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Kollegium

„Alkoholpräventionstag“ an der Karl-Rehbein-Schule

08.06.11

„Magen und Darm saugen sich voll wie dieser Schwamm“: Die Folgen von übermäßigen Alkoholgenuss können unabsehbar und sogar tödlich sein. Julia Determann (Bild) zeigte den Schülern des Jahrgangs Neun der Karl-Rehbein-Schule (KRS) mit mitunter drastisch gewählten Worten tiefere Einblicke in die Folgen regelmäßigen Alkoholkonsums. Im Rahmen der „Tour des Lebens“, getragen von der AOK, erläuterte die speziell für Präventionsveranstaltungen ausgebildete Determann Symptome einer Alkoholvergiftung, welche Schäden der Körper nehmen kann und welche negativen Auswirkungen Alkohol auf die Persönlichkeit und das Verhalten eines jeden Einzelnen haben kann. Dabei wurden auch manche Klischees über das so genannte „Kampftrinken“ über Bord geworfen, denn weder besonders fettreiches Essen noch besondere Atemtechniken helfen gegen hohe Promillezahlen, klärte Determann die interessierten Neuntklässler der KRS auf. Übermäßiger Alkoholkonsum kann schließlich auch zur Sucht führen, so Determann. Von daher sei Aufklärung die beste Prävention, denn Parties und Alkohol gehörten für viele junge Menschen uneingeschränkt zusammen, warnt Determann. Die Folgen seien, dass auch unabhängig vom Anlass der Alkohol in den Alltag einziehe. Das gelte es mittels der Aufklärungskampagne zu verhindern. Die Rehbein-Schüler jedenfalls zeigten sich dem Thema gegenüber sehr offen, wurden im Anschluss an den Vortrag noch rege Fragen an die Vortragende gestellt.


Kunst macht Geschichte lebendig

Jüdische Künstler im Nationalsozialismus. Propaganda contra Toleranz

Eröffnung am Mittwoch 11.05 um 18.00 Uhr- Ausstellungsort: Stadtladen Hanau

Austellung vom 11.05- 27.05

Öffnungszeiten: Mo,Di,Do. von 8.30 bis 18.30 Uhr , Mi 7.00 bis 19.00 Uhr , Fr 8.30 bis 15.00 und Sa. 9.00 bis 12.00

Ausstellungsinitiatoren: Klassen Ec/Ed der Karl-Rehbein-Schule Hanau unter Leitung ihrer Fachlehrer Marcus Pothoff & Julia Scheuermann.


Der Kunstkurs der Klassen Ec/Ed der Karl-Rehbein-Schule Hanau präsentiert vom 11.05.-27.05. im Stadtladen Hanau eine Ausstellung zum Thema „Jüdische Künstler im Nationalsozialismus. Propaganda contra Toleranz.“ Diese Ausstellung ist als fächerübergreifendes Projekt zwischen Kunst (Marcus Pothoff) und Geschichte (Julia Scheuermann) entstanden und gibt einen Einblick in die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten und in die Lehren die daraus in heutiger Zeit gezogen wurden. Der Schwerpunkt dabei liegt auf der Kunst im Dritten Reich: Welche Möglichkeiten hatten jüdische Künstler? Welchen Gefahren waren sie ausgesetzt? Welchen Kunstbegriff hatte der Nationalsozialismus? Dafür präsentieren die Schüler verschiedene jüdische Künstler und deren Werke sowie die Ausstellung „Entartete
Kunst“ der Nationalsozialisten.

Der Kurs hat sich selbst in die Zeit des Dritten Reiches hineinversetzt und aus Sicht der Nationalsozialisten Propaganda-Plakate entwickelt und gleichzeitig aus heutiger Sicht Toleranz-Plakate gestaltete, die zeigen, dass man aus den Fehlern und dem Schrecken der Diktatur lernen muss. Eingebettet werden die Kunstwerke in einen historischen Abriss der Zeit zwischen 1933 und 1945. Dafür hat der Kurs Kulissen selbst gestaltet und eine Zeitleiste künstlerisch umgesetzt, die durch Installationen ergänzt werden.

„Heute oder gestern – was gut ist, wird bleiben. In der Kunst ist das so: was gibst du, das kriegst du. Man muss arbeiten. Keine Theorien! Der liebe Gott da oben ist der grösste ‘théoricien’, verstehen Sie? Ich lebe hier – abgeschnitten vom ganzen Meditteranée und trotzdem nicht auf dem Mond. Man muss an sein Werk glauben – das ist es. ,in ”Stuttgarter Zeitung”, 22. Oktober 1960 (Marc Chagall jüdischer Maler und Grafiker
(1887 – 1985)


Der Kurs unter Leitung der beiden Pädagogen Pothoff und Scheuermann lädt daher zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, den 11.05. um 18.00 Uhr in den Stadtladen Hanau ein. Die Ausstellung ist dann zu den regulären Öffnungszeiten des Stadtladens (Mo, Di, Do. von 8.30. bis 18.30, Mi 7.00 bis 19.00, Fr. 8.30 bis 15.00,
Sam 9.00 bis 12.00) bis zum 27.05. zu besuchen.


 


„Aufklärung ist die beste Medizin“

17.03.11

Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, zu Gast an der Karl-Rehbein-Schule

Es ist schon ein paar Jahre her, dass Mechthild Dyckmans die Schulbank in der Karl-Rehbein-Schule gedrückt hat. Im Jahr 1969 hat die heutige Drogenbeauftrage der Bundesregierung dort ihr Abitur abgelegt. Nach einem sich anschließenden Jurastudium arbeitete Dyckmans als Richterin am Verwaltungsgerichtshof in Kassel, bevor sie als Bundestagsabgeordnete der FDP in den Bundestag einzog. Heute wohnt Dyckmans in Berlin, nur drei Minuten Fußweg entfernt von ihrer Arbeitsstelle, dem Bundesgesundheitsministerium. Seit 2009 ist sie die offizielle Drogenbeauftragte der Bundesregierung und in Deutschland in Sachen Aufklärung und Vorbeugung im Dauereinsatz.

Auf Einladung der Karl-Rehbein-Schule (KRS) und kräftiger „Schützenhilfe“ seitens des Schuldezernenten der Stadt Hanau, Ralf-Rainer Piesold, informierte Dyckmans rund 60 Schüler der Klassen En und Em (Klassen 9) über die Gefahren von Drogen einerseits als auch über Präventionsmaßnahmen andererseits. Piesold hob die immense Bedeutung von Präventionsmaßnahmen hervor, dienten sie dem Schutz vieler Jugendlicher vor gefährlichen Drogen. KRS-Gesundheitsbeauftrage Mechthild Fritsch verwies in diesem Zusammenhang auf die Schule, die als ganzheitlicher Lebensraum begriffen werden müsse. „Schule ist keine Lernfabrik“, so Fritsch. Die KRS-Suchtpräventionsbeauftragte Anette Müller-Mickler wollte aber auch die Gefahren, wie sie etwa vom Internet ausgehen können, nicht vergessen wissen. „Spielsucht oder das Verlangen, ständig online sein zu müssen, sind nicht zu unterschätzende Suchtszenarien“, mahnt Müller-Mickler die Schüler.

Wurden die substanzlosen Suchten wie etwa Computerspiele im weiteren Gesprächs-Verlauf nicht mehr berührt, so nahmen die Substanz-Suchten wie Alkohol, Tabak und Drogen breiten Raum ein bei den Nachfragen der zweifelsohne sehr interessierten und gut vorbereiteten Schüler. Immerhin, so ein Schüler, seien 2009 laut einer Statistik alleine 114 Jugendliche im Main-Kinzig-Kreis mit einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert worden, bundesweit seien es 26400 Jugendliche gewesen, die deswegen eine Krankenstation hätten aufsuchen müssen. Wie denn die Bundesregierung dieses Problem angehen wolle, will ein Schüler von Dyckmans wissen. „Aufklärung so früh wie möglich und offen über die Gesundheitsgefahren, die von Alkohol oder Tabak ausgehen, reden“, lautet die Empfehlung der Drogenbeauftragten. „Früher zu meinen Schulzeiten hat man derartige Probleme gerne totgeschwiegen – der falsche Weg“, weiß Dyckmans heute.

