Die Fachschaft Physik

Physik an der Karl-Rehbein-Schule

Der Physikunterricht greift das grundlegende Bedürfnis der Menschen auf, wissen zu wollen, „was die Welt im Innersten zusammenhält“.
So sind die Lehr- bzw. Lerninhalte des Unterrichtsfaches Physik sehr vielschichtig. Neben klassischen Fragestellungen zur Mechanik oder Elektrizitätslehre werden auch moderne Themen aufgegriffen, wie beispielsweise die Quantenphysik oder die Relativitätstheorie. Darüber hinaus legt das Fachkollegium großen Wert auf die Vermittlung astronomischer Inhalte, denn schon vor tausenden von Jahren blickten die Menschen zum Himmel, um z. B. die Grundlagen der Bewegung kosmischer Objekte zu verstehen.
Die Physiklehrerinnen und Physiklehrer möchten die Neugierde der Schülerinnen und Schüler an Naturphänomenen wecken und ihren Verstehensprozess begleiten. Dies geschieht insbesondere durch einen stark ausgeprägten experimentellen Unterricht.
In der Qualifikationsphase werden die Schülerinnen und Schüler dann zusätzlich auch an eine vertiefende mathematische Betrachtung der physikalischen Inhalte herangeführt, um die Komplexität der Natur besser erfassen zu können.
Von daher ist es uns ein Anliegen, die Schülerinnen und Schüler für das Fach Physik zu begeistern, indem wir sie an naturwissenschaftliche Inhalte heranführen und dabei auch aktuelle Themen in den Unterricht einbeziehen.
 

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Von der Lust am Experimentieren

Rehbein-Schüler bei Auswahl-Runden zur Internationalen Physik-Olympiade erfolgreich

Dass Naturwissenschaften an allgemeinbildenden Schulen angeblich einen schweren Stand haben, konnte nunmehr von fünf Schülern der Karl-Rehbein-Schule Hanau eindrucksvoll widerlegt werden. Sie zählen zu den rund 900  Schülern, die sich freiwillig zur 49. Internationalen Physik-Olympiade angemeldet haben mit der Aussicht, am Ende zu den fünf ausgewählten Schülern zu gehören, die Deutschland bei der Final-Runde im Sommer 2018 in Lissabon vertreten.

Die KRS-Schüler Benedikt Wahl, Felix Vogel aus der Q1 sowie Hans Olischläger, Noah Köstner und Maximilian Herzog aus der Q3 haben sich in dieser Runde mit Glanz und Gloria geschlagen und sind nun in Runde zwei eingezogen. Um zu den Besten der Besten zu gehören, also ins deutsche Olympia-Team zu kommen, muss man vier Runden bestehen und meistern – und das neben der normalen schulischen Belastung mit allem, was dazu gehört.

„Das war für uns zunächst wie der berühmte Reinschmiss in das kalte Wasser“, berichtet Benedikt Wahl über seine Erfahrung in Runde eins. Denn viele der Themen, die für die Teilnehmer zu beherrschen sind, wurden im herkömmlichen Schulunterricht noch gar nicht besprochen, manche der Themen nur am Rande gestreift. „Von den Schülern ist hier vor allem selbstständiges Arbeiten gefordert, um überhaupt mithalten zu können“, erläutert Robert Schnabel, stellvertretender Direktor der KRS und von Haus aus Physiklehrer. Zu den zu bearbeitenden Aufgaben der Schüler zählten unter anderem Ultraschall-Untersuchungen, Lichtbrechung, die Stoßgesetze bei Kugeln und die Darstellung radioaktiver Zerfallsketten. Bereits ab Mai starteten für die Jungforscher die Vorbereitungszeit, stellenweise wurde da so mancher Ferientag „geopfert“, um die gestellten Aufgaben, die zu Hause zu erledigen sind, rechtzeitig zum Abgabetermin fertig zu bekommen. Trotz des Stress‘ aber überwog bei den fünf Rehbein-Schülern die Freude und der Spaß am Experimentieren und am Entwickeln.

Damit das auch in der 2.Runde gelingt, konnten die Jung-Physiker an der TU München an einem anspruchsvollen viertägigen Physik-Seminar teilnehmen. In verschiedenen Seminaren und Vorträgen dieses „Crash-Kurses“, „bekommt man in rund eineinhalb Stunden den Stoff vermittelt, den man in der Schule in ungefähr vier Wochen durchnehmen würde“, resümiert Felix Vogel. „Insbesondere die Leistung unserer Q1-Schüler ist hier zu bewundern, wurden sie mit dem Stoff der Q3-Phase konfrontiert“, so Leistungskurslehrer Herbert Bahr, der die Olympioniken mitbetreut. Daneben wurden den jungen Nachwuchsforschern Exkursionen in Museen und Forschungseinrichtungen angeboten sowie ausreichend Zeit zum eigenen Experimentieren.  Das ist auch ganz im Sinne der Organisatoren des Münchner Seminars, des Vereins „Orpheus“, der von ehemaligen Olympia-Teilnehmern gegründet wurde. „Physik kann begeistern. Man muss das Interesse aber auch fördern. Gerade praktische Experimente sind dafür bestens geeignet“, so der Preisträger Felix Wechsler, der einst wie die jungen Rehbein-Schüler selbst als Schüler am Experimentiertisch saß.

Und so nahmen Benedikt, Felix, Hans, Noah und Maximilian nunmehr nicht ohne Stolz die Urkunden für die bestandene erste Runde von Robert Schnabel entgegen, der auch im Namen der KRS-Physik-Fachschaft seinen Respekt vor der gezeigten Leistung und hohe Anerkennung für das freiwillige Engagement den jungen Forschern zum Ausdruck brachte.



