Jubiläum - 175 Jahre Karl-Rehbein-Schule

Die Termine auf einen Blick

- Eröffnung des Jubiläumsjahres
    Auf dem Schlossplatz
12.01.2015   9.15 Uhr
- Festgottesdienst zum Jubiläum
    Für die Klassen 5 - 7 in Mariae Namen
    Für die Klassen 8 - Q3 in der Marienkirche
16.01.2015   8.30 Uhr
- Festakt im CPH 27.02.2015 19.00 Uhr
- Kinderprojekt "Wir bauen eine Stadt"
    Im Gedenken an den 70. Jahrestag der
    Zerstörung Hanaus
    In der Alten Johanneskirche
15.03.2015 15.00 u. 18.00 Uhr
- Projektwoche zum Jubiläum 04.-08.05.2015   
- Konzert des Internationalen Orchesterworkshops   
    KRS-Orchester mit Gästen der Partnerschulen
    In der Marienkirche
08.05.2015 19.00 Uhr
- Schulfest auf dem Schlossplatz 09.-10.05.2015   
- "Die schöne Helena" Oper zum Jubiläum im CPH   18.-21.07.2015   19.00 Uhr
- Herbstfarben - ein Konzert von Meike Garden
    Im Schlossgartensaal der KRS
08.10.2015   19.30 Uhr
- "Lyrik unterm Ginkgobaum"
    Im Schlossgartensaal der KRS
08.11.2015   19.00 Uhr

 


 

175 Jahre im Wandel der Zeit, aber immer auf der Höhe der Zeit!

Schulen und Gymnasien mit solch einer langen Tradition sind in Deutschland dünn gesät. Die Karl-Rehbein-Schule ist heute ein traditionsgebundenes, aber zugleich ein weltoffenes Gymnasium, das sich als Aufgabe gesetzt hat, vorhandene Begabungen gezielt zu wecken und zu fördern. Leistung und soziale Kompetenz sind von Beginn an die Grundpfeiler unseres schulischen Wirkens. Der einzelne Schüler steht dabei immer im Fokus all unserer Anstrengungen.
Die Karl-Rehbein-Schule ist im Jahr ihres 175-jährigen Bestehens bestens aufgestellt, dies von ihrer inhaltlichen Ausrichtung, ihrer Ausstattung und ihrem baulichen Zustand. Der Zuspruch aus der Stadt Hanau und aus dem Umland mit derzeit über 1850 Schülerinnen und Schülern belegen eindeutig ihre hohe Attraktivität und ihren herausragenden Ruf.
Bei uns gelingt Schule in einer besonderen Art und Weise seit 175 Jahren. Sicher hat sich viel geändert im Vergleich zu der höheren Schule für Mädchen, die 1840 hier in Hanau gegründet wurde, um ganz im Sinne von Wilhelm von Humboldt für die „Allgemeinbildung und die Ausformung der Gesinnung und des Charakters der Mädchen zu sorgen“. Heute sind wir koedukativ und in den Naturwissenschaften, im Sport, der Musik und in unserem Fremdsprachenangebot mit unseren weltweiten Kontakten und Partnerschulen und mit unseren gelebten Wertevorstellungen nicht nur in Hessen anerkannt. Was uns aber immer ausgezeichnet hat und uns auch heute besonders auszeichnet, ist unser selbst gestellter Anspruch, Chancen zu eröffnen und Persönlichkeiten zu fördern und zu fordern und dies unter Beachtung der Individualität jedes Einzelnen.
Solches kann aber nur gelingen, wenn eine hoch motivierte und engagierte Lehrerschaft dies mitträgt und tagtäglich mit Leben erfüllt.
Wir als Gymnasium der Stadt Hanau fühlen uns nicht zuletzt, was auch in der Namensgebung in Anlehnung an den ersten Oberbürgermeister der Stadt Hanau nach 1945 sichtbar wird, unserer Stadt und unserem Umland verpflichtet.
Unsere aktuelle Lebendigkeit mit ihrer tiefen Verwurzelung im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, musisch-künstlerischen und sportlichen Umfeld Hanaus wird Ihnen auf den nachfolgenden Seiten eindeutig dokumentiert. Sie werden sehen, dass der 175-jährige Erfolg der KRS begründet ist in dem großartigen Einsatz der Lehrerschaft und der herausragenden Zusammenarbeit zwischen Kollegium, Schülerschaft und Elternschaft. Unsere Schule ist die Schule im Herzen von Hanau, aber sie ist als Schule für all ihre Schülerinnen und Schüler auch gleichzeitig immer das Tor zur Welt.
In diesem Sinne wünsche ich der ganzen Schulgemeinde ein wunderschönes Festjahr 2015 und ganz verwurzelt in unserer humanistischen Tradition ein herzliches:

Vivat crescat floreat ad multos annos!

Jürgen Scheuermann
Oberstudiendirektor

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„Eine große Gemeinschaftsleistung“

KRS bedankt sich bei Eltern, Lehrkräften, Schülern und Unterstützern für erfolgreiches Jubiläumsjahr 

Hanau, 15.06.2016

 

Großer Dank an die Organisatoren des Jubiläumsjahres der KRS: Gisa Friedel Schumann, Elternsprecher Thomas Adlung Christiane Alsheimer und Schulleiter Jürgen Scheuermann (von rechts).    Foto: Pick         

Das Jahr 2015 liegt nun zwar schon eine kleine Weile zurück, dennoch war dieses Jahr ein ganz besonderes für die Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS): Sie feierte fast ein ganzes Jahr lang mit verschiedensten Veranstaltungen ihr 175-jähriges Bestehen. Grund genug für KRS-Direktor Jürgen Scheuermann jetzt alle Helfer und Unterstützer, die zum Gelingen des Jubiläumsjahres beigetragen haben, zu einem kleinen Dankesfest in den Schlossgartensaal der KRS einzuladen. Bei einem kleinen Umtrunk, rhythmisch wie schwungvoll untermauert von der KRS-Big-Band unter der Leitung von Stefan Glück ließ Scheuermann vor vollem Saal noch einmal das Jahr 2015 mit seinen Höhepunkten Revue passieren.

Dazu hatte die KRS-Media-AG eine Bilderpräsentation erstellt und führte zugleich den von ihr „komponierten“ Image-Film der KRS vor. Scheuermann erinnerte so die zahlreich erschienenen Gäste an den stimmungsvollen Auftakt im Januar 2015, als hunderte bunte Luftballons in den Hanauer Himmel stiegen, um das Jubiläumsjahr mit der gesamten Schulgemeinde zu eröffnen. „Auch wenn die fröhliche Eröffnung von den dramatischen Ereignissen in Paris überschattet war, so zeigten wir hier doch auch unsere Solidarität mit Frankreich – eine große Geste der gesamten Schülerschaft!“, lobte Scheuermann „seine“ Schüler.

Es folgten im Verlaufe des Jahres weitere Höhepunkte, so etwa der feierliche Festakt im Congress Park mit einem Großaufgebot an Musik, Rednern und internationalen Gästen, darunter Vertreter der europäischen und chinesischen Partnerschulen der KRS. Dr. Jürgen Heraeus hielt eine flammende Festrede, Daniela Schadt, die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck und zugleich ebenfalls ehemalige KRS-Schülerin richtete rührende Worte an die versammelte Festgemeinde im CPH.

Die KRS-Schüler konnten sich dann auf eine groß angelegte Projektwoche freuen, deren vielfältigen Ergebnisse zugleich auf dem sich anschließenden KRS-Schulfest zu begutachten waren. Musikalischer Höhepunkt des Jubiläumsjahres war dann die Aufführung der „Schönen Helena“ durch die vielen engagiert und mit Herzblut aufspielenden jungen Musiker und Sänger der KRS – eine viertägige Produktion, die keinen Vergleich mit sonstigen professionellen Aufführungen im CPH zu scheuen braucht. „Auch hier zeigte sich wieder der große Teamgeist, der an unserer Schule herrscht. Solche großartigen Leistungen gelingen nur in einem fruchtbaren und respektvollen Umgang untereinander“, betont Scheuermann nochmals.