Eines der Hauptprobleme sei die gesetzliche Legalität von Alkohol und Tabak. „Beides ist in unserer Kultur fest verankert. Kaum eine Feier, auf der nicht Alkohol ausgeschenkt wird. Das fängt schon mit dem Sektempfang am Morgen an. Insofern sehe ich auch die Gesellschaft in der Pflicht. Deutschland hat einen jährlichen Alkohol-Pro-Kopf-Verbrauch von über zehn Litern – das ist weltweit ein Spitzenwert. Die Älteren müssen von daher Vorbild für die Jugendlichen sein“, beschreibt Dyckmans das Problem, Jugendlichen die gesundheitlichen Gefahren, die von Tabak und Alkohol ausgehen, näher zu bringen. Besonders das so genannte „Flat-Rate-Saufen“ sei immer öfter zu beobachten, obwohl Jugendliche im Gesamten gesehen weniger zum Alkohol greifen würden als früher. Einzig das extreme „Rauschtrinken“ greife verstärkt auch bei Mädchen im Alter zwischen 14 und 16 um sich, macht sich Dyckmans Sorgen. Warum man dann Alkohol wie Tabak als logische Konsequenz daraus von vorneherein nicht einfach generell verbiete, fragt eine Schülerin. „Wir können die Menschen nicht vor sich selbst schützen“, so Dyckmans, „aber wir können sie über die Gefahren aufklären. Und das müssen wir immer wieder tun. Denn vorbeugende Aufklärung ist die beste Medizin gegen spätere Gesundheitsschäden, die der Solidar-Gemeinschaft in den Krankenkassen am Ende teurer kommen werden“, ist sich Dyckmans sicher. Die Schüler hätten gerne noch weitere Fragen gestellt - ein sicheres Zeichen dafür, dass die KRS-Eleven für das Thema „Sucht“ gut sensibilisiert zu sein scheinen.

Die ehemalige KRS-Schülerin Mechthild Dyckmans (Zweite von links) erläutert den KRS-Schülern die Vorteile einer frühen Aufklärung zum Thema Sucht und Drogen. KRS-Direktor Jürgen Scheuermann (links), Schuldezernent Ralf-Rainer Piesold, Anette Müller-Mickler, Frank Hagelstange und Mechthild Fritsch (von links) lauschen den Ausführungen gespannt.



Fächerübergreifender Unterricht zwischen Deutsch und Geschichte
- Der Junge im gestreiften Pyjama –

14.09.2010

„Ein ungeheurer Text“ (Die Welt)

„Eine atemberaubend spannende Spurensuche“ (Focus)

„Ein Buch, das man so schnell nicht vergisst“ (Brigitte)

„’Der Junge im gestreiften Pyjama’, die Prognose sei gewagt, wird ein Klassiker werden.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Im Rahmen eines fächerübergreifenden Unterrichts der Klasse 9d zwischen Deutsch (Frau Reusing) und Geschichte (Frau Scheuermann), hat die Klasse im Deutschunterricht den Roman „Der Junge im gestreiften Pyjama“ von dem irischen Schriftsteller John Boyne aus dem Jahr 2006 gelesen. „Es handelt von einem Jungen namens Bruno, dessen Vater im Zweiten Weltkrieg als Offizier der SS in einen Ort namens „Aus-Wisch“ (Auschwitz) geschickt wird. Er ist zu jung, um die Tragödie dieses Ortes zu begreifen, und freundet sich voller Unschuld mit einem jüdischen Jungen namens Schmuel an, der, wie viele andere Leute, dort „gestreifte Pyjamas“ trägt. Als sich Bruno entschließt, Schmuel auf der anderen Seite des Zauns zu besuchen, und daher selbst einen „Pyjama“ anzieht, wird er zusammen mit diesem getötet.“ Die historischen Kenntnisse zum Verständnis dieses Romans wurden im Geschichtsunterricht erarbeitet: Verfolgung der Juden (Nürnberger Gesetze, Verfolgung und Verbote zwischen 1933 und1945), „Endlösung“ der Judenfrage, Konzentrations-. Arbeits- und Vernichtungslager, NS-Ideologie u.v.m. Wichtige Kenntnisse erlangte die Klasse dabei auch während einer Geschichts-Exkursion nach Frankfurt, wo sie mit ehemaligen polnischen Zwangsarbeitern der Adlerwerke Frankfurt sprechen konnten, oder während einer ebenfalls historisch geprägten Exkursion nach München, wo sie u.a. die Gedenkstätte des KZ Dachaus besuchten. Zum Abschluss des gemeinsamen Projektes wurde der Film zum Buch angeschaut und mit den eigenen Vorstellungen und Erwartungen verglichen.

Die Schüler der Klasse 9d erhielten somit einen fiktiven, durch den Romaninhalt geprägten, Blick auf die Vergangenheit, in dem sie den Erzählungen eines kleinen Jungen folgten, der von all dem Schrecken des NS-Regimes nichts wusste und verstanden hat und somit kindlich naiv die gesamte Situation in Auschwitz als ‚Spiel’ auffasste. Diese realitätsferne Erzählung des kleinen Jungen namens Bruno, konnten sie mit ihren historischen Kenntnissen vergleichen, einzelne Aspekte fundiert widerlegen und sich selbst erklären, wie es möglich war, dass viele Menschen von den schrecklichen Ereignissen um die Konzentrationslager nichts wussten oder wissen wollten – so wie die Mutter von Bruno.

Fotos : Fiktion und Realität


(Der jüdische Junge Schmuel in der gestreiften KZ-Häftlingsuniform im KZ Auschwitz)


(Das Leben auf den zwei Seiten des Zaunes)


(KZ Auschwitz)


(Kinder im KZ Auschwitz)

Artikel von Julia Scheuermann




Eine Freude für den Gaumen: Schüler tafeln indisch auf

Februar 2010

Ein tolles Team in der Küche: KRS- und PJS-Schüler schwingen gemeinsam Kochlöffel
Tafeln wie ein Maharadscha: Gemeinsam mit den beteiligten „Köchen“ der Karl-Rehbein-Schule und der Pedro-Jung-Schule lassen es sich KRS-Direktor Jürgen Scheuermann, PJS-Leiter Gerd Lux, Heidi Ecker, Antje Orywol und Norbert Kaiser lassen es sich munden. Foto: Privat

Einmal tafeln wie ein indischer Großfürst, ein Maharadscha, das konnten jetzt jeweils sechs Schüler der Karl-Rehbein-Schule (KRS) und der Pedro-Jung-Schule (PJS). In einem gemeinsam durchgeführten Kochprojekt kreierten die jungen Hobbyköche unter der fachkundigen Anleitung der PJS-Pädagoginnen Heidi Ecker und Antje Orywol ein schmackhaftes Acht-Gänge-Menü mit indischen Gerichten. So gab es etwa neben dem typisch indischen Gurkenjoghurt auch Daal, ein Linsengericht oder Hühner-Curry zu kosten.

Die Idee zu dieser gemeinsamen Aktion, die ihren Rahmen in der Kooperation beider Schulen unter dem Namen „Voneinander Miteinander Lernen“ findet, erwuchs aus den gemeinschaftlichen Fußballturnieren, berichtet Antje Orywol. „Wenn die Jungs zusammen kicken können, dann können die Mädchen doch für die Verköstigung der Spieler sorgen“, beschreibt Orywol die anfängliche Intention, gemeinsam den Kochlöffel zu schwingen. Allerdings wollten die Jungs dem nicht außen vor stehen und so standen Mädchen wie Jungen der KRS und der PJS für zwei Tage nun zusammen am Herd. Heidi Ecker, die privat gerne der indischen Küche frönt, sorgte für die passenden Rezepte und auch Zutaten. Gesponsert wurde das Menü vom Förderverein der KRS.

