Oberbürgermeister Karl Rehbein

Der Name, den sich die Schule gegeben hat, macht ihre enge Verbundenheit mit der Stadt deutlich. Oberbürgermeister Karl Rehbein (1946-1956) hat wesentlich dafür gesorgt, dass das damalige Realgymnasium für Mädchen einen Neubau und damit einen neuen Standort im Schloßgarten erhielt.

 

Karl Rehbein wurde am 14. Oktober 1885 als Sohn eines Goldarbeiters in Hanau geboren. 1905 schloß er sich als zwanzigjähriger der Sozialdemokratischen Partei an und wurde Mitglied im Deutschen Metallarbeiterverband. 1919 wurde er zum Stadtverordneten und anschließend zum Mitglied des Magistrats in Hanau gewählt. Von 1924 bis 1933 war er Abgeordneter im Preußischen Landtag. Ab 1933 war er bis 1936 seiner Ämter aufgrund des NS-Regimes enthoben und mußte während dieser Zeit mit 13.50 Mark Unterstützung seine fünfköpfige Familie ernähren. Nach Kriegsausbruch wurde er aufgrund seiner politischen Überzeugung von der GESTAPO verhaftet und bis zum Frühjahr 1940 im Konzentrationslager Sachsenhausen interniert. Das gleiche Schicksal erlitt er abermals nach dem 20. Juli 1944, als er in das Konzentrationslager Dachau gebracht wurde. Karl Rehbein gehörte also zu jenen aufrechten Männern, die von ihrem Glauben an das bessere Deutschland nicht abließen und dafür alles erduldeten.
Am 1. April 1945 wurde er von der amerikanischen Militärregierung zum Polizeidirektor der Stadt Hanau ernannt und wurde Vorsitzender des Antifaschistischen Bürgerausschusses.

 

Nachdem er am 1. August 1946 zum Oberbürgermeister der Stadt Hanau ernannt worden war, ist er in den schweren Nachkriegsjahren ständig um den Wiederaufbau, die Wirtschaft und den Handel der Stadt bestrebt, die zu 85% zerstört war.

Er verstarb am 3.3.1956 im Alter von 70 Jahren an einem heimtückischen Leberleiden, nachdem er der Stadt Hanau viele Jahre seine treuen Dienste erwiesen hat.

 


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