Es seien aber nicht nur die eigenen Schüler und Lehrkräfte, die zu dem vielbeachteten Gelingen des Jubiläumsjahres beigetragen hätten, sondern auch eine Vielzahl an Unterstützer von außen und viele fleißigen Eltern, die sich hier freiwillig eingebracht hätten. So bedankte sich Scheuermann stellvertretend an alle Eltern bei Elternbeirats-Vorsitzenden Thomas Adlung, der sich für die erfolgreiche Ausrichtung des KRS-Schulfestes auf dem Schlossplatz verantwortlich zeichnete. Auch die Stadt Hanau habe sich kooperativ und sehr unterstützend hinter das Schuljubiläum und die KRS gestellt. „Jede finanzielle Hilfe freilich war und ist uns willkommen. Hier darf ich mich ausdrücklich bei Dr. Thomas Müller (Präsident Lions Club ?rüder Grimm), Reinhold Maisch (Gesellschaft für Wirtschaftskunde und Rainer Krebs (Lions Club Brüder Grimm) für das großzügige Engagement bedanken“, ruft Scheuermann seinen Gästen zu.

Einen besonderen Dank aber schickte Scheuermann an Gisa Friedel-Schumann und Christiane Alsheimer. Die beiden KRS-Pädagogen hatten während des gesamten Jubiläumsjahres allzeit die Strippen fest in der Hand und sorgten mit Um- und Weitsicht für einen logistisch reibungslosen Ablauf der Festivitäten. Insgesamt zogen alle Beteiligten ein positives Resumée, habe sich die KRS hier von ihrer Schokoladenseite gezeigt – im übrigen ist das bis zum heutigen Tage sichtbar: Nach wie vor fährt ein HSB-Bus durch Hanau und transportiert damit auch über das Jubiläumsjahr hinaus die Kernkompetenzen der KRS mit Sport – Musik – Naturwissenschaft durch die Stadt. Letztendlich sei auch das von der Kunstpädagogin Christine Biehler gestaltete Jubiläumsheft empfohlen, könne man hier in Bild und Text nochmal Rückschau auf das Jubiläumsjahr 2015 halten. „175 Jahre KRS – das war nur möglich als eine große Gemeinschaftsleistung“, lobt der Direktor seine Gäste. Die aber wiederum zollen auch Scheuermann einen lang anhaltenden Applaus, habe er schließlich als Schulleiter die Fäden zusammengeführt und damit das KRS-Jubiläum zu einem großen Erfolg werden lassen.   

 


 

Einladung zum Helferabend

Die Karl-Rehbein-Schule sagt Dank all Ihren Unterstützern, Helfern und Freunden,
Eltern, Kollegen und Schülern, die dazu beigetragen haben, dass das Jubiläumsjahr 2015
ein großartiger Erfolg wurde und lädt Sie daher recht herzlich


    am Donnerstag, 09.06.2016 um 19.00 Uhr
    in die Mensa der Karl-Rehbein-Schule
    Im Schlosshof 2, Hanau


ein.
Bei beschwingter Musik, bewegten Bildern, einem guten Tropfen und einem kleinen
Imbiss lassen wir das Jahr noch einmal Revue passieren.
Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen. Bitte geben Sie uns bis zum 03.06.2016
Bescheid, ob wir mit Ihnen rechnen dürfen.


Herzliche Grüße
Jürgen Scheuermann
Schulleiter

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Jubiläumsjahr offiziell beendet

Hanau, 29.12.2015

Vor rund 1800 Schülern ließ nun der Leiter der Karl-Rehbein-Schule (KRS), Jürgen Scheuermann, in der Main-Kinzig-Halle das nun zu Ende gegangene KRS-Jubiläumsjahr nochmals Revue passieren. Dazu hatte die KRS-Media-AG die Höhepunkte des 175-jährigen Schul-Jubiläums in eine rund zehnminütige Filmcollage verpackt, die in gelungener Art und Weise den Bogen von der im Januar 2015 auf dem Schlossplatz zelebrierten Eröffnung bis hin zur „Lyrik unterm Ginkgobaum“ schlagen konnte. Zu sehen waren die vielen orange-farbenen und grünen Luftballons, in ihren Farben Symbol für das Jubiläumsjahr, die in den winterlichen Hanauer Himmel aufstiegen. Welch ein fulminanter Festakt: Mit grandioser Musik, einer verlesenen Schar von Festrednern, darunter die „First Lady“ Daniela Schadt (selbst einst KRS-Schülerin) und einer Bootstaufe folgte ein weiterer Jubiläums-Höhepunkt im Februar 2015. Die KRS-Projektwoche mit dem sich anschließenden großen KRS-Schulfest wird auch lange in guter Erinnerung der Schülerschaft bleiben. Auch der eigens kreierte HSB-Bus, der als KRS-Botschafter mit Szenen aus dem KRS-Sport-,    -Musik-, und -Naturwissenschaftsleben durch Hanau fährt, wurde nochmals in dem Imagefilm präsentiert. Der musikalische „Knaller“ des Jubiläumsjahres dürfte die opulente Bühnenaufführung der „Schönen Helena“ im Congress-Park-Hanau gewesen sein, die an fünf Abenden in Perfektion geboten nahezu 4000 Zuhörer zu stehenden Ovationen animierte. „Ihr alle seid ein Teil dieses wunderschönen und auch denkwürdigen Jubiläumsjahres gewesen“, ruft Scheuermann nach der Vorführung des Filmes durch die KRS-Media-AG seinen Schülern zu. „Darauf könnt ihr stolz sein, denn ohne euch und euer engagiertes Handeln und Tun hätten wir als Schulgemeinde niemals ein derart ausgefülltes und viel beachtetes Jubiläumsjahr feiern können“, so Scheuermann unter dem Applaus seiner Eleven. jp/Foto: Pick 
 


Grandios, fulminant und unterhaltsam

Premiere der "schönen Helena": KRS-Schüler brennen ein opulentes Bühnenfeuerwerk ab

Mit minutenlangen stehenden Ovationen feierte das restlos begeisterte Publikum am vergangenen Samstag die rund 300 Akteure der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS), die auf der Bühne des Congress Park Hanau eine fulminante wir auch in allen Belangen perfekte Aufführung der komischen Oper "Die schöne Helena" zum Besten gaben. Dem voraus ging eine fast einjährige, sehr fordernde Probenzeit für alle Beteiligten, vorwiegend für die Schüler von der Klasse 5 bis zur Oberstufe. Ohne hier nun einzelne Darsteller besonders hervorheben zu wollen: Die gesamte Aufführung muss als ein sehr hochwertiges und in sich stimmiges Bühnenereignis  bezeichnet werden. Eine derart hochstehende Aufführungsqulität angefangen von den musikalischen über die darstellerischen Darbietungen bis hin zur Kostümierung und Ausleuchtung ist von einer Schule so nicht unbedingt zu erwarten. Zusammen mit einer hohen Bühnenpräsenz, schwungvollen Choreographien, witzigen Dialogen und auch eloquenten Gesangsdarbietungen hat die KRS mit der Darbietung "der schönen Helena" ihrem 175-jährigen Jubiläum die Krone aufgesetzt.

In der textlichen Umarbeitung des antiken Stoffes um Helena und Paris von Regisseur Frank Hagelstange zu einer modernen Fernsehshow, die sich über "Herzblatt" bis hin zu "Germanys next Topmodel" orientiert - und damit diese Fernsehformate gehörig aufs Korn nimmt - entsteht so eine sehr sehenswerte "Helena-Show", die durch Ihre Unterhaltsamkeit wie ihre Spritzigkeit besticht. Nicht nur den Darstellern auf der Bühne gehört dabei größtes Lob, sondern auch den zahlreichen KRS-Musikern unter der musikalischen Gesamtleitung von Petra Weiß. Stimmliche wie rhythmische Perfektion aus dem Orchestergraben, das manchen Zuschauer sogar zu der Frage hinreißt, wer denn dieses "tolle Orchester engagiert" habe, gesellt sich zu den beherzt aufspielenden KRS-Ensembles wie etwa die Blockflöten-AG (Gudrun Hildebrandt), der KRS-Big-Band (Stefan Glück) und dem KRS-Blasorchester (Jens Weismantel).  

