EFO-Club Entdecken und Forschen an der Karl-Rehbein-Schule

Der EFO-Club stellt seit dem Schuljahr 2008/2009 ein Angebot an Schüler der Klassenstufen 5 und 6 dar, die an naturwissenschaftlichen Fragestellungen interessiert sind. Das Konzept des EFO-Clubs beruht auf der Feststellung, dass die oftmals als schwierig empfundenen Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik/Astronomie) durch selbstständiges Entdecken und Forschen leichter zugänglich sind und einfacher verinnerlicht werden können. Die Motivation, die beim angeleiteten Experimentieren entsteht, kann so erste Erkenntnisprozesse auf den Weg bringen und zur Kompetenzentwicklung der Schüler in den Naturwissenschaften beitragen. Anknüpfend an die große Begeisterung für naturwissenschaftliche Fragestellungen im Sach-unterricht an den Grundschulen, soll der EFO-Club die Möglichkeit bieten, an gewonnene Grundlagen anzuknüpfen und die angelegte Begeisterung und Wissbegierde zu erhalten und zu verstärken. Dies gilt im Besonderen für die Fächer Physik und Chemie, da diese in den Jahrgangsstufen 5 und 6 im Fächerkanon nicht vorkommen. So kann der EFO-Club hier eine Art „Brückenfunktion“ übernehmen.

Es ergeben sich folgende allgemeine Ziele des EFO-Clubs:

  • die Vielfalt der Natur sinnlich wie kognitiv erfahrbar machen
  • Orientierung am Fragehorizont der Schüler
  • regelmäßige Durchführung von Schülerexperimenten
  • Entwicklung bzw. Verstärkung der Team- und Kommunikationsfähigkeit
  • Anleitung zur Wertschätzung der Natur und der Leistung von Ingenieuren und Naturforschern
  • angeleitete und selbstständige Informationsrecherche

 

Junge Forscher stellen Shampoo selber her


Wie die lila Kuh zu ihrer Farbe kommt: Rehbein-Schüler besuchen Allessa-Chemie

 Kürzlich besuchte der Entdecker- und Forscher-Club (EFo) der Karl-Rehbein-Schule Hanau unter Leitung der Chemielehrerin Esther Meinhardt die Allessa-Chemie GmbH in Frankfurt. Zunächst hatten die Fünftklässler vermutet, dass auf dem riesigen Firmengelände ähnlich experimentiert würde wie in ihrer Chemie-AG in der Schule – nur eben in ganz großem Maßstab. Dieter Rohrer, Ausbildungsleiter bei Allessa-Chemie, erklärte den Kindern, dass hier die Reaktionsgefäße das Ausmaß mehrerer Badewannen hätten, in denen Zwischenprodukte unter anderem für Lacke und Folien hergestellt würden. Nur mit Mühe konnte er die Kinder von der Idee abbringen, gleich in einen solchen Pool hinein zu klettern, um ihn von innen zu besichtigen.

Am Beispiel der Verpackung von Schokolade-Produkten zeigte er, welchen Beitrag Allessa-Chemie hierfür leistet. Die lilafarbenen Pigmente in der Verpackung von einer Schokolade mit der lila Kuh stammen aus der Produktion des Unternehmens. Anschließend ging es weiter zum Übungsreaktor von Allessa-Chemie, in dem die Produktionsanlagen voll funktionsfähig im verkleinerten Maßstab zu besichtigen waren. Diese Anlage gibt den Auszubildenden des Unternehmens die Gelegenheit, die Produktionsvorgänge zu erproben und so für den späteren Einsatz an den Großproduktionsanlagen gerüstet zu sein, damit die lila Kuh auch zukünftig lila bleibt. Die Kinder waren von dieser „Riesen-Modelleisenbahn“ für die „großen Schüler“ der Firma begeistert.

Die Schüler erfuhren, dass der gleiche Farbstoff als Zusatz auch dafür sorgt, dass schwarzer Autolack glänzt. Dieter  Rohrer stellt den Betrieb häufig Jugendlichen oder jungen Erwachsenen vor, aber die Fragen der Kinder des EFo-Clubs gaben dem Vortrag eine völlig andere Richtung. So wollte Jannis beispielsweise wissen, was es ihn kosten würde, die Allessa-Chemie zu kaufen und Moritz staunte darüber, dass die Auszubildenden monatlich das 15-fache seines Taschengeldes verdienten - und Herr Rohrer selbst noch mehr. Verwundert waren die Schüler auch darüber, dass sie auf dem Firmengelände nicht fotografieren durften und fragten kleinlaut, ob sie die Bilder von dem riesigen Kran, den sie auf dem Weg übers Firmengelände entdeckt hatten, wieder löschen müssten, um keine Firmengeheimnisse nach außen zu tragen.

Zum Abschluss hatten die Rehbeiner Gelegenheit, selbst aktiv zu werden. In der Ausbildungsabteilung durften die Schüler unter Anleitung von vier künftigen Laboranten selbst ein Shampoo herstellen. Bei der Farbwahl für das Shampoo konnten die Schüler verschiedene Farben verwenden. Wie begeistert die Schüler von der Veranstaltung waren, zeigte sich spätestens beim Abschied, da sich alle beklagten, dass der Besuch „schon“ zu Ende ging. Auch die begleitenden Lehrer Esther Meinhardt und Christian Speck waren von der herzlichen und kinderfreundlichen Zusammenarbeit sehr angetan, so dass bereits ein weiterer Termin durch Speck für ein einwöchiges Praktikum seiner Chemie-Leistungskurs-Schüler vereinbart wurde.



 Selber experimentieren macht Spaß: Der Entdecker- und Forscher-Club der Karl-Rehbein-Schule stattete der Allessa-Chemie in Frankfurt einen aufschlussreichen Besuch ab. 
 


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