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Liste der Kolleginnen und Kollegen


Bescheidenheit Groß geschrieben

KRS-Chemie- und Biologie-Pädagoge Josef Sollich in den Ruhestand verabschiedet

Hanau, 20. Juli 2016

Josef Sollich (rechts), Pädagoge für Biologie und Chemie an der Karl-Rehbein-Schule, wurde nach 38 Jahren Schuldienst von Schulleiter Jürgen Scheuermann in den Ruhestand verabschiedet.     Foto: Pick   

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein Lehrer-Kollegium geschlossen aufsteht um mit stehenden Ovationen einen Kollegen zu verabschieden. Jahrzehntelang  hat sich Josef Sollich für „seine“ Schule, die Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS), eingebracht. Josef Sollich, ein Vollblut-Pädagoge mit Leidenschaft für Chemie und Biologie, wurde nun in einer kleinen Feierstunde im Schlossgartensaal der KRS in den verdienten Ruhestand verabschiedet. 

„Sie haben den Schülern die Fächer Chemie und Biologie in einer menschlichen Art und Weise näher gebracht, wie man sie an Schulen sonst kaum mehr vorfindet“, beschreibt KRS-Direktor Jürgen Scheuermann das Wirken von Josef Sollich. „Der Schüler und das Streben, ihm den Stoff so anschaulich wie nur möglich zu vermitteln, stand bei ihnen immer im Vordergrund“, so Scheuermann weiter. Dabei habe der Pädagoge stets eine große Bescheidenheit zu Tage gelegt, was ihm bei den Kollegen, den Eltern und den Schülern gleichermaßen ein hohes Maß an Respekt und Anerkennung eingebracht habe. „Wir waren nicht immer einer Meinung, aber mit ihrer stets konstruktiven Mitarbeit haben sie auch mal den Schulleiter auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt“, so Scheuermann zu Sollich weiter. Ein besonderes Lob bekam Sollich auch aus den Reihen des Kollegiums, habe er vor allem auch den jüngeren Kollegen Tür und Tor geöffnet, sie gefördert und in ihrem Tun stets unterstützt, resümieren die jüngeren Lehrkräfte.

Der neue Ruheständler sieht den ganzen Aufmarsch um ihn herum mit der ihm so typischen Gelassenheit und der eben schon beschriebenen Bescheidenheit, wenngleich er auch mit Wehmut auf die 38 Dienstjahre an der KRS zurückblickt. In einer emotionalen Replik erzählt Sollich von so manchen Begebenheiten, wie etwa der legendären Fahrradtour entlang der italienischen Amalfi-Küste, die er als Klassenlehrer begleitet hat. „Hier musste ich manchmal schon eingreifen, wenn eines der Mädels mit einer Panne am Straßenrand stand und ich sie vor lauter „Rettern“ retten musste“, erinnert er sich mit einem Lächeln. „Wie wird das sein, wenn die Ferien nun nicht enden wollen“, fragt sich Sollich. Besonders genossen habe er auch immer den „Tag der offenen Tür“ an der KRS, habe er dort das Gespräch mit Eltern, zukünftigen und auch ehemaligen Schülern genossen. „Ich hoffe, dass das vertrauensvolle Miteinander an der KRS auch nach meinem Ausstand gepflegt wird. Es ist die Basis für ein gutes Schulklima“, so Sollich zum Abschied, der im Anschluss von Schulleiter Jürgen Scheuermann mit den besten Wünschen für den Ruhestand verabschiedet wurde.   
 


Gimplinger neuer Oberstufenleiter

Hanau, 07.09.2015

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung und auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Kollegium“: Mit diesen Worten und einer Ernennungsurkunde durch das Land Hessen in der Hand trat Rainer Gimplinger nun sein neues Amt als Oberstufenleiter der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) an. Schulleiter Jürgen Scheuermann beglückwünschte Gimplinger und wünschte dem neuen Oberstufenleiter zugleich Kraft, Geduld und Erfolg für die anspruchsvolle Aufgabe. Gimplinger „beerbt“ damit Joachim Henschel, der sich nun in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet hat. Gimplinger wird dabei die bewährten Organisationsstrukturen und auch die pädagogischen Inhalte der KRS-Oberstufe fortführen und weiterentwickeln. „Dazu benötigt man viel Weitsicht und Standvermögen. Wir sind uns sicher, dass Rainer Gimplinger dieser verantwortungsvollen Aufgabe gewachsen sein wird mit dem nötigen Einfühlungsvermögen für die Schülerinnen und Schüler und die Oberstufe damit auch im Sinne der künftigen KRS-Abiturienten leiten wird“, so Scheuermann bei der Überreichung der Ernennungsurkunde. Foto: Pick
 


Zwei Urgesteine verabschiedet

Oberstufenleiter Joachim Henschel und Pädagoge Jürgen Daniek gehen in Ruhestand

Hanau, 28.07.2015

„Sie sind ein Lehrer, der durchaus auch mal Eisschollen an die Tafel malt, um den Schülern das Gefühl der Abkühlung zu vermitteln, wenn es draußen brütend heiß ist“, weiß Jürgen Scheuermann, Direktor der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) über Jürgen Daniek zu berichten. Daniek, der an der KRS die Fächer Mathematik und Politik und Wirtschaft unterrichtete, kann sich nun voll und ganz seiner weiteren Profession und zugleich auch Leidenschaft, das Malen, widmen. Daniek sei ein Rehbeiner durch und durch, so Scheuermann in seiner Verabschiedungsrede. Er habe bei seinem pädagogischen Wirken stets den Schüler im Blick gehabt. „Sie haben insbesondere den Schülern Chancen eröffnet, die nicht immer auf der Sonnenseite eines Schülerlebens stehen“, so Scheuermann weiter. Das Positive habe immer im Vordergrund gestanden. Das habe sich auch auf das KRS-Kollegium ausgewirkt, habe Daniek hier mit seiner Ausgeglichenheit für eine sehr „menschelnde“ Atmosphäre im Lehrerzimmer gesorgt. „Ihr Ruhestand ist ein Verlust für die KRS“, ruft Scheuermann dem scheidenden Kollegen hinterher, der es eigenem Bekunden nach nie bereut hat, an der KRS zu unterrichten.