Rund um also eine absolut gelungene Meisterleistung aller Beteiligten, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Die Freude am Spiel auf der Bühne ist den Akteuren regelrecht anzumerken. Großes Kino! ARD, ZDF und Co. könnens kaum besser.

Karten für die noch verbleibenden drei Konzertabenden von Sonntag, 19. Juli bis Dienstag, 21. Juli (jeweils im 19 Uhr im CPH Hanau), gibt es noch an der Abendkasse.

Und weil manchmal Bilder mehr sagen als Worte, hier eine Auswahl aus den Szenen "der schönen Helena".    

 

 

 

Fotos: Pick

 

Foto: Elpelt


 

"Die schöne Helena" - Jetzt Trailer anschauen!

Hanau, 15.07.2015

Schauen Sie sich den Trailer unserer demnächst zu sehenden Oper "Die schöne Helena" an. Viel Spaß beim Anschauen und einnmal mehr ein herzliches Dankeschön an unser Filmteam. Und wer Lust bekommen hat - Karten gibt es im Sekretariat zu kaufen (20 Euro bzw. 15 Euro ermäßigt, Schülerinnen und Schüler erhalten 5 Euro Ermäßigung)

 


"Die schöne Helena": Vorverkauf startet

Hanau, 23.06.2015

Es ist soweit: Ab Montag, 29. Juni, gibt es im Sekretariat die Karten für die Opern-Aufführung "Die schöne Helena".Gleich an vier Tagen, von Samstag, 18. Juli, bis Dienstag, 21. Juli, wird das Stück mit über 300 Mitwirkenden jeweils um 19 Uhr auf der Bühne des Congress Park Hanau gezeigt. Den Besucher erwartet eine aufwändige, rund dreistündige Inszenierung mit Orchester, Big-Band, Blasorchester, den Chören der KRS und zahlreichen Solisten. Die Preiskategorien für die Karten bewegen sich zwischen 20/15 Euro und ermäßigt 5 Euro (Schüler).

Die ursprüngliche Version von Jacques Offenbach wurde von Frank Hagelstange nahezu komplett umgeschrieben und in die Neuzeit katapultiert. Wenn man so will, kann man das Stcük nun auch mit "Olymp's next Top-Göttin" in Anlehnung an bekannte Fernseh-Unterhaltungs-Formate umschreiben. Mehr soll aber nicht verraten werden: Am besten selbst schauen, was die Rehbein-Darsteller, - Sänger und -Musiker hier auf die Beine gestellt haben. Sowohl die federführenden KRS-Musiklehrer als auch KRS-Direktor Jürgen Scheuermann sind stolz auf "ihre" Schüler, die sich seit Monaten mit Herzblut, Eifer, Fleiß und viel Freude während der Probearbeiten auf diese Aufführung vorbereiten. Eine Aufführung, die fünf Jahre nach der großen Musical-Aufführung von "oliver!" wieder eine großartige Produktion mit großem Unterhaltungswert im Rahmen des 175-jährigen Jubiläum der KRS bietet.

 


Bunt, fröhlich, offen

KRS-Schulfest lässt Herzen der Besucher höher schlagen

Hanau, 10.05.2015

Bunt und fröhlich: Das Schulfest der KRS zum 175-jährigen Jubiläum.  Fotos: Pick

Wie viele Besucher am Ende zum Schulfest der KRS anlässlich deren 175-jährigem Bestehen auf den Hanauer Schlossplatz gekommen waren, konnte niemand genau sagen. Fest steht, dass an zwei Tagen unzählige Helfer alle Hände voll zu tun hatten, um den Besucheransturm gerecht zu werden. Die lokale Presse zieht Vergleiche mit dem Lamboyfest - in der Tat waren der Schlosshof und die angrenzende Schlossplatzschule bis zum Platzen gefüllt. Die Wettergötter waren dem Jubilar wohlgesonnen und legten damit den Grundstein für ein fröhliches, offenes und buntes Fest. Geboten wurde eine Menge: Musik, Tanz und Theater non stop auf der Hauptbühne Schlossplatz und dem Raum 707 in der Schlossplatzschule, konnten sich die Besucher hier vor allem ein Bild von den Ergebnissen der vorangegangenen Projekttage der KRS machen.

KRS-Direktor Jürgen Scheuermann strahlte bei dem Andrang nicht nur mit der Sonne um die Wette, sondern war auch des Lobes voll für die perfekte Organisation des Festes, angefangen vom Elternbeirat unter dem Dirigat von Elternbeiratsvorsitzenden Thomas Adlung, den engagierten Lehrkräften der KRS bis hin zu den motivierten Schülern, die mit liebevoll vorbereiteten Aktionen auf der Bühne für viel Kurzweil unter dem Publikum sorgten. "Wir können stolz darauf sein, so ein fröhliches Fest im Herzen der Stadt auf die Beine gestellt zu haben - als eine grandiose Gemeinschaftsleistung", lobt Scheuermann sein gesamtes "Team". Das sahen auch die Ehrengäste, angefangen über OB Claus Kaminsky, Sparkassenchef und Hauptsponsor Robert Restani sowie Schulamtsdirektorin Sylvia Ruppel so. "Immer auf der Höhe der Zeit": Dieses Credo sahen die Gäste auch beim Schulfest perfekt umgesetzt.

Die KRS-Big Band sorgte genauso für musikalische Höhepunkte wie das peppig aufspielende KRS-Blasorchester. Auf dem Festgelände war der "Mobile Blechschaden" der kooperierenden Paul-Hindemith-Musikschule unterwegs, die Tanzschule Berné hatte ihre HipHop-Formation auf die Bühne geschickt, weiter rockten die "ChanX", die stellenweise mit Schülern der KRS bestückt sind. die Schülerband One Way und die ehemalige KRS-Schülerin und Grand-Prix-Teilnehmerin Meike Garden gaben sich ein Stelldichein. Mit roten Rosen, verteilt zum Muttertag von Jürgen Scheuermann, den KRS-Bands Pretty Corner und Just Nine wurde der Frühschoppen am Sonntag bestritten. Zuvor hatten die KRS-Ehemaligen die Gelegenheit, ihre "alte" Schule zu begutachten, hat sich durch die Renovierung vieles getan, seitdem so mancher KRS-Abiturient die Schule verlassen hat.

Insgesamt, so sahen es Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern und Schüler, hat sich das Feiern gelohnt. Die KRS zeigte einmal mehr, dass sie eine Schule ist, an der es Spaß macht, Schüler zu sein. Das zeigen auch immer wieder die KRS-Musiker mit Höchstleistungen, die man in dieser gebotenen Qualität anderswo suchen muss: Am Freitag wurde der Festreigen durch das Konzert "Spiel ohne Grenzen" mit Schülern aus Dartford, Jaroslawl, Vincenza und Radeberg - allesamt Partnerschulen der KRS - unter dem Dirigat von Petra Weiß in der Marienkirche eröffnet. Ein symbolträchtiges Konzert, denn genau vor 70 Jahren am 8. Mai 1945 endete der grausame und verheerende 2. Weltkrieg. Jetzt, 70 Jahre später, musizierten Menschen aus Nationen miteinander, die sich einst als Feinde gegenüber standen. Und nicht nur diese Symbolik eines geeinten Europa war es, die begeisterte, sondern auch die Musik- Qualität: Selten hat man das KRS-Symphonieorchester derart präzise und dynamisch gehört wie an diesem Abend. 

 

 "Freude schöner Götterfunken": Beethovens "Europahymne" eröffnet das Konzert und den Festreigen.

 Die hohe Kunst des Violinspiels demonstrieren die Gäste aus Vincenza (Italien).