Haben sich freiwillig zur 49. Internationalen Physik-Olympiade angemeldet und die erste Auswahlrunde mit Bravour bestanden: Benedikt Wahl, Felix Vogel, Noah Köstner, Hans Olischläger und Maximilian Herzog (von rechts). Die KRS-Physiklehrer gratulierten den erfolgreichen Schülern: Diana Mohrholz-Rausche, Christiane Alsheimer, Robert Schnabel und Herbert Bahr (von rechts).

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Physik-Detektive zu Gast an der KRS

Wie schon in den Jahren zuvor hatte die KRS auch im vergangenen Schuljahr wieder viele kleine, neugierige Besucher. An fünf Terminen waren Kindergartengruppen aus dem ganzen Hanauer Stadtgebiet zu Gast um die Gesetze der Physik zu beschnuppern. Unterstützt wurde das Projekt "Physik-Detektive" von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung.
Bei jedem Termin wurde die jeweilige Kindergartengruppe von einer Klasse in zwei Räumen empfangen und die Kinder wurden von den KRS-Schülerinnen und Schülern angeleitet an verschiedenen Stationen viele einfache Versuche aus dem weiten Feld der Physik durchzuführen. So wurden zum Beispiel Farben gemischt, Luftballonraketen gestartet, Schaumküssen beim Wachsen im Vakuum zugesehen, "Seifenblasen-Matrjoschkas" gebaut, das eigene Lungenvolumen gemessen und Lämpchen zum Leuchten gebracht. Sowohl die KRSler als auch unsere kleinen Besucher hatten dabei viel Spaß.
Vielen Dank an die Klassen  8a, 8c, 8g, Eg, und Ei für das Engagement und den teilweise beeindruckend tollen Umgang mit unseren jungen Gästen.



 

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Rehbeiner zu Gast im Max-Plack-Institut 

Hanau, 04.02.2016

Jetzt fand die Exkursion der naturwissenschaftlichen Leistungskurse der Qualifikationsphase 1 (Q1) der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) nach München statt. Schwerpunkt des Programms ist traditionell ein Besuch im Deutschen Museum, das mit zahlreichen Exponaten aus den Bereichen der Luft- und Raumfahrttechnik, der Astronomie, dem Musikinstrumentenbau sowie dem Bergbau aufwartet. Für alle Physiker, Chemiker und Mathematiker stand in diesem Jahr erstmals zusätzlich ein Besuch des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in Garching bei München auf dem Programm.  

Am Forschungsstandort befindet sich ein sogenanntes Fusionsexperiment vom Typ Tokamak. In diesem Experimentalreaktor lässt sich ein energiereiches Plasma erzeugen und untersuchen. Die Grundlagenforschung am IPP hat den Bau eines Fusionskraftwerks zur kommerziellen Energieerzeug als Ziel. Vor Ort konnten die Rehbeiner nach einer theoretischen Einführung in die Plasmaphysik einen Blick auf den Reaktor, die Schaltwarte sowie die Energieerzeugung der Anlage werfen. Den ersten Rückmeldungen der Schüler nach war die vorgestellte Technologie trotz der komplexen physikalischen Grundlagen im Vortrag sehr interessant.   Foto: Privat
 


Physik-LKs zu Gast beim DLR SpaceBot Camp 2015

 

Am 13. November besuchten die beiden Physik-LKs der Q1 das SpaceBot Camp 2015, eine Robotik-Show des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.  Zehn deutsche Universitäten und Institute präsentierten im Medienpark Hürth bei Köln den ganzen Tag Explorationsroboter, die auf einem fremden Planeten, z.B. dem Mars eingesetzt werden könnten um unbekanntes Terrain zu erforschen und einfache Objektmanipulationen auszuführen.
Die Schülerinnen und Schüler der KRS haben das Team AGAS der Universität Koblenz-Landau bereits seit Juni bei der Entwicklung des Roboters begleitet und konnten nun live beim Gelingen der Mission mitfiebern.  Auf einem, der Oberfläche eines unbekannten Planeten nachempfundenen, Terrain sollten die Roboter das Gebiet zunächst kartographieren und dann zwei Objekte einsammeln und zu einer Basisstation auf dem Gelände transportieren. Die Roboter waren dabei weitgehend autonom, nur gelegentliche Checkpoints mit Zeitverzögerung ermöglichten es den Teams per Fernsteuerung einzugreifen.

Parallel zu den präsentierten Robotern, hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit an verschiedenen Stationen der DLR School_Labs Dortmund und Aachen selbst tätig zu werden und zum Beispiel humanoide Roboter zu steuern oder Minirover so zu programmieren, dass sie selbstständig einer schwarzen Linie folgen.
Alles in allem ein ereignisreicher Tag für alle Beteiligten, der viele Einblicke diverse Bereiche der aktuellen Forschung ermöglichte.

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Für die Erkundung ferner Welten

„Spacebot Cup 2015“: KRS-Physik-Leistungskurs hat AGAS-Team der Uni Koblenz zu Gast

Hanau, 23.09.2015

Mit einem fahrbaren Roboter fremde Planeten erkunden: Das AGAS-Team der Uni Koblenz erläutert dem KRS-Physikleistungskurs, wie’s geht.     Foto: Pick 