Nicht anders verhalte es sich bei Joachim Henschel, der seit 1978 an der KRS wirkte. „Die letzten zehn Jahre waren gute Jahre für die KRS – daran haben Sie als Oberstufenleiter einen wesentlichen Anteil“, würdigt Scheuermann die Arbeit Henschels. Henschel habe durchaus auch mal Gegenpole zur Schulleitung gesetzt, ja manchmal sogar „revolutionäre Ideen“ gehabt, wie etwa die für damalige Verhältnisse frühe Einführung des IT-Fachs. „Sie sind und waren ein Visionär und damit auch ein prägendes Aushängeschild der naturwissenschaftlichen Fächer an der KRS“, ist sich Scheuermann sicher. Zudem habe Henschel mit seiner fordernden und zugleich fördernden Art einer Vielzahl von KRS-Schülern eine Identifikation gegeben. „Das war und ist für viele ehemalige KRS-Schüler bis heute türöffnend“, so der KRS-Chef. Dabei habe Henschel, der nebenbei als „bester gekleideter Lehrer“ der KRS gilt, eine hohe Fachkompetenz an den Tag gelegt, mit der er die Oberstufe stets weit vorausschauend geplant habe. „Chapeau, Herr Henschel“, ruft Scheuermann seinem Oberstufenleiter hinterher.

„Die Schüler sind das Elixier der Schule. Ganz im Gegenteil: Wir haben heute charmante, geistreiche Schüler“, so Henschel in seiner Abschiedsrede. Beide KRS-Pädagogen gehen nun mit einem lachenden und weinenden Auge in den Ruhestand: „Manches vermissen wir ganz bestimmt nicht, aber das Unterrichten und gemeinschaftliche Arbeiten mit den  Schülern wird uns schon ab und zu fehlen“, so Henschel und Daniek unisono. Damit übergibt Henschel die Oberstufen-Kaffeetasse an Rainer Gimplinger, der im kommenden Schuljahr die Oberstufenleitung der KRS übernehmen wird. (jp)
 

  

Zwei KRS-Urgesteine verlassen die Karl-Rehbein-Schule Hanau: KRS-Direktor Jürgen Scheuermann bedankt sich bei seinem Oberstufenleiter Joachim Henschel für eine langjährige, vertrauensvolle wie auch vorausschauende Arbeit an der KRS. Als ein gutes Beispiel für jemanden, der stets ein menschliches Antlitz in den Unterrichtsalltag gebracht habe, wird auch Jürgen Daniek in den Ruhestand verabschiedet. Fotos: Pick    
   


„Hier war es einfach schön!“

Fünf Lehrkräfte in den Ruhestand verabschiedet – Scheuermann: „Um KRS verdient gemacht“

Hanau, 31.07.2014

„Sie alle haben sich mit ihrem ungewöhnlichen und weitreichendem Engagement für die Karl-Rehbein-Schule und ihren Schülern verdient gemacht“, schickt Direktor Jürgen Scheuermann seinen nun ehemaligen Kollegen zum Abschied vom Schuldienst hinterher. Die Karl-Rehbein-Schule Hanau(KRS) konnte so gleich fünf Lehrkräfte in den Ruhestand verabschieden. Hans-Jürgen Sinzinger, Elektra Ronshausen, Wilhelm Hausmann, Pfarrer Rainer Kasan und Hartmut Haas-Hyronimus bekamen nun die offiziellen Entlassungs-Urkunden durch KRS-Chef Jürgen Scheuermann überreicht.

Die Sport- und Deutschlehrerin Nadja Bormann verlässt die KRS auf eigenen Wunsch – für Scheuermann ein Verlust, war sie maßgeblich am Aufbau der Sportklassen der KRS und dem Hockeysport an der KRS beteiligt. Oftmals reisten die Hockey-Rehbeiner zu den Bundes-Wettkämpfen nach Berlin – gekrönt wurde die Teilnahme schließlich mit der Goldmedaille im Bundesfinale für die KRS. Auch Annette Ille (Latein und Deutsch) wird die KRS auf eigenem Wunsch verlassen. Sie habe sich sehr verdient gemacht um den Differenzierungsunterricht und „Jugend debattiert“ an der KRS.
 
Für manchen der nun ehemaligen Lehrerinnen und Lehrer a.D. fiel der Abschied nicht leicht – so manche Träne wurde schnell verdrückt, konnte sich nicht jeder so ganz ohne gezeigte Emotionen vom versammelten KRS-Kollegium verabschieden. Kein Wunder, standen manche der Lehrkräfte nun über 30 Jahre in treuen Diensten der KRS. Stellvertretend für alle brachte es Pfarrer Rainer Kasan mit einem Satz auf den Punkt: „Hier war es einfach schön!“ rief der sonst eher hartgesottene Kasan mit großer Rührung in das Rund der KRS-Mensa. „Die Schüler waren es, die mir die Kraft gegeben haben, es so lange im Schuldienst auszuhalten“, so Kasan, der neben evangelischer Religion auch das legendäre KRS-Blasorchester aufgebaut hat. Die Schüler selbst verabschiedeten ihren geliebten „Conducteur“ am Abend zuvor mit Pauken und Trompeten und einem Meer voller Tränen.

Auch genau 30 Jahre an der KRS wirkte Elektra Ronshausen, die für die Fächer Englisch, Französisch und Ethik zuständig war. Sie lobte vor allem den guten Geist im Kollegium, habe sie sich auch mit jungen Kollegen sehr gut verstanden und sei heute mancher der Kollegen zu einem guten Freund geworden. Mit einem lachenden und auch weinenden Auge verabschiedete sich Wilhelm Hausmann, der acht Jahre im Schuldienst an der KRS evangelischen Religion und Ethik unterrichtete. Sein besonders gepflegtes Steckenpferd war der Aufbau einer schlagkräftigen Schachtruppe, die so manchen Gegner vom Brett fegte. Er wird sich nun mit Vorliebe seiner zweiten Heimat, die Mittelmeerinsel Korsika, widmen.