 Tutti: Das KRS-Symphonieorchester mit Gästen aus Dartford, Jaroslawl, Vincenza und Radeberg.

Gute Laune auf dem Schlossplatz: Die KRS-Big-Band (Hintergrund) sorgt für prickelndes Hörvergnügen.

Tollkühne Männer in ihren rollenden Kisten: So stilvoll wurde damals noch die Post ausgefahren.

 Grazien: Die Götter der Antike haben sich auf der Bühne versammelt.

 Ein Bus wird kommen: Der KRS-Bus, gestaltet von Christine Biehler, rollt mit Prominenz an.

 Einfach klasse gemacht: Ein Blickfang, der jetzt Monate durch Hanaus Straßen rollt.

 Jürgen Scheuermann schaut schon mal, ob der Bus einen Parkplatz findet.

 Jetzt geht's rückwärts: Millimeterarbeit für den HSB-Busfahrer.

 Offizielle Eröffnung mit KRS-Chef Jürgen Scheuermann, OB Claus Kaminsky, Sparkassen-Chef Robert Restani und Schulamtsdirektorin Sylvia Ruppel.

 Prominenz, wohin das Auge schaut: Lokale Größen aus der Politik statten der KRS einen Besuch ab.

 Das Stadtoberhaupt begrüßt die zahlreichen Gäste.

 Die einen sehen rot, nur einer sieht schwarz: Jürgen Scheuermann erläutert seine Sichtweise durch die rote Brille...

Bunt und fröhlich: 175 Luftballons in den neuen KRS-Jubiläumsfarben erobern den Luftraum über Hanau.

 Glücklicher Gewinner: Emil aus der 5h darf das Fußball-WM-Trikot mit nach Hause nehmen.

The ChanX rocken auf der Bühne.

Kleine Zaungäste bevölkern die Bühne. Ein Fest zum Anfassen.


  

 


 

 

 

 


 


Ein Lehrstück für Hoffnungen und Visionen

KRS führt Hindemith-Singspiel „Wir bauen eine Stadt“ vor dreimal ausverkauften  Haus auf

Hanau, 15. März 2015

Eine höchst konzentrierte Leistung zeigen die Chorkinder, Sprecher und jungen Musiker der Karl-Rehbein-Schule Hanau unter Leitung von Sophia Schüller vor drei Mal ausverkauftem Haus während der Aufführung von Paul Hindemiths Singspiel „Wir bauen eine neue Stadt“ in der Alten Johanneskirche.   Fotos: Pick 

„Ganz großes Kino“ konstatiert der Hanauer Rathauschef bevor er in seiner Dienstlimousine zum nächsten Termin entschwindet. OB Claus Kaminsky hat zuvor die Aufführung des Hindemith-Singspiels „Wir bauen eine Stadt“ durch Schüler der Karl-Rehbein-Schule (KRS) unter der Gesamtleitung von Sophia Schüller, Musiklehrerin an der KRS, in der Alten Johanneskirche erlebt. Verglichen mit dem aktuellen Bautreiben in der Stadt erlebt der OB wie auch eine Vielzahl anderer Zuhörer „Städtebau im Eiltempo“, denn in knapp einer Stunde wird hier die „Bau“-Geschichte Hanaus von seiner Zerstörung am 19. März 1945 bis jetzt frei nach Hindemith auf die Bühne gebracht.

„Kein Kind soll eine Hanauer Schule verlassen, das das Datum 19. März 1945 nicht kennt“, wünscht sich Kaminsky in seiner Begrüßung. Vor 70 Jahren versank Hanau kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges unter dem Bombenhagel der Alliierten in Schutt und Asche – „ein schreckliches Ergebnis der damaligen Machtverhältnisse, was sich so niemals mehr wiederholen darf“, mahnt KRS-Chef Jürgen Scheuermann in seiner Begrüßung. „Es ist eine tragische Ironie, auf welche Weise sich der Titel „Wir bauen eine Stadt“ für Hindemiths Heimatstadt bewahrheiten sollte“, so der Schulleiter weiter. Aufgrund dieses traurigen Gedenktages der Zerstörung Hanaus und zugleich im Rahmen des 175-jährigen Jubiläums der KRS hatten Sophia Schüller und ihr Mann, Peter Schüller, die Idee zu dem Musik- und Buch-Projekt „Wir bauen eine Stadt“. Denn Sophia Schüller hat das von 1930 entworfene Stück des Hanauer Komponisten Paul Hindemith mit der Geschichte Hanaus verknüpft und daraus ein rund einstündiges Bühnenwerk mitsamt Bilderbuch und CD-Aufnahme auf die Beine gestellt.

Kinder haben ihre eigenen Vorstellungen: „Wir bauen einfach eine neue Stadt, Sie soll die Allerschönste sein“: 123 Chorkinder der Jahrgangsstufen fünf und sechs, dazu eine Riege an Erzählern und Musikern der KRS machen sich ans Werk, Hanau nach seiner Zerstörung wieder zu einer blühenden Stadt aufzubauen. Auf der Leinwand unterstützt von den bewusst „naiven“, aber sehr detailgetreuen und kindgerechten Buntstiftzeichnungen aus dem Buch von Sophia Schüller setzen die KRS-Eleven Hindemiths Singspiel eindrucksvoll mit Elan, Charme und Tiefgang um.

„Mein Vater ist in Russland, er kann nicht mit mir spielen“, bedauert ein Kind zu Beginn des Stückes, bevor dann unter Sirenengeheul der Untergang Hanaus besiegelt wird. Das Solo-Cello, herzergreifend gespielt von Sophia Schüller, zeichnet die sich nun bietende fast ausweglose Trostlosigkeit einer zerstörten Stadt nach – doch schon bald nehmen die Kinder ihr Schicksal selbst in die Hand. Nach und nach entstehen die markanten Plätze von Hanau neu, wie etwa das Neustädter Rathaus, die Marienkirche, Bäckerei und Metzgerei, die Polizeistation am Finanzamt. Stets wird das Geschehen textlich kommentiert (Emil Lang, Dominic Abraham), manchmal auch mit schelmischen Seitenhieben versehen, etwa dass nun Menschen aus der ganzen Welt nach Hanau kommen – und sogar die Steinheimer schaffen es, über den Main zu kommen.

Da Hindemith selbst den Aufführenden bei seinem Stück fast alle Freiheiten lässt, ist es nicht verwunderlich, dass auch das KRS-Blasorchester (Jens Weismantel) mit Rolf Rudins „Stille Hoffnung“ und „Those were the days“ zu hören ist, während das Blockflötenensemble der KRS (Gudrun Hildebrandt) mit Hindemith-Kanons die Aufführung abrunden kann.

Sind also auch alteingesessene Hanauer Geschäftsleute am Wiederaufbau Hanaus beteiligt, so wundert es nicht, dass auch Hanaus große Gitarrenlegende Leslie Link höchst selbst in das musikalische Geschehen eingreift, indem er nach Jimi-Hendrix-Manier die deutsche Nationalhymne auf der Suche nach Identität intoniert um dann mit Chor und Orchester mit Hendrix‘ „Purple haze“ einen weiteren extravaganten Kontrapunkt zu setzen. Insgesamt aber sind es die KRS-Schüler auf der Bühne, die einmal mehr ein Zeugnis von der hervorragenden musikalischen Arbeit, die an der KRS geleistet wird, ablegen. So gestalten sie ganz souverän die nicht einfach zu nehmende Musik Hindemiths – dessen Namen sich dann auch in der Paul-Hindemith-Musikschule wiederfindet – und liefern gleich drei Mal hintereinander vor jeweils ausverkauftem Haus eine konzentrierte Höchstleistung ab.