Die beiden Physik-Leistungskurse der Q1 begleiten derzeit das Team AGAS der Universität  Koblenz, das am Spacebot Cup 2015 teilnimmt. Der DLR SpaceBot Cup ist ein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) veranstalteter, nationaler Robotik-Wettbewerb bei dem Teams aus ganz Deutschland mit ihren robotischen Systemen gegeneinander antreten. Im Rahmen des Wettbewerbs sollen die Roboter möglichst autonom innerhalb maximal einer Stunde eine Aufgabe aus dem Gebiet der planetaren Exploration lösen. Angelehnt an reale Raumfahrtmissionen werden die Roboter in einer der Oberfläche eines fremden Himmelskörpers nachempfundenen Umgebung ausgesetzt.  Ziel des Roboters ist das Auffinden von Objekten bzw. die Entnahme von Bodenproben, welche beide zu einer Basisstation transportiert bzw. auch an dieser montiert werden müssen.
Im Rahmen des Wettbewerbs ist es vorgesehen, dass alle Teams von je einer Schulklasse während des Projekts begleitet werden, um so dem Nachwuchs Einblicke in aktuelle Forschung und Entwicklung zu ermöglichen.
So kam es zu einer für uns sehr glücklichen Kooperation zwischen dem Team AGAS der Uni-Koblenz und den beiden Physik-Leistungskursen der Q1 unter der Leitung von Herrn Mazzone und Frau Schneider.
Bereits am 23.7.2015 besuchten 23 Schülerinnen und Schüler der künftigen Physik-Leistungskurse das Team AGAS in Koblenz.  Sie konnten so einen unmittelbaren Eindruck von der Arbeit bekommen und schon mal Uni-Luft schnuppern.
Neben einer theoretischen Einführung in Aktorik und Sensorik gab es eine Live-Demonstration des Roboterarms. Anschließend begab wurde ein Ortswechsel zum Außengelände vollzogen, um den Roboter in Aktion zu beobachten und den Kartierungsprozess live auf einem Bildschirm nachzuvollziehen.
Am 22.9.2015 erfolgte nun der Gegenbesuch, bei dem eine kleine Delegation des Teams hier in der KRS von den Ereignissen seit dem letztes Besuch und der Weiterentwicklung des Roboters berichtete.
Am 12. Und 13.November findet das Finale des Wettbewerbs in Hürth statt, dort heißt es nicht nur Mitfiebern mit den Team. Es wird den Schülerinnen und Schülern auch viel Möglichkeit zu eigenen Aktivitäten z.B. mit LEGOMindstorms geboten.

 


Wissenschaft mal anders: Night of Science

Spannende Einblicke für Physik-Grundkurs in die unendliche Weite der Galaxis

Hanau, 23.06.2015

Karl-Rehbein-Schüler des Physik-Grundkurses Q2P14 haben gemeinsam mit ihrer Lehrerin Julia Schneider die „Night of Science“ am Uni Campus Riedberg in Frankfurt besucht. Dort präsentierten sich sowohl die naturwissenschaftlichen Institute der Uni Frankfurt, als auch erstmals das Max-Planck-Institut (MPI) für Biophysik und das MPI für Hirnforschung mit über 70 spannenden Vorträgen, Laborführungen und Experimentierstationen.
So gab es auch für die KRS-Schüler einiges zu erfahren und zu entdecken. Bei einem Vortrag zum Fermi-Weltraumteleskop erschien das Universum in einem ganz neuen „Licht“, nämlich der Gammastrahlung. Es gab spannende Einblicke in aktive galaktische Kerne, Quasare, Blasare und Blitze in der Erdatmosphäre. Danach konnte mit einem leckeren Stickstoffeis das heiß gelaufene Gehirn wieder gekühlt werden, bevor weitere Vorlesungen, unter Anderem zu Mathematik, und Experimente zu Physik und Chemie erkundet wurden.
Ein besonderer Höhepunkt war das Teaching Lab des MPI für Hirnforschung, an dem nur eine ausgewählte Gruppe von 15 Leuten nach vorheriger Anmeldung teilnehmen durfte. Dort konnten die Schüler selbst Zellen waschen, einfärben und mikroskopieren, Nervenreize untersuchen und DNA von Himbeeren und Erdbeeren isolieren und am Ende mit nach Hause nehmen. Mit einer spektakulären Feuershow ging die Night of Science für die Rehbein-Physiker am 20. Juni zu Ende, doch die neu gewonnen Eindrücke der verschiedenen Naturwissenschaften „mal ganz anders“ werden sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.
 


Rehbeiner auf den Spuren des Universums

Hanau, 18.01.2015

An sechs Samstagen begaben sich vier Schüler des Karl-Rehbein-Gymnasiums Hanau (KRS) auf die Suche nach den Bausteinen des Universums. Anstatt den Vormittag gemütlich angehen zu lassen, fuhren die vier Freunde, die aktuell die Einführungsphase der Oberstufe besuchen, bei Wind und Wetter zur technischen Universität nach Darmstadt. Im Rahmen der speziell für Schüler zugeschnittenen Vorlesungsreihe „Saturday Morning Physics“ hatten die jungen Rehbeiner die Möglichkeit, Universitätsluft zu schnuppern und sich einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung im Gebiet der modernen Physik zu verschaffen. Neben der Frage „Was ist Licht?“ wurde unter anderem auch über kalte Atome referiert. Bei einem Ausflug zum Institut für Schwerionenforschung erhielten Max Peter, Emre Emir, Masis Sirim und Mansur Haidary einen umfassenden Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten. Krönender Abschluss der Vorlesungsreihe war die Verleihung der „Saturay Morning Physics-Diplome“, die stolz von den erfolgreichen Absolventen entgegengenommen wurden – ganz zur Freude des begleitenden KRS-Physiklehrers Markus Seipp.
 