Mit Hans-Jürgen Sinzinger, der ganzen Schülergenerationen die Fächer Deutsch, Politik und Wirtschaft an der KRS näher brachte, verlässt ein KRS-Urgestein die Schule, stand er seit 1979 am Lehrerpult – „da waren manche von Ihnen noch gar nicht geboren“, verdeutlicht Scheuermann die beachtliche Zeitspanne, die Sinzinger an der KRS verbrachte. Hartmut Haas-Hyronimus schließlich gab dagegen nur einen kurzen Einsatz an der KRS.

„Wir bedanken uns bei ihnen allen für ihr erfolgreiches Wirken im Unterricht und bei den vielfältigen Aufgaben in der Schulgemeinde, wie beispielsweise der langjährigen Betreuung des Berufspraktikums, der Berufsbörse und der Planspiele in PoWi, dem Aufbau des Faches Ethik und der langjährigen Mitarbeit in der Pfiffikus-AG, dem Aufbau des Blasorchesters und der Betreuung der Schach-AG“, lobt Scheuermann seine nun ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Selbstredend verabschiedeten sich auch die Fachsprecher und der Personalrat von ihren Kollegen mit kleinen Geschenken und Blumen.   

Einen „Ehren-Oscar“ schließlich bekam Christin Hausmann überreicht, die 18 Jahre als Vorsitzende des Fördervereins der KRS engagiert arbeitete. Insbesondere für die Realisierung des Kaufes neuer Computer-Hardware für die KRS-Schüler im Wert von über 30.000 Euro bedankte sich Scheuermann bei Hausmann, wurde dies erst durch zahlreiche Aktionen des Fördervereins möglich gemacht.


  


 

Diagnostizieren und Fördern

 

Pädagogischer Tag an der KRS mit Kollegiumsfortbildung

Hanau, 25.02.2014

„Diagnostizieren und Fördern“ lauteten die Schlagworte, die nun eine ganztägige Kollegiumsfortbildung an der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) zum Thema hatte. Der Begrüßung durch den KRS-Schulleiter Jürgen Scheuermann folgten fundierte Vorträge am Vormittag, denen sich am Nachmittag interessante Workshops zu schulischen Projekten anschlossen.

Für diese schulinterne Tagung konnten hervorragende Referenten gewonnen werden, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven  dem Thema näherten. Im Mittelpunkt des Tages standen insbesondere die Ergebnisse der viel beachteten Hattie-Studie zum schulischen Lernen, die der Neuseeländische Unterrichtsforscher John Hattie 2009 vorgelegt hat. Auf die zentrale Erkenntnis der Studie, dass Schüler größere Lernerfolge erzielen, wenn die Lehrkräfte deren Lernprozesse genau im Blick behalten und durch Rückmeldungen optimieren, wies Andreas Mudrak, der Organisator des Tages, in seinem Eingangsimpuls hin.


Natascha Seitz vom Landesschulamt in Hanau erläuterte in ihrem Beitrag die rechtlichen und pädagogischen Grundlagen von Fördermaßnahmen in der Schule. Hannelore Martin, Ausbilderin am Studienseminar in Offenbach, beschrieb Möglichkeiten der Diagnostik im Alltagsunterricht und deren didaktisch-methodische Konsequenzen für die Unterrichtsplanung. Der systemische Schulberater Dr. Michael Wildt aus Münster zeigte Maßnahmen auf, wie Schüler mehr und mehr die Verantwortung für ihr eigenes Lernen übernehmen können.


Dr. Tuyet Helmke von der Universität Koblenz-Landau referierte die wichtigsten Botschaften der Hattie-Studie und stellte den von ihr mitentwickelten Ansatz einer „Unterrichtsdiagnostik“ vor, der Lehrkräfte klare Daten über den eigenen Unterricht gewinnen lässt, damit diese genutzt werden können, um den Unterricht zu verbessern. Die 15 Workshops am Nachmittag wurden nicht allein von den vier Hauptreferenten geleitet, sondern auch von zahlreichen Kollegen der Schule gestaltet.

Mit gut vorbereiteten Referenten – Andreas Mudrak (KRS), Robert Schnabel (KRS), Hannelore Martin, Natascha Seitz, Michael Wildt, Tuyet Helmke und KRS-Direktor Jürgen Scheuerman (von links) - konnten sich jetzt die Pädagogen des Karl-Rehbein-Gymnasium über die Bedeutung von Diagnostik im Unterricht weiterbilden.  Fotos: Pick                                                             


 

Bereicherung für den Unterricht

KRS-Lehrerfortbildung an den Whiteboards am pädagogischen Tag – Neue Tafelgeneration

Hanau, 12.04.2013

Auch Lehrer drücken gelegentlich noch einmal die Schulbank. So jetzt auch rund 120 Lehrkräfte der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS). Thema der Fortbildung aber war nicht etwa die Neufassung des Einmaleins, sondern das „Whiteboard“ - eine Tafel, die das Kreidezeitalter endgültig beenden wird in den Klassenzimmern. Professor Dr. Jürgen Handke und sein Team vom Virtuellen Zentrum für Lehrerbildung der Universität Marburg (VZL) führte die KRS-Kollegschaft am Pädagogischen Tag durch die vielfältige Welt dieser neuen Tafelgeneration. Ziel war es, den Lehrkräften nicht nur theoretisches, sondern vor allem praktisches Wissen zu vermitteln.

Das interaktive Whiteboard wird derzeit im Zuge der Renovierung der KRS in alle Klassenzimmer sukzessive eingebaut. Die sogenannte „weiße Tafel“ erlaubt den Lehrkräften, Sachverhalte zu veranschaulichen, die man zuvor nur mit Hilfe von Kopien, Overhead-Projektoren oder Flipcharts hat zeigen können. Das Whiteboard ist im Prinzip ein Computer mit großem Bildschirm – nur dass man darauf zusätzlich auch schreiben kann.