Die phantasievoll zubereiteten Speisen konnten sich an einer festlich gedeckten Tafel KRS-Direktor Jürgen Scheuermann und PJS-Leiter Gerd Lux auf der Zunge zergehen lassen. Ebenfalls als Vorkoster mit von der Partie war Norbert Kaiser, der für die KRS als Verbindungslehrer die Fäden zur PJS in den Händen hält und der die Kooperation einst ins Leben gerufen hatte. „Das gemeinsame Kochen ist ein gutes Beispiel für eine fruchtbare Verbindung zwischen zwei Schulen, die von ihrer Konzeption her gesehen ja nicht unterschiedlicher sein könnten“, lobt Scheuermann das Kochprojekt. „Das ist gelebte Integration – und obendrein schmeckt’s auch noch prima“, befindet der KRS-Direktor. „Zu unseren weiteren gemeinsamen Projekten im naturwissenschaftlichen und musikalischen Bereich ist das gemeinsame Küchenerlebnis bestimmt ein zusätzlicher Baustein, beide Schulen enger zusammen wachsen zu lassen“, freut sich Gerd Lux. Denn mittlerweile ist aus einem einst zarten Kooperations-Projekt in Form eines Filmporträts ein stattliches Freundschaftsbäumchen zwischen beiden Schulen erwachsen. Das zeigt sich unter anderem auch darin, dass Schüler der PJS bei den musikalischen Großprojekten der KRS im Chor mitwirken.

Auch die Schüler beider Hanauer Schulen zeigten sich begeistert von dem gemeinschaftlichen Kocherlebnis. „Was auf dem Fußballplatz funktioniert, funktioniert auch in der Küche: Wir waren ein klasse Team“, befindet ein PJS-Schüler. Aber auch die KRS-Gymnasiasten zeigen sich ob der Gastfreundschaft an der PJS beeindruckt. So wundert es nicht, dass sich am Ende während des gemeinsamen Genießens der indischen Köstlichkeiten alle einig sind, dass das Koch-Projekt bald eine Wiederholung erfahren soll. Und um das Projekt „Voneinander Miteinander Lernen“ der KRS und der PJS weiter Leben einzuhauchen, sind Sponsoren herzlich willkommen. Bei Interesse wendet man sich an einen der beiden Schulleiter.


Fächerübergreifendes Projekt zwischen Geschichte und Kunst

16.12.09

Im letzten Schuljahr hat die jetzige Klasse 9d der Karl-Rehbein-Schule (KRS) mit ihrem Beitrag „Elisabeth Schmitz – Eine Heldin der Neuzeit?“ erfolgreich am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teilgenommen. Seitdem hat diese mutige Hanauerin die Schüler und ihre Geschichtslehrerin Julia Scheuermann in ihren Bann gezogen. Zu Beginn dieses Schuljahres wurde eine Ausstellung im Schulgebäude initiiert, welche das Leben und Wirken Elisabeth Schmitz’ sowie die Exkursionen und den Erfolg im Rahmen des Geschichtswettbewerbes präsentiert. Um die Bedeutung von Elisabeth Schmitz der Schulgemeinde in Form einer Gedenktafel bildlich vor Augen zu führen, wurde in Zusammenarbeit mit Marcus Pothoff, dem Kunstlehrer der Klasse 9d (hinten Mitte) ein fächerübergreifendes Projekt zwischen Geschichte und Kunst ins Leben gerufen. Durch die, zu den historischen Geschehnissen passend gestaltete Gedenktafel, findet sich nun ein Blickfang über dem Lehrerzimmer in der KRS. Diese Tafel soll Erinnerung und Mahnung zugleich sein: Elisabeth Schmitz sah hin und erkannte die Gefahren, die von Adolf Hitler und seinem Regime ausgingen, sie sah die Bedrohung für die Juden und versuchte gegen die Unterdrückung und Verfolgung der Juden vorzugehen. Dies sollte auch für unsere heutige Gesellschaft gelten. „Wir müssen hinschauen, wenn Menschenrechte von Mitmenschen, egal welcher Abstammung und Nationalität, verletzt werden. Unser Grundgesetz gibt uns hierzu einen klaren Auftrag durch den ersten Artikel: ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar,‘“ so Julia Scheuermann. Diese Worte und Gedanken sollen durch die Erinnerungstafel der Schulgemeinde immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden.

Klasse 9d mit der Gedenktafel

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Gelebte Demokratie brauch Engagement

6.11.09

Podiumsveranstaltung der Karl-Rehbein-Schule zu 60 Jahre Grundgesetz im CPH – Gelebte Demokratie braucht auch Engagement jedes Einzelnen

Freiheit ist kein Geschenk des Himmels. Wer in Freiheit leben will, wer ungehindert frei seine Meinung äußern und sein Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten will, der sollte auch etwas dafür tun. Veränderungen müsse man auch selbst in die Hand nehmen. So lauten einige der Kernbotschaften, die die rund 400 Schüler der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) von der schuleigenen Veranstaltung „60 Jahre Grundgesetz – ein Grund zum Feiern !?“ im Congress Park Hanau mit nach Hause nehmen konnten. „Freiheit ist wie die Luft. Man braucht sie zum Atmen und damit zum Leben“ führt Jürgen Scheuermann, Direktor der KRS, bei seiner Begrüßung sowohl der Schüler der 10. Klassen und der Oberstufe als auch der eingeladenen Gäste aus. Hanaus Ex-OB Hans Martin, der hessische Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Alfred Herold, und HA-Chefredakteur Dieter Schreier berichten den Schülern - jeder aus seinem persönlichen geschichtlichen Blickwinkel - in einer lockeren Podiums-Gesprächsrunde von ihren Erfahrungen, die sie mit 60 Jahren Grundgesetz und 60 Jahren Bundesrepublik gemacht haben.

Mit Hans Martin sitzt auch einer der ältesten Zeitzeugen auf dem Podium, hat er selbst noch die unselige Zeit des Nationalsozialismus als Jugendlicher miterlebt. Er berichtet den interessierten Schülern von dem mühseligen Kampf, das nach dem verlorenen Krieg völlig zerstörte und am Boden liegende Land wieder aufzubauen. „Ich habe 1945 als 15-Jähriger nicht daran geglaubt, dass dieses Land noch eine Zukunft haben wird. Daher ist das 1949 verabschiedete Grundgesetz für mich ein Glücksfall für unser Land und ein Grund zum Feiern. Es regelt die Meinungsfreiheit genauso wie ein Leben in Toleranz und Freiheit“, lobt Martin einer der Inhalte des Grundgesetzes.

„Ohne Heimat sein heißt leiden“: Mit diesem Satz des russischen Dichters Fjodor M. Dostojewski drückt Herold sein Schicksal aus, das ihm als Sudetendeutscher 1946 widerfahren ist. Er muss die damalige Tschechoslowakei mit der gesamten Familie verlassen und kommt mit einen der ersten Vertriebenentransporte nach sieben Tagen strapaziöser Fahrt in Eschwege an. „Wir mussten in der Tschechoslowakei eine weiße Binde am Arm tragen“, erinnert sich Herold und zieht damit eine Parallele zur allgemeinen Kennzeichnungspflicht für Juden im „Dritten Reich“. Aber rasch hat er in Hessen eine neue Heimat gefunden, so Herold, der wie alle Menschen seiner Generation maßgeblichen Anteil am Wiederaufbau Deutschlands hat. „Aus Trümmern werden Fundamente und daran hat auch das Grundgesetz maßgeblichen Anteil“ lässt Herold wissen.