 


 

Luftballon-Rakete gebaut

„Physikdetektive“ des Francois Kindergartens besuchen die Karl-Rehbein-Schule

Hanau, 12.07.13

 

 

 Fallschirme basteln und Luftballon-Raketen starten lassen: Zusammen mit den Schülern der Klasse 9e der KRS konnten die jungen „Physikdetektive“ nach Herzenslust physikalische Experimente ausprobieren.   Foto: Privat

Welch ein fröhliches „Gewusel“ in den Schulgängen der Karl-Rehbein-Schule (KRS): Jetzt waren 15 Kindergartenkinder im Vorschulalter mit ihren Erzieherinnen vom Francois Kindergarten in Hanau an der KRS zu Besuch. Sie nahmen am Projekt „Physikdetektive“ teil, das seit Jahren von der Kathinka-Platzhoff-Stiftung unterstützt wird, um die kindliche Neugier auch für naturwissenschaftliche Fragestellungen zu nutzen und möglichst damit einen Grundstein für die spätere Berufswahl zu legen.

In zwei Physikräumen warteten bereits die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9e, Diana Mohrholz-Rausche und Christiane Alsheimer, die beiden Physiklehrerinnen, auf die wissensdurstigen Kinder. Sie hatten bereits an mehreren Gruppentischen diverse Stationen aufgebaut, an denen die Kinder Phänomene mit Luft- und Wasserdruck, Seifenblasenexperimente und vieles mehr erkunden konnten. Ein „Renner“ war die Luftballon-Rakete, die erst im Physikraum gestartet wurde und dann sogar im Treppenhaus aufwärts flog. Die Kinder bastelten auch einen „Fallschirm“ mit „Springer“. Die Vorschulkinder ließen dann ihren Fallschirm im Treppenhaus vom 2. Obergeschoss fallen. Einige Fallschirme flogen sogar drei Etagen tief bis auf dem Kellerboden.

Die Zeit verging wie im Flug, sodass alle Kinder mit ihren Begleitern zufrieden und freudestrahlend nach zwei Stunden die Schule verließen. Auch die Klasse 9e fand das Projekt toll. „Na klar, wir machen das noch mal für Kinder einer anderen Einrichtung,“ so der einhellige Tenor. Es waren im Mai und Juni noch drei weitere Kindergärten, die im Rahmen des Projekts „Physikdetektive“ die KRS besucht hatten.
Diana Mohrholz-Rausche und Christiane Alsheimer äußerten sich auch zufrieden mit dem Verlauf: „Es hat Spaß gemacht, die Schüler beim Experimentieren mit den Kindern zu beobachten. Schließlich geht es um unseren naturwissenschaftlichen Nachwuchs.“
 


Spektakuläre Aufnahmen mit dem Dollycar

KRS-Schüler tüfteln an einem Kamerawagen mit Mikrochip für Hobbyfilmer

Hanau, 09.05.13

Teures Zubehör belastet den Geldbeutel. Jetzt wollen Benjamin Schmiedel (16) und Jannik Kühn (15) von der Karl-Rehbein-Schule in Hanau (KRS) einen Kamerawagen (Dollycar) für Hobbyfilmer konstruieren. „Unsere Idee soll die Arbeit des Kameramanns erleichtern und noch nie dagewesene spektakuläre Aufnahmen möglich machen“, erklärt das Duo. Ziel seien möglichst ruckelfreie Aufnahmen in jeder Situation. „Dies soll das neue Dollycar bieten. Es  wird durch Abstandssensoren und eine frei bewegliche Kameraplatte ermöglicht. Außerdem sollen durch Abstandssensoren an der Front des Dollycars der Abstand zum laufenden
Protagonisten des Filmes eingefangen werden.“ Für die beiden Schüler soll der Kamerawagen durch seinen Mikrochip intelligent handeln und so das Filmen um einiges erleichtern. „So kann sogar eine Filmumgebung geschaffen werden, in der Projekte möglich sind, die man bisher nur erahnen konnte“, sagen sie.

Ihr Konzept überzeugte die Jury des Nachwuchswettbewerbs „Invent a Chip“. Die gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des VDE sucht auch in diesem Jahr ausgefallene Schülerideen für Mikrochips. Benjamin
Schmiedel und Jannik Kühn setzten sich in einem Feld von mehr als 1500 Schülern der Klassen 8 bis 13 durch. Insgesamt waren 3100 allgemein- und berufsbildende Schulen zur Teilnahme am Wettbewerb mit dem Schwerpunktthema „Sport“ aufgerufen. Mit 34 Prozent sind auch die Mädchen in diesem technischen Entscheid gut vertreten. Die beiden Schüler, die schon früh in ihren Familien mit Technik in Kontakt kamen, haben jetzt die Chance, ihren eigenen Mikrochip zu kreieren. „Durch unser gemeinsames Interesse an Kameratechnik, Software- und Hardwareentwicklung kamen wir schließlich auf die Idee, eine
Arbeitshilfe für Kameraleute zu entwerfen“, erklären die beiden Schüler.

Experten werden ihnen dazu die notwendigen Schritte zeigen und das technische Know-how vermitteln. Mit elf weiteren Teams lernte das Duo aus Hanau das Chipdesign in einem dreitägigen Workshop am Institut für Mikroelektronische Systeme (IMS) der Leibniz Universität Hannover. „Das ist ein richtiges Trainingslager für die Jugendlichen. Hier haben sie die Chance die Programmierung zu lernen und erste Schritte in den Zukunftstechnologien zu wagen“, sagt Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDEVorstandsvorsitzender.
Im zwölften Jahr von „Invent a Chip“ sind die Experten wieder begeistert von den vielen innovativen Ideen der Schülerinnen und Schüler. „Diesmal haben wir eine intelligente Steuereinheit für eine Handprothese, einen automatischen Lautstärkedimmer sowie eine automatische Fahrradschaltung dabei. Es gibt den Chip, der das Durchlüften in Räumen reguliert oder als Gasdetektor-Chip vor Chemieunfällen warnt“, so Zimmer. Nach dem Workshop bleibt den Teilnehmern für ihr Projekt Zeit bis September. Sie stehen
auch weiterhin im Kontakt mit den Fachleuten aus Hannover, die sie in einem Forum betreuen. Dann werden die besten und originellsten Chip-Entwürfe von einer Jury nominiert und am 14. Oktober 2013 auf dem Mikrosystemtechnik-Kongress in Aachen vor Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft präsentiert und prämiert. Neben attraktiven Geldpreisen bis zu 3000 Euro lockt auch die Aufnahme in das Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes und vielfältige Kontakte zu Industrie und Hochschulen sowie die Präsentation der eigenen Projekte auf Messen und Technikveranstaltungen.