„Das gemeinsame Lebendighalten der Erinnerung und ein geschärftes Bewusstsein für die Gegenwart können hoffentlich für ein wenig mehr Respekt und Frieden unter den Menschen sorgen“, möchte das Lehrerehepaar Schüller unter anderem mit der Aufführung und dem nun herausgegebenen Buch bewirken. Dieses hohe Ziel trägt   zweifellos dem Gedanken Hindemiths Rechnung: „Ist es einer Musik gelungen, uns in unserm ganzen Wesen nach dem Edlen auszurichten, so hat sie das Beste getan.“ Hindemith hat in diesem Zusammenhang einst voller Ehrerbietung über die Musik Johann Sebastian Bachs gesprochen. Er wäre gewiss erstaunt darüber, in welchem Maße das auch seiner eigenen Musik gelungen ist. Wann gab es in Hanau schon mal „Standing Ovations“ für Hindemith? Hindemith jedenfalls hätte an der Aufführung voller Hoffnungen und Visionen seine helle Freude gehabt. „Wir bauen eine neue Stadt“: Am Ende singen Choristen und Zuhörer freudig vereint vom Hanauer Städtebau, von dessen Umsetzungs-Tempo der OB allerdings nur träumen kann.

Das Bilderbuch mit CD „Wir bauen eine Stadt“ von Sophia Schüller ist im CoCon-Verlag Hanau erschienen und kostet 19,80 Euro. Siehe auch untenstehenden Artikel.                       

 


„Die Erinnerung lebendig halten“

Hindemiths „Wir bauen eine Stadt“ als Bilderbuch und Hör-CD in Gedenken an Zerstörung Hanaus

Hanau, 05.03.2015

Auf den ersten Blick: ein Bilderbuch mit CD. Auf den zweiten viel mehr: eine Hommage an Hanau, ein Geschenk für den dort geborenen Komponisten Paul Hindemith zu seinem 120. Geburtstag und ein Statement für den Frieden und gegen den Krieg.
Sophia Schüller ist Lehrerin an der Karl-Rehbein-Schule in Hanau (KRS). Für ihre Umsetzung von Paul Hindemiths Kinderstück „Wir bauen eine Stadt“ hat sie recherchiert, gezeichnet, mit 123 Chorkindern sowie zwölf Instrumentalisten ihrer Schule die Lieder einstudiert und den Text zusammen mit ihrem Mann und Kollegen Peter Schüller - der Ideengeber des Projekts - teils umgedichtet, teils ergänzt. Ergebnis ist ein Bilderbuch über Hanau mit vielen farbenfrohen Buntstiftzeichnungen und einem dazu gestalteten Hörspiel. Geeignet sei das Buch, so die Autorin, für Menschen „von fünf bis 99“ – schließlich biete es so viele Möglichkeiten für Jung und Alt, die Stadt und ihre Vergangenheit miteinander „neu zu entdecken“ und darüber ins Erzählen zu kommen. 

Die Geschichte: Drei Kinder erleben die schreckliche Bombennacht von Hanau. Es ist der 19. März 1945. In zunächst auswegloser Traurigkeit blicken sie auf die Trümmer, die einmal ihr Zuhause waren. Doch dann wächst in ihnen ein Traum, der Hoffnung schenkt: „Wir bauen eine NEUE Stadt!“ Sie helfen beim Wiederaufbau, machen einen Rundgang durch die Stadt, wie sie heute ist, und zeigen uns dabei zahlreiche bekannte Orte, Geschäfte und Persönlichkeiten. Zum Schluss führen sie uns sogar in ein Konzert im Congress Park…

Auf ihrem Weg werden die Kinder von der heiteren Musik des in Hanau geborenen Komponisten Paul Hindemith begleitet. Dieser hatte das Stück „Wir bauen eine Stadt“ schon 15 Jahre vor dem verheerenden Angriff geschrieben, dem auch sein Geburtshaus in der Hanauer Vorstadt zum Opfer fiel. In seinen Liedern geht es eigentlich um eine von Kindern erbaute Phantasiestadt. „Es ist eine tragische Ironie, auf welche Weise sich der Titel „Wir bauen eine Stadt“ für Hindemiths Heimatstadt bewahrheiten sollte.“, so der KRS-Schulleiter Jürgen Scheuermann.
 
Und so hebt Sophia Schüllers Inszenierung die Handlung aus dieser kindlichen Traumwelt heraus in eine leider ungebrochen aktuelle Thematik. „Unvorstellbar, dass das Gleiche immer noch und immer wieder an so vielen Orten auf der Welt passiert. Genau in diesem Moment verlieren Kinder ihr Zuhause, sind den Schrecken des Krieges ausgesetzt.“, betont Peter Schüller, und seine Frau fügt an: „Das gemeinsame Lebendighalten der Erinnerung und ein geschärftes Bewusstsein für die Gegenwart können hoffentlich für ein wenig mehr Respekt und Frieden unter den Menschen sorgen.“ Ein hohes Ziel, das zweifellos dem folgenden Gedanken des Komponisten Rechnung trägt: „Ist es einer Musik gelungen, uns in unserm ganzen Wesen nach dem Edlen auszurichten, so hat sie das Beste getan.“ Paul Hindemith hat in seinem Zitat einst voller Ehrerbietung über die Musik Johann Sebastian Bachs gesprochen. Vielleicht wäre er erstaunt darüber, in welchem Maße das auch seiner eigenen Musik gelungen ist.

Am 15. März 2015 finden um 15 und um 18 Uhr in der Alten Johanneskirche Hanau zwei Aufführungen des Stückes in der Inszenierung von Sophia Schüller statt. Aufgrund der hohen Nachfrage gibt es eine Zusatzvorstellung um 16.30 Uhr, Karten in der KRS bei Sophia Schüller.
Auch die Hanauer Gitarrenlegende Leslie Link freut sich schon jetzt auf die Aufführung: „Ich hätte nie geglaubt, dass ich „Purple Haze“ mal mit einem Kinderchor spiele. Aber es klappt super und macht Spaß“, äußert sich Link, der auch auf der CD-Einspielung zu hören ist. „Leslie spielt sich hier selbst“, so Schüller zu der Idee, den „Orange-Peel“-Gitarristen mit ins Tonstudio zu holen. „Auf der Suche nach Hanauer Geschäftsleuten zur Gestaltung des Buches bin ich auch in Leslies Laden gekommen“, berichtet Sophia Schüller. „Da kam mir die Idee, ihn in das Projekt miteinzubinden“.

Die Aufführungen bilden einen kulturell und pädagogisch bedeutsamen Teil der Veranstaltungen zum Festjahr „175 Jahre Karl-Rehbein-Schule Hanau“ und der Veranstaltungsreihe „70 Jahre Zerstörung Hanaus“ der evangelischen Stadtkirchengemeinde.

Das Bilderbuch (72 Seiten) mit CD „Wir bauen eine Stadt“ von Sophia Schüller ist im CoCon-Verlag Hanau (ISBN: 978-3-86314-274-2) erschienen und kostet 19,80 Euro.

Foto: Pick


"Weltoffen und sozial kompetent"

KRS feiert ihr 175-jähriges Jubiläum mit einem würdevollen Festakt vor 680 geladenen Gästen
 

Hanau, 27.02.2015

Emotional, weltoffen, fröhlich und würdevoll – so könnte man den Verlauf der akademischen Feier zum 175-jährigen Jubiläum der Hanauer Karl-Rehbein-Schule (KRS) am vergangenen Freitag grob umreißen, wenngleich wirklich nur grob. In über drei Stunden wurden von der Bühne des Congress Park Hanau (CPH) ein Feuerwerk an bewegenden Reden, mitreißenden musikalischen Darbietungen und optischen Genüssen gezündet, das diesem ehrwürdigen Anlass mehr als gerecht wurde. Vor zahlreichen Vertretern des öffentlichen Lebens, angeführt von Deutschlands „First Lady“ – und ehemaliger KRS-Schülerin – Daniela Schadt und Dr. Jürgen Heraeus, Aufsichtsratsvorsitzender des gleichnamigen Hanauer Konzerns und Vorsitzender von UNICEF Deutschland, weiter der KRS-Kollegschaft, Elternvertretern, Partnerschulen aus dem Aus- und Inland bis hin zum KRS-Fünftklässler spiegelte sich im CPH das wieder, was die KRS letztendlich ausmacht: „Hier ist ein besonderer Geist unterwegs“, stellt der hessische Kultusminister Professor Dr. Alexander Lorz  treffend unter großem Beifall fest.