HA-Chefredakteur Dieter Schreier fordert die Schüler dazu auf, das Grundgesetz aktiv zu leben, sei es im ehrenamtlichen Engagement oder sogar als Mitglied in einer Partei. Denn das Grundgesetz, so Schreier, regelt in einer Demokratie nicht nur die Rechte einer Mehrheit, sondern schützt auch die Minderheiten und sorgt dafür, dass auch diese ungehindert ihre Meinung vertreten dürfen. Möglichkeiten dafür, so Schreier, gebe es im Zeitalter von Internet genügend. Denn ein Kind des Grundgesetzes sei schließlich auch die freie Informationswahl, hebt der Medienfachmann hervor: „Sie können es sich heute aussuchen, woher Sie ihre Informationen bekommen“.

„Jeder in Deutschland kann so leben wie er möchte“, lobt Metzgermeister Richard Kober in einem kleinen eingespielten Film, den die Media AG der KRS erstellt hat, die Vorzüge des Grundgesetzes. Und überhaupt „machen die da oben so oder so was sie wollen“, beschreibt ein weiterer befragter Hanauer Bürger den nach seiner Meinung schlechten Zustand der Demokratie in diesem Lande. Daher, hakt Schreier ein, sei es eben umso wichtiger, sich für die Demokratie aktiv zu engagieren und die Zuschauerrolle zu verlassen. Daher plädiert Schreier auf Nachfrage seitens der Schülerschaft auch für die Aufnahme von Kinderrechten in das Grundgesetz, sei beispielsweise nicht nachzuvollziehen, warum Kinder vom Wahlrecht ausgenommen seien. Dass in den Medien nach Empfinden eines Schülers des Latein-Leistungskurses oftmals gegen die Politik und die Politiker geschrieben werde liege an mangelnder Zeit für die Nachbereitung und Überprüfung von Pressemitteilungen, die die Parteien in die Redaktionen senden, führt Schreier aus. Ob sich denn das Land mit dem Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan nicht doch im Krieg befinde, will ein weiterer Schüler des Politik-Leistungskurses wissen, denn schließlich feiere man doch auch über 60 Jahre Frieden. Eine schwer zu beantwortende Frage, befinden die drei Gäste auf dem Podium. Immerhin, so warnt Schreier, solle man aber nicht vergessen, dass die Taliban rund 80 Kilometer entfernt von den nächsten Atomwaffenarsenalen des pakistanischen Nachbarn agierten.

„Einigkeit, Recht und Freiheit“: Diese drei Schlagworte aus der dritten Strophe der deutschen Nationalhymne sind es denn auch, die sich die Podiumsgäste für die weitere Zukunft des Landes wünschen. „Behalten Sie die Neugierde auf das Leben und schauen Sie dabei auch über den Tellerrand Deutschlands hinaus“, empfehlen die Gäste ihren jungen Zuhörern im CPH. KRS-Studienleiterin Mechtild Maria Fritsch schließt sich diesen Worten in ihrem abschließenden Dank an die Gäste an, lobt sie zugleich auch die souveräne Moderation der Podiums-Veranstaltung durch Jacqueline Konze (Jahrgang 13) und Cornelius Hansen (Jahrgang 12). Die zuvor auch geforderte gesunde Portion Patriotismus wird mit dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne sofort in die Tat umgesetzt. Für das musikalische Fundament sorgt hier das KRS-Blasorchester unter der Leitung von Rainer Kasan. Und während noch Joseph Haydns Musik ertönt, bekommt jeder der KRS-Schüler ein Grundgesetz ausgehändigt – „das müssen Sie sich aber nicht wie einst Herr Schreier um den Hals hängen. Es reicht, wenn Sie da ab und an einen Blick hinein werfen“, schickt Mechtild Maria Fritsch die Schüler nach zwei kurzweiligen Stunden die Schüler nach Hause.


Julia Scheuermann, Mechtild Fritsch, Cornelius Hansen, Jacqueline Konze, HA-Chefredakteur Dieter Schreier, Alt-Bürgermeister Hans Martin und Alfred Herold (BdV).

Ein Grundgesetz für jeden: Zur Musik von Joseph Haydn bekommen die KRS-Schüler ein Exemplar überreicht.


Hans Martin, Alfred Herold und Dieter Schreier (von links) berichten von ihren Erinnerungen an 60 Jahre Grundgesetz.

Die Moderatoren Jacqueline Konze und Cornelius Hansen bei ihren Ausführungen.


Einigkeit, Recht und Freiheit“. Gemeinsam mit den Schülern singen die eingeladenen Gäste und Schulleiter Jürgen Scheuermann die dritte Strophe der Nationalhymne.

Spannender Vortrag: gebannt folgen die KRS-Schülern den Ausführungen der Gesprächsgäste auf dem Podium.


Zuhause bei Bulle und Bär
Rehbein-Schüler sicher auf dem Parkett: Besuch der Wertpapier-Börse

Zur Einstimmung auf das nun gestartete „Planspiel Börse“ der Sparkasse, an der die Jahrgangsstufe 9 der Karl-Rehbein-Schule (KRS) teilnimmt, hat die Klasse 9d gemeinsam mit ihrer Lehrerin Julia Scheuermann einen „Börsentag“ durchgeführt. Nach einem Vortrag eines Börsenexperten begab sich die Klasse auf Exkursion gen Frankfurt, um das quirlige Börsengeschäft einmal hautnah miterleben zu können.

Nachdem die Klasse die großen Sicherheitskontrollen beim Einlass zur Börse mit Bravour gemeistert und somit auch die Bedeutung dieses Gebäudes wahrnehmen konnte, startete der Rundgang durch das Zuhause von Bulle und Bär. Nach einem informativen Vortrag zur Geschichte und zum Handelsplatz Börse konnte man von der Besuchergalerie aus das aktuelle Börsengeschäft verfolgen.

Den Schülern wurde dabei anschaulich vor Augen geführt, wie schnell beispielsweise eine Aktie steigen oder fallen kann. So leuchten auf eingelassenen Plaketten im Boden rote oder grüne Lichter auf, je nachdem, ob eine Aktie gerade steigt oder fällt. Für die Schüler war es beeindruckend zu sehen, wie viel Glück letztlich auch dazugehört, ob man an der Börse Gewinne oder Verluste einfährt.

Die Schüler konnten ebenso die Arbeit verschiedener Fernsehteams „live“ vor Ort beobachten oder auch wie in den Nachrichten an einer aufleuchtenden Tafel den Verlauf des DAX-Kurses verfolgen. Die KRS-Schüler machten sich somit ein Bild davon, was sie in den kommenden drei Monaten auf einem fiktiven Handelsplatz erwarten wird. Denn nicht nur eine kräftige Portion Glück, sondern das tägliche Verfolgen und Bewerten des Weltgeschehens gehört ebenso zu einem erfolgreichen Handel an der Frankfurter Börse dazu.