Mittels eines speziellen Stiftes kann die Lehrkraft anhand eines Arbeitsmenüs an dem Whiteboard die gleichen Funktionen aufrufen, die auch ein Textverarbeitungsprogramm bietet. Zudem können beispielsweise Bilder oder Videos in den Text eingefügt werden. Ebenso verfügt das Whiteboard über Anschluss zum Internet. Das Markieren von besonderen Stellen ist in Windeseile möglich oder auch die Erstellung eines Diagrammes in Druckversion. Weiterer Vorteil: Der Unterrichtsstand beziehungsweise das aktuelle Tafelbild ist immer speicherbar und jederzeit auch wieder aufrufbar. So können beispielsweise Schüler, die durch Krankheit fehlen, mittels des Whiteboards jederzeit den versäumten Unterrichtsstoff nachgeliefert bekommen. Damit dient das Whiteboard als Lernvorlage für Schüler. 

Mit Hilfe einer Schwanenhals-Kamera können beispielsweise auch in Windeseile Heftseiten von Schülern gezeigt werden. Praktisch ist dies auch in naturwissenschaftlichen Fächern, kann ein Labor-Versuch mittels der Kamera aufgezeichnet und später erneut gezeigt werden – wenn’s sein muss, in Makro-Einstellung. Im Musikunterricht können Schüler beim Hören eines Musikstückes zeitgleich die Noten mitlesen. Bilder großer Meister können im Kunstunterricht gezeigt und erläutert werden. Dabei kann die Lehrkraft aus Anschauungsgründen verschiedene Stellen eines Bildes graphisch besonders hervorheben. Die Einsatzmöglichkeiten des Whiteboards sind also sehr vielfältig und werden den Schul-Unterricht in jedem Fall bereichern, ist sich die KRS-Kollegschaft am Ende des pädagogischen Tages sicher.

 


Das Tor zur Musik aufgestoßen

9.11.2010

KRS-Musikpädagoge Jürgen Weiß zieht sich nach 30 Jahren Wirkens als Leiter des Rehbein-Sinfonie-Orchesters zurück – Hohe Auszeichnung empfangen

Er bewundert den ungezähmten Freiheitsdrang eines Beethovens, er liebt die scheinbar schwerelose Eleganz eines Chopins. Zu den Tasten des Flügels pflegt er ein innig-tiefes Verhältnis. Darüber hinaus sieht er seine Berufung als Musikpädagoge darin, junge Menschen mitzunehmen und für eine Sache zu begeistern. Zu seinen Schülern pflegt er eine offenherzige Beziehung, immer aber verbunden mit einer gewissen Strenge und Disziplin. All diese Eigenschaften sind auch unabdingbar, will man so wie Oberstudienrat Jürgen Weiß über Jahre hinaus erfolgreich eine Vielzahl von jungen Menschen an eine der schönsten Künste, die die Menschheit hervorgebracht hat, heranführen: Die Musik.

 Musik, so erzählt der heute 67-Jährige im Gespräch bei einer Tasse Kaffee, wurde an seiner Wirkungsstätte, der Karl-Rehbein-Schule, schon immer großgeschrieben. „Ich habe 1970 an der KRS als Referendar angefangen und wurde vom damaligen Musikkollegium, allen voran Ludwig Sommer, mit offenen Armen aufgenommen. An der KRS herrschte damals schon ein guter Geist unter den Kollegen und dieser gute Geist hat sich bis heute erhalten. Dafür bin ich sehr dankbar“, blickt Weiß auf nunmehr 40jährige Lehrtätigkeit an der KRS zurück. Denn Weiß zählt zu den Pädagogen, die ausgesprochen gerne in „ihre“ Schule gehen. So gerne, dass er selbst lange nach seiner Pensionierung noch immer seinen festen Stammplatz im Lehrerzimmer hat, den der gebürtige Hanauer und Wahlbayer auch heute noch hin und wieder gerne einnimmt. 

Das freilich hat seinen guten Grund. Denn neben seiner langjährigen Tätigkeit als Musik- und Französischlehrer hat Weiß in 30 Jahren das weit über die Grenzen Hanaus hinaus bekannte Sinfonie-Orchester der Rehbein-Schule mit auf- und ausgebaut und zu dem Klangkörper geformt, der heute in der Lage ist, selbst so schwierig-sperrige Stücke wie jüngst in der KRS-Musicalproduktion „Oliver“ oder aber auch mal Sätze einer Mahler-Sinfonie mit Bravour zu bewältigen. Erst jetzt hat Weiß den Dirigentenstab an seine Frau Petra Weiß übergeben. „Da tut sich erst einmal ein Loch auf, wenn plötzlich die Proben nicht mehr zum Tagesablauf gehören“, sinniert Weiß. „Es wird schon ein komisches Gefühl sein, als Gast den kommenden KRS-Weihnachtskonzerten beizuwohnen“, trauert der Musikpädagoge ein bisschen dem Umstand nach, nun nicht mehr selbst auf dem Pult zu stehen.
 



Hohe Auszeichnung: KRS-Leiter Jürgen Scheuermann (links) überreicht seinem ehemaligen Orchesterchef Jürgen Weiß in Anerkennung seiner großen Verdienste um die Musik an der Rehbein-Schule die höchste Auszeichnung, die die KRS zu vergeben hat - die goldene Ehrennadel.

Ein „komisches Gefühl“ im Bauch dürfte auch KRS-Direktor Jürgen Scheuermann gehabt haben, der zum Abschied seinem von der Schulgemeinde geschätzten Kollegen unter stehenden Ovationen der Schüler und des Publikums am letzten Aufführungstag des KRS-Musicals „Oliver“ die erstmals überhaupt verliehene Ehrennadel der KRS überreichen konnte. „Jürgen, Du wirst uns fehlen – als Mensch und als Musiker von Format“, rief Scheuermann seinem scheidenden Orchesterchef hinterher.