Von diesem besonderen Geist zeugte schon der Empfang mit Ehrenspalier der KRS-Ruderer, der eigens gestaltete KRS-Bus vor der Tür und natürlich auch die illustre Gästeschar – neben Schadt, Lorz und Heraeus konnte KRS-Chef Jürgen Scheuermann auch weitere zahlreiche hochkarätige Vertreter aus der Politik wie Thomas Mann (MdEP), OB Claus Kaminsky, Ex-Landrat „Charly“  Eyerkaufer, Ex-OB Magret Härtel und die Magistratsmitglieder der Stadt Hanau begrüßen. „Ich habe noch nie erlebt, dass bei vergleichbaren Anlässen derart viele Gäste aus den Partnerschulen im Saal sitzen“, schwärmt Lorz: Den weitesten Anreiseweg hatten wohl die Vertreter aus dem russischen Jaroslawl (Sobinov-Kunstschule) und der Partnerschule aus Lomé (Afrika/Togo) hinter sich gebracht, gefolgt von Vertretern der Partnerschulen aus Barcelona, Vicenza, Dartford, Lyon, Francheville und dem sächsischen Radeberg. Als Vertreter Chinas (Taizhou/High School Sanmen) war eigens der chinesische Konsul Liang Jianquan im Saal zugegen.

Und so kam Jürgen Scheuermann eine gute halbe Stunde lang kaum zum Luft holen, um die Liste der weiteren Ehrengäste „abzuarbeiten“, darunter die Vertreter des staatlichen Schulamtes, der kooperierenden Hanauer Sport-Vereine, der Paul-Hindemith-Musikschule, der Kathinka-Platzhoff-Stiftung, der Elisabeth-Schmitz-Schule, Förderern und Sponsoren wie die Nagel- und die Weiss-Stiftung, Sparkassen-Vorstand Robert Restani, HA-Verleger Thomas Bauer, die KRS-Elternbeiräte, den KRS-Förderverein und die Schulleiter der benachbarten Grund- und weiterführenden Schulen. Letztendlich aber vergaß der KRS-Chef bei all diesem Gästeaufgebot nicht, „seine“ Schüler mitsamt der künftigen Abiturienten ob des persönlichen Einsatzes für den Festakt besonders zu loben: „Euer Engagement ist einer der Schlüssel zum Erfolg der KRS. Eure offene Haltung und Eure soziale Kompetenz sind vorbildlich“, stellte Scheuermann unter großem Applaus fest. Dieser Applaus wurde dann um weitere Phonstärken lauter, als bekannt wurde, dass die KRS erneut die „Abi-Challenge“ der Sparkasse Hanau gewonnen hat. Damit sei die kommende Abifeier gesichert, freute sich Scheuermann.


Schadt: „Bin daheim angekommen“

Der besondere Geist, der durch die gesamte Jubiläums-Veranstaltung schwebte, wurde auch von Daniela Schadt erneut beschworen, stand sie doch selbst vor 37 Jahren als Abiturientin im KRS-Schulchor. „Ich fühle mich wie daheim angekommen“, so Schadt weiter. Sie erinnerte sich daran, dass auch sie in vielen Lehrkräften der KRS Vorbilder für das eigene Leben gefunden habe. Ein großes Vorbild der KRS sei unter anderem aber auch die mutige KRS-Religions-Lehrerin und Widerstandskämpferin gegen die Nazis, Elisabeth Schmitz gewesen, heute als „Gerechte unter den Völkern“ der Gedenkstätte Yad Vashem ausgezeichnet, schlägt Schadt eine Brücke in die Vergangenheit. Und selbst ihr Lebensgefährte, Bundespräsident Joachim Gauck, hätte die Worte des Namensgebers des KRS, der Hanauer Oberbürgermeister Karl Rehbein, der als ehemaliger KZ-Insasse festgestellt hat, dass man die Freiheit auch verteidigen müsse, kaum besser wiedergeben können, stellt Schadt fest. Sie lobte zudem das Streben der KRS-Kollegschaft, die ihnen anvertrauten Schüler zu selbstbewussten Menschen zu formen.


Kaminsky: „Weltoffenheit hat Tradition an der KRS“

Dieses weltoffene Selbstbewusstsein habe sich einmal mehr in der Eröffnungsfeier zum 175-jährigen Jubiläum der KRS auf dem Schlossplatz gezeigt, referiert OB Claus Kaminsky: Ihm laufe es heute noch eiskalt den Rücken hinunter, als dort über 1800 Schüler anlässlich der Anschläge von Paris (Charlie Hebdo) ein unmissverständliches Zeichen für Solidarität unter den Religionen und Glaubensgemeinschaften gezeigt hätten und sich damit auch für die demokratischen Grundwerte unserer Gesellschaft eingesetzt haben, so der Rathauschef in seinem Grußwort. „Diese Weltoffenheit hat in Hanau und an der KRS Tradition“, lobt Kaminsky den Grundtenor an seinem städtischen Gymnasium. Dass Scheuermann dabei immer wieder die großartige Teamarbeit an der KRS hervorhebe, sei bestimmt nicht von der Hand zu weisen, „es muss aber auch jemanden geben, der auf der Brücke steht und sagt, wo’s langgeht. Und sie waren ein Glücksfall für uns und die Schule“,  adelt Kaminsky Scheuermanns bisheriges zehnjähriges Wirken als „Kapitän“ des KRS. „In der KRS gehören vom Weltmeister bis zur Reinigungsfachkraft alle zusammen – das ist auch ihr Verdienst“, ruft der OB seinem Schulleiter zu.


Outet sich das Europaparlamentsmitglied Thomas Mann nicht nur als überzeugter Europäer, sondern auch als großer Fan der KRS, so sieht er in der KRS-Teilnahme am europäischen Bildungsprojekt Comenius-Projekt den europäischen Gedanken eines Zusammenstehens bestens erfüllt. Dieses Zusammenstehen auch innerhalb der Schule offenbart sich für Schulamtsdirektorin Sylvia Ruppel immer wieder beispielhaft aufs Neue im Auftritt der Orchester und Chöre der KRS, zeige sich hier der gelungene pädagogische Spagat und die glückliche Balance der KRS zwischen Fordern und Fördern. Eine gute ausgewogene Balance haben auch die Verantwortlichen der KRS-Fachschaft Musik in der Auswahl des musikalischen Rahmenprogramms bewiesen, das mit „O Fortuna“ von Carl Orff zu Beginn des Festaktes ordentlich auf die Pauke zu hauen, aber mit „Hine mah tov“ auch nachdenkliche, innehaltende Töne anzuschlagen weiß. So richtig festlich wurde es im Saal mit der gemeinschaftlichen Intonation der eigens von Petra Weiß komponierten "KRS-Hymne", charmant von Tim Schmidt vorgetragen. Rundum lassen KRS-Sinfonieorchester-Chefin Weiß und KRS-Chorleiter Frank Hagelstange nichts anbrennen und führen die KRS-Musiker erneut zu Höchstleitungen an den Instrumenten und Stimmen. Eindrucksvoller akustischer  Beweis dafür, dass die KRS völlig zu Recht den Titel „Schule mit Schwerpunkt Musik“ führt.