„Wir hoffen, dass sich unsere Idee gut umsetzen lässt und sind schon sehr gespannt auf die Tipps und Tricks der Mentoren“, sagen die Hanauer Schüler. Das Team freut sich, dass es für den Workshop ausgewählt wurde, um Neues über das Chipdesign zu lernen. Eine Chance, die viele Preisträger der vergangenen Jahre nutzten. Viele von ihnen fanden auch durch „Invent a Chip“ ihren Einstieg in ein technisches Studium. „Invent a Chip“ wird in der aktuellen Wettbewerbsrunde von zahlreichen Sponsoren
unterstützt: Bosch, Cassidian, Cologne Chip, Globalfoundries, Infineon, Mentor Graphics und DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE.
Weitere Informationen unter www.invent-a-chip.de
 


 

Den Sternen ein Stückchen näher gekommen

Karl-Rehbein-Schule erhält großzügiges Geschenk für naturwissenschaftliche Sammlung

Hanau, 02.10.12

„Ich gebe nur das her, was ich so oder so doppelt im Keller habe“, antwortet Michael Lindenberger mit einem Schmunzeln auf die Frage, warum er sich denn von seinen astronomischen Schätzchen trennen wolle – und das auch noch als Geschenk. „Ich weiß, dass meine Teleskope und Fernrohre an der Karl-Rehbein-Schule bestens aufgehoben sind. Naturwissenschaft wird an der KRS großgeschrieben, das weiß ich selbst aus meiner Vergangenheit. Und außerdem besuchen meine Enkelkinder hier den Unterricht. Von daher freue ich mich, wenn die KRS-Schüler gemeinschaftlich im Physik-Unterricht den Sternen ein kleines Stückchen näher kommen können“, so Lindenberger, der einst in Frankfurt ein Fachgeschäft für optische und astronomische Gerätschaften betrieben hatte. 

Robert Schnabel, stellvertretender Direktor der KRS und zudem Physiklehrer, freut sich riesig über die großzügige Spende von Lindenberger. „Das sind sehr wertvolle Instrumente, die hervorragend in unser naturwissenschaftliches Portfolio passen. Damit können wir auch den Physik-Unterricht was die Astronomie anbelangt, weiter aufwerten“, ist sich Schnabel sicher.

Lindenberger jedenfalls hat sich in seiner Großzügigkeit nicht „lumpen“ lassen. So findet sich neben umfangreicher Fachliteratur zum Thema Weltall ein portables, computergesteuertes Linsenteleskop, mit dem man erdnahe Objekte beobachten kann. „Das Teleskop ist dank Computertechnik einfach zu bedienen – man muss sich nur zwei bekannte Sterne am Himmel suchen, den Rest erledigt das Gerät im Alleingang“, erläutert Lindenberger. Zu den kostbaren Gaben zählt weiter ein Sonnenteleskop. Das Teleskop erlaubt die Beobachtung von Protuberanzen. Das sind heftige Materieströme auf der Sonne, die man am Sonnenrand als matt leuchtende Bögen beobachten kann. Auch lässt sich damit die Sonnenoberfläche genauestens inspizieren. Ein Fernglas mit Stativ gibt es als Dreingabe dazu. „Die jungen Menschen sollen Freude an den Geräten haben“, so Lindenberger, der Robert Schnabel als KRS-Vertreter einst zu seinen Kunden zählen konnte, als vor über 25 Jahren das hochwertige C8 – Teleskop für die Schule angeschafft werden konnte. Die KRS-Schüler können nun Sonne, Mond und Sterne dank der Lindenbergerschen Teleskope noch besser unter die Lupe nehmen.

Große Freude nicht nur bei Robert Schnabel (links): Michael Lindenberger (rechts) hat der Karl-Rehbein-Schule neben einer umfangreichen naturwissenschaftlichen Literatursammlung zum Thema Astronomie mit einem Sonnenteleskop und einer computergesteuerten Teleskop ein wertvolles Geschenk bereitet. Schüler der Klassen 9e und auch die Enkel von Lindenberger, Lisa Würfel (Mitte unten) und Tim Würfel (Mitte) sowie die Physiklehrerin Diana Mohrholz-Rausche, freuen sich mit.   Foto: Pick

 


Der Blick ins schwarze Loch

26.10.2011

Albert Einstein liefert geistige Nahrung in der Mensa der Karl-Rehbein-Schule

Das Einstein-Projekt hat seinen Abschluss in einer großen beeindruckenden Präsentation in der neuen Mensa gefunden. Die Schüler zeigten in ihren Präsentationen große Begeisterung für das Thema, ist die Materie rund um den weltberühmten Physiker bestimmt nicht einfach zu nehmen.

Die Idee zu diesem Projekt hatte Robert Schnabel, stellvertretender Schulleiter der KRS. Als erster Baustein dieses Vorhabens wurde ein Projekttag veranstaltet, bei dem ein kompletter Oberstufenjahrgang in 15 Arbeitsgruppen, angeleitet durch alle Physiklehrer, zwei Geschichts- und Philosophielehrer, sich mit Themen rund um Albert Einstein beschäftigte. Der zweite Teil bestand im Besuch des „Einsteinmobils“ aus Tübingen, das mehr als zwei Wochen lang an der KRS Halt machte. Für den Abschluss hatten die Projektgruppen in zwei Schulstunden Gelegenheit dem gesamten Jahrgang – immerhin 240 Schülern - ihre Ergebnisse des Projekttages darzustellen. Damit konnten alle auch die Erkenntnisse der anderen Gruppen erfahren und würdigen.