Dabei stand das Orchester bei Jürgen Weiß zunächst gar nicht in der Partitur. Günter Bruchhaus, von Haus aus Kapellmeister – „der hat mit Karajan studiert!“-, hatte das KRS-Orchester einst aus der Taufe gehoben. „Zum Orchester kam ich wie die ‚Jungfrau zum Kinde‘: Eigentlich sollte ich von Bruchhaus langsam an die Aufgabe, eines Tages das Orchester zu leiten, herangeführt werden“, erinnert sich Weiß. Doch manchmal macht das Schicksal allen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Bruchhaus verstarb unerwartet früh, Weiß musste „ins kalte Wasser springen“ und den Dirigentenstab übernehmen. Das war im Jahr 1980. Von anfänglich rund 25 Mitgliedern stockt Weiß das musikalische KRS-Aushängeschild auf bis zu 100 Musikern auf. „Ich habe niemals jemanden abgelehnt, der bei uns mitspielen wollte. Es kam sogar vor, dass Schüler anderer Schulen auf mich zukamen und den Wunsch äußerten, bei uns mitzumachen. Wenn die Querflöten dann halt doppelt und dreifach besetzt sind, dann muss man eben die Aufgaben innerhalb einer Aufführung teilen.“ Am Anfang, erinnert sich Weiß, konnte er allerdings nicht in prall gefüllte Instrumentaltöpfe greifen. „Ganz wenig Holzbläser gab es, überwiegend Streicher. Ich habe dann Instrumente gekauft, Gelder aufgetrieben und neue Schüler für das Orchester begeistert. Plötzlich kamen dann auch Blechbläser und sogar Fagottisten hinzu“, freut sich Weiß noch heute.

Zur Leitung eines Schulorchesters gehöre freilich auch eine vorausschauende Planung, gibt Weiß zu bedenken. „Irgendwann gehen die Schüler, die man über Jahre aufgebaut und in das Orchester integriert hat. Das tut dann zwar weh, macht aber die beständige Arbeit mit den Nachwuchskräften und deren schon frühe Integration unabdingbar“, erläutert der Orchesterchef eines seiner Erfolgsrezepte. Überhaupt, erinnert sich Weiß, sind die Proben oftmals Schwerstarbeit. „Wie oft muss man manchmal ein und dieselbe Stelle unzählige Male wiederholen, bis sie einigermaßen sitzt.“ Dennoch hat Weiß dabei auch immer den Mut, die Ausdauer, Geduld und den Fleiß seiner jungen Eleven bewundert. Insbesondere die Probenwochenenden oder ganzen Probenwochen seien sehr fordernd für alle Beteiligten gewesen. „Auch wenn ich oftmals gehadert habe, ob wir den Anforderungen gerecht werden können, so haben mir meine Schüler immer wieder bewiesen, dass sie es schaffen. Sie haben immer mit mir mitgezogen, auch wenn ich mal richtig eklig zu ihnen war. Aber auf das, was sie erreicht und auf der Bühne gezeigt haben, darauf können und sollen sie stolz sein“, ruft Weiß seinem Orchester hinterher. „Als Team haben wir immer gut funktioniert. Dabei sein bedeutet hier alles. Haben die jungen Orchestermusiker einmal Feuer gefangen, dann steigern sie sich auch schnell“, weiß Weiß.

Schön, so empfindet Weiß im Nachklang, sei das gemeinsame Musizieren mit den Instrumentalisten immer gewesen - auch wenn er ab und an mal „die Peitsche“ auspacken musste. Habe der Applaus am Ende einer Aufführung besonders den Schülern Motivation gegeben, so habe vielmehr aber das gemeinschaftliche Erarbeiten der Musik die jungen Menschen zusammengeschweißt – „eine Gemeinschaft und Freundschaft, die man als normale Klassengemeinschaft so niemals erreichen kann und die viele für ihr späteres Leben prägen wird“, ist sich der erfahrene Pädagoge sicher.

Wenn man ihn fragt, ob er all das nach 30 Jahren KRS-Orchesterchef mit den Tiefen und Höhen, die man in dieser Position durchlebt, genauso wieder machen würde, kommt ein spontanes Ja aus seinem Munde. „Ich habe doch in all den Jahren niemals etwas vermisst oder bereut. Das Künstlerische kam nie zu kurz. Und ich habe mich immer auf die jungen Menschen gefreut. Besonders glücklich war und bin ich, wenn ich ihnen die Tür zur klassischen Musik aufstoßen konnte. Von daher wünsche ich allen Schülern, dass sie die vielfältigen Wunder der Musik entdecken lernen – ob eben in einer Musik-AG, ob im Unterricht oder ob im Orchester“, hofft Weiß. Einen Minimal-Lehrplan fordert er dabei von jedem Schüler ein, denn ohne ein Grundwissen führt die Reise in die Welt der Musik ins Niemandsland, warnt Weiß.

Nachdem er nun die Leitung des KRS-Orchesters an seine Frau übergeben hat, kann der Pensionär sich ganz seiner großen Passion widmen: Dem Klavierspiel und der Kammermusik, die er vorwiegend mit seiner Frau Petra und seiner Tochter Sophia ausübt. Auch wenn er nun nicht mehr den „Orchesterdompteur“ abgeben muss, so wird er seiner Frau als Nachfolgerin natürlich den einen oder anderen Ratschlag mit auf dem Weg geben, laufen die Proben für die KRS-Weihnachtskonzerte bereits auf Hochtouren.

 


Fitte und entspannte Lehrer

19.11.2009


Lehrerfortbildung an der Karl-Rehbein Schule

Woran erkennt man ein „Burnout“? Was ist Tropho Training? Wie kann ich Stress vermeiden? Was haben meine Bauchmuskeln mit einem gesunden Rücken zu tun? Diesen und vielen weiteren Fragen widmete sich das Kollegium der Karl- Rehbein-Schule in verschiedenen Workshops während ihres diesjährigen pädagogischen Tages. Erfreut stellte die Referentin Angelika Pennrich gleich zu Beginn fest: „ Ich kenne diese Schule zwar erst seit fünf Minuten, aber es ist toll, dass hier der Humor bei der Arbeit nicht zu kurz kommt!“ Sie stimmte das Kollegium in ihrem kurzen Vortrag „ Burnoutprophylaxe statt Frühpensionierung“ auf die kommenden Workshops ein.