Heraeus: Soziale Kompetenz ist unverzichtbar

Festredner Jürgen Heraeus erinnerte daran, dass man nicht für die Schule lerne, sondern für sich selbst. Bildung benötige daher einen breiten Kanon, wie ihn die KRS in ihrem Portfolio bereit halte. Für Heraeus steht die soziale Kompetenz der Schüler an erster Stelle und nicht „das Ausfüllen einer Steuererklärung“, womit er von großem Beifall begleitet eine deutliche Breitseite gegen die zurzeit heftig geführte Diskussion abfeuerte, inwiefern Schule ihre Schüler auf das Leben vorbereiten soll. „Das Ausfüllen einer Steuererklärung lernen die jungen Menschen früh genug, soziale Kompetenz aber kann man ihnen an der Schule gar nicht früh genug beibringen“, so der einstige Konzernlenker weiter. Der beste Beweis dafür stehe auf der Bühne, zeigte Heraeus in Richtung KRS-Musiker. „Musiker sind gute Analytiker. Die Schule hat die Aufgabe, die Schüler auf das Leben vorzubereiten, sich artikulieren zu können und sich in die Gesellschaft einbringen zu können“, gibt sich Heraeus überzeugt. Auf der Höhe der Zeit zu sein bedeute nicht, jeden Schnick-Schnack mitzumachen, sondern auch Veränderungen zu berücksichtigen. So sei es unabdingbar, dass man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen müsse, „sonst nehmen andere unser Schicksal in die Hand“, ruft Heraeus der Schulgemeinschaft zu.

„Ein Schiff wird kommen“

Den Riemen selbst zur Hand  nehmen dann die KRS-Ruderer, angeführt von Juniorenweltmeister Johannes Lotz, um unter frenetischem Jubel der im Saal Anwesenden den neuen KRS-Achter in das CPH zu tragen, der sogleich von Daniela Schadt getauft wird. Und da ist sie wieder, die gelebte Sozialkompetenz an der KRS: Dass das Schicksal vieler Kinder auf der Welt, die in Armut leben, den KRS-Schülern eben nicht gleich ist, demonstrieren sie denn auch eindrucksvoll, in dem sie Jürgen Heraeus in seiner Funktion als UNICEF-Vorstand einen symbolischen Scheck in Höhe von 1840 Euro überreichen, gespendet von den KRS-Schülern. Eine Summe mit Symbolcharakter: Im Jahr 1840 wurde die KRS eins als Mädchenschule gegründet. Heute ist sie mit über 1800 Schülern das größte Gymnasium Hessens. Eine stolze Leistung. 

   

Der denkwürdige Abend klingt bei Sekt und Häppchen aus, am Ende verlassen die Ehrengäste mit einem Lächeln auf den Lippen des Saal, nicht ohne sich vorher mit der über 200 Seiten starken KRS-Festschrift, gestaltet von Christine Biehler, eingedeckt zu haben. Das gesamte Organisationskomitee jedenfalls hat sich für diesen Abend ob der logistischen Meisterleistung eine Ehrenmedaille verdient. Und gäbe es noch einen Orden für die beste Moderation des Abends, so müsste man den Steinheimer „Börsen-Guru“ Frank Lehmann damit auszeichnen, setzt er so manchen Kontrapunkt zwischen den Ansprachen der Laudatoren-Riege. 


Noch einen Orden: Den müsste man Moritz Haack aus der Klasse 5c verleihen. Denn was er geschafft hatte, haben weder Schulamt, KRS-Lehrkräfte noch das Ministerium geschafft: Er hatte die Anfrage von Sylvia Ruppel, ob es in Deutschland noch mehrere Schulen mit einer ähnlich langen Tradition gebe, in Windeseile beantwortet. Diese Schule ist das Markgräfliche Gymnasium in Baden-Württemberg. Tja, die KRS hat doch eine Vielzahl pfiffiger Schüler in ihren Reihen, und wenn sie nicht irgendwann dazu übergegangen wäre, auch Jungs die Türen zu öffnen, wer weiß, ob Sylvia Ruppel jemals eine Antwort auf ihre Frage bekommen hätte. Denn hier schließt sich der Kreis: 175 Jahre im Wandel der Zeit – aber immer auf der Höhe der Zeit.

  
Festakt-Sprüche:

Moderator Frank Lehmann:
„Wir müssen um 22 Uhr fertig sein. Fr. Schadt muss dann daheim bei Ihrem Joachim im Schloss Bellevue sitzen.“
„Bei den Griechen siehst du nix, wo’s Geld hingeht – bei der Rehbein sieht man das, Hr. Mann.“
„Schon wieder irgend so ein Bildungsgipfel – lassen Sie das den Scheuermann machen, da sparen Sie einen Haufen Geld.“
„Die Stammaktie KRS gehört in den DAX – dann ging’s uns allen gut.“
„Die KRS hat alles, was ein modernes Unternehmen braucht: Einen eigenen Bus, ein eigenes Boot, ein eigenes Haus, ein eigenes Orchester, eine eigene Hymne – und was fehlt? Richtig, ein eigener Film! Hier ist der Image-Film.“
„Die sind so perfekt organisiert – sogar an ein Handtuch haben die gedacht, damit bloß kein Wasser auf den teuren CPH-Boden kommt.“

"Herr Lorz, gucken Sie sich mal den Haufen hier an und übertragen sie das Konzept einfach auf das Land Hessen - da sparen sie ne Menge Geld."

„First Lady“ Daniela Schadt:
„Immer wenn ich die KRS besuche – dann bin ich auch daheim angekommen.“

KRS-Chef Jürgen Scheuermann:
„Der Schlüssel zum Erfolg ist, den Schüler als Individuum wahrzunehmen. Jeder einzelne ist uns wichtig.“

OB Claus Kaminksky:
„Die KRS steht so prächtig dar, wie niemals zuvor in ihrer langjährigen Geschichte.“
„Übrigens – wir feiern heute ein Jubiläum, Happy Birthday, Karl-Rehbein-Schule!“

"Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, muss es einen geben, der die Dinge regelt."

MdEP-Mitglied Thomas Mann:
„Ich bin ein Rehbein-Fan. In der KRS ist Power drin.“

Professor Dr. Alexander Lorz:
„Zu dieser offenen Haltung kann ich sie nur beglückwünschen.“

Jürgen Heraeus:
„Das Ausfüllen von Steuererklärungen lernen die jungen Menschen noch früh genug.“
„AG (=Arbeitsgemeinschaft) bedeutet: Einer macht die Arbeit, die anderen bilden die Gemeinschaft.“
„Wir müssen unser Schicksal selbst in die Hand nehmen, sonst nehmen andere unser Schicksal in die Hand.“      
 

 


 

„Fahrender Beweis für Hanauer Bürgerstolz“

HSB und KRS präsentieren eigens gestalteten Linienbus mit KRS-Motiven

Hanau, 24.02.2015


Ein farbenfrohes Band angelehnt an die Frühlingsfarben der Karl-Rehbein-Schul-Mensa umringt nun einen Bus der Hanauer Straßenbahn (HSB), der nun für mehrere Jahre durch als rollender Botschafter des 175-jährigen Jubiläums der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) durch die Innenstadt unterwegs sein wird. Zu sehen sind die Werte, die das Schulleben maßgeblich bestimmen, erläutert die Gestalterin, Christine Biehler, die Motiv-Symbolik des Busses: Teamgeist, Internationalität, Musik, Sport, Sprachen und Naturwissenschaften, zusätzlich umgarnt und „zusammengehalten“ von den Noten der eigens für das Jubiläum komponierten KRS-Schulhymne.  

Präsentiert wurde der KRS-HSB-Bus nun auf dem Betriebsgelände der Hanauer Straßenbahn in Begleitung städtischer Prominenz, angeführt von OB Claus Kaminsky, dem HSB-Geschäftsführer Michael Takatsch, dem KRS-Direktor Jürgen Scheuermann, dem Grafik-Sponsor Werner Liebchen, der künstlerischen Gestalterin und KRS-Kunstpädagogin Christine Biehler und der Schulsprecherin Maria Becker. Ein ganz großes Lob ging bei der Bus-Präsentation denn auch einstimmig an das Künstlerteam Biehler-Liebchen. „Hier fährt ein Stück „meiner“ Schule durch Hanau. Mit dem Bus kann sich die gesamte KRS-Schulgemeinde identifizieren“, zeigt sich Scheuermann sichtlich stolz ob des gelungenen Außen-Designs des Busses.