Die Präsentationen waren zum Großteil in der Gestalt von Power-Point-Präsentationen, aber auch mit einem Experiment oder diversen selbst gestalteten Plakaten sehr abwechslungsreich und äußerst informativ. Für die Vortragenden war es sicherlich wohltuend, dass die gespannte Aufmerksamkeit der 240 in der Mensa zu spüren war. Die „Experten“ hatten durchaus einen schwierigen Part: Sie mussten ihren Mitschülern Themen wie den Fotoeffekt, die Gleichung E= mc2 , spezielle und allgemeine Relativitätstheorie und schwarze Löcher nahe bringen.

 

Da war es gegen Ende der Veranstaltung durchaus für die Zuhörer einfacher und teilweise amüsant, etwas über Albert Einstein als Privatmann zu erfahren, da er auch gut über sich selbst lachen konnte. Auf Stellwänden wurden die Plakate in der Mensa aufgereiht, so dass im Anschluss noch mal alle Schüler in Ruhe diese Präsentationen unter die Lupe nehmen konnten.

Die Physik-Fachschaft der Karl-Rehbein-Schule war sich einig: Die Arbeit an diesem Projekt hat sich gelohnt, haben die Rehbein-Schüler einen Einblick in moderne Physik bekommen.

 


Radfahren mit Lichtgeschwindigkeit an KRS

13.09.2011

Physik zum Anfassen: Tübinger „Einsteinmobil“ macht Station an der Karl-Rehbein-Schule

Mit Fast-Lichtgeschwindigkeit durch eine Stadt sausen oder mal ein Schwarzes Loch vor einer Galaxie vorbeiziehen lassen – eigentlich unerfüllbare Träume, die aber das „Einsteinmobil“ wahr werden lässt. Das „Einsteinmobil“ ist vollbepackt mit spannenden und anschaulichen physikalischen Experimenten und Simulationen, wie sie bis vor kurzer Zeit noch nicht denkbar gewesen wären. Das Projekt „Einstein on Tour“, entwickelt für den schulischen Bereich vom physikalischen Institut in Tübingen, wird noch bis Montag, 26. September, in der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) Station machen. Seit 2006 fährt das „Einsteinmobil" deutschlandweit von Schule zur Schule und vermittelt durch Visualisierungen die Effekte von Einsteins Relativitätstheorie. „Einstein on Tour“ lautet das Schulprojekt, in dessen Rahmen das „Einsteinmobil“ mit interaktiven Lernmodulen Schülern die komplexe Welt der Physik veranschaulichen und näher bringen will. Diese interaktiven Unterrichtsmodule ermöglichen einmalige Erfahrungen, wie das Radfahren mit fast Lichtgeschwindigkeit, eine rasante Flugsimulation über eine unbekannte Insellandschaft oder das Spiel mit einem Schwarzen Loch. Für Robert Schnabel, stellvertretender Leiter der KRS und Physiklehrer, ist das „Einsteinmobil“ eine hervorragende Möglichkeit, „den Schülern die Berührungsangst vor einer scheinbar unverständlichen Theorie zu nehmen, indem ihre Neugierde durch aktive Teilnahme geweckt wird und sie dadurch zur weiteren Auseinandersetzung mit diesem Thema angehalten werden. Die Schüler sollen zum Mitmachen und Lernen angeregt werden“, erhofft sich der Physiker.

Von daher ist man an der KRS stolz, dass das „Einsteinmobil“ auch am Hanauer Traditionsgymnasium Halt macht, der einzigen Station im Rhein-Main-Gebiet in diesem Jahr, denn das Mobil ist bei Schulen äußerst begehrt und dementsprechend groß ist auch die Nachfrage. Denn das Projekt „Einstein on Tour“ ermögliche eine attraktive Präsentation, die Vermittlung fundierten Hintergrundwissens und den Aufbau eines vertieften Verständnisses. „Die starke interaktive Ausrichtung lässt die Schüler selbst zu Forschern werden, statt sie lediglich mit Faktenwissen zu konfrontieren“, betont Schnabel weiter. Das „Einsteinmobil“ steht aber nicht nur den KRS-Schülern ab der Klasse 9 zur Verfügung, sondern auch anderen Schulen aus Hanau und Umgebung. Termine können unter der KRS-Telefon-Nummer 06181/6183600 gebucht werden.

Wenn auch das Einsteinmobil durch seine hervorragende didaktische Ausrichtung vertiefte Einblicke in die Gedankenwelt der Relativitätstheorie ermöglicht, so hat die KRS doch eigens einen eintägigen Projekttag für die Einführungsphase und die beiden Physik-Leistungskurse der Qualifikationsphase Q1 anberaumt, in dessen Mittelpunkt die Person Albert Einsteins stand. Die 240 Schüler wählten sich in die 15 Projektgruppen ein, die von den Physiklehrern und zwei Geschichts- und Philosophielehrern gestaltet wurden. Im Selbststudium, in Internetrecherchen und in Diskussionen in Kleingruppen setzten sich die Oberstufenschüler mit der Verlangsamung bewegter Uhren, der Verkürzung bewegter Maßstäbe, mit der gekrümmten Raum-Zeit, dem Stehen-Bleiben der Uhren am Rand eines Schwarzen Loches, aber auch mit Themen außerhalb der Relativitätstheorie auseinander, etwa dem Photo-Effekt, für den Einstein 1905 den Nobelpreis erhielt. Auch die historischen Rahmenbedingungen, das gesellschaftliche Engagement Einsteins, seine Haltung zum Bau der Atombombe wurden in den Blick genommen. „Ein beeindruckendes Projekt“ freut sich Schulleiter Jürgen Scheuermann mit seiner gesamten Physik-Fachschaft, „das unseren Schülern die Rolle der Physik im unserem modernen Weltbild und in unserer Gesellschaft nahe bringt. Von daher wird dem Fach Physik an der KRS ein besonderer Stellenwert eingeräumt“, ergänzt Scheuermann.