Mit einer lehrreichen Mischung aus Theorie- und Praxisteilen erlernte man in dem Workshop „ Stabiler Rumpf ist Trumpf“, wie man sich durch einfache Übungen im Alltag fit halten und gleichzeitig Stress und Fehlhaltungen vermeiden kann. Eine andere Möglichkeit, bei Stress und Sorgen Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen, ist das so genannte Tropho Training. Es handelt sich dabei um ein einfaches Übungsprogramm. Das Training besteht aus verschiedenen Übungen, mit deren Hilfe man Atmung und Körper anders erlebt und so zugleich steuert. Dabei gibt es eine Reihe vorgegebener Übungen, die Fortgeschrittene durch eigene Meditationen ergänzen können. Der dritte angebotene Workshop befasste sich mit dem Thema „ Stressmanagement“. Stressmanagementmethoden können hilfreich sein, wenn die eigene Widerstandsfähigkeit und die Selbstheilungskräfte des Menschen aufgrund innerer und äußerer Belastungen zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit oder der Gesundheit nicht ausreichen. Ziel ist es eine Tätigkeit zu finden, die ohne Stress durch Über- oder Unterforderung ausgeübt werden kann.
Lehrerschaft der Karl-Rehbein –Schule in Bewegung


Lehrerschaft der Karl-Rehbein-Schule in Bewegung

27.11.2008


KRS Lehrerschaft bildet sich weiter: bewegte Schule und Sucht und Gewaltprävention

„Ich finde es toll, dass Sie alle so hervorragend mitmachen! Bemerkenswert, dass eine Schule mit einem so großen Lehrerkollegium an einem Strang zieht!“ Dieses Kompliment war nicht nur während der Bewegungsfortbildung „ Bewegung im Klassenzimmer“ am Nachmittag, sondern von vielen der Referentinnen und Referenten am pädagogischen Tag zu hören. „Was stellt man sich unter einer gesunden Schule vor? Wie definiert man Gewalt? Was ist eigentlich Cybermobbing?“ Diesen und vielen anderen Fragen stellte sich die Lehrerschaft der KRS während des pädagogischen Tages, an dem in diesem Jahr „Gesunde Schule: Sucht- und Gewaltprävention und Bewegung“ thematisiert wurden. Nach einem Referat von Herrn Reis über die Bedeutung von Prävention an Schulen und zur Rolle der Lehrer, bildeten sich am Vormittag Arbeitsgruppen zu den Themen: Positive Elterbündnisse herstellen, Stark und fair im Cyperspace, Hanauer Projekt „Reizvoll“, Alkohol im Kontext Schule und Lo – Net. In Rollenspielen erfuhren die Lehrerinnen und Lehrer, welche Formen von Gewalt es gibt und wie man Gewalt definiert. Ebenso erkannten viele, dass nicht nur Alkohol, sondern auch das Internet und der Computer ein Suchtfaktor bei vielen Jugendlichen ist. Besonders während des Seminars „ Stark und fair im Cyberspace“ staunten einige Mitglieder des Kollegiums der KRS nicht schlecht, was die Kinder und Jugendlichen heute alles im Internet machen und welche Folgen Unwissenheit und der unbedachte Umgang mit persönlichen Daten haben können. Sicherlich haben einige auch ihren Wortschatz um viele neue Begriffe erweitert und wissen nun, worum es sich bei Cross- Selling, Cyber-Bullying oder Domains handelt. Am Nachmittag teilte man sich schließlich in drei Gruppen auf. Die bereits in Klasse 5 und 6 durchgeführten Projekttage zum Thema „Soziales Lernen“ sollen nunmehr auch in den Klassen 7 und 8 fortgesetzt werden. Hierzu traf sich die Projektgruppe „ Soziales Lernen“, um ein Programm auszuarbeiten. Einige Kollegen erweiterten ihre Kenntnisse im Umgang mit Word und Excel und der größte Teil des Kollegiums nahm an einer Bewegungsfortbildung teil. Für knappe eineinhalb Stunde veränderte sich die Cafeteria in eine im wahrsten Sinne des Wortes „bewegte Schule“!


Mentorenfortbildung Sport an unserer Schule

4.9.2008


Am vergangenen Donnerstag waren 11 Kolleginnen und Kollegen aus den Regionen Darmstadt, Offenbach und Hanau zu Gast an unserer Schule, um sich als Mentoren für das Fach Sport fortzubilden. Mit dabei auch unsere Kolleginnen Nadine Wagner-Staacke sowie Brigitta Frischkorn.

Unter der Leitung der Fachleiter Rainer Becker und Dr. Thomas Woznik vom Stu-dienseminar Offenbach wurden Themen der modularisierten Ausbildung und der Beratung von Referendarinnen und Referendaren spe-ziell im Fach Sport behandelt. Konkret ging es an unserer Schule um die Frage: „Wie berate ich Referendare bei der Unterrichts-planung im Fach Sport?“ Ein besonderer Schwerpunkt an diesem Nachmittag: Wie stellt man umfassende Unterrichtsplanungen auf „nur“ 8 Seiten dar. Anhand von positiven und negativen Beispielen wurden Möglich-keiten ausgezeigt und Kriterien erarbeitet, die zur Bewertung herangezogen werden können. Zufriedene Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten weitere Unterstützung hin-sichtlich konkreter Beratungsprinzipien, weshalb eine Fortführung der Veranstaltungsreihe im Winter und Frühjahr geplant ist.

 


