchen backen, Seidenschals gestalten, Volleyball und Badminton spielen sowie sich in Rudern oder Klettern versuchen. Fotos unter:>
(http://www.pixum.de/viewalbum/id/4309603) Den mithelfenden Eltern, Sportkollegen und Oberstufenschülern sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt.

Eine besondere Ehrung durch Herrn Scheuermann wurde Monsieur Ange zuteil; er erhielt das Logo der KRS, das ja bekanntlich das pädagogische Leitbild unserer Schule darstellt, versehen mit einer Danksagung für 15 Jahre unermüdlichen Einsatz für die Schulpartnerschaft. Wenn nun nach Frau Bauer-Nabroth auch Gervais Ange in den Ruhestand geht, sind die Begründer des Austauschs nicht mehr im aktiven Schuldienst. Doch wie die Teilnahme von Madame Rollet in diesem Jahr zeigt, muss das nicht bedeuten, dass die Pensionäre mit dem échange nichts mehr zu tun hätten. So, wie die Unterstützung durch die Eltern auch bei erwachsenen Kindern noch willkommen ist, so wird auch die Hilfe der Ehemaligen beim Austausch gern gesehen werden. Dies umso mehr, als die Nachfolge von Herrn Ange am Collège Charcot noch nicht geregelt ist und alle wissen, dass Madame Clocher vom Lycée St. Just dringend einen Kollegen am Collège zur gemeinsamen Organisation des Austauschs benötigt.

Beim Abschied waren sich alle Beteiligten einig: Beide Seiten werden alles daran setzen, dass die Erfolgsgeschichte dieser Schulpartnerschaft weitergeschrieben wird.
 

Gemeinsames Klettern in der Kletterhalle sorgt für genügend Kommunikationsanlässe Die Klettergruppe des Französisch- Austauschs in der Kletterhalle des Schulzentrums Hessen-Homburg im Mai 2009

 


Togo, eine Exkursion vom 12. bis 28. Juni 2008

12.Juni 2008

 

Am 12. Juni 2008 startete das Projekt „essomme“, als sich drei Afrika-Agler der Jahrgangs-stufe 13 (Anna, Nils und Patrick) zusammen ihrer Betreuerin und Leiterin der Afrika-Ag, Frau Tamara Kpebane, und ca. 2200 Euro Spenden auf den Weg nach Lomé in Togo (Westafrika) machten. Das Wort „essomme“ aus der Stammessprache Ewe, die in der Hauptstadt Togos gesprochen wird, bedeutet so viel wie „Zukunft“ oder „Morgen“ und genau dafür steht dieses Projekt. Gemeinsam mit der Direktorin und den Lehrern unserer Partnerschule Tokoin-Hunkpati in Lomé setzten wir uns für die Zukunft der Kinder dieser Grundschule ein. In dem zweiwöchigen Projekt verschafften wir uns zunächst einen Überblick über die tatsächliche Situation an der Schule und ermittelten die Bedürfnisse der Schüler und Lehrer, damit auch weiterhin möglichst viele Kinder zumindest die Grundschule besuchen können. Denn dies ist leider nicht der Normalfall: viele Familien können weder das Schulgeld, noch das Geld für die Schuluniform, Bücher, Hefte oder Stifte aufbringen. Vor allem Mädchen besuchen häufig nur das erste Grundschuljahr oder werden gar nicht erst zur Schule geschickt.
Darüber hinaus hat die Direktorin, wie wir feststellen mussten, noch mit ganz anderen existenziellen Problemen zu kämpfen. In der Regenzeit läuft die Schule, welche am Fuße eines leicht abschüssigen Viertels in Lomé (die Hauptstadt ist nicht kanalisiert und die Stra-ßen nicht asphaltiert), mit Wasser voll, so dass die Schüler knietief durchs Wasser wa-ten müssen. Darüber hinaus laufen dann auch nicht nur die Latrinen voll, sondern samt ihrem Inhalt über. Als ob dies noch nicht genug wäre, das Dach der Schule ist verrottet, es regnet rein. Und die Außenmauern der Gebäu-deteile sind aufgrund der starken Bodenero-sion (ausgelöst durch die starken Regenfälle in der Regenzeit) schon leicht unterspült und sie muss fürchten, dass diese eines Tages einstürzen werden. Mit unseren Spenden wird die Direktorin daher einen Klempner bestellen, der die Latrinen dahingehend modifiziert, dass sie in der Regenzeit verschlossen werden können, sie wird das Dach reparieren und die Außen-mauern verstärken lassen. Sollte dann noch Geld übrig haben, so wird sie weiterhin die bedürftigen Kinder mit Schulmaterialen versorgen. Der Kultusminister, bei dem wir wegen dieser Probleme vorsprechen wollten, vertröstete uns und zeigte sich betont uninteressiert. 
Darüber hinaus erteilte die Afrika Ag in den zwei Wochen täglich zwei Stunden Deutsch-Unterricht an der Tokoin-Hunkpati Schule, wobei wir auch persönlich mit den Kindern Kontakt aufnahmen. Diese Sprachkenntnis könnte für die Schüler später eine beruflich relevante Zusatzqualifikation (z.B. im Tourismus-Bereich) darstellen. Des Weiteren war es uns so auch möglich für die togoischen Schüler Brieffreundschaften an unserer Schule zu Gleichaltrigen zu vermitteln, so dass ein Kulturaustausch zustande kommen kann, der sicherlich für beide Seiten eine Bereicherung sein wird. Ferner meldeten wir im Rahmen dieser Deutsch-Ag eine junge Lehrerin der Schule für einen Deutschkurs am Goethe-Institut in Lomé an, damit sie diese Ag nach unserem Besuch weiterführen kann. Die Exkursion nach Togo war für uns alle eine Bereicherung. Es ist nicht mit Worten zu beschreiben, man muss selbst dort gewesen sein, um es nachempfinden zu können.

  


Karl-Rehbein-Schule (C) 2016
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