 

Es muss schon ordentlich in die Pedale getreten werden, will man auf dem Radl in Lichtgeschwindigkeit durch die Stadt flitzen. „Kollege“ Computer macht’s möglich. Robert Schnabel, stellvertretender KRS-Schulleiter, die Physikkollegen Herbert Bahr und Clemens Winklmaier und die Schüler des Leistungskurses Physik Q 34 sind beeindruckt von den Fahrkünsten des Mitschülers.

 

Großer Aufmarsch in der KRS-Mensa: Die Oberstufenschüler der KRS informieren sich während einer Einführungsveranstaltung über die Grundzüge der Einsteinschen Relativitätstheorie.


Wie schwer kann man ein Schiff beladen, bis es sinkt?

Diese und ähnliche von Kindern gestellten Fragen motivierten uns, alltäglichen Dingen auf den Grund zu gehen. Wir – das ist das Team der „Physikdetektive“, Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 11 und 10 der Karl-Rehbein-Schule Hanau unter Leitung von Frau Mohrholz-Rausche – nahmen diese Herausforderung an, physikalische Erscheinungen zu veranschaulichen und in Form einfacher Experimente aufzubereiten. Diese Versuche können von Kindergartenkindern unter Anleitung durchgeführt werden. Der Besuch der „Physikdetektive“ in zahlreichen Kindertagesstätten der Stadt Hanau war sehr erfolgreich. So wurden wir bereits mit großen leuchtenden Augen und voller Neugierde von den Kleinen empfangen. Eifrig folgten sie der Aufforderung zum Mitmachen und Ausprobieren. Die kleinen Forscher arbeiteten hoch konzentriert und ausdauernd an der Lösung der Aufgabenstellung. Dabei wurden sie von den Schülerinnen und Schülern, die ebenfalls sehr viel Freude hatten, unterstützt. In jeder Kindertagesstätte wurden von den Entdeckern mehrere Experimente in kleinen Gruppen durchgeführt, z. B.
Wie entsteht ein Wechselbild?
Wann geht ein Schiff unter?
Warum fällt ein Seiltänzer nicht vom Seil?
Wie bewegt sich ein Fallschirmspringer?
Pro Gruppe standen zwei Experimente auf dem Programm. Die Kinder der jeweils anderen Gruppen bemerkten schnell, dass unterschiedliche physikalische Themen an diesem Tag aufgegriffen wurden. Dies weckte natürlich die Neugierde der Kleinen und regte sie zum Austausch an. Am Ende des Nachmittags sahen wir Kinder, die stolz ihre Erkenntnisse und physikalischen Basteleien mit nach Hause nahmen und die Lust auf mehr hatten.

 


Tag der Naturwissenschaften

26.03.2007

Ausgezeichnete Berufsaussichten – dies bietet ein Studium der Naturwissenschaften nach einvernehmlicher Meinung der Professoren der Fachbereiche am Campus Riedberg der Universität Frankfurt. In vielen Fachrichtungen wie Biochemie, Biophysik und Informatik fehlt es teilweise erheblich an qualifiziertem wissenschaftlichem Nachwuchs. Dem entgegenzuwirken und Schülerinnen und Schüler für ein entsprechendes Studium zu begeistern, dies ist ein wesentliches Ziel der Veranstaltung „Tag der Naturwissen-schaften“ der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, die am 7. und 8. März 2007 nunmehr zum sechsten Mal stattgefunden hat. Dabei wirbt man vor allem mit den hervorragenden Bedingungen für Studium und Forschung am neu erbauten naturwissenschaftlichen Zentrum. Dies betrifft nicht nur Hörsäle, Labore und Räume für Übungen und Praktika, man ist auch besonders stolz auf eine perso-nell sehr gute Ausstattung. Vor allem hierin zeige sich der sehr gute Ruf der naturwissenschaftlichen Fachbereiche der Universität.
 

Ganz offensichtlich war die Teilnahme für die Rehbein-Schülerinnen und –Schüler der Jahrgangsstufe 11 von großer Bedeutung. Die Schülerinnen und Schüler sahen ganz deutlich die Chance einer grund-legenden Information und nahmen sie auch sehr engagiert und systematisch war. Informationen zu den Studiengängen, Begriffe wie Diplom-, Bachelor- und Master-Studiengang, Vorlesung, Übung, Seminar, Prüfungsordnung – naturgemäß Bestandteile einer ganz neuen Umgebung die sich derzeit für die Schülerinnen und Schüler erst zu erschließen beginnt.
 

 


 

Beinahe mit Bestürzung wurde vernommen, dass Mathematik und vor allem Physik not-wendiger Bestandteil ausnahmslos jedes naturwissenschaftlichen Bachelor-Studienganges sei. Englisch zu können – in Sprache und Schrift – eine Selbstverständlichkeit. Unver-zichtbar seien persönliche Fähigkeiten wie Ausdauer, Durchhaltevermögen, Disziplin, Eigenverantwortung, Selbstständigkeit. Auch reichen nur grundlegende Computer-kenntnisse allein nicht aus.
 

Dies als Anlass zu nehmen für eine Entscheidung gegen Naturwissenschaften, damit sei man, so Pharmazie-Professor Manfred Schubert-Zsilavecz, schlecht beraten. Er weist mit Nachdruck darauf hin, dass ausnahmslos jedes Hochschulstudium sehr hohe Anforderungen stelle und man häufig durch eine allzu oberflächliche Betrachtung zu folgenschweren Fehleinschätzungen anderer Studienfächer komme. So weist er auf den Fachbereich Jura hin, der bei der Auswahl der Studenten besonderes Au-genmerk auf die Abiturnoten in Deutsch und (für Außenstehende überraschend) auf Mathematik richte. Die Wirtschaftswissenschaften kämen naturgemäß ohne sehr intensive Mathematik nicht aus. Im Psychologie-Studium sei Mathematik unverzichtbar und Bestandteil wichtiger Prüfungen, zudem sei ein gutes naturwissenschaftliches Fundament sehr von Vorteil – und insbesondere seien bei diesem Studium sehr gute Englischkenntnisse gefordert.
 

Für die Koordinatorin des Tages der Naturwissenschaften, Frau Ulrike Helbig, und für ihre Mitarbeiterin und ehemalige Rehbein-Schülerin Astrid Mader wurde die Organisation der 1200 Besucher, neben der sehr großen Freude über die riesige Nachfrage, zu einer echten Herausforderung. Man überlegt bereits Lösungsverfahren für den „Tag der Naturwissenschaften“ 2008 – der Karl-Rehbein-Schule als „Stammgast“ hat Frau Helbig bereits jetzt schon die Teilnahme zugesichert.
 

Bei den zumeist gut besuchten Veranstaltungen gingen einige beinahe überraschend leer aus: So z.B. die Technische Informatik mit einem Vortrag über „Smart-Systems“ (etwa 15 Besucher) und - ganz traurig – die mit viel Engagement konzipierten und hochinteressanten Lernstationen der Bioinformatik mit insgesamt sieben (!) Besuchern.
 

Die Teilnahme am „Tag der Naturwissenschaften“ für die Jahrgangsstufe 11 ist mittlerweile zur Tradition an der Karl-Rehbein-Schule geworden, und sie ist ein fester Bestandteil unserer naturwissen-schaftlichen Ausbildung. Die überaus positiven Rückmeldungen bestätigen uns darin, hiermit einen wesentlichen Beitrag für wichtige Entscheidungen der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf eine berufliche Orientierung zu leisten. Dies wird in Kontinuität der Angebote und Veranstaltungen der vergangenen Jahre durch Einladung externer Referenten, Kontakt mit ehemaligen Schülern, Angebot besonderer Projekte und auch Besuch anderer außerschulischer Einrichtungen abgerundet und ergänzt werden.

 




 

Kraftwerk Staudinger

23.01.2007

Ausflug des Physik-LK

„Neue Energie heißt, Millionen von Menschen jeder Zeit mit Strom zu versorgen - zuverlässig, effizient und verantwortungsvoll.“ – Dieses Motto wird wohl schon das Ziel des Kraftwerkgründers Professor Hans Staudinger gewesen sein. Auch heute sorgen die Mitarbeiter des Kraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg für die Stromversorgung in Hanau und Umgebung.
Das Kraftwerk Staudinger ist sicherlich das uns bekannteste Kraftwerk, da es quasi direkt vor unserer Haustür liegt. Nun wurde es also für uns als Physik-LK höchste Zeit, einen Einblick in die Funktionsweise und die Organisation des Kraftwerks zu bekommen.
Die theoretische Funktionsweise wurde uns zunächst durch eine Power Point Präsentation veranschaulicht. Spezielle Fragen konnten wir jederzeit an den Referenten stellen.
Das Kraftwerk Staudinger hat vier Steinkohleblöcke und einen Gasblock. Letzterer dient hauptsächlich der Reserve und wird bei Spitzenlast eingesetzt. Geplant ist neben diesen fünf Blöcken der Bau eines weiteren mit höherer Leistung. Die vier Steinkohleblöcke dagegen laufen ständig und decken den Grundbedarf ab. Es werden rund 5000 Tonnen Steinkohle pro Tag verbraucht. Die Kohle wird zuvor zu Kohlenstaub zermahlen und anschließend in der Brennkammer des Dampferzeugers bei einer Temperatur von ca. 1400 °C verbrannt. Durch die erzeugte Wärme wird Wasser zum Sieden gebracht und der dabei entstehende Dampf wird nochmals höher erhitzt, sodass er mit hohem Druck schließlich auf die Turbine trifft. Ein Generator, welcher mit der Turbine verbunden ist, wandelt nun die mechanische Energie in elektrische Energie um. Ein Transformator sorgt nun dafür, dass bei uns zuhause der Strom aus der Steckdose kommt.
Auch die Frage bezüglich der Umwelt und den entstehenden Abfallprodukten wurde geklärt. Auf verschiedene Weisen versucht Staudinger das Problem des Rauchgases und des Kohlstaubs zu lösen. Zum Einen auf chemische Weise und zum Anderen durch einen Elektrofilter, welcher die Staubpartikel „magisch“ anzieht. Nachdem alle theoretischen Fragen geklärt waren, besichtigten wir – bewaffnet mit Helm, Headset und Ohrstöpseln – das Gelände des Kraftwerks.
Anfangs an den fünf Blöcken vorbei, am Kohlelager vorüber, endeten wir auf einer Aussichtsplattform in hundert Metern Höhe. Bei klarer Sicht konnten wir alle umliegenden Gemeinden und Städte sehen. Dies war ein schöner Abschluss des Tages.
Alles in Allem und trotz der angenehmen 0°C - begleitet von mancher Höhenangst - war es ein informativer und ein sehr schöner Ausflug.
 

Anna Mohn und Carolin Adolph

 


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