Live aus Jerusalem:
Auferstehung einmal anders

Schüler eines Oberstufenkurses evangelische Religion der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) präsentieren am Donnerstag und Freitag, 25. und 26. April, das Ergebnis eines außergewöhnlichen Unterrichtsprojektes in der Hanauer Marienkirche. Passend zur Osterzeit geht es um das Thema „Auferstehung Jesu“.  Dazu haben die KRS-Schüler den Roman „Die Affäre Davidson“ des amerikanischen Autors Stuart Jackman selbst dramatisiert und präsentieren ihr Theaterstück in einer modernen Inszenierung unter der Regie ihres Kursleiters Frank Hagelstange.
Im Stück wird über Jesu‘ Auferstehung in Form einer Fernsehreportage live aus Jerusalem berichtet. Ein Reporterteam der „Kaiserlichen Römischen Fernsehgesellschaft“ macht sich auf den Weg, um der Sache auf den Grund zu gehen. Es interviewt zum Beispiel Maria Magdalena oder Pontius Pilatus und andere Personen der Ostergeschichten. Die Zuschauer erwartet eine spannungsvolle Reise durch das moderne Jerusalem mit einer großen Spannbreite an Denkanstößen.
Das Theaterstück wird am Donnerstag, 25. und am Freitag, 26. April, jeweils um 20 Uhr in der Marienkirche in Hanau aufgeführt. Karten zu sechs Euro (Schüler drei Euro gibt es ab 19.30 Uhr an der Abendkasse. Die Schüler der Karl-Rehbein-Schule hoffen auf viele interessierte Besucher.
 

 


 

Voodoo-Priesterin schickt Schüler auf Abenteuer-Reise

6.11.11

„Es gibt wieder Theater an der Karl-Rehbein-Schule“, verkündete stolz Schulleiter Jürgen Scheuermann vor den zahlreichen Zuschauern in der Alten Johanneskirche. Nach über einem Jahrzehnt haben die Lehrerinnen Tamara Kpebane und Anna Münz zusammen mit 35 Schülern ein außergewöhnliches Stück zur Aufführung gebracht und damit eine lange Tradition des Hanauer Innenstadt Gymnasiums neu belebt.

Das besondere Theaterstück unserer Schule, „Fern und doch so nah“, bearbeitet und inszeniert von den beiden KRS-Pädagoginnen Tamara Kpebane und Anna Münz verzauberte die Zuschauer in der Alten Johanneskirche. Das Stück, welches aus der Feder von Madame Ninkpi Bonfoh, der Direktorin der Partnerschule in Lomé (Togo) stammt, wurde von den Schülern der KRS mit viel Spielfreude umgesetzt. Während der gesamten Aufführung konnte das begeisterte Publikum das große Engagement der Schauspieler erleben. 35 kleine und große Schauspieler luden das Publikum auf eine außergewöhnliche Reise in ein kleines westafrikanisches Dorf in Togo ein. Bei dieser Reise durften sie viele überraschende, bewegende aber auch lustige Momente erleben. Die wichtige Botschaft, wie sehr unser aller Leben davon abhängt, wo wir geboren werden und aufwachsen, ob wir eine Schule besuchen können oder nicht, wurde sehr eindrucksvoll vermittelt. Durch das stimmungsvolle Bühnenbild, die prächtigen farbenfrohen Kostüme und einen geheimnisvollen Maskentanz wurde das Stück zu einem kreativen Gesamtkunstwerk, bei dem unzählige helfende Hände auch hinter der Bühne zum Einsatz kamen. Seit einem halben Jahr proben die Schauspieler und werkeln an den Bühnenkulissen. Eine mühevolle Arbeit, die sich gelohnt hatte.

 


Engagiert mit viel Herzblut gingen die Nachwuchsschauspieler der Karl-Rehbein-Schule in dem Theaterstück „Fern und doch so nah“ zur Sache.

Das Theaterstück war vor über einem Jahr mit der Post gekommen. Madame Ninkpi Bonfoh hatte es für ihre Schüler geschrieben – auf Französisch natürlich. Schule und Bildung sind sehr wichtig, so lautet die Botschaft des Stückes. Eine Botschaft, die es auch an der KRS – wie auch an allen anderen Schulen – zu verkünden gilt. Natürlich wissen Schüler, dass es wichtig ist, lesen, schreiben und rechnen zu können. Aber wissen sie wirklich, wie es wäre, wenn sie dies nicht könnten? Gibt es so etwas überhaupt noch? Auch in Europa, der „zivilisierten“ Welt, gibt es leider Analphabeten. Und in Entwicklungsländern ist der Analphabetismus ein großes, weit verbreitetes Problem. 50 Prozent der Bevölkerung kann weder lesen oder schreiben.

Die Idee war also schnell geboren, das Theaterstück umzuschreiben und zu inszenieren. Die holprige Übersetzung wurde umformuliert, die in dem Stück auftretenden Charaktere weiter herausgearbeitet und vor allem eine Rahmenhandlung ergänzt, die den Bezug zu „unserer Welt“ herstellt: „Schule ist doof und was für Streber“, proklamieren die sechs Schüler in der Eingangsszene. Als die mächtige Voodoo-Priesterin aus Togo, die sich in Hanau verlaufen hat, dies hört, weiß sie, dass sie etwas tun muss, für diese „armen Kreaturen“. Sie ruft daher kurzerhand den mächtigen Voodoo-Gott Batala an, der die Schüler mit Hilfe von Maskentänzern auf eine weite und erkenntnisreiche Reise schickt. Noch ehe die Schüler verstehen, wie ihnen geschieht, sitzen sie im westafrikanischen Togo inmitten einer hitzigen Dorfversammlung. Und die Dorfbewohner führen ihnen anschaulich vor Augen, dass das Leben dieser Schüler auch ganz anders hätte verlaufen können.

„Das Theaterstück war ein voller Erfolg“, erklärt das zahlreich erschienene Publikum an den beiden Abenden nach der Aufführung. „Die Schüler haben Erstaunliches geleistet und ihre Rollen mit Leidenschaft ausgefüllt“, so auch die betreuenden KRS-Lehrerinnen.


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