„Die Freundlichkeit und Offenheit, die an unserer Schule von allen gepflegt wird, ist hier in hervorragender Weise eingefangen und optisch umgesetzt worden“, lobt der KRS-Chef zugleich die künstlerische Arbeit von Christine Biehler. „Hier rollt nun ein optisch sehr gelungenes Aushängeschild für die KRS aber auch für die Stadt Hanau über die Straßen der Märchenstadt“, so Scheuermann, der zeitgleich einen großen Dank an HSB-Geschäftsführer  Michael Takatsch sendet, habe die HSB diesen Bus als rollenden Werbeträger für die KRS zur Verfügung gestellt. Auch OB Kaminsky zeigt sich sehr angetan von der Gestaltung des Busses, sieht er hier den „fahrenden Beweis für Hanauer Bürgerstolz“. 

Aber auch die fortwährende Unterstützung der Stadt für das städtische Gymnasium wird von Scheuermann positiv hervorgehoben. „Lassen Sie uns nun den anstehenden letzten Bauabschnitt der Gesamtrenovierung der KRS gemeinsam anpacken und erfolgreich zu Ende bringen“, wünscht sich Scheuermann, der damit bei Claus Kaminsky auf offenen Ohren stößt. „Wir fühlen uns der Stadt verpflichtet und wollen der Stadt auch etwas zurückgeben“, betont Scheuermann. „Nehmen Sie den Dank von 1800 Schülern und 150 Lehrkräften entgegen“, ruft Scheuermann in Richtung OB Kaminsky. „Denn der Bus fasst alles das zusammen: Tolle Schüler und Lehrkräfte, eine Stadt, die sich ihrer Verantwortung für Hessens größtes Gymnasium bewusst ist und die Präsentation der pädagogischen Leitlinien unseres Handelns“, so Scheuermann weiter.

Schulsprecherin Maria Becker zeigt sich ebenfalls schwer beeindruckt von der Gestaltung des Busses und schwingt sich gleich mal an das Steuer des Busses – wenngleich auch nur symbolisch. Im richtigen Leben wird der Bus vorwiegend rund um das Liniennetz der KRS eingesetzt. Selbstredend wird der Bus am Freitag, 27. Februar die Festakt-Gäste vor dem CPH begrüßen. Und am Tag darauf wird der Bus mit den internationalen Gästen aus Togo, China, Russland, Italien, Frankreich, Spanien und England auf Stadtrundfahrt gehen – das Fahren des Busses überlässt Scheuermann dabei aber den Profis, hat er versprochen.        

 

 Fotos: Jörn Pick


Seriös, würdevoll und auch heiter

Gelungener Startschuss ins Jubiläumsjahr zum 175. Geburtstag der Karl-Rehbein-Schule Hanau
 

Hanau, 13.01.2015

175 Luftballons in den Farben gelb, orange und grün bilden frohe Farbtupfer im sonst wolkenverhangenen Hanauer Morgen. 1800 Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) haben sich auf dem Schlossplatz versammelt, um gemeinsam mit der Schulleitung und der Prominenz aus Politik das 175-jährige Jubiläum der KRS einzuläuten.  Genau diese Farbtupfer - die neuen Logofarben der KRS - sind es, die zum Auftakt des großen Jubiläumsjahres als Symbol für eine weltoffene Schulgemeinde stehen. Diese Weltoffenheit hat, so betont KRS-Direktor Jürgen Scheuermann in seiner Ansprache, im Gründungsjahr 1840 seinen Ursprung. Als „Höhere Töchterschule“ ins Leben gerufen es sei in dieser Zeit durchaus keine Selbstverständlichkeit gewesen, Mädchen eine Schulausbildung zu Gute kommen zu lassen.


Freiheit, Gleichberechtigung und Toleranz – das sind Grundwerte, die bis zum heutigen Tag an der KRS hoch gehalten und auch gelebt werden, betont Scheuermann. Und so widmet er einen kleinen Teil der Eröffnungsfeier den Mordopfern von Paris mit einer Schweigeminute. „Nous sommes Charlie!“ ruft KRS-Schulsprecherin Maria Becker ihren Mitschülern zu. Ein bewegender Moment. „Wir stehen für Solidarität“. Starke Worte, die ihre Wirkung nicht verfehlen. In diesem Augenblick des Innehaltens steigen die bunten Ballons auf und tragen ein Stück Meinungsfreiheit und Weltoffenheit zu den Klängen von Beethovens „Ode an die Freude“ symbolisch in den Hanauer Himmel.


Klangvoll geht es auch zu, denn zum Jubiläumsjahr hat die KRS-Musikpädagogin Petra Weiß eigens eine KRS-Schulhymne komponiert, die gleich zwei Mal gesungen wird, während Elternvertreter Thomas Adlung, Schulsprecherin Maria Becker und KRS-Personalratsvorsitzender Rainer Gimplinger die drei Jubiläumsfahnen am Schlossplatz hissen. Damit wurde gleichzeitig auch der Startschuss für einen großen Veranstaltungsreigen im Rahmen des Jubiläumsjahres gegeben. Seit rund eineinhalb Jahren ist der Festausschuss unter Leitung von Gisa Friedel-Schumann und Christine Alsheimer am Werk, ein vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen.


First Lady Daniela Schadt, ehemalig KRS-Schülerin, wird neben Dr. Jürgen Heraeus am geschlossenen Festakt als Festredner im Februar erwartet. Anlässlich der Zerstörung Hanaus am 19. März 1945 wird KRS-Kinderchor „Wir bauen eine Stadt“ aus der Feder des Hanauer Komponisten  Paul Hindemith  am 15. März aufführen. Am 9. und 10. Mai lädt die KRS alle Bürger, Freunde und Schüler zum großen Schulfest auf dem Schlossplatz ein, die komische Oper „Die schöne Helena“ von Jacques Offenbach wird an vier Tagen (17. bis 21. Juli) über die Bühne des CPH gehen. Hochkarätige Veranstaltungen  also, die ohne das Engagement der KRS-Schüler und –Lehrer so nicht gestemmt werden könnten, ist sich Scheuermann über das großartige Engagement seiner Mannschaft bewusst.


Auch die Gäste aus der Politik, darunter Hanaus OB Claus Kaminsky, das Mitglied des hessischen Landtags, Heiko Kasseckert und Schulamtsleiterin Sylvia Ruppel sind des Lobes voll über die Arbeit, die an der KRS geleistet wird. „Das Bildungsangebot an der KRS mit Schwerpunkten Musik, Sport, Sprachen und Naturwissenschaften ist in der hessischen Schullandschaft einzigartig“, lobt Kaminsky „seine“ Schule, ist die Stadt schließlich Schulträger. Und die Stadt wird weiter die „äußerst positive Entwicklung“  der Schule, wie sie vor allem unter dem Dirigat von Jürgen Scheuermann stattgefunden habe, unterstützen, indem nun auch die beiden noch ausstehenden Renovierungsabschnitte freigegeben worden sind – „trotz knapper Kassen“, wie Kaminsky betont. Schließlich hat sich die einstige „Töchterschule“ mit einst 148 Schülerinnen zum größten Gymnasium in Hessen gemausert: 1800 Schüler zählt die KRS derzeit. „Es ist schon bemerkenswert“, betont Heiko Kasseckert, „dass trotz dieser Größe und das in Wiesbaden viel beachtete Modell der Zweigleisigkeit von G8 und G9 an der KRS die Unterrichts-Qualität an der Schule auf hohem Niveau steht und ein freundliches Arbeitsklima an der Schule herrscht“. „Dass, was ihre Schule ausmacht, spiegelt sich in der Auftaktsfeier wider: Mit Seriosität, Heiterkeit aber auch Würde präsentiert sich einem die gesamte Schulgemeinde. Das macht sie in Hanau und im weiten Umfeld einzigartig“, lobt Ruppel die Arbeit an der KRS.       

 

Der Videoclip zur Eröffnungsfeier des Jubiläumsjahres.


 

 

 


 

 


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