Ludwig Fleischmann wird mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet

29.08.2007

Dass Ludwig Fleischmann entweder mit einem 21 Jahre alten Passat oder einem pinkfarbenen Fiat Panda zur Schule fährt, stößt bei seinen Schülern auf Unverständnis. Das aber hat die jungen Leute nicht daran gehindert, Fleischmann zu ihrem Traumlehrer zu erklären. Jetzt wurde der Pädagoge mit dem Deutschen Lehrerpreis "Pisagoras" ausgezeichnet.
Jürgen Scheuermann , der Leiter der Karl-Rehbein-Schule, an der Fleischmann Deutsch und PW - Politik und Wirtschaft - unterrichtet, ist darüber natürlich hocherfreut und wenig erstaunt. Denn, so meint er, Fleischmann wisse seine Schüler zu begeistern. Bei ihm sei das Interesse an den Schülern zu spüren, er verstehe, die Jugendlichen mitzunehmen und engagiere sich auch für die, die Probleme hätten.
Das Interesse an seiner Auszeichnung ist ihm schon fast peinlich. uns so betont er auch gleich, dass er den Preis als besondere Würdignung der Karl-Rehbein-Schule begreife. "Ein Lehrer ist kein Einzelkämpfer", sagt er und meint damit, dass ein Pädagoge nur in einem guten gesamtschulischen Konzept und Hand in Hand mit seinem Kollegen funktionieren kann.
Ludwig Fleischmann versucht seine Schüler zu Selbstständigkeit und zum eigenverantwortlichen Verhalten auf inhaltlicher wie sozialer Ebene zu führen. Kontroverse Diskussionen sind also bei ihm sowohl im PW- wie auch im Deutschunterricht das Salz in der Suppe. Dabei versucht er stets, den jungen Leuten nicht eine allein selig machende Antwort vorzugeben. Sein Hauptziel besteht darin, dass die Schüler in die Lage versetzt werden, selbst Antworten zu finden. Sie müssen lernen, ihr wohlbegründetes Urteil zu fällen, ohne allerdings aus den Augen zu verlieren, dass es unterschiedliche Perspektiven uns somit auch verschiedene Herangehensweisen gibt.
Er hebt auch das Vorurteil der Lehrer "Ich habe morgens recht und nachmittags frei." auf, indem er meint, dass mit diesem Spruch den meisten Lehrern Unrecht getan wird.
Der Deutsche Lehrerpreis, gefördert von vertretern der Wirtschaft unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Annette Schavan wurde auch ins Leben gerufen, um den Sinn der Öffentlichkeit für die Leistungen von Lehrern zu schärfen. Um für den erstmals verliehenen Preis die geeigneten Kandidaten zu ermitteln, waren Schüler aller Schulformen aufgefordert worden, ihren Traumlehrer vorzuschlagen.
Auf einem Fragebogen im Internet mussten die Schüler erläutern, was den von ihnen vorgeschlagene Lehrer ausgezeichnet. In den 16 Bündesländern erhielten insgesamt 79 Lehrer den Preis, im Rhein-Main-Gebiet waren es nur 2 Preisträger.



Hinschauen, um nicht wegzuschauen

04.06.2007


Karl-Rehbein-Schule würdigt gemeinsam mit Arbeitskreis "Christen - Juden" ehemalige Lehrerin Elisabeth Schmitz

Eine stille Heldin der Stadt wurde in der Karl-Rehbein-Schule mit einer Plakette und einer Ausstellung gewürdigt: Elisabeth Schmitz, selbst bis 1958 Lehrerin an dem Hanauer Gymnasium, wurde im Beisein von OB Claus Kaminsky und Vertretern von Staatlichem Schulamt, sowie der Kirche eine posthume Ehrung zuteil, die den Schülern heute, so Schulleiter Jürgen Scheuermann, gleichzeitig als Werteorientierung dienen soll.


Bei der Beerdigung von Elisabeth Schmitz 1977 waren nur sieben, acht Trauergäste, alle vom Geschichtsvereins, erinnerte sich der Ehrenvorsitzende Dr. Eckhard Meise. das Gymnasium, war bei der Trauerfeier nicht vertreten. Die Karl-Rehbein-Schule hat ihrer ehemaligen Pädagogin ein kleines Denkmal gesetzt. Eine Porträttafel am Eingang zum Lehrerzimmer erinnert an Elisabeth Schmitz, die stille, lange Jahre vergessene Widerstandskämpferin im Dritten Reich.
Eröffnet worden ist auch eine kleine Ausstellung über das Leben und das Wirken der Pädagogin. Im Mittelpunkt steht ihre Denkschrift "Zur Lage der deutschen Nichtarier". Die Schrift fordert von der Bekennenden Kirche, der die in Berlin lehrende Hanauerin seit 1934 angehörte, offensiven Widerstand gegen die Judenverfolgung der Nationalsozialisten. Das mehrfach überarbeitete Originalmanuskript ist erst vor zweieinhalb Jahren in einem Magazinraum im Keller der alten Johanniskirche gefunden worden.
Das Manuskript steckte in der abgewetzten Aktentasche der Lehrerin zusammen mit Materialien über die Lage der Juden im Dritten Reich und persönlichen Papieren, wie dem Studienbuch oder der Entlassungsurkunde aus dem Schuldienst von 1938. Wie die Aktentasche in den Keller kam, ist bis heute unbekannt, sagte Gerhard Lüdecke, der Kirchenvorstandsvorsitzende der evangelischen Marienkirchengemeinde, der die mit einer dicken Staubschicht bedeckte Tasche fand.
Schmitz hatte 1938 selbst um ihre Entlassung aus dem SChuldienst gebeten, da sie sich nicht in der Lage sah, die Schüler im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie zu unterrichten. Ihre Denkschrift, die sie in 200 selbst vervieltätigten Exemplaren verteilt hatte, wurde auf der Synode zur ihrer Enttäuschung nicht behandelt. Nach der Entlassung engagierte sie sich ehrenamtlich in der Bekennenden Kirche, nahm Verfolgte in ihrer Wohnung auf.
1943 kehrte sie nahc Hanau zurück. Nach dem Krieg arbeitete Frau Schmitz zwölf Jahre als Lehrerin an der Karl-Rehbein-Schule, habe in ihrer Geburtsstadt aber keine rechte Bindung mehr gefunden, sagte Herr Meise, der mit der Lehrerin bekannt war. Von ihrem Widerstand machte Frau Schmitz kein Aufhebens. Ihre Denkschrift war über Jahrzehnte einer anderen Autorin zugeordnet worden. Die Stadt richtete Elisabeth Schmitz inzwischen ein Ehrengrab ein.