Bürger und Schüler „wachgerüttelt“

24.09.2009

Gegen die Politikverdrossenheit: Politikprojekt ‚Bundestagswahl 2009’ an der Rehbein-Schule

Politikverdrossenheit ist derzeit wohl eines der führenden Worte, wenn es sich um Politik und im Allgemeinen und die bevorstehende Bundestagswahl im Besonderen handelt. Glaubt man den vielen Umfragen, so wissen viele Bürger nicht, wem sie ihr Ver-trauen schenken sollen. Mit ein Grund dafür kann sein, dass manche sich nicht über die einzelnen Parteien und deren Wahlprogramme informieren. Einige glauben auch, sie könnten mir ihrer Stimme am Ergebnis so oder so nichts ändern.
Nur wer wählt, kann die Zukunft Deutschlands beeinflussen und kann seine möglicherweise vorhandene Unzufriedenheit äußern. Daher sollten sich die wahlberechtigten Bürger nicht die Chance entgehen lassen, durch ihre Wahlstimme die Zukunft ihres Landes nach den eigenen Vorstellungen mitzubeeinflussen sind sich die Schüler der Klasse 9d der Karl-Rehbein-Schule (KRS) einig. In den vergangenen Wochen haben sich die Schüler im Politik- und Wirtschafts-Unterricht gemeinsam mit ihrer Lehrerin Julia Scheuermann intensiv mit den führenden Parteien beschäftigt. Die Wahlprogramme, die Spitzenkandidaten, die Grundsatzprogramme und die unterschiedlichsten Wahlwerbemittel wurden in Gruppen bearbeitet und diskutiert. Die Klasse war sich am Ende einig, dass man als Wähler Eigen-Initiative zeigen müsse, um seine politische Meinung und Vorstellung zu festigen.
Neben der intensiven Ausein-andersetzung mit den einzelnen Parteien habe die Klasse einen eigenen Wahlfragebogen ent-wickelt und in der Hanauer Innenstadt potentielle Wähler befragt. Das Ergebnis war für die Schüler eigenen Angaben zufolge erschreckend. Der Großteil der Befragten habe auch drei Wochen vor der Wahl noch nicht gewusst, wen sie wählen sollen, gaben aber zu 98 Prozent an, zur Wahl zu gehen zu wollen. Die Klasse 9d war weiter überrascht, dass viele Wähler den Kandidaten ‚ihrer’ Partei ebenso wenig benennen konnten wie die Ziele der von ihnen favorisierten Partei. Da lag die Frage, wie die Bürger nach welchen Kriterien wählen, doch nahe. Entscheiden die Wähler spontan, spielt der Spitzenkandidat eine Rolle? Lässt man sich von Bekannten oder Freunden beeinflussen? Genau diesen Aspekten wollten die Schüler entgegentreten indem sie die Bürger Hanaus auf ihre Möglichkeit zur Veränderung oder Stabilisierung der Zukunft Deutschlands aufmerksam machen wollten. Man sollte sich informieren, um am Ende gut informiert zu sein, so die Schüler. Nur wer weiß, welche Auswahlmöglichkeiten es gibt, könne die für sich richtige Entscheidung treffen.
Nicht nur in der Hanauer Innenstadt wollte die Klasse die Bürger „wachrütteln“, auch die wahlberechtigten Oberstufenschüler gehörten zur Zielgrupp der 9d. Hierzu hatten sie die führenden Parteien mit ihren Spitzenkandidaten und deren Wahlzielen auf Stellwänden im Schulgebäude präsentiert.


Teilnahme der KRS am SCHUL/BANKER-Planspiel

In der Zeit vom 12. November 2007 bis zum 18. Februar 2008 haben die Schüler/innen Ann-Kathrin Edel, Isabelle Münch, Ecevit Mutlu und Alexander Roland am Bankenplanspiel des Bundesverbandes deutscher Banken teilgenommen. Aufmerksam wurden die 4 Schüler durch ihre Lehrerin Frau Fritsch, die im Rahmen des Politik& Wirtschaft Leistungskurses das Banken-planspiel vorgestellt hatte. Bei diesem Schülerwettbewerb übernehmen die Teilnehmer im Team die Rolle eines Bankenvor-stands. Sie treffen eine Vielzahl von geschäftspolitischen Ent-scheidungen, die auch in der Realität vom Management einer Bank getroffen werden. Ziel ist es, die eigene Bank gegenüber der Konkurrenz - den anderen Schülerteams – möglichst erfolgreich zu führen. Hauptlern-ziel von SCHUL/BANKER ist die Aufgabe und Funktionsweise einer Bank kennen zu lernen, sowie die Rolle der Banken auf die Gesamt-wirtschaft einzuschätzen. Des Weiteren müssen sich die Teil-nehmer selbstständig Informa-tionen beschaffen und eigenver-antwortlich Entscheidungen treffen, sowie sich im Team organisieren. Für dieses außer-schulische Engagement bekamen die Schüler eine Urkunde verliehen.



Karl-Rehbein-Schule beim Frankfurter Schulschachturnier erfolgreich

70 Mannschaften, 560 Schüler aus Schulen von Frankfurt und Umgebung, davon 2 Mann-schaften aus der KRS Hanau, spielten 1400 Partien um den Sieg. Für 16 Schüler der Karl-Rehbein-Schule, die die Hanauer Schulen in diesem Jahr bei dem Frankfurter Schulschach-turnier vertraten, war es eine Premiere. Dass die erste Mannschaft der KRS unter den 34 Mannschaften ihrer Alterklasse auch gleich einen Pokal nach Hanau holte, war ein großer Erfolg, über den sich auch Lehrer Willi Hausmann freute, der die jugendlichen Schachspieler betreut.
Fünf Partien musste jeder Spieler in der vorgegebenen Zeit spielen, dann stand es fest: Auch wenn die Hanauer nicht ganz mithalten konnten mit Mannschaften, die seit Jahren zusammen Schach spielen, errangen sie doch den dritten Platz. Das motiviert und die Freude war groß. Auch der Wunsch, beim nächsten Turnier wieder dabei zu sein, steht fest. Bis dorthin muss aber noch viel trainiert werden. Doch das gute Abschneiden steht für die Lehrer, die mit den Schülern trainieren, nicht im Vordergrund. Schach fördert die Konzentrationsfähigkeit, das logische Denken und hilft den Kindern dabei, das Lernen zu lernen. Deshalb wird Schach in der Karl-Rehbein-Schule angeboten.




Impressionen aus Russland an der Karl-Rehbein-Schule

„Ich habe mir Russland ganz anders vorgestellt“, staunte eine Schülerin beim Betrachten der Fotografien, die die russische Künstlerin Galina Gurina zum Jahreswechsel in unserer Schule ausstellte. Mit „Impressionen aus Russland“ hatte die Künstlerin aus der Hanauer Partner-stadt Jaroslawl ihre Ausstellung überschrieben. Die Bilder zeigten Landschaften und Menschen auf eine sehr schlichte jedoch eindrucksvolle Weise. Die Kunstfotografin beschrieb in einer kurzen Ansprache, wie für sie die Kamera zu einer Verlängerung des Auges werde. Für die die Ausstellung mit Interesse besuchenden Schüler war besonders bemerkenswert, dass – so erklärte die Künstlerin – unter Umständen mehr als einhundert Fotos eines Motivs geschossen werden müssten, bis eines von ihr ausgewählt würde, um in eine Ausstellung aufgenommen zu werden. Galina Gurina dankte für das Interesse, das man ihren Werken schenke und betonte, wie bedeutsam es für die Freundschaft der beiden Partnerstädte sei, einander besser kennen zu lernen; dazu solle diese Ausstellung ihren Beitrag leisten. Sie nehme ebenfalls über 400 Fotografien („Augenblicke“) aus Deutschland mit nach Hause, um den Menschen dort vom Leben hier zu berichten. Einen besonders herzlichen Dank richtete die Künstlerin schließlich an Herrn Pothof, der die Ausstellung in der Schule betreute und dem Schulleiter Herrn Scheuermann, der sich freute, die Künstlerin mit ihrer Ausstellung in der Karl-Rehbein-Schule begrüßen zu dürfen.


Interschulischer Chemieunterricht

Bereits zur guten Tradition geworden ist ein gemeinsamer Unterricht in den Naturwissen-schaften zwischen der Hanauer Pedro-Jung-Schule und der ebenfalls in der Brüder-Grimm-Stadt beheimateten Karl-Rehbein-Schule. Schon seit gut zwei Jahren kooperieren – unter dem Motto: Gemeinsam, voneinander, miteinander lernen – so die Schule für Lernhilfe und das Gymnasium, was sich in verschiedenen Aktivitäten äußert. Immer im ersten Halbjahr eines Schuljahres, kurz vor Weihnachten, besuchen Pedro-Jung-Schüler mit ihren Lehrkräften die KRS, um mit den Gymnasiasten chemische oder physikalische Experimente zu machen. Unser Bild zeigt die Schülerinnen und Schüler während des Chemieunterrichts.
Ziel der Veranstaltung war es, dass beide Schulen mit so unterschiedlichen Ausgangslagen mehr voneinander erfahren, um miteinander lernen zu können und so Gemeinsames zu ent-decken. Ein erfreuliches Ergebnis bestand u. a. darin, dass man eifrig Telefonnummern und
E-Mail-Adressen tauschte, damit auch private Treffen möglich werden. Ein weiterer fester Programmpunkt wird im Frühjahr ein Fußballturnier aus gemischten Mannschaften beider Schulen in der Main-Kinzig-Halle mit anschließendem kaltem Buffet sein, das ebenfalls von den Schülerinnen und Schülern in „Gemeinschaftsproduktion“ zusammengestellt wird.


Rehbeinschüler gestalten Ausstellung und Musikalischen Vortrag

25.9.2007

„Maria aus Nazareth – Heilige Maria“: Zugänge zur Mutter Jesu

Unter diesem Titel steht ein fachübergreifendes Projekt, mit dem die Jahrgangsstufe 12 der Karl-Rehbein-Schule in das neue Schuljahr gestartet ist. Äußerer Anlass für die Thematik ist die Aufführung der „Marienvesper“ von Claudio Monteverdi zum 40. Geburtstag der Hanauer Kantorei am 30. September in der Marienkirche. Das grandiose Werk steht am Anfang des Barock-zeitalters und ist eine Komposition der Zeiten-wende. Deshalb hat sich der Musikleistungskurs intensiv mit dem Stück auseinander gesetzt und gestaltet einen Einführungsvortrag, der am 28. September um 19.00 Uhr in der Marienkirche den Zugang zu Monteverdis Meisterwerk erleichtern will. Die Schülerinnen und Schüler musizieren unter der Leitung von Frank Hagelstange auch selbst Auszüge aus Werken Monteverdis, unterstützt vom Blockflötenensemble der KRS.

Daneben haben sich auch alle Religionskurse der Klasse 12 intensiv mit Maria beschäftigt. Die Früchte dieser ökumenischen Zusammenarbeit sind in einer Ausstellung zu besichtigen, in der die Mutter Jesu aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird. Die Analyse der biblischen Quellen wird dabei ebenso berücksichtigt, wie verschiedene Deutungen Marias durch Theo-logie und Kunst. Die unter Anleitung der Religionspädagogen Tanja Wethgrube, Dominik Hohls und Frank Hagelstange erarbeitete Ausstellung ist während der Veranstaltungen der Fest-woche zum 40. Geburtstag der Hanauer Kantorei in der Marienkirche zu besichtigen: im Fest-gottesdienst zum Chorjubiläum am 23.9. (17.00 Uhr), im Einführungsvortrag am 28.9. (19.00 Uhr), im Erntedankgottesdienst am 30.9. (10.00 Uhr) und im Festkonzert mit der „Marienvesper“ am 30.9. (19.00 Uhr).




Teilnahme am hessenweiten Nichtraucherwettbewerb

Bericht der Beauftragten für Sucht- und Drogenprävention an der KRS

Frau Anette Müller-Mickler (Bild) ist seit diesem Schuljahr an der Karl-Rehbein-Schule tätig. Ihre Schwerpunktsetz-ung bestand zunächst darin, die Angebote, Veranstaltungen und Informationen zu sichten. Ihre Tätigkeit besteht jedoch nicht nur in der Auswahl geeigneter Materialien für Infor-mationen und der Durchführung geeigneter Prävention. Auch Kontakte zum Schulamt und zu anderen Präventionslehrkräften des Main-Kinzig-Kreises hat sie ge-knüpft.
Die Tatsache, dass auch ihr Vorgänger Herr Schwahn erst gegen Ende des vergangenen Schuljahres ein Projekt zum Thema Sucht und Vorbeugung im Rahmen der Projektwoche angeboten hatte, zeigte bereits eine intensive Auseinandersetzung auf diesem Gebiet. Die bereits in der KRS verankerte Informations-veranstaltung „Don’t drink and drive“ für Schüler der 11 Klassen wurde von Herrn Fleischmann in Zusammenarbeit mit der Hanauer Polizei zu Beginn des Schuljahres durchgeführt.
Die beiden Klassen 7e und 8b beteiligten sich von Januar bis Juni an dem hessenweiten Nichtrauch-erwettbewerb und erhielten noch kurz vor Ferienbeginn ihre Auszeichnungen. Im kom-menden Schuljahr ist Weiteres geplant, so z. B. auch die Zusammenarbeit mit der Schü-lervertretung der KRS.




Pedro-Jung-Schule lädt Karl-Rehbein-Schule zum Fußballturnier ein

18.6.2007

Bereits zum zweiten Mal fand das Fußballturnier von Schülern der Pedro-Jung-Schule mit Schülern der Karl-Rehbein-Schule statt. Gemischte Mannschaften beider Schulen traten an, um den Sieger aus den 6 Teams zu ermitteln.

Eine andere Gruppe Schüler war für den kulinarischen Teil zuständig und bereitete in der Küche der PJS einen köstlichen Imbiss zu, der im Anschluss regen Zuspruch bei allen Betei-ligten beider Schulformen fand.

Das Projekt „Gemeinsam Miteinander Voneinander Lernen“ der beiden Hanauer Innenstadt-schulen unter der Leitung der Kollegen Norbert Kaiser und Claudia Hartmann-Steinkrüger wurde im Jahr 2005 mit einem Film, den KRS-Schüler über die Pedro-Jung-Schule gedreht hatten, ins Leben gerufen. Die Schulleiter beider Schulen, Herr Scheuermann und Herr Lux sind stolz darauf, dass sich mittlerweile mehrere gemeinsame Aktionen während des Jahres-ablaufes entwickelt und etabliert haben:

  • Teilnahme von Schülern der KRS an den Adventsfeierlichkeiten in der PJS,
  • Schüler der KRS absolvieren ihr Praktikum an der PJS
  • Schüler der KRS helfen Schülern der PJS zwei Mal wöchentlich bei den Hausaufgaben und das Fußballturnier.

Als weiteres Highlight im gemeinsamen Projekt wird erstmals dieses Jahr die Teilnahme des Chors der PJS unter der Leitung von Antje Orywol am Sommerkonzert der KRS im CPH am 3. und 4. Juli erwartet. Seit mehreren Monaten wird bereits fleißig geübt und geprobt und die Aufregung ist auf beiden Seiten spürbar.

Durch regelmäßigen, persönlichen Kontakt der beiden unterschiedlichen Schülerschaften soll der Blick und das Verständnis füreinander geschärft werden, Berührungsängste abgebaut und Ausgrenzungen frühzeitig begegnet werden. Besonders erfreut zeigten sich die Schüler der PJS über das freiwillige Kommen ihrer Gäste aus dem Gymnasium, obwohl diese eigentlich bedingt durch mündliche Abiturprüfungen an diesem Tag schulfrei gehabt hätten.

Claudia Hartmann-Steinkrüger



Rehbeiner auf den Spuren von Vergangenheit und Gegenwart

05.03.07

Volles Programm hatten sieben geladene Schülerinnen und Schüler der Karl-Rehbein-Schule nebst Lehrerbegleitung bei einem Sonderseminar in Berlin zusammen mit Schülern von ins-gesamt sechs Schulen aus Hessen und Sachsen. Der Verband aktiver Demokraten – Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold hatte ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Pro-gramm gestaltet, allen voran der Vorsitzende Hans Bonkas und der ehemalige „Rehbeiner“ Florian Kaiser, der seit letztem Jahr Bonkas bei der Organisation zur Seite steht. Beliebt und fast schon obligatorisch: Rollenspiel im Bundesrat und Besuch des Reichstages inklusive der Katakomben, die zum benachbarten Paul-Löbe-Haus führen. Bei Fragen und Problemen zu aktueller Politik standen u. a. Staatssekretär Kajo Wasserhövel und Vizekanzler Franz Mün-tefering selbst Rede und Antwort.
Die Vergangenheit be-leuchtete u. a. ein er-greifender Besuch der Ausstellung zur Ver-nichtung der europä-ischen Juden im Haus am Wannsee, Schau-platz der berüchtigten Wannseekonferenz. Einmütiger Höhepunkt des Seminars war der beeindruckende multi-mediale Vortrag von Hagen Koch, der kri-tisch seinen eigenen höchst interessanten Werdegang unter-suchte. Koch war bis kurz vor der Wende Offizier bei der Staats-sicherheit der DDR und derjenige, der 1961 die Grenzziehung mitten durch Berlin zu planen hatte. Er selbst zog gegenüber des Checkpoint Charlie den bekannt gewordenen weißen Strich, auf dem dann die eigentliche Mauer errichtet wurde. Also alles in allem eine runde Sache, wie eine Hanauer Teilnehmerin zusammenfasste:„Wir haben sehr viel mit nach Hause genommen.“

Rehbein-Schüler auf den Spuren deutscher Geschichte in Berlin

27.11.2006

Begegnung mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit

Denkwürde Tage erlebten die Schülerinnen und Schüler einer 11. Klasse der Karl-Rehbein-Schule in Berlin, eingeladen durch die Organisation „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“, der Vereinigung der Demokraten, die sich in der Weimarer Republik gegen Angriffe von Links und Rechts zur Wehr setzten und noch heute aktiv ist.
Initiiert von Hans Bonkas vom Reichsbanner, der auch als Zeitzeuge der Ereignisse der NS-Zeit in der Karl-Rehbein-Schule wirkte, und organisatorisch vom August-Bebel-Institut be-gleitet, erlebten die Schüler zusammen mit ihrem Fachlehrer Markus Hische und dem stellver-tretenden Schulleiter Robert Schnabel einen dicht gedrängten Streifzug durch das 3. Reich bis hin zur Wiedervereinigung.
Tief beeindruckt zeigten sie sich von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im sog. Bendler-Block hervor. „Ich hätte nicht gedacht, dass es neben dem misslungenen Attentats-versuch von Georg Elser am 8.11.1939 und von Claus von Stauffenberg am 20.4.1944 noch bis zu 42 weitere, der Öffentlichkeit verschwiegene Attentatsversuche gegeben hat“, so die Schülerin Veronika Heck.
Das Grauen des Krieges bis hin zur bedingungslosen Kapitulation erlebten die Schüler im deutsch-russischen Museum in Karlshorst, an dem Ort, wo am 8. Mai 1945 die Kapitulations-urkunde vor dem sowjetischen Marschall Shukow unterzeichnet wurde.
Die Probleme der Nachkriegszeit von der Berlin Blockade, der Gründung der beiden deutschen Staaten über den Mauerbau bis hin zur Wiedervereinigung wurden durch den Besuch eines kleinen Teils des erst im Juni 2006 im Zeughaus eröffneten Deutschen Historischen Museums beleuchtet. „Das Museum versucht, mit zahlreichen Originaldokumenten und Exponaten Ge-schichte zu veranschaulichen, vom VW Käfer und Trabbi über ausgestellte Mauerstücke bis hin zu den Transparenten der Montagsdemonstrationen“, so kommentierte der Geschichts-lehrer Hische das Erlebte.
Besondere Höhepunkte der Seminarfahrt waren natürlich Begegnungen mit Zeitzeugen und Politikern unserer Zeit. Das Gespräch mit Konstanza Prinzessin zu Löwenstein er-hellte eine besondere Facette des 3. Reiches, nämlich das Schicksal der Emigranten in USA und weltweit. Deutschland habe viele Intel-lektuelle und Wissenschaftler durch die Emigration verloren, sie selbst habe die Entscheid-ung ihrer Eltern nicht ver-standen, 1946 mit ihr als Vierjährige ins zerbombte Bremen zurückkehrten.
Ebenso gebannt verfolgten die Schüler den Vortrag von Herrn Dr. Rolf Bösinger, dem Leiter des Planungsstabes des Ministers für Arbeit und Soziales, das 1300 Mitarbeiter umfasst. Sie erfuhren den bisweilen schwierigen Entstehungsprozess einer Gesetzesvorlage über 4 – 5 Hierachieebenen hinweg bis zum richtigen Zeitpunkt des Einbringens in den Bundestag, wobei eine bevorstehende Landtagswahl schon hinderlich sein kann.
Höhepunkt der Fahrt war natürlich die Begegnung mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, der sich für viele aktuelle Themen offen zeigte. Vom Verbotsantrag der NPD über Studiengebühren, die Gründe für die Wahl des Koalitionspartners „Die Linke“, bis hin zum 60-Milliardenloch Berlins reichte das Spektrum. Letzter Punkt hatte besondere Brisanz, kam es doch am selben Abend noch unter dem Tagesordnungspunkt „weitere Subventionen zu-gunsten Berlins“ zum Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel.

„Alles in Allem“, so der stellvertretende Schulleiter Schnabel, bei seinem abschließenden Dank an die Organisatoren, „kann man den Wert dieser Seminarfahrt nicht hoch genug einschätz-en. Gespräche mit Zeitzeugen und das Erleben von Geschichte an Originalschauplätzen ist durch keinen noch so guten Unterricht im Klassensaal zu ersetzen“.

Schnabel/Hische






Wenn Zeitzeugen berichten

09.11.2006

Hedy Epstein beeindruckt Hanauer Gymnasiasten mit ihren Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus

"Hören Sie auf zu hassen", gab die 82-jährige Hedy Epstein den Karl-Rehbein-Schülern nach ihrem Vortrag auf dem Weg. "Wenn Menschen anders aussehen und sich anders benehmen, lernen Sie sie kennen. Hass zerstört nicht nicht nur die anderen, sondern auch Sie selbst." Hedy Epstein mahnte aus gutem Grund: Sie hält sich zurzeit auf Einladung des Geschichtsvereins und der Stadt hier auf und berichtete anlässlich der Reichs-Progromnacht von der Diskriminierung jüdischer Bürger in Schule und Heimatdorf und von der Deportation ihrer Eltern und Großeltern.
Die Schüler interessierte Hedy Epsteins Vortrag besonders, ob die jüdische Familie nach 1933 noch Kontakte zu nicht-jüdischen Mitbürgern unterhielt, wie es der jungen Frau seelisch und körperlich in den Jahren des Leidens, der Einsamkeit und Ungewissheit ging, wie lange es dauerte, bis sie über das Erlebte sprechen konnte und woher sie die Kraft dazu hernahm.
Sprechen konnte sie erstmals 1970 über die Vergangenheit, klärte Hedy Epstein, die seit 1948 in den USA lebt, die jungen Frauen und Männer auf. Damals habe ihr Sohn in der Schule die Nazizeit durchgenommen. Seit dieser Zeit hält Epstein für die Nachkommen die Geschichte wach. "Ich fühle, dass ich ein Mandat meiner Mutter habe, die meinte, ich solle meine Eltern nicht vergessen", sagte sie.
Drei Mahnungen gab Hedy Epstein den Schülern abschließend mit auf den Weg. Sie sollten nicht hassen, vor jeder Entscheidung zweimal darüber nachdenken, ob diese anderen oder ihnen selbst schaden könne und sie sollten Verantwortung übernehmen. Kein Mensch könne alles tun, doch jeder könne etwas beitragen, damit die Menschen in Frieden miteinander leben. VOr allem wünschte sich die 82-jährige, die bescheiden abwinkte, als Schulleiter Jürgen Scheuermann sie als große Persönlichkeit würdigte, jeder möge mit einem jungen Menschen über das gerade Gehörte sprechen und seine Empfindungen weitertragen.

















Die Altstadt wird unter die Lupe genommen

19.09.2006

Schüler und IGHA kooperieren - Projekt für zehn Jahre

Sie verstehen sich als zwei starke Partner: Gestern haben der Leiter der Karl - Rehbein - Schule, Jürgen Scheuermann, und der Sprecher der Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt (IGH), Werner Bayer, ein Koope-
rationsmodell über die Dokumentation der Altstadt besiegelt.
Das Verständnis für Geschichte beginne be-
kanntlich im eigenen unmittelbaren Umfeld, so der Direktor. Schuldezernent Rolf Frodl pflich-
tet ihm bei. Es sei erfreulich, dass junge Leute sich auf Spurensuche begeben werden. Kon-
kret sieht das Vorhaben vor, die Häuser von Hanaus Keimzelle näher unter die Lupe zu nehmen. Die Arbeitsgruppe Medien unter An-
leitung von Fachlehrer Markus Harzer soll die einzelnen Gebäude fotografieren. Ziel ist eine Bestandaufnahme der Bauten und möglichst der Menschen, die hier lebten und leben.
Laut Bayer sei dies der erste systematische Versuch seit den 50er Jahren, das Wohngebiet zwischen Schlossplatz und Freiheitsplatz zu erfassen. Damals dokumentierte der Historiker Heinrich Bott die Altstadt mit großer Akribie. Sein Werk aus dem Jahr 1953 ist seit längerer Zeit vergriffen.
Ziel des über mehrere Jahre angelegten Projekts ist auch eine Ausstellung. Dabei sollen auch historische Fotos von Bürgern berücksichtigt werden. Eine Zusammenarbeit mit der Bau-
gesellschaft Hanau, die 70 bis 80 Prozent der Wohnhäuser betreut, ist laut Bayer fest zugesichert.
Die Altstadt - Dokumentation ist bereits seit Gründung der IGHA vor vier Jahren fest geplant. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Uwe Hansen (Volkshochschule) ist bereits ge-
gründet. Straßen, Häuser und Plätze der Altstadt sollen von den Schülern digital erfasst werden. Bayer: "Wir wollen den Ist - Zustand, die zukünftige Planung mit der Vergangenheit im Zeitfenster 1500 bis heute erfassen, zusammenführen und erforschen. Wie wollen die Bewohner die Altstadt erfassen, wenn diese uns dazu autorisieren."
Koordinationsstelle ist zunächst Bayers Musikgeschäft an der Marktstraße 5, wo interessierte Bürger jederzeit Kontakt aufnehmen oder historische Fotos hinterlegen können. Außerdem sollen die im Auftrag der IGHA fotokopierten Bürgermeisterrechnungen aus dem 16. und 17. Jahrhundert ausgewertet werden. Dazu ist allerdings die Kenntnis der Handschriften erfor-
forderlich. Auch hierfür ist die IGHA gerüstet. IGHA und Volkshochschulen bieten kostenlose Kurse für interessierte Bürger an. Im Beisein von Rechtsanwältin Karin Nickel wurde die Ko-
operation juristisch wasserdicht gemacht. Dabei geht es beispielsweise um Fotorechte.


Fächerübergreifendes Projekt von Deutsch und Musik

10.02.2005

Der Deutsch - und der Musikleistungskurs der Jahrgangsstufe 12 präsentierten am Dienstag, den 22. Februar einen „ romantischen Abend “. Hierbei zeigten der Deutschleistungskurs unter der Leitung von Christine Zander verschiedene Inszenierungen mehrerer aus der Romantik stammenden Gedichte. Sie setzen u. a. das Gedicht von Heinrich Heine „Ich weiß, nicht, was soll es bedeuten“ in Szene. Der Musikleistungskurs unter der Leitung von Frank Hagelstange interpretierte diese Gedichte dann auf musikalische Art und Weise, so sangen sie zum Beispiel das o. g. Stück.
Der ganze Abend war in fünf Hauptmotive der Romantik gegliedert u. a „Die alte Zeit“, „Die Nacht“ und „ Die Todessehnsucht“. Die Einleitung in die verschiedenen Themen der Romantik wurde durch Bilder von Caspar David Friedrich gegeben, so dass nicht nur der literarische und musikalische Bereich der Romantik mit einbezogen wurde, sondern auch der künstlerische. Alles in allem stellte sich dieses Projekt als ein großer Erfolg heraus, da das Interesse an diesem „romantischen Abend“ in der Karl- Rehbein- Schule ernorm war.







Schüler und Schülerinnen entscheiden über Schuld oder Unschuld

10.02.2005

Der evangelische Religionskurs der Jahrgangsstufe 12 der Karl–Rehbein-Schule zeigte unter der Leitung ihres Lehrers Frank Hagelstange an zwei Abenden das Theaterstück „Die 12 Geschworenen“ von Reginald Rose und Horst Budjuhn. Das Stück handelt von den Beratungen der Geschworenen im Fall eines Jungen, der beschuldigt wird seinen Vater getötet zu haben. Die Geschworenen müssen nun entscheiden, ob der Junge hingerichtet werden soll. Das aus der berühmten Verfilmung mit Henry Fonda bekannte Stück wurde im Chorraum der Hanauer Marienkirche gezeigt. Mit großer Intensität gestalteten die Schülerinnen und Schüler ihre Rollen. Und auch, wenn viele Besucher den Ausgang schon kannten – am Schluss plädieren alle Geschworenen für einen Freispruch, weil sie begründete Zweifel an der Schuld des Angeklagten haben -, blieb die Spannung über die gesamten zwei Stunden der Aufführung erhalten. Das Stück wurde durch Szenen zur biblischen Geschichte der Ehebrecherin ergänzt, welche zum Teil als Filminterview eingespielt wurden. Durch diese Einschübe wurde deutlich, dass in dem Theaterstück zeitlose Fragen zur Diskussion gestellt werden, die Frage nach Schuld oder zweiter Chance, nach Sünde oder Vergebung. Am Schluss bedankten sich die ergriffenen Zuhörer mit lautstarkem Beifall. Vor und nach der Aufführung konnten sie sich in der Kirche eine Ausstellung zum Thema Todesstrafe ansehen, die mit Unterstützung von Amnesty International von einer Arbeitsgruppe des Religionskurses gestaltet worden war. Dabei gab es auch die Gelegenheit, Protestbriefe an den Gouverneur von Texas zu verfassen, um im aktuellen Fall eines minderjährigen Straftäters die Todesstrafe noch abzuwenden. Die Einnahmen der Aufführungen gehen als Spende an Amnesty International.

Laura Horn (12Re12)

Karl-Rehbein-Schule, Im Schlosshof 2, 63450 Hanau,
Tel:(06181)6183-600, FAX:(06181)6183-699, E-Mail:info@karl-rehbein-schule.de

10.02.12 15:00 Uhr
Elternsprechtag
14.02.12 19:30 Uhr
Oberstufeninfo für die Eltern der Einführungsphase in der Mensa
15.02.12 20:00 Uhr
Sitzung des Schulelternbeirats
27.02.12 19:30 Uhr
Sitzung der Schulkonferenz
08.03. - 16.03.12
Austausch mit Frankreich, KRS in Lyon
13.03.12 19:30 Uhr
Oberstufeninfo für die Eltern der Klassen 9 in der Mensa
16.03. - 30.03.12
Schriftliches Abitur
09.04. - 21.04.12
Austausch mit China, KRS in China

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