Enthüllung der Gedenktafel


Gemeinsam ein Methodencurriculum entwickeln

27.02.2007

Auf einem Pädagogischen Tag erproben Rehbein-Lehrer neue Lehr- und Lernmethoden

Seit zwei Jahren arbeitet eine schulinterne Entwicklungsgruppe an der Erstellung eines umfassenden Methodenkonzepts. Bisher sind vier Projekttage zur Vermittlung grundlegender Lern- und Arbeitstechniken für die Klassen 5 und 6 entwickelt und erprobt worden mit den folgenden Inhalten:
Klassen 5

1. Tag: Heftführung/Schulischer Arbeitsplatz
2. Tag: Hausaufgabenerledigung/Häuslicher Arbeitsplatz

Klassen 6

3. Tag: Lerntyptest/Vorbereitung auf Klassenarbeiten
4. Tag: Lesestrategien

Um das bestehende Konzept weiterzuentwickeln und auf die gesamte Sekundarstufe I bis zur 9/10 Klasse auszuweiten, hat sich das Karl-Rehbein-Gymnasium zum Ziel gesetzt, ein systematisches Schulcurriculum zum Methodenlernen auszuarbeiten. Diesbezüglich sollen zum einen verlässliche Absprachen zur Einführung bestimmter Arbeitstechniken in Einklang mit den bestehenden Lehrplänen getroffen werden. Des Weiteren ist die Einführung eines dokumentierenden Methodenportfolios für die Schülerinnen und Schüler angedacht.

Zur Einstimmung und Sensibilisierung des Kollegiums auf die fächerübergreifende Herausforderung, ist Ende Februar an der Karl-Rehbein-Schule eine großangelegte Fortbildungsveranstaltung durchgeführt worden. Im Anschluss an informative Impulsreferate zu wissenschaftlichen Grundlagen des Methodenlernens und zum praktischen Einsatz lesefördernder Maßnahmen im Rahmen des Hessischen Vertretungskonzepts „U+“ sind abwechslungsreiche Workshops angeboten worden, die an konkreten Beispielen von Unterrichtssequenzen (aus den Fächer Deutsch/Politik und Wirtschaft sowie aus den Naturwissenschaften) das Methodentraining thematisierten. Eine der Arbeitsgruppen befasste sich intensiv mit der Sozialform „Gruppenarbeit“ und Präsentationstechniken. Im Workshop „Bewegte Schule“ konnte die schüleraktivierende Unterrichtsform des Stationenlernens am eigenen Leib erfahren werden. Die übergeordnete Steuerungsgruppe „Schulcurriculum“ beackerte eingehend die gültigen Lehrpläne und versuchte anhand einer komplexen Fach- und Methodenleiste Leitfächer zur Einführung bestimmter Arbeitstechniken ausfindig zu machen und Empfehlungen für die Fachkonferenzen vorzubereiten.

Die Kolleginnen und Kollegen haben die Gelegenheit zur Vertiefung ihres Handlungswissens als Lehrkräfte in doppelter Weise gewinnbringend ergriffen: Zum einen im Hinblick auf eine stärkere Selbstprofessionalisierung in einem immer komplexer werdenden Berufsfeld; andererseits zur optimalen Ausbildung der zukünftigen Abiturienten, an die bereits in den Studienjahren und in der beruflichen Anfangszeit Teamfähigkeit und selbstständiges Lernen erwartet werden. 



Die Karl-Rehbein-Schule zeichnet ihren scheidenden Studiendirektor Manfred Schwahn mit der Ehrenmedaille aus

14.07.2006

Nach 33 Jahren an der Karl-Rehbein-Schule wurde Herr Studiendirektor Manfred Schwahn von Herrn OStD Jürgen Scheuermann in seine wohlverdiente Pensionierung verabschiedet. Mit Herr Schwahn verlässt eine Lehrerpersönlichkeit von herausragender Kontur die Karl-Rehbein-Schule, die weit über Hanau hinaus gewirkt hat. Über sich und seine Aktivitäten sagt Herr Schwahn selbst: „Vieles (nicht alles) hat wirklich Spaß gemacht“. Und was hat er nicht alles gemacht: 12 Jahre Fachbereichsleiter, 28 Jahre Verbindungslehrer, 30 Jahre hessischer Juror beim Landeswettbewerb Jugend forscht, Mitbegründer des hessischen Mittelstufenwettbewerbs „Chemie mach mit“, Mitarbeiter des HKM zum Landesabitur, Autor von diversen Artikeln in Fachzeitschriften zur Chemie und Pädagogik, 20 Jahre lang Organisator des ReGyfüMs und und…, diese Liste wäre noch beliebig fortsetzbar. Nie gefehlt, immer ansprechbar, immer Vorbild für seine Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schüler. Er errang mit diesen seinen Schülern bedingt durch sein hohes fachliches Können aber auch durch seine besondere Gabe andere zu motivieren und zu begeistern unzählige Landes- und Bundesauszeichnungen in Chemie und Biologie und festigte damit der Karl-Rehbein-Schule einen Spitzenplatz in Hessen im Bereich der naturwissenschaftlichen Fächer und ihrer Ausbildung. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass zu seiner Verabschiedung zahlreiche ehemalige „Jugend forscht“-Preisträger und Goldmedaillengewinner von Chemie Olympiaden erschienen, die teilweise mittlerweile selbst herausragende Stellungen in der Forschung in den USA als Professoren einnehmen. Auf Grund dieser außergewöhnlichen Leistungen und seiner Verdienste um die KRS wurde Herrn Schwahn von dem Schulleiter, Herrn Scheuermann, als erstem Lehrer die neu geschaffenen Ehrenmedaille der Karl-Rehbein-Schule für besonders herausragende Verdienst für die Schulgemeinde feierlich überreicht. Herr Schwahn hob in seiner Abschiedsrede hervor, dass er alles gern gemacht habe, ihm werden seine Schüler und Kollegen sicher fehlen. Er glaube aber, dass sein Fachbereich gut bestellt sei und versprach auch weiterhin beratend und unterstützend für die KRS tätig zu sein. Die Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft der Karl-Rehbein-Schule wünschen ihm und seiner Familie alles erdenklich Gute. 


Fotos älterer Kollegiumsjahrgänge

 Bild von 1970    Bild von 1974    Bild von 1980    Bild von 1988    Bild von 1990    Bild von 1996 

 Bild von 1999    Bild von 2005    Bild von 2007    Bild von 2008    Bild von 2011    Bild von 2011

 Bild von 2012   Bild von 2